Hallo.
Tatsächlich? Hast du da ein Bild von, von einem frischen (auch fruchtkörper sollte nicht mehr als 4/5 Stunden vom Mycel getrennt sein) Schrägschnitt durch die Stielknolle?
LG, Pablo.
Hallo.
Tatsächlich? Hast du da ein Bild von, von einem frischen (auch fruchtkörper sollte nicht mehr als 4/5 Stunden vom Mycel getrennt sein) Schrägschnitt durch die Stielknolle?
LG, Pablo.
Hallo, Thorsten!
Dein Filzröhrling dürfte Xerocomus cisalpinus (Starkblauender Rotfußröhrling) sein.
Allerdings in einer recht kräftigen (groß gebauten) Form, habe ich selten so erlebt.
Wen du für die anderen noch Nemen suchst, da sind ein paar sehr typische Arten dabei, die sich schon so dank der guten Bilder benennen lassen.
1 = Panus conchatus (Laubholzknäueling)
2 = Pleurotus ostreatus (Austernseitling)
3 = erneut Purpurfilziger Holzritterling (Tricholomopsis rutilans)
7 = Schizophyllum commune (Gemeiner Spaltblättling)
Die anderen kann ich so nicht aus dem Stegreif benennen, da müsste man mal ein paar Details mehr sehen und auch Fruchtkörper aus anderen Altersstufen.
LG, Pablo.
Hallo, Zunft!
Ein wunderhübscher >Maronenröhrling<.
Finde ich schön, wenn der weiter so stehen darf, alleine schon wegen der Ästhetik.
Ist nur komisch, daß den keiner mitnimmt, weil er schmeckt auch ausgezeichnet.
LG, pablo.
Hallo, Claudi, Mausmannn & Björn!
Ja, genau. Die Mischung machts. So wird es weder langweilig, noch bleibt man hungrig.
Der Blaue Rindenpilz war schon noch da und breitet sich fröhlich auf dem ganzen Grundstück aus. Auf dem Bild vom Grotto mit dem Grill in dem Kamin ist über dem Steintisch eine Pergola, mit üppiger Glyzinie überwachsen. Der Blaue hat nun die Pergolabalken und abgestorbene Glyzinienäste für sich entdeckt. Allerdings sind die Bilder nicht gut geworden, sorry.
Zählst du Pilze, Mausmann?
Das sollte ich nicht versuchen, wenn ich einzuschlafen versuche, weil dann bin ich mit Sicherheit sofort ganz wach. Einschläfer zählen ist da sicher besser.
Und klar: Den Sommer mag ich auch. Ich hab's gerne warm. Mir ist die Witterung jetzt im Moment schon fast zu frisch, das mögen auch einige Pilze nicht und das gefällt mir nicht. Also gerne warm, nur eben nicht so trocken und ruhig immer mal ein paar tage Landregen zwischendurch. So wäre es mir am liebsten.
LG, pablo.
Hallo, felix!
Wunderbar, nun hast du den mal bestimmt. Präg dir vor allem den Geruch gut ein, das ist etwas, das alle giftigen Champi - Arten verbindet. Gilbende Arten gibt es auch mit Geruch nach Anis, Bittermandel, Marzipan. Diese Arten sind essbar, aber teils mit Schwermetallen angereichert.
Bei Champis, die irgendwo gilben und nicht nach Anis, Bittermandel, Marzipan riechen: Finger weg.
Ansonsten muss man die Gattung sicher erkennen, dann kann man da schon auch kulinarisch drangehen, ohne jede Art exakt bestimmen zu können.
LG, pablo.
Hallo.
Nummer 2 ist nicht der Runzlige Dachpilz, wenn damit Pluteus phlebophorus oder Pluteus thomsonii gemeint ist. Beiude Arten sehen ganz anders aus. Das hier dürfte eine Art aus der Umgebung um Pluteus plautus sein. Aber da ist ohne Mikro nichts zu machen.
Nr. 5 ist eine Anamorphe, wahrscheinlich eine Trichoderma. Betsimmen lässt sich sowas so gut wie gar nicht.
Nr 4 ist nicht Lopharia spadicea / Porostereum spadiceum. Da passt weder die Wuchsform (der möchte Hütchen bilden!) noch die Struktur der Oberfläche. Die aus dem Hymenium ragenden, inkrustierten Lamprozystiden sehe ich ja hier schon ohne Mikroskop.
