Beiträge von Beorn

    Hallo.


    Nummer 1: Brauner Büschelrasling (Lyophyllum decastes)
    Nummer 2: Weichritterling (Gattung Melanoleuca, Arten aus der gezeigten Gruppe sind weder makro- noch mikroskopisch bestimmbar)
    Nummer 3: Ein Öhrling (Gattung: Otidea, Arten ohne rosa Farbtöne müssen unters Mikro)
    Nummer 4: Tränender Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda)
    Nummer 5: Rosa Rettichhelmling (Mycena rosea)



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Das überrascht mich in der Tat. Ich finde die nämlich durchaus lecker. Der Schleim kommt bei mir übrigens direkt beim Einsammeln ab, den mag ich nicht im Korb haben. Aber: Es sind eben unterschiedliche Geschmäcker. Doch immerhin kann ioch für gewöhnlich "muffig" schmeckenden Pilzen nichts abgewöhnen. Rehbrauner Dachpilz zum Beispiel ist für meine Zunge bäh und Grauer Wulstling erst recht. Gerade so einen Geschmack hatte ich beim Kuhmaul noch nie. Sicher, die Konsistenz ist nicht gleich Flocki, aber auch nicht unbedingt Schopftintling.
    Sehr seltsam. Vielleicht hat's was mit dem Standort zu tun? Wenn des Kuhmaul irgendwas vom Boden aufnimmt, was den Geschmack stört, müssen die Perlpilze das ja nicht auch aufnehmen (anderer Stoffwechsel).



    LG, Pablo.

    Hallo, Juliane!


    Ui, das wäre mir fast durchgerutscht.
    Glückwunsch zum ersten Saftling. Ist ein tolles Gefühl beim Fund, oder?
    Behalt die Stelle im Auge, da können noch mehr kommen. Und die können auch größer werden, von der Art habe ich auch schon richtig stattliche Exemplare gefunden.
    Dein Pilz Nummer 3 ist kein Panther, das behaupte ich auch mal ohne den eigentlich obligatorischen Blick unten drunter. Das kann auch ein Perlpilz sein, eventuell noch ein Grauer Wulstling.
    Die Puppenkernkeule ist auch toll, ein faszinierender Pilz, nicht wahr?
    Nummer 5 ist ein Schleierling, wahrscheinlich einer der Hautköpfe (UNtergattung: Dermocybe). Muss man auch drunter gucken, um den näher einzukreisen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Freunde der Rötselpilze!


    Da wäre so einen Eckigsporer, der mir Fragen stellt.
    Gefunden am 03.09.15 in Oberitalien, Regione Piemont am Lago Maggiore in einem Seitental. Der Fundort ist auf ca. 750 m üNN, die umliegenden Berge steigen bis ca. 2000 Meter auf.
    Das Untergrundgestein ist größtenteils Granit, der Boden sauer. Die Wälder auf der Höhenstufe werden dominiert von Esskastanie und Rotbuche. Zudem am Fundort sind an Bäumen noch Birke und Hainbuche vorhanden.
    Die Pilze wachsen am Wegrand in steilem Gelände, Nordhang aber nicht allzu schattig, die Stelle ist eher feucht (Wasserader im berg?), aber weit entfernt von sowas wie Staunässe.


    Die Pilze sind eher klein, die Hutbreiten bei den größten Exemplaren kommen so knapp an die 50mm.
    Die Hüte sind glatt, glänzig, bestenfalls fein körnelig, fühlen sich etwas speckig an, leicht hygrophan, der Hutrand gerieft.
    Die Hüte haben insbesondere jung meist einen Buckel, aber der ist nicht bei allen Fruchtkörpern konstant. Wenn Buckel vorhanden, dann ist der auch bei voll aufgeschirmten Fruchtkörpern noch erkennbar. Im Alter vertieft sich die Hutmitte und die Hutränder haben eine Tendenz sich etwas zu wellen.
    Die Stiele sind dünn, die Stielbasis zylindrisch ohne Knolle, jung fein weiß überfasert, die Fasern aber rasch vergänglich. Darunter ist die Pberfläche glatt, im oberen Stielteil weiß, zur Basis hin auch ockerlich.
    Die Lamellen sind weiß, erst alt mit einem leichten Rosaton, meist breit angewachsen oder kurz herablaufend
    Das Fleisch ist recht zerbrechlich und dünn, der Geruch frisch etwas nach Kunstdünger, aber rasch flüchtig.







