Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Den Geschmackstest kannst du weglassen. Der hilft nur dann weiter, wenn du eine Verwechslung mit dem Grünblättrigen Schwefelkopf befürchtest. Und wenn du zur Unterscheidung vom Grünblättrigen und von Stockschwämmchen eine Geschmacksprobe brauchst, solltest du auf gar keinen fall Stockschwämmchen sammeln. ;)
    Aber ich glaube, darum ging es nicht.
    Dir geht es um den >Gifthäubling< vermute ich.
    Und dazu ein paar Hinweise:
    Die Stieloberfläche ist das einzige merkmal, das tatsächlich eine sichere Unterscheidung zulässt. Und die ist dann auch sicher.
    1) Verlasse dich niemals auf das Substrat, es sei denn du überprüfst gleichzeitig bei jedem Fruchtkörper die Stieloberfläche und urteilst im Zweifel nach dieser und nur dieser.
    2) Verlasse dich niemals auf den geruch, es sei denn du überprüfst gleichzeitig bei jedem Fruchtkörper die Stieloberfläche und urteilst im Zweifel nach dieser und nur dieser.
    3) Verlasse dich niemals auf das Aussehen der Hüte. Es sei denn, die jungen Hüte haben feine Schuppen zum Hutrand hin (siehe deine eigenen Bilder), denn das kann Galerina marginata nicht.
    4) verlasse dich niemals darauf, daß an dem Stubben, von dem du dem Pilzsachverständigen ein paar Probestockschwämmchen mitgebracht hast, auch tatsächlich nur Stockschwämmchen wachsen! Denn auch da können noch einige Gifthäublinge dazwischen wachsen, die du eben nicht zum PSV mitgenommen hast.



    LG, pablo.

    Hallo, Steffi!


    Du machst das schon richtig.
    Es ging ja nur um die Frage, ob ein Parasol nun im Wald oder auf Wiesen wächst. Das kann man klar beantworten: Beides. Die Art hat so gut wie keine Standortansprüche. Unter Wasser geht eher schlecht, in den vergletscherten Gebieten der Antarktis und des Himalayas kommt er auch eher nicht vor. Ansonsten... ;)
    Wichtig ist da nur, daß der Standort nicht "giftig" ist (Müllkippen, Hundeklos, Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen einer Autobahn). und das man die Art erkennt.


    Vorsichtig und veilelicht auch etwas pingelig zu sein, was den Verzehr von Lamellenpilzen angeht, ist auf keinen Fall ein Fehler. Und wenn man sich unsicher ist: Dann lieber noch mal angucken, noch ein paar Mal finden, idealerweise sich mal von einem Fachmann oder einer Fachfrau zeigen und erklären lassen.
    Und dann ist die Sicherheit da und der Pilz schmeckt auch.



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil.


    Skepsis ist immer angebracht, gerade bei Champis. :thumbup:
    Ich tue mich da selbst oft sehr schwer mit der Bestimmung. Wenn Rainer mir getrocknetes Material schickt, kann ich zumindest ein paar mikroskopische merkmale prüfen (Sporen, Cheilos, Basidien). Ob ich aber zu einer Bestimmung komme, wenn es nicht A. bisporus ist, wäre zweifelhaft. Dazu fehlt mir die Erfahrung, ich brauche bei Champis immer auch ein paar frische Fruchtkörper in der Hand, um auch die makroskopischen merkmale nachvollziehen zu können (insbesondere Verfärbungen, Geruch).



    LG; pablo.

    Hallo, Norbert!


    Wird jedenfalls nicht einfach. Hoffentlich melden sich die Rötlingsspezis noch.
    Ich hatte aus der Gruppe neben Entoloma sinuatum (Riesenrötling, mit seinen gelben lamellen schon gut makroskopisch bestimmbar) bisher nur Entoloma ochreoprunuloides mal gefunden. Und der ist das nicht, der hat keinen hygrophanen Hut.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert & Fredy!


    Ob der Baum vielleicht eine Ulme ist? Oder standen da irgendwo auch irgendwelche Rosengewächse in der Nähe (Apfel, Schlehe usw wären ja auch Rosaceen, ist also ziemlich weit gefasst)?
    Das könnte vielleicht eine der Frühlingsarten (Entoloma clypeatum, Entoloma sepium usw.) sein, die sich im Kalender vertan hat.
    Oder aber, es ist eine der Herbstarten mit dem Habitus (und hygrophanem Hut), so aus der Gruppe um Entoloma sordidulum, Entoloma lividoalbum und co.
    War denn ein bestimmter Geruch feststellbar?