Wenn es keine Poren sind. Da musst du schlichtweg näher ran, daß man das auch erkennen kann.
Wenn das tatsächlich ein Corti ist, dann muss auch hier der Pilz halt untersucht werden.
Bei den Pilzen, die du inzwischen anguckst, ist es halt mit ein paar Bildern nciht mehr getan, Magellan. Das geht jetzt in Bereiche, in denen die Arbeit anfängt. Cortis sind enorm schwierig. Da haben wir es mit hunderten Arten in Dutzenden Gattungen zu tun. Und in großen Bereichen geht ohne Mikro wenig. Immerhin kann man sich mal makroskopisch ranarbeiten, aber Arbeit heißt hier etwas mehr als Bilder machen und hochladen.
Hier muss man die Konsistenz kennen. Wachsartig? Ledrig? Häutig? Brüchig?
Dann den Habitus: Dick oder dünnfleischig? Mehrschichtig?
Und die Oberfläche: Glatt? Flaumig? Bereift? Warzig? Stachelig?
Das sind Dinge, da muss man immerhin schon mal durch eine gute Einschlaglupe gucken, um das zu beurteilen.
Ohne das geht bei Cortis so gut wie nichts.
Müpsste ich hier raten, dann wäre es (wie gesagt: wenn ohne Poren) eine der Arten mit inkrustierten Lamprozystiden. Zu finden in den Gattungen Phlebia, Phlebiopsis, Phanerochaete, Scopuloides, Peniophora, Peniophorella, Hyphoderma usw.
LG, Pablo.
Hallo, Olli!
So einfach ist es nicht.
Die Lamellen bei jungen Champis können weißlich bis rosa sein, aber das muss gar nichts heißen. Kleine helle Pilze mit anfangs (oder immer) weißen Lamellen gibt es tausende, einige davon sind tödlich giftig. Wenn du etwas zu den Pilzen in deinem Garten erfahren willst, dann versuche es mal mit deutlicheren Bildern, wenn es nicht klappt kann vielleicht jemand anderes ein paar Aufnahmen machen. Dazu lohnt es sich auch, vorab mal >hier< reinzuschauen.
Dann können wir uns Gedanken zur Erkennung und Bestimmung machen.
Den Tip mit dem PSV hast du schon erhalten.
Ich kann leider auf den Bildern nichts erkennen, was eine Bestimmung ermöglicht. Auch etwas Giftiges kann ich nicht ausschließen.
LG, Pablo.
Hallo.
Schneide mal die Stielbasis schräg an. Das sollte ziemlich gelb werden.
LG, pablo.
Hallo, Magellan!
Und wenn Nummer 1 kein Trichterling und kein Milchling ist, dann wäre ich da bei Lepista flaccida (Fuchsiger Röteltrichterling). Besser gesagt: Wenn Nummer 1 nicht Lepista flaccida ist, dann wäre ich überrascht und man müsste sich mal in den beiden anderen genannten Gattungen umsehen. Versuch mal, die Lamellen mit dem Finger abzuschieben. Wenn das Rötelritterlingsmäßig gut klappt, dann sollte es die vorgeschlagene Art sein.
Nummer 2: Ja, wenn Sporenpulver braun und ohne Violetton, dann Stropharia caerulea.
Nummer 3: Standardprogramm vergessen. Sehr schade, denn der könnte durchaus interessant sein. Das erste wäre eben mal zu wissen, ob der Poren oder Stacheln hat. dann sehen wir weiter.
Nummer 4: Definitiv ein Schleierling. Schnecklinge nie mit solcher Cortina und niemals Braunsporer! Bei Unsicherheit: Sporenabwurf machen. Schleierlinge sind eine schwierige Gattung. Optisch wäre mein Arbeitstitel erstmal Cortinarius alboviolaceus (Weißvioletter Dickfuß). Aber da sind diverse Dinge zu berücksichtigen: Bäume am Standort? Bodenökologie? Schnittbild? Geruch? Hut schleimig oder nur nass? Stiel schleimig? ev. Reaktion mit KOH und ev. mikroskopiesche merkmale.
Nummer 5: Tricholoma squarrulosum ist nach Heilmann-Clausen / Christensen eine Art mit deutlich schwarzschuppigem Stiel, hier also auszuschließen. Die nächste Nachbarart wäre Tricholoma atrosquamosum. Aber auch andere Ritterlinge aus der Erdritterlings - gruppe können so aussehen, zB Tricholoma terreum, Tricholoma scalpturatum, Tricholoma orirubens und Tricholoma basirubens...