    Die Huthaut ist eine Cutis aus liegenden Hyphen, Endzellen abgerundet bis rundlich zugespitzt zylindrisch, bis 15 µm breit, gelegentlich die Enden etwas aufgerichtet.
    Pigment intrazellulär gelöst und als Vakuolen, nirgendwo inkrustiert. Dazu bitte die Bilder entschuldigen, zum fotografieren hätte ich die Blende vom Mikro wieder etwas zumachen sollen.
    Sporen meist 5-eckig, von der Form her würde ich sagen: subisodiametrisch bis leicht heterodiametrisch, dickwandig, ca. 6,5-8,5 x 6-7,5 µm.
    Lamellenschneide fertil (mit Basidien), wenn da Cheilos sind, kann ich die nicht von den Basidiolen unterscheiden.
    Basidien 4-sporig
    Schnallen vorhanden






    Lamellenschneide:

    Ja, die großen, herausgequetschten Dinger sind Basidien.


    noch mehr Basidien:


    Ich hatte den wohl etwas vorschnell als Entoloma politum (Glänzender Rötling bestimmt). Im vergleich mit den Bildern bei Ludwig haut das aber nicht hin. Im Netz finden sich sehr unterschiedliche Ansichten, manche passen ganz gut.
    Aber: Wenn ich mit Noorderloos (in Fungi Europaei) schlüssele oder mit dem Schlüssel in den Großpilzen (der ja offenbar auf dem Noorderloos Schlüssel beruht), habe ich im Wesentlichen zwei Probleme.
    Eines gleich ganz am Anfang: Die Sporen sind deutlich zu klein.
    Ich müsste bei dickwandigen Sporen eigentlich größere sehen, um überhaupt in die Gruppe um E. politum zu kommen.
    Schlüssele ich aber mit dünnwandigen und von der Größe her passenden Sporen weiter, dann lande ich im Nirvana.
    Wenn ich die Größe ignoriere, habe ich irgendwo einen Schlüsselpunkt, wo nach Habitus, HUtform, Lamellenansatz, Stielbekleidung geschlüsselt werden soll.
    Kurz und gut, ich kann da beiden Wegen folgen, eine führt zu Entoloma politum, die andere zu Entoloma rhodopolium. Was auch passen könnte. Aber wäre das nicht ein deutlich robusterer Pilz?
    Ich tue mich da schwer, zwischen "collyboid" und "Tricholoma - artig" zu unterscheiden. Wie eine Tricholoma sieht das eigentlich nicht aus. Also collyboid. Lamellenansatz scheint dann auch besser zu E. politum zu passen, aber der Stiel ist nicht glatt. Und irgendwie: Ich erwähnte das Problem eingangs. Außer auf dem Bild in den Großpilzen sieht E. politum anders aus und selbst wenn: Die Sporen sind immer noch zu klein.


    Weiß da jemand Rat?



    LG, pablo.

    Hallo, Emil!


    Zumal in den Großpilzen bei nemorensis ja auch steht: "Geruch meist schwächer". Eventuell ist das halt auch in gewisser Weise variabel.
    Aber dir geht's da wie mir: Kommen mehr Funde, kommen auch neue Erkenntnisse. Das ist ja eine Erfahrungssache.
    Also ich drücke dir die Daumen für reichlich weitere hübsche Phlegmacien.
    Vielleicht reagiert ja auch noch jemand im Nachbarforum, dort sind ja gute Schleierlingskenner.



    LG, Pablo.

    Hallo, Sepp!