    LG, pablo.

    Hallo.


    Wunderbar, da sind die Bilder. :thumbup:
    Nun, viel mehr lässt sich vorerst nicht dazu sagen, als Birki schon geschrieben hat. Aber übers Netz ist das auch mit der Pilzbestimmung immer so eine Sache. Man kann nopchmal mehr rausholen, wenn man mehr >Merkmale< berücksichtigt.
    Und doch gibt es im netz nie eine 100%ige Sicherheit, es lassen sich Pilze auch nie so erklären und besprechen, wie im Wald direkt am Objekt.
    Wir geben uns mühe, so gut es geht Wissenswertes zu Pilzen und ihrer Bestimmung zu vermitteln. Das ist oft hilfreich, aber es geht nichts über eine gute Exkursion mit Experten. Darum rücke ich den Vorschlag von Wolfgang nochmal in den Fokus:



    vielleicht suchst Du Dir einen Pilzverein in Deiner Nähe, und gehst mal bei ein paar Exkursionen mit?
    Pilze nur über das Internet kennenzulernen, wird nicht zum Erfolg führen, gerade für Neulinge.


    Das Forum steht dann aber jederzeit gerne für den weiteren Wissensaufbau zur Verfügung.
    Und als Ergänzung bei Nachfragen, Bestimmungshilfen von Pilzen, die du alleine gefunden hast usw.
    Idealerweise sollte man alle Möglichkeiten nutzen, da hat man am meisten davon.


    LG, Pablo.

    Morgen!


    Im Kern der Sache - muss ich gestehen - spricht Ralf mir aus der Seele. Es geht mir enorm auf den Geist, daß man für alles irgendein Zertifikat braucht. Oder anders ausgedrückt: Wenn es nicht auf einem Papier mit einem offiziell aussehenden Stempel gedruckt ist, existiert es nicht. Das betrifft aber weniger solche Quallifikationen wie die / den Sachverständige/n der DGfM.
    Das Problem ist: Wenn ich einschätzen können will, ob jemand wirklich was auf dem Kasten hat auf einem Gebiet, oder nur so tut, dann muss ich selbst zumindest rudimentäre Kenntnisse auf diesem Gebiet haben.
    Im Zusammenhang mit Pilzen ist das aber nicht gegeben.
    Die Leute, die sich an einen "Experten" wenden, für Exkursionen und Pilzberatungen, die können oft einen Tintenfischpilz nicht von einer Schleiereule unterscheiden und verwechseln einen Pfifferling mit einem Zunderschwamm (mal etwas überspitzt ausgedrückt). Da kannst du nicht erwarten, daß die beurteilen können, ob jemand ein Dampfplauderer ist oder sich in der Materie wirklich auskennt. Und dann wird eben der PSV - Schein wichtig. Um den Interessierten Einsteigern immerhin zu signalisieren: Da machen wir nicht allzu viel verkehrt.
    Sicher gibt es auch da solche und solche.
    Es ist ja auch ideal, wenn der "Experte" eben nicht jeden Pilz bestimmt. Kann man ja ohnehin nicht draußen im Feld. und das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ein Anfänger lernen sollte: Pilze sind schwierig, es gibt ganz enorm viele Arten, und viele davon sind nicht mal eben zu bestimmen. Das vermittelt einen Respekt vor der Komplexizität des Themas.
    Wenn aber der Exkursionsleiter meint, jedem Pilz einen Namen geben zu müssen, auch wenn das gar nicht möglich ist, weil es zB um Arten geht, wo eine mikroskopische Untersuchung zwingend notwendig ist, dann wird ein falsches Bild des gesamten Themas vermittelt. Und das halte ich für falsch und gefährlich. Seriös ist der Fachmann, der die Grenzen der Bestimmungsmöglichkeiten kennt und auch an die Teilnehmer weiter vermittelt.
    Und natürlich: Fast noch wichtiger als die Kenntnis der Speisepilze ist die Kenntnis der Giftpilze. Einen Filzröhrling muss man auf einer Exkursion nicht fünfmal eine viertelstunde lang erklären. Besser erklärt man detailliert einen Grünen Knolli. Den müssen die Einsteiger sicher erkennen. Ob sie die ein bis zwei Dutzend anisartig riechenden Champi - Arten auseinanderhalten können, ist doch völlig irrelevant, solange sie wissen, wie ein Karboli aussieht und was einen Champi von einem Knollenblätterpilz unterscheidet (und von giftigen Fälblingen, Rißpilzen, Rötlingen und weiß der Geier).