Auch hier sollte man die Pilze untersuchen um zu einer Bestimmung zu kommen und nicht nur fotografieren. Wichtig sind: Geruch, Geschmack, Verfärbeverhalten (wobei ein längerer Zeitraum zu berücksichtigen ist, also gilbende oder rötende Hutoberfläche, Lamellen, Trama auch nach 12h+ beurteilen).
LG, pablo.
Hallo, Magellan!
Das Holz halte ich für Rotbuche (Fagus), mit einer klitzekleinen Option auf Hainbuche (Carpinus).
Der Pilz ist ein Schillerporling (Gattung: Inonotus). An Buche verbreitet sind vor allem der Knotige (Inonotus nodulosus) und der Flache (Inonotus cuticularis) mit einem sehr ähnlichen Aussehen. Den Tropfenden (Inonotus dryadeus) kann man hier wohl ausschließen.
Aber auch der Erlen - Schillerporling (Inonotus radiatus) kann gelegentlich an Buche vorkommen und sieht ebenfalls sehr ähnlich aus.
Vom Gesamteindruck her ist das aus meiner Sicht Inonotus nodulosus, aber zu 100% ausschließen mag ich Inonotus cuticularis und Inonotus radiatus nicht.
LG; pablo.
Hallo.
Na dann, bleibt noch den Pilzen viel Glück im Recall zu wünschen. ![]()
Ist ja nicht schlimm, gibt also nichts zu entschuldigen. Nehmen wir's mit Humor und gut ist.
Danke für die weiteren Bilder.
Also Stielbasis haben wir, die könntest du nun noch mal kurz schräg anschneiden und gucken, ob die auch innen rasch quietschegelb anläuft. Wenn du mit dem Daumen am Stiel rubbelst und dann an der Stelle riechst, sollte ein komischer Geruch wahrzunehmen sein, irgendwie ein wenig nach Apotheke, Desinfektionsmittel, Wundpflaster.
An der Stielbasis auf dem einen Bild meine ich einen chromgelben Fleck zu sehen, ebenso auffällig sind auch hier wieder die gelben Flecken direkt am Hutrand. Sieht bisher für mich mehr und mehr nach dem >Karbolchampignon< aus. Der Test mit der angeschnittenen Knolle und der Geruchstest könnten das bestätigen.
LG, pablo.
Hallo, Rainer!
Danke für den Hinweis! ![]()
Aber was mich natürlich dabei interessiert? Wie sind die beiden nun zu unterscheiden?
LG, Pablo.
Hallo, Konrad!
Danke für die Erklärung!
Ja, ungefähr so hatte ich mir das zusammengereimt.
Und ausgehend von meinem Wissensstand habe ich jetzt schon erstmal die morphologischen Abweichungen betrachtet, wegen den "Grenzbereichen". Und wie weiter oben schon erwähnt war "Boletus" für mich gerade aus morphologischer Sicht schon immer eine sehr "heterogene" Gattung. Die Unterschiede zwischen den nicht verfärbenden, weißfleischigen weiß- bis Gelbporern (Gattung: Boletus) und den stark blauenden, gelb- bis rotfleischigen Rotporern (Gattung: Imperator) sind schon eklatant im morphologischen Bereich. Da wurden schon Gattungen aufgedröselt, wo zwischen den Gruppen geringere morphologische Unterschiede bestanden.
Noch was ganz Allgemeines: Ich bin alles andere als ein Gegner der genetischen Untersuchungen. Im Gegenteil. ich finde sie sehr wichtig. Hoffentlich kam das in den vorigen Beiträgen auch so raus. ich meine nur, daß da die Forschung im mykologischen Bereich noch ziemlich am Anfang steht und eben auch immer im Abgleich mit den morphologischen und ökologischen Kriterien erfolgen sollte.
Und weil dazu eben auch das Engament der "Hobby - Mykologen" ohne Universitätszugang (und -bildung) von großer Bedeutung ist, sollte man einen Weg finden, daß diese auch weiterhin ihren immens wichtigen Beitrag zur Forschung leisten können, ohne jeden Tag Dutzende von Neuveröffentlichungen zu verfolgen und neue Namen und Gattungen zu lernen.