    Das ist doch sehr beachtlich, was ihr da trotz widriger Verhältnisse zusammengetragen habt. :thumbup:
    Schön ist auch die Zusammenarbeit der Vereine. Auch wenn ich den Waldtieren lieber in lebendiger Form begegne: Ich finde, zum Schutz und Erhalt unserer Natur müssen wir alle an einem Strang ziehen und uns gegenseitig respektieren. Und das Jagdwesen gehört für mich dazu. Das Köhlerhandwerk wird viel zu wenig wahrgenommen, da hast du ein paar schöne Eindrücke vermittelt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Aber was ich nun immer noch nicht verstehe: Heißt "sektionstypisch" nun nur gelb, oder blassbraun mit gelbem Rand? Weil wenn nur gelb, dann stimmt ja schon die Sektion nicht.
    Cortinarius nemorensis und Cortinarius variicolor (oder variecolor, das ist nur eine Schreibvariante) müsste ohnehin das Gleiche sein. Einmal die Laubwaldsippe, einmal die Nadelwaldsippe. Und da hast du immer noch das Problem, daß der Geruch nicht stimmt.
    Was ich leider nicht kenne, ist die ganze Gruppe um C. balteatus. Aber passt das denn mit der Knollenform und den Farben?
    Und solche Arten wie C. largusoides gäbe es ja auch noch zu berücksichtigen.
    Ich rate auch eher davon ab, Pilze der Schweiz zur Bestimmung heranzuziehen, wenn du doch den Schleierlingsband von GPBWs hast. Der ist gut, was die Gattung betrifft.
    Auf die Farben solltest du dich nicht allzu sehr verlassen.
    Ich kenne C. largus auch recht blass gefärbt (auch jung), da ist schon eine recht hohe Variationsbreite gegeben.


    Was ich besteuern kann, wäre zu C. largus mal eine Makroaufnahme einer recht blassen Kollektion:

    Da waren aber im selben Wald auch noch sehr viel freudiger gefärbte Fruchtkörper, also mit richtig schönen Violettönen. Da ist farblich eine Menge möglich. Und deine Kollektion finde ich schon ganz schön bunt, muss ich sagen. War das nicht so, daß die balteatus - Gruppe in den GPBWs genau so getrennt wird, weil sie eben weniger bunt ist?


    PS.:
    KOH Reaktion bei C. variicolor:

    Ist bei C. largus ebenso, aber da müsste ich jetzt das Bild raussuchen und verkleinern.


    Nochn Nachtrag:
    Vielleicht reite ich auch zu sehr auf der KOH - Reaktion rum.
    Im GPBW Schlüssel taucht diese ja nur im Sektionsschlüssel auf und da ist auch nur von gelb die Rede. Im Text zur Beschreibung von C. largus steht dann "gelbe Umrandung" im Kontext mit "sektionstypisch". Ich bin jetzt gar nicht mehr sicher, ob da "sektionstypisch" nicht "gruppentypisch" heißen soll, also nur bezogen auf die unmittelbaren Nachbararten von C. largus.
    Das stelle ich mal zurück und muss erst ein paar andere Arten aus der Sektion finden, um das nachzuvollziehen.
    C. balteatus wird im Schlüssel der Sektion dann gleich zu anfang über die Hutfarben (kann das zuverlässig sein?) und über die Schleimigkeit des Hutes (Aha!) ausgeschlüsselt.
    Unter Schleimig bei Phlegmacien stelle ich mir schon was anderes vor als das bei largus und variicolor / nemorensis, wo der Hut selbst bei Regen irgendwie nur etwas schmierig ist und bei trockenem Wetter eben "trocken".




    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Jedenfalls ein Ritterling, mit den Tropfkratern am Hutrand hätte ich jetzt zunächst mal an Tricholoma pessundatum gedacht.
    Sollte aber glaube ich mehlig riechen. Diese braunen Ritterlinge sind aber eh eine schwierige Gruppe, wo ich mangels genug selbst untersuchter Kollektionen eher die Spezialisten abwarten würde.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Gerade nach den neuen Aufnahmen finde ich, daß der noch weniger wie Hydnellum concrescens aussieht.
    Ein Urteil kann ich mir aber nicht erlauben, dazu fehlt mir einfach die Funderfahrung in dem Bereich.


    Glückwunsch aber zu Bankera violascens. :thumbup:
    Der fehlt mir aus der Gattung noch (Hihi...). Aber immerhin hat man da wenig Bestimmungsstress, wenn man die Gattung erkannt hat.


    Und der neben dem Kuhmaul auf Bild 4 ist auch stachelig?
    Kann man da noch näher dran?