    Das Thema "Vernetzung" ist auch ein sehr interessantes.
    Da bin ich ganz bei Wofgang, das wäre sehr wünscheswert, daß ein Ranger in einem Naturpark den Exkursionsteilnehmern auch mal ein paar Worte zuPilzen sagen kann. Der Zusammenhang ist aber ein anderer. Da geht es ja nicht um das sichere Erkennen von Speisepilzen, sondern darum, den Kontext des ökologischen Gefüges (Relief, Böden, Tiere, Pflanzen, Pilze) etwas darzustellen.
    Das finde ich ein wunderbares Projekt, wenn sich die DGfM dazu etwas mehr mit NaBu & co vernetzt. :thumbup:
    Denn auf der anderen Seite finde ich es immer wieder sehr hilfreich, etwas über die ökologischen Bedingungen zu erfahren, also Pflanzengesellschaften, die Zusammenhänge in bestimmten Biotopen und Lebensräumen...
    Es gehört ja alles zusammen.
    Ist aber ein anderes Thema, ich will jetzt nicht zu sehr abschweifen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    jedenfalls hoffe ich, daß ihr auch mindestens so prächtige Funde hattet.
    Aber in der Gegend sollte es ja eigentlich ganz gut aussehen. Im Südwesten ist es immernoch in den meisten Gebieten schwierig. Das Gebiet, in dem wir diese Bilder gemacht haben, ist sowas wie eine Oase in der Wüste. Gestern kam tatsächlich Stephan (Oehrling) aus der Heilbronner Ecke angefahren, um wenigstens ein bissel was für eine Pilzausstellung zusammen zu bekommen. 8|
    Hat sich immerhin gelohnt, denke ich.


    Zur Qualität der Bilder mache ich mir keine Sorgen, nicht bei Matthias und auch bei dir nicht. Die ist immer Top. Und Dieter ist für mich auch ein Phänomen. Der ist ja noch gar nicht lange dabei aber wenn man sieht, wie schnell er nicht nur sein Wissen über Pilze erweitert, sondern auch seine Photokünste verbessert, das ist schon beeindruckend.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Und herzlich willkommen erst einmal.
    Björn meinte nicht Formular, sondern Forum. Das ist ja hier in verschiedene Unterbereiche gegliedert, Für Vorstellungen ist >dieses Unterforum< zuständig.
    Die Forenregeln hat nun eben der Jan noch verlinkt, interessant ist vielleicht noch der >Willkommensguide<, der auch als Einstiegshilfe ins Pilzforum hilft.



    LG; Pablo.

    Hallo, Emil!


    Wenn du mal wieder im Supermarkt stehst, dann begutachte mal eine Auslage an Zuchtchmpis, wo noch möglchst viel vom Stiel dran ist. Meistens sind die ja noch wie hier eher geschlossen. Und dann versuche mal, den "aufsteigenden Ring" zu erkennen. Meine Erfahrung: Das klappt nicht so wie in der Literatur oft beschrieben. ;)
    Agaricus bresadolanus ist hier zB auszuschließen, die Art sieht völlig anders aus, nicht nur habituell, auch hätte die eine zumindest schwach gilbende Rhizoide, eine knollige Stielbasis und ist zumiest nur flüchtig beringt.
    Agaricus litoralis ist auch von der Form noch mal etwas anders und sollte zumindest in der Stielspitze erkennbar röten. Interessant wäre da noch der Standort. Um Burg Landeck herum sind schon Buntsandsteinböden, die allerdings weitestgehend sauer sind.
    Agaricus litoralis kenne ich nur von einem Standort aus der Oberrheinebene auf recht trockenem, sandigem Boden mit Kalkeinfluss (Baumaßnahmen, Schnellbahntunnel drunter und Flugsandaufschüttung).
    Um ganz sicher zu gehen wäre es allerdings schon sinnvoll, wenigstens zwei mikroskopische Merkmale abzuklären: Cheilos vorhanden / Lamellenschneide steril oder nicht? Und Basidien zwei- oder viersporig.