Dafür muss es ja nur stichhaltige Synonym - Listen geben. Was aber schon bei den offiziellen datenbanken nicht immer sinnvoll nachvollziehbar ist. Insofern wäre es strategisch eben günstiger, soweit wie möglich an den bekannten und gängigen Taxca festzuhalten bzw. zunächst bereits bestehendes Chaos zu bereinigen, bevor man "neues Chaos" (mal ganz plakativ ausgedrückt) anrichtet.
Zum Beispiel hätte man mal die Synonymien zwischen Boletus erythropus und Boletus luridiformis sowie Boletus junquilleus / pseudosulphureus und deren Varietäten taxonomisch klären können. Aber das ist ja mal wieder ein anderes Thema.
LG, pablo.
Hallo, Anna & Tuppie!
Danke fürs Mitkommen.
Den Schläfer aussporen lassen... Das stelle ich mir gerade bildlich vor. Kopfkino! Rennt auf dem Objektträger herum, schüttelt das Fell und verteilt Wolken von Sporen. ![]()
Ja, der Ochsenzunge ist sowas Ähnliches passiert wie der Käffchenmorchel. Halb absichtlicher Wortdreh-Kauderwelsch.
Also Anna, du eist bescheid: Das nächste Mal für Falmenta den Spätsommer / Frühherbst einplanen.
LG, pablo.
Morgen, Teetrinker!
Wenn du von dem Rauhfuß noch Bilder bei Tageslicht machen könntest (also farbechte Bilder), auf denen man auch die Hutoberfläche und ein Schnittbild hat, dann könnte ich wohl etwas kräftiger "Ja" sagen.
So bleibe ich vorerst bei "Ja, vermutlich. Nicht ausgeschlossen." Es gibt noch einige weitere Arten, die an der Stielbasis blaugrün verfärben.
Noch was zu den anderen Pilzen:
Der Lackporling auf den ersten beiden Bildern im Startbeitrag ist so nicht bestimmbar. Es läuft schon auf eine der beiden genannten Arten hinaus, aber in dem Fall lässt sich aus der äußeren Erscheinung keinen Bestimmung ableiten.
Denn >Ganoderma applanatum< sieht durchaus so aus, wenn er eben auf Substratoberseiten fruchtet oder an vergrabenem Holz wächst. Und >Ganoderma australe< kann identisch aussehende Fruchtkörper bilden.
Deinen Wulstling halte ich für >Amanita strobiliformis<.
Amanita solitaria (Igelwulstling) kenne ich nicht mit einem so behangenen Hutrand. Zudem ist das ein eher kleiner Pilz (im vergelich zu den gigantischen Ausmaßen, die A. dtrobiliformis erreichen kann) und die Stacheln sind wirklich spitz pyramidenförmig und verflachen auch bei starkem Regen kaum.
Hier ein Bild von vor eine paar Tagen bei strömendem Regen von Amanita solitaria:
LG, Pablo.
Hallo, Claudi!
Du sagst es. Obgleich die Art, an die ich da seit einigen Tagen denke (siehe "Wachstum an Nadelholz") eigentlich nicht in die Gattung zähle, die wir ja auch eigentlich gar nicht hätten nennen dürfen (Keine Namen!
Auch keine falschen). Ich hatte da gepennt und nicht nachgedacht.
Ähm...
Wir könnten ja Fragen, ob die Art beim Reutlinger Treffen in diesem Frühjahr gefunden wurde?
LG, Pablo.
Hallo, Konrad.
Natürlich, die Gattung Boletus war (ist) ja alles andere als homogen. Erst recht in den Grenzbereichen und wenn man die Marone auch als Boletus und nicht als Xerocomus behandelt.
Aber wie ich oben schon schrieb: Wäre es nicht möglicherweise logischer gewesen, die Arten in den Grenmzbereichen der Gattung auszugliedern (Boletus badius, Boletus impolitus & depilatus, Boletus pulverulentus & flavosanguineus)?
Denn in dem Zusammenhang gibt mir auch deine Erklärung zu denken:
Alles anzeigen- Was hier bisher völlig außer acht gelassen wurde: Je nach Ergebnis der molekularen Analysen (ich kenne diese nicht) MUSS ja die Gattung geändert werden, nämlich dann, wenn man herausfindet, dass eine bestehende Gattung kein sogennates Monophylum ist - also eine Gruppe von Arten die nicht alle von der selben Ursprungsart abstammen.