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Keine Frage: Wenn man jemanden wie Ralf vor die Linse bekommt, macht es keinen Unterschied ob mit Zertifikat der DGfM oder ohne. :)
    Es wäre nur einfacher für die Presse, sich eben nach der gängigen Legitimation zu richten. Das erspart denen einige Recherche (ob jemand wirklich kann was er tut, oder nicht), auf die sie anscheinend eh keine Lust haben.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Eigentlich bräuchtet ihr im Märchenwald sowas wie das legendäre rotweiße Absperrband vom Rudi. ;)
    Wobei das in einem für allewelt zugänglichen Wald wohl weniger respektiert würde, als auf einem Friedhof.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Das Problem ist ja: Jeder kann so tun, als wäre er ein Pilzfachmann. Es gibt auch Biologen, die von der Funga nicht auch nur den Ansatz einer Ahnung haben. Die gibt es und die darf es geben. Es gibt auch Leute, die denken sie hätten eine Ahnung. Was nur eben leider nicht stimmt. Das erkennen sie selbst meist nicht und der fachlich völlig unbedarfte Beobachter erkennt es noch weniger.
    Genau das ist mein Hauptkritikpunkt an dem völlig unsachlichen Umgang der Presse mit dem Thema: Eine Überprüfung der Quellen, ob da eine Qualitätssicherung gegeben ist, findet nicht statt. Egal in welcher Form.
    Und wenn dann - sorry, aber anders kann man es nicht ausdrücken - mykologisch unkundige Menschen wie Herr Bahne auch noch eine unkritische Plattform erhalten, also quasi bei der noch unkundigeren Bevölkerung beworben werden, führt das eben dazu, daß sich noch mehr Menschen in seine Hände bzw. in Gefahr begeben.


    Das meine ich mit verantwortung der Medien. Und der werden sie nicht gerecht.
    Und das stört mich noch mehr als jemand, der anderen etwas von Pilzen erzählt, ohne über das nötige Fachwissen zu verfügen.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Man muss halt alles von zwei Seiten sehen.
    Bei häufigen Arten wie Steinpilz, Pfifferling und co schadet das Absammeln der Fruchtkörper dem Bestand nicht. Bei seltenen Arten kann es aber ein Problem darstellen, wenn ständig ratzekahl abgegrast wird. Die Fruchtkörper erfüllen ihre natürliche Funktion eben am besten, wenn sie am Standort ihren Entwicklungsprozess ungestört durchlaufen können.
    Das Argument, daß man mit dem Transport der Fruchtkörper die Sporen verbreitet, zieht nur bedingt. Denn man entfernt ja auch die Fruchtkörper, bevor diese alle Sporen ausgebildet haben, die sie hätten ausbilden können.


    Aber das ist nur ein Randbereich. Fruchtkörper kann ein Mycel ja wieder neu bilden - wenn die Bedingungen passen.
    Es gibt nun aber auch Ökosysteme, die extrem empfindlich sind. Das betrifft zB solche Biotope wie Moore, Sandtrockenrasen usw. Dort leben oft sehr viele sehr empfindliche Species, nicht nur aus dem Reich der Funga sondern halt auch Tiere und Pflanzen. Und weil in der Ökologie immer alles mit allem zusammenhängt, bedeutet die zerstörung eines trittempfindlichen Mooses auch eine Störung der vergesellschafteten Tier- und Pilzarten. Nur mal so als ganz grobes Beispiel
    Und eben diese Störungen gilt es zu reduzieren. Daher sind Naturschutzgebiete wichtig, in denen die Wege nicht verlassen werden dürfen.


    Ich gehe bei euch allen davon aus, daß ihr ganz genau wisst, wie ihr euch in der Natur bewegen könnt. Daß ihr nicht alles umschmeißt und auf Orchideen, seltene Moose oder Pilze latscht oder in Ameinsenhaufen rumstochert.
    nur: Vielen anderen ist das nicht so klar.
    In meiner Umgebung gibt es einige sehr empfindliche Flächen, daß sind Magerrasengesellschaften auf Flugsanddünen zum Beispiel und angrenzende Waldgesellschaften. Wenn ich sehe, wie da teils drauf rumgeführwerkt wird, kommt mir der Dampf aus den Ohren. Selbst Gebiete, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, werden querfeldein durchlatscht, auf Flugsanddünen wird gegrillt, Massen von freilaufenden Hunden düngen ausgiebig extrem nitratempfindliche Flächen und die gruseligen Plastiktüten - Schmierröhrlingssammler berserken durch die Kiefernwäldchen und hauen alles kaputt, was auch nur entfernt nach Pilz aussieht.
    Bei dem Anblick wünsche ich mir regelmäßig, man möge diese Gebiete doch einfach komplett sperren.