    LG; Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Das freut mich umso mehr, daß du dieses Thema gefunden hast und auch virtuell eiine Runde dabei warst.
    Im Vergleich zum letzten Jahr geht es sogar noch mit den Anfragen, finde ich. Kein Wunder, in vielen Gebieten in der Südhälfte Deutschlands sieht es nach wie vor bzw. schon wieder recht mau aus mit Funden.


    Auf Bilder von einer Tour mit dir und Matthias freue ich mich auch jetzt schon. Das kann ja nur gut werden. :thumbup:
    Dieter war wahrscheinlich auch dabei?



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Ja, wie bei den meisten Arten ist es einfacher, wenn man eine ganze Kollektion zur Beurteilung hat. Fruchtkörpermerkmale sind halt variabel und man hat ein besseres, vollständigeres Bild, je mehr Fruchtkörper man sieht.



    LG; pablo.

    Hallo, Peter.


    OK, schaun mer amol. :thumbup:


    Die andere Bankera ist schon sichtbar, nur eben recht selten. Einmal gefunden, im Pfälzerwald bei Kiefern, genau ein Fruchtkörper. Und schon 50% der Arten in der Gattung abgedeckt. ;)
    Bankera fuligineoalba:

    Ist eine Art bei Kiefern mit komisch filzigem, nie schuppigem Hut, in den allerlei Waldzeug einwächst (Nadeln, Ästchen usw).



    LG; pablo.

    Hallo.


    Wenn Armillaria solidipes das ist, was jetzt Armillaria ostoyae heißt (das jedenfalls wäre die klassische Nadelholzart), dann kann das durchaus sein. Der kommt übrigens auch gelegentlich an Laubholz vor. Wenn Armillaria solidipes das ist, was jetzt Armillaria gallica ist, dann kann das auch sein. Obwohl die Form nicht typisch ist und am Stiel keine gelben Shcuppen zu sehen sind.
    Bestimmungen von Einzelfruchtkörpern sind da nicht so mein Fall, muss ich auch zugeben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf, Conny, Andreas & Peter!


    Schön, daß ihr virtuell dabei wart.
    Kein Grund für Schnappatmung Peter, die Luft im Wald ist doch so gut. ;)


    Das Problem beim Blutblättrigen ist, daß der von oben einfach wie eine halb vergangene Psathyrella oder so aussieht. Oder man sieht ihn erstmal gar nicht. Ein Meister der Tarnung. Auch mag er offenbar Standorte, an denen man eigentlich gar nicht gucken mag. Also solche Plätze zum beispiel, wo Leute ihren Unrat abkippen. Alte Bretter und Zeugs von der letzten hausrenovierung, sowas eben. Und er hält nicht lange durch. Heute standen an dem Fundort noch einige Fruchtkörper, aber die waren schon von unten entfärbt. Also nix mehr rot in den Lamellen, sondern so ein rostiges Grau.



    LG, Pablo.

    Hi.


    ja, bei Baran werde ich sicher nicht das letzte mal gegessen haben :P ich muss nur herausfinden, wie sich Essen bestellen mit der Geldknappheit einer Studentin vereinbaren lässt.


    Suchst du noch einen Nebenjob? Vielleicht mag der dich ja einstellen. Neben dem Lohn gibt's freie Kost, das wäre doch was. :P



    LG; pablo.

    Hallo, miteinander!


    Ist das nun eigentlich fix mit dem Samstag?
    Und noch eine Frage: Wie viele sind wir nun so in etwa? Muss man dann einen Tisch vorbestellen? Eigenltich nicht, hoffe ich. Letztes Jahr passten wir ja auch alle irgendwie da rein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Selbstverständlich ohne Verzehrfreigabe: Die hast du schon richtig bestimmt. Wenn du bei diesen Pilzen immer auf die Stielschüppchen achtest, bist du auf dem richtigen Weg. Sicherheit kommt irgendwann, vor allem wenn man sich auch ein paar Mal den Gifthäubling angeguckt und im Wald selbst bestimmt hat.