Beispiel: Wenn man herausfinden würde, dass die Marone näher mit den Schmierlingen verwandt ist als mit Dick- u. Filzröhrlingen, wäre es ja völlig unsinnig sie in dieser Verwandschaft zu belassen.
Aber das ist ja nur der Fall wenn die molekularen Unterschiede entsprechend deutlich sind. Insofern kann das mit den Untergattungen sinnvoll sein, kann aber auch schlicht nicht möglich sein (was ich schon vermute würde).
Was stimmt, ist das Gattungen keine natürlichen Taxa sind (im Gegenatz zur Art) also völlig menschgemacht, dennoch müssen und sollen sie die korrekten Verwandschaftsverhältnisse wiederspiegeln.
Und das wäre etwas, was ich gerne wüsste:
Reicht es da, die selbe Sequenz abzulesen, die für die Unterscheidung der einzelnen Arten nötig ist?
Denn es wird ja nie das gesamte Genom abgelesen, sondern immer nur ein Teilstück, in dem sich relevante Abweichungen finden. Und daruas lässt sich auch eine "Stammart" ablesen?
Bislang habe ich nämlich im Bereich der Funga noch nie etwas von solchen schönen Stammbäumchen gesehen, wie man sie zB in der Fauna aufgestellt hat (vom vor Disnosauriern flüchtendes Nagetier bis zu Homo sapiens usw).
Was ich sehe, sind grobe systematische Bäume, was ungefähr wo hin gehört.
Was mir bekannt ist, ist eine ungefähre Entwicklung von den einfachsten Ascomyceten über urtümliche Basidiomyceten (Heterobasidiomyceten) bis zu den hypogäischen Basidiomyceten (neuester Schrei in der Funga).
Aber wirkliche, solide entwicklungsgeschichtliche Bäume? Müsste man dazu nicht auch konserviertes, genetisches Material aus prähistorischen Ablagerungen vergleichen?
Zudem stellt sich mir die Frage, wie eng man nun das das Monophylum (Monofungum?) auffassen muss? Wenn man weit genug zurück geht, dürften ja alle Pilze den selben Vorfahren haben, wahrscheinlich irgendein paar Hefezellen. Ebenso wie auch Mensch und Nacktmull den gleichen Vorfahren haben, oder noch besser in dem Kontext: Mensch und Borstenwurm. Man muss nur weit genug im Stammbaum zurück. Aber das wäre ja Unfug im Grunde, oder?
Also muss man da ja auch ein Kriterium anlegen, wo man die Grenze zieht, wie viel Abweichung, wie viele Entwicklungstufen für eine Gattungstrennung notwendig sind. Aber damit hätte man ja wieder eine "künstliche" Einteilung.
Ist es das was du meinst Konrad, nur komplizierter ausgedrückt?
LG, Pablo.
Morgen, Leute!
Alors, soll es die Frage nach der Größe sein? Und wenn ja, wie wäre die zuformulieren?
Ich denke immer noch, daß es ein ziemlich kleiner Pilz ist, der kaum mehr als 2 bis 3 cm Hutdurchmesser entwickeln kann. Insofern wäre es schon interessant, wenn es eine Art wäre, die größere Fruchtkörper bildet.
LG, Pablo.
Morgen!
Es handelt sich bei dem Doppelgänger aber ziemlich sicher um Amanita ovoidea, wir wir dank der Unterstützung eines sprachkundigen Mitglieds herausfinden konnten.
Ich werde das Thema trotzdem zu "Pilze allgemein" verschieben, da es aus meiner Sicht nicht unbedingt ein Spiel oder Rätsel für Kinder und Jungendliche darstellt. ![]()
LG, Pablo.
Hallo, Björn!
Der Gallenröhrling darf alles, wenn er denn will. Wer sollte es ihm verbieten?
Nein, im ernst: Der ist auf jeden Fall sehr untypisch ausgeprägt. Die Poren gehen so in Ordnung, die können bei den meisten Röhrlingen auch mal ins sinuose gehen. Wegen dem Netz musst du mal das erste Bild im ersten beitrag angucken. Oben ist das schon diffus, das kann man auch für eine Beflockung oder so halten. darunter erkennt man aber, daß es die Tendenz hat, in ein "regelrechtes" Netz überzugehen. Mit schön gallisch langgezogenen Maschen.
LG; pablo.
Hallo Leute!