    Es ist halt echt traurig, wenn die Menschen, die mit Natur einigermaßen umgehen können darunter leidern müssen, daß andere das nicht können.
    Sorry, ist meine Meinung. Naja, Sperren ist vielleicht zu extrem. Aber ein paar ranger, die da ab und an mal durchlaufen und die Halter von freilaufenden Hunden zur Kasse bitten sowie die Umschmeiß-Pilzsammler und die notorischen Wegeverlasser...
    ...gut, dann müsste ich mir eine Betretungsgenehmigung einholen. Ich stehe ja auch ab und an da einige Meter neben dem Weg und betrachte Pilzchen.



    LG, Pablo.

    Hallo, zusammen!


    Den Film kann ich derzeit auch nicht abrufen. Aber auch der von Harald verlinkte Artikel verursacht eine Gänsehaut.
    Die "Korrektur" zum Kahlen krempling ist ein kleiner Witz am Rande, oder?
    Auch wenn man noch nicht weiß, welche biochemischen Mechanismen da genau am wirken sind ist doch unstrittig, daß es durch den verzehr des Pilzes schon Vergiftungen / allergische Reaktionen mit tödlichem Ausgang gab. Das sollte man schon klar stellen.
    Zu den anderen "Oh-Mein-Gott!" Aussagen wie zB zur Verzehrbarkeit von sog. "Schleimigen Schüpplingen" (welche Art auch immer damit gemeint ist, ist ja ohnehin nur mikroskopisch sicher bestimmbar) oder dem Safranschirmling, der angeblich ein Parasol sein soll mag man sich eigtnlich gar nicht äußern.


    Was man halt nicht weiß: Inwieweit Herr Bahne da auch falsch zitiert wird.
    Das ist eben auch immer eine Frage, die man sich bei solchen Berichten stellen muss. Es kann ja auch sein, daß er einige Dinge anders gesagt hat, als es in dem Artikel wiedergegeben wird. Schade, da hätte der Film Aufschluss gebracht.


    Bdenklich ist aber noch ein weiterer Punkt: Die totale Unwissenheit und Sorglosigkeit, mit dem sich die Presse (in Film und Print) mit dem Thema beschäftigt.
    Ich meine, die DGfM gibt sich alle Mühe, ein immerhin solides System der Ausbildung von Pilzsachverständigen zu pflegen. Die entsprechende Bescheinigung garantiert immerhin absolut soplides Basiswissen um Essbare und giftige Arten. Warum aber das nicht bei der Presse angekommen ist, daß man sich auch an Personen mit dieser Qualifikation wenden kann, das wundert mich schon.
    Dei Minuten Recherche im netz und man hat die wesentlichen Eckdaten beisammen: Deutsche Gesellschaft für Mykologie als Dachorganisation, gemeinsame und aktuelle Standards, fachlich geprüfte Experten.
    So einfach kanns sein. Für die Presse vielleicht nicht einfach genug?



    LG; Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Ja, so große und dennoch helle Fruchtkörper vom FomPini haben mich früher auch schon irritiert. Aber das Gute dabei: Selbst bei denen sollte der Brutzeltest funktionieren. Am besten oben auf der Kruste nahe der Anwuchsstelle.



    LG, Pablo.

    Hallo nochmal!


    Keine Sorge wegen den Bescheribungen. Gemeckert hatte ich ja schon im Nachbarthema, aber nicht wegen den merkmalen sondern wegen den Geschmacksproben. Ich finde es ist schon ok, auch mal einfach den Wald zu genießen und ein paar Bilder zu machen, ohne jeden gefundenen Pilz in Arbeit ausarten zu lassen. Die Bilder und Eindrücke sind schön, und das sieht man auch gerne, ohne jedem Pilz einen Namen geben zu können.
    Wo's eben gerade geht, gebe ich gerne was dazu.
    bei 1: Was da mit Pycnoporus cinnabarinus vergesellschaftet wächst sind Birkenblättlinge (Lenzites betulina). Das Hauptsubstrat dieser Art ist Rotbuche, nicht Birke, wie der Name vermuten lässt.
    2 und 3 sind FomPinis (Rotrandschwämme)
    4 wuchs an Nadelholz, das sollte unters Mikro zur Bestimmung. Wäre entweder Dacryobolus karstenii oder eine Coniophora, zB Coniophora arida.
    5 ist ein Schleierling (Cortinarius), den wir ohne weitere Merkmale nicht herausbekommen.
    6 ein Lacktrichterling (Laccaria), kann mit dem schuppigen Aussehen und dunklem Stiel durchaus Laccaria proxima sein, muss aber nicht. Da gibt leider nur ein Mikroskop Sicherheit.