    Links zum Thema:
    >Artportrait vom Gifthäubling, unten die Zusammenfassung eines sehr interessanten Rätsels von Anna<
    >Noch mehr gegenüberstellungsbilder von Anna<



    LG, Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!



    Was zockt ihr denn? Playstation 4 oder Kartenspiele? 'Fungi' etwa? Ach nee, das geht ja nur zu zweit. ;)


    Zumeist >sowas hier<, oder die Betas der AddOns, oder andere Spiele von Anna und Stefan, die sozusagen betagetestet werden.
    Jedenfalls immer ein ziemlicher Spaß. :)



    LG; Pablo.

    Hallo, Anna!


    Hm, schöne Bilder. Aber es war ja auch ein schöner Ausflug.
    Ich kann nicht mehr viel ergänzen. Ein paar Bilder hatte ich schon vorbereitet, die stelle ich mal ein. Auch wenn etliche Wiederholungen dabei sind, aber die Pilze waren einfach schön.


    Armillaria gallica = Gelbschuppiger Hallimasch


    Tricholoma fulvum = Gelbblättriger Ritterling


    Leccinum quercinum (L. aurantiacum ss. orig.) = Eichen - / Laubwaldrotkappe

    Kaulozystiden + Sporen:

    HDS:

    Ist an dem Standort mit Fichte, Buche und Eiche immer etwas diffus. Die Trennmerkmale zu Leccinum piceinum sind mir nach wie vor nicht ganz klar. Immerhin verfärbt der Pilz ziemlich rasch und kräftig, der Inhalt der Kaulos ist braun, die HDS ein (kollabierendes wegen dem Alter) Trichoderm.
    In diesem Fall übrigens den aquatischen Arten zuzurechnen, der wuchs in einem Bach. Darum auch kein gescheites Standortbild, der musste erstmal aus dem Wasser raus.


    Cystolepiota hetieri = Rötender Mehlschirmling

    Der hat dann nach einer Weile noch schön gerötet.
    und diesmal konnte ich auch Schnallen finden, Sphaerozysten (Velum) auf dem Hut und ein paar vereinzelte Pleuros.

    Kann man so abhaken.


    Vergesellschaftet übrigens nicht nur mit Cystolepiota seminuda, sondern auch mit
    Cystolepiota cf adulterina = Fastberingter Mehlschirmling

    Wobei der schon ziemlich am kollabieren war, durch einen Schimmelbefall waren die Cheilos schon arg mitgenommen und teils zusammengefallen. Pleuros waren wieder keine zu sehen. Ich finde aber schon die makroskopischen Merkmale recht auffällig, also das ganz anders verfärbende, gröber strukturierte Velum (Sphaerozysten etwas kleiner und weniger rasch kollabierend als bei C. hetieri), das andere Stielvelum und die dicke Knolle. Das ist aber noch vage, da ich von der Art erst zum zweiten Mal ein Einzelexemplar in der Hand habe.


    Und natürlich am selben Standort auch Melanophyllum haematospermum = Blutblättriger Zwergschirmling


    Pluteus pouzarianus = Schnallen - Dachpilz:

    An Nadelholz, und hier halten wir mal fest: Rettichgeruch vorhanden. Das fällt also als Trennmerkmal gegenüber Pluteus cervinus (Rehbrauner Dachpilz) auch aus.
    Bleiben die Schnallen:


    Etwas andere Ansichten von:
    Amanita muscaria = Fliegenpilz


    Macrolepiota rhodosperma = Sternschuppiger Riesenschirmling


    Pholiota astragalina = Safranschüppling


    Boletus pseudosulphureus = Gelber Hexenröhrling


    Hoffentlich hat das schlechte Wetter der letzten Woche noch genug übrig gelassen für die Heilbronner Pilzausstellung...



    LG, Pablo.

    Hallo, Wolfgang!


    Danke für die Einschätzung. :thumbup:
    Wenn ich dann mal E. rhodopolium s.l. annehme, korreliert es ja vielleicht: Kollektion mit kleineren Fruchtkörpern und gleichzeitig kleineren Sporen, aber alles in einem Bereich, in dem es wohl noch Übergänge gibt.
    Das würde mir jedenfalls einleuchten.
    Wichtig ist für mich dabei, den habituell auch einordnen können, da es ja darum beim Schlüssel geht. Und das fehlte mir.



    LG, pablo.