Ja, endlich hat es auch hier im Südwesten einen Wetterwechsel gegeben. Endlich viel gutes Wetter mit einer leichten Einschränkung: Es wird schon fast zu kalt.
Vor ein paar Wochen sah das aber noch ganz anders aus. Das Wetter war konstant schlecht, in den Wäldern alles tot. Glücklicherweise hatte ich die Möglichkeit, für ein paar Tage zum Klimaflüchtling zu werden.
Das erstaunliche: Der Weg nach Süden führte tatsächlich in gutes Wetter. Und in die Pilze.
Das Zielgebiet ist ein keines Seitental des Lago Maggiore in den Alpen. Der Untergrund besteht aus Granit, ist größtenteils sauer, die Ökologie bietet hauptsächlich Rotbuchenwälder in den höheren Lagen und darunter viele Esskastanien, Eichen, Lärchen, Birken usw.
Von einigen Besuchern wurde in der Vergangenheit schon behauptet, da gäbe es keine Pilze. Irrtum. Man muss nur zur richtigen Zeit hin. Also bei gutem Wetter. Wie gut das Wetter war, mögen die ersten beiden Bilder bezeugen:
Ich habe versucht, einen richtig schönen Blitz abzubilden. Man sollte meinen, bei dem Stakkato an durch die Wolken und auf die Berge fahrenden Blitzen kein Problem, aber leider doch nicht so einfach. Dieses Fitzelchen war noch das Beste.
Am morgen danach sieht es dann so aus:
Und immer wieder Regen, teils in regelrechten Katarakten aus den Wolken fallend, immer wieder Gewitter, dabei aber immer schön warm und dampfig. Eben richtig schönes Wetter.Da muss man schon den richtigen Abend erwischen, um den Grill am Grotto anzuschmeißen.
Oder dabei den Schläfer zu fotografieren:
Wo ich nicht durchsteige: Ist das nun ein Garten- oder Siebenschläfer? Oder muss man die mikroskopieren um die Art zu bestimmen? Oder kann man die nur anhand des auf dem Kot wachsenden Pilzbestandes sicher definieren?
Nun aber zu ein paar Pilzen. Man mag es nicht glauben, aber zum ersten Mal in diesem Jahr finde ich sowas:
Was dann untypischerweise bei mir dazu geführt hat:
Wobei ich die Lila Lackis sogar stehen gelassen habe. Bei den Steinpilzen habe ich mich in der Tat auch zurückgehalten, da hätte man Tonnen abräumen können. Was die Einheimischen auch gemacht haben, aber die brauchen das nötiger als ich und ich habe keine Lust zu putzen. Ich habe Lust zu bestimmen. Und teilweise nehmen die Einheimischen auch Steinis mit, die noch älter sind als der boletoide Part dieses Pärchens:
(Boletus edulis neben Russula cyanoxantha)
Altpilze sammeln gibt es also nicht nur in Deutschland.
Und da ich den Bericht schon so lange vor mir herschiebe, nun mal einfach ein paar der Funde in alphabetischer Reihe.
Agrocybe cylindracea = Südlicher Ackerling
Am Lido in Cannobio, da lagen wohl schon einige Badegäste drauf.
Asterophora lycoperdoides = Stäubender Zwitterling
an altem, unbestimmtem Täubling
Chlorociboria aeruginascens = Kleinsporiger Grünspanbecherling
Cortinarius violaceus = Dunkelvioletter Schleierling
Craterellus sinuosus = Krause Kraterelle
Cystolepiota hetieri = Rötender Mehlschirmling
Da ich kürzlich in einem anderen Thema eine der Nachbararten >kurz vorgestellt< hatte, den hier nochmal etwas ausführlicher.
Auffällig ist das sofortige, deutliche Röten der Fruchtkörper, insbesondere des Velums, was später zu grau, dann zu dunkel graubraun bis schwarz umfärbt. Ein Ring ist nicht vorhanden, das Velum nur bei frischen Fruchtkörpern gut sichtbar aber sehr fein und rasch vergänglich.
Diese Kollektion hatte mikroskopisch neben den nicht ganz voll entwickelten Zystiden eine besonderheit: Keine Schnallen. Ludwig schreibt dazu in der Gattungsdiagnose "selten fehlend". Seis drum.
Huthaut:
Velumzellen konnte ich fast keine mehr finden, und die wenigen waren so kollabiert, daß man nur noch sowas wie einen geplatzten, zusammengeschrumpelten Luftballon mit ganz dünnen Wänden sieht.