    LG, Pablo.

    Moin, Magellan!


    Das ist doch ein hübscher Wald, Wildschweine hin oder her. Der Turm ist auch klasse, erinnert mich an den Teltschikturm hier in der Ecke.


    Zu dem Trichterling aus der ditopa - Ecke und dem Filzröhrling kann man viel spekulieren, aber bestimmen lässt sich da nichts ohne Untersuchung. Bitte: Nicht einfach irgendwelche Trichterlinge in den Mund stecken und kauen. Geschmacksproben kannst du machen, wenn du ungefähr weißt, was du vor dir hast und was du mit der Probe erreichen willst. Bei Täublingen kannst du das machen, bei Milchlingen, bei einigen Röhrlingen oder auch mal bei Schüpplingen.
    Unbekannte Pilze werden generell niemals gekostet, weil man ja nicht weiß, ob man gerade an etwas tödlich giftigem herumkaut und ebenso nicht weiß, was man mit der Geschmacksprobe denn ermitteln will.
    Geruch ist immer OK. Und der ist hier bei dem Trichterling wichtig, und zwar sowohl am verletzten als auch am unverletzten Fruchtkörper.


    Der Schichtpilz ist ganz hübsch. Wenn der recht weich ist, kann ich mir Laxitextum bicolor (Zweifarbiger Schichtpilz) ganz gut vorstellen.
    4 wuchs an Nadelholz und nennt sich Serpula himantioides (Wilder Hausschwamm)
    5 ebenfalls an Nadelholz und zeigt Nebenfruchtform (flauschi) und Hauptfruchtform (das mit den Poren) von Oligoporus ptychogaster (Weißer Polsterpilz).



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Makroskopisch ist das Aussehen halt schon ziemlich von Alter und Witterung abhängig, wie bei vielen Arten der Gattung. Crepidotus applanatus ist aber durchaus eine der Arten, die ziemlcih groß werden können.
    Schnallen hast du, keulige Cheilos, die Sporen globos und das Ornament sehr fein (warzig, ist meist erst mit Ölimmersion gut zu sehen): Das ist schon Crepidotus applanatus. :thumbup:


    Makroskopisch recht variabel (in Größe, Form, Hutbehaarung, Farbe und Ausprägung des Stieles), hier mal in weiß und etwas kleiner:

    HDS - Endzellen:

    Lamellenschneide:

    Sporen:



    LG, Pablo.

    Moin.


    Bisschen komischer Lamellenansatz für einen Büschelrasling, oder?
    Wäre es aber auch für einen Weichritterling.
    Kann aber dennoch sein, das ist eben auch nicht auszuschließen.
    Aber es lässt sich eben nichts bestätigen und bestimmen, darum ist es aus dieser Perspektive auch nichts zum Essen.


    Die Hallimasch - Theorie ist interessant. Für die Fruchtkörper, wo man was vom Stiel und den Lamellen sieht freilich auszuschließen, aber klar, der Hut in der Mitte kann auch dahin gehören.
    Das zeigt eben, wie unsicher Bestimmungsversuche werden, wenn so wenig Merkmale gezeigt werden. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Jürgen!


    Du hast nicht etwa vor, die Gattung nochmal zu durchleuchten?
    Ein Fehler wäre es nicht, auch die letzte Bearbeitung durch DenBakker / Noorderloos hat ein paar Fragen noch offen gelassen.
    Aber es ist auch ein schwieriges Terrain, wenn man an die seltenen Arten rankommen will.


    L. roseotinctum...
    Würde ich durchaus gerne mal finden. Falls es wieder Erwarten dazu kommt, gebe ich gerne bescheid. :thumbup:


    Ps.: Ich habe mir die Freiheit genommen, den