Hallo, Leute!
Dazu kann man mal was nachtragen.
Der Wetterumschwung ist hier immer noch nicht angekommen. Vorhin gab es in Mannheim einen kurzen gewittrigen Schauer.
Beim DWD war daß ein extremes Unwetter mit Windböhen bis 120 km/h, Starkregen um 25l und Hagel über 3cm Körnung, die Realität war Folgende: 5 min leichter Regen, dann trocken, dann erneut 3 min leichter Regen bei Windgeschwindigkeiten um 20 km/h. Danach Sonnenschein, weswegen mir nun die Tastatur an den Fingern klebt...
*** Bäh! Geh ab! Wirst-Du-Wohl-Abgehen!?! * Schüttel, Schüttel * Krach * Schepper * Na also! ***
Also es war heute etwas anders als am Sonntag, nicht von den Temperaturen her (die waren gleich, bis 38 °), sondern weil es heute mit dem kurzen Regen noch einen Tik Waschküchenmäßiger ist.
Jedenfalls: Am Sonntag habe ich mal den Test gemacht und war von ca. 11 bis ca. 20 Uhr unterwegs. Erst mit dem Rad eine Stunde hin, dann in den Sumpf, dann mit Lea Bergsteigen, dann wieder zurück.
Erstaunlich, was man so alles machen kann, wenn man sich erstmal überwunden hat. Die Temperaturen am Nachmittag unten in der Ebene dürften ein Stückchen über 39 ° gelegen haben, aber was solls...
Und Lea: Bitte melde dich!
Ich hoffe, du bist wohlauf?!?
Ein paar Bilder habe ich mitgebracht, es gab sogar einen oder zwei Pilze.
Die meisten aber ganz zu Anfang in einem kleinen Erlensumpf, in dem sich alle Insekten Mitteleuropas versammelt hatten:

Der selbe Sumpf war >hier< schon mal Thema.
Darum ist Naucoria striatula auch schon bekannt:

Diese Kolletion sah makroskopisch etwas anders aus und musste darum untersucht werden. Ist aber doch die selbe Art.
Erste Grüngelbe Gallertköpfchen (Leotia lubrica):


Genabelter Schleierhelmling (Delicatula integrella):

Vermodderter Erlen - Schillerporling (Inonotus radiatus):

an einem Ende vom Erlenstamm.
Spitzwarzige Tramete (Antrodiella hoehnelii):

Am anderen Ende des selben Stammes. Das zähle ich mal als "vergesellschaftet".
Und dann noch der unbestimmte Mooshäubling (Galerina sp.):


Der >hier< auf Hilfe hofft.
Das war's eigentlich schon. Anschließend ging es bergauf bis auf etwas über 500 mNN. Ziel war der Teltschikturm im Odenwald, eine sehr aparte und luftige Stahlkonstruktion, die Plattform befindet sich 36 m über dem Boden. Eigentlich wollte ich von da oben Gewitterfronten fotografieren: mit Superzelle, Shelfcloud und Tornado.
Leider keine Gewitter, trotz positiver Vorhersage.
Im Abstieg noch ein Polsterförmiger Feuerschwamm (Phellinus punctatus):

An Salweide.
Am Wegrand im sauren Fichtenwald auf Sandsteinboden in ca. 470mNN,
Kastanienbraune Becherlinge (Peziza badia):


Die schon einen ziemlichen Knacks wegen der Hitze hatten.
So wie wir dann auch. Das letzte Stück auf dem Heimweg musste ich mit einer geradezu beschämend kleinen Übersetzung fahren. Nix mehr mit 53/14.
Selten tat eine kalte dusche so wohl und so lange.
LG; pablo.