Cheilozystiden:
Pleurozystiden waren da kaum zu finden, nur ein paar und die auch recht nahe an den Lamellenschneiden.
Sporen:
Also insgesamt schon ohne Mikros für mich ein völlig anderer Pilz als Cystolepiota adulterina. Allerdings soll es da Probleme in der Bestimmung geben. Mal sehen, was weitere Funde bringen.
Entoloma cf politum = vielleicht Glänzender Rötling
Entoloma rhodopolium s.l. = Artengruppe um den Niedergedrückten Rötling
mit zu kleinen Sporen:
der nervt mich auch noch. Wobei es da nicht um die Sporengröße geht. Die stammen nicht aus einem Abwurf, sondern mikroskopiert wurde ein Lamellenpräparat aus dem Exsikat in KOH 3%, da ist klar, daß die Größen etwas undeutlich sein können. Möglicherweise einfach zu viele junge Sporen. Ich kann trotzdem nicht anders schlüsseln, alle weiteren Wege führen bei "HDS = Kutis, Pigment ausschließlich intrazellulär, Sporen dickwandig fünfeckig mit deutlichen Ecken und subisodiametrisch bis heterodiametrisch, Schnallen+ und Cheilozystiden-" ins Nirvana. Bleibt mir die Unterscheidung zwischen Entoloma rhodopolium und Entoloma politum, die mir unklar ist. Als Geruch ist "Kunstdünger" notiert. Geht bei beidem. Noorderloos in FE schlüsselt am enstcheidenden Punkt über den Lamellenansatz, die Hutform (Habitus: Tricholoma oder Collybia) und die Stieloberfläche aus. Der Habitus ist für mich bei dem eher lütten Pilz keine Tricholoma, der Lamellenansatz sollte klar sein: breit angewachsen und meist auch kurz herablaufend. Die Stieloberfläche und die Hutform finde ich diffus. Denn hier ist sowohl ein Buckel, als auch eine niedergedrückte, bei alten Exemplaren fast trichterige Vertiefung. Und der Stiel ist jung mit feinen, weißen Faserflöckchen belegt. Im Alter glatt. Nach den Merkmalen komme ich eher zu E. politum, aber rein vom optischen her passen mir da viele Bilder nicht. Schon gar nicht die Zeichnungen bei Ludwig. Wogegen das Bild in den Großpilzen schon wieder sehr schön passt. Aber bei Bildern von E. rhodopolium sehe ich auch recht unterschiedliche Pilze.
Bin ich vielleicht nicht der Einzige, der da Bestimmungsschwierigkeiten hat?
Edit: Nach >dieser Diskussion< mag ich den lieber E. rhodopolium s.l. nennen.
Anyway, genug davon. Pilze.
Fiustulina hepatica = Ochsenreischling, Leberzunge
Gloeophyllum trabeum = Balkenblättling
An Fichte
Hericium cirratum = Dorniger Stachelbart
an noch lebender Rotbuche
Inocybe petiginosa = Weißflockiger Zwergrißpilz
Juhu, endlich mal eine in der Bestimmung unkritische Inocybe. ![]()
Lactarius porninsis = Lärchenmilchling
Lactarius subdulcis = Süßlicher Buchenmilchling
Der hat mich rasant auf den Arm genommen. Mit den hellen Lamellen hatte ich ihn zunächst nicht erkannt und mal reingebissen. Worauf ich ihn noch weniger erkannt habe, weil es das erste Mal war, daß ich auf eine bittere Kollektion stieß. Und wie bitter! Da wollte man rasch in einen Gallenröhrling beißen, um das etwas abzumildern. Aber trotz allem, und obwohl das Waldstück dominiert war von Lärche, Birke, Esskastanie, Linde und Hasel (nächste Rotbuche an die 20 Meter entfernt) komme ich zu nichts anderem.
HDS:
Sporen:
Leccinum quercinum = Laubwaldrotkappe
Leider schon ziemlich oll an bekanntem Standort bei Pappel und Esskastanie. Wächst dort übrigens in anderen Jahren vergesellschaftet mit Leccinum leucopodium (Espenrotkappe), wenn ich mich richtig erinnere.
Leccinum scabrum = Gemeiner Birkenpilz
Lentinus suavissimus = Wohlriechender Knäueling
Geil. So ein unscheinbarer Pilz und riecht kilometerweit durch den Wald nach Marzipan. ![]()
Oudemansiella mucida = Buchen - Schleimrübling
Lieferte sich ein Duell mit Boletus edulis, wer von beiden in der Höhenstufe um 1000 Meter mehr Fruchtkörper bilden kann. Gewonnen hat aber ganz knapp Russula cyanoxantha.
Phellodon confluens = Verwachsener Duftstacheling
So ein schöner Pilz und ich schaffe es nie, davon anständige Bilder anzufertigen.
Hoffentlich taucht der in diesem Jahr hier noch mal auf für einen weiteren Versuch.
Suillus granulatus = Körnchenröhrling
& Chroogomphus rutilus = Kupferroter Gelbfuß
Das Pärchen sieht man ja oft zusammen.
Trametes pubescens = Samtige Tramete
Xerula pudens = Braunhaariger Wurzelrübling
Der erstaunlich häufig gezeigt wird in diesem Jahr. Für mich aber ein Erstfund.
Jedenfalls hat es sich gelohnt. Denn als ich zurückkam aus dem gesegneten, verregneten land herrschte hier. Trockenheit. Zum Glück hat sich das inzwischen gebessert.
PS.: Alle Bilder sind anklickbar und eigentlich etwas größer und schärfer.
LG, Pablo.
Hallo, Magellan!
Prima.
Du kannst ja mal mit dem Tip von mir oben >vergleichen< (gerne auch weitere Quellen), wenn keine Übereinstimmung feststellbar bitte noch mal melden und protestieren.
LG, Pablo.
Hallo, Dieter!
Zimlich klarer Fall aus meiner Sicht, auch wenn ich diese Art noch nicht gefunden habe.
Aus meiner Sicht spricht nichts gegen deine Bestimmung.
LG, pablo.
Hallo.
Nein, du bist sicher keine schlechte Mutter.
Zecken lassen sich eben nicht völlig vermeiden. Allerdings: ich selbst verzichte recht konsequent auf jede Chemie. Aber ich spüre die Zecken, wenn sie auf mir rumkrabbeln. Im Sommer bin ich in kurzen Hosen unterwegs, da schmeiße ich die einfach von meinen Beinen runter und von den Armen auch.
Bei kühlerem Wetter trage ich mittlerweile eine Hose, die an den Schuhen dicht abschließt, Da ist erstaunlicherweise bislang noch keine reingekrabbelt. Meistens habe ich die Dinger auch an den Händen und Armen, weil ich viel auf dem Boden rumliege und im Laub wühle. Aber wie gesagt: Die werden einfach abgesammelt und gut. Was ich übersehe, finde ich spätestens am Abend beim Duschen.
Edit: Und wo ich zu einer Stellungnahme aufgefordert werde:
Stimmt beides. Die Kritik ist berechtigt, die Deutlichkeit auch, die Wortwahl grenzwertig.
Klar kann man auch mal so einen Borellientester anwenden. Aber den Gang zum Arzt spart es keineswegs. Sicherheit geht vor und die im Handel erhältlichen testmittelchen sind nicht unfehlbar.
Zudem hilft es ja nichts, wenn die Borellien eh schon im Körper sind. Dann muss man trotzdem zum Arzt.
Wenn man einen Zeckenbiss hatte und sich irgendwelche Krankheitszeichen oder diese sogenannte Ringröte einstellt, ist ein Arztbesuch pflicht. Auch schon bei Verdacht. Eine Antibiose ist zwar unangenehm, aber eine verschleppte Borreliose kann richtig schlimm sein. Ein Zeckenbiss ohne Symptome muss nicht generell zum Arzt, aber schaden kann es nicht.
PS.: Daß auch ohne initiale Symptome die Erkrankung vorliegen kann, zeigt auch der >Beitrag von Christian<.
LG, pablo.
Hallo, Safran!
Ich sags mal so: Wenn es Borreliose ist, dann ist es besser, je schneller mit einer Antibiose begonnen wird.
Wahrscheinlich werden die meisten Ärzte in dem Fall schon prophylaktisch eiin Antibiotikum verschreiben, ohne erst die Testergebnisse abzuwarten.
Ich würde vorschlagen: Besser morgen früh zum Bereitschaftsarzt, auch wenn es wohl in dem Fall keine dramatischen Auswirkungen hat bis Montag zu warten. Aber sicher ist sicher.
LG, pablo.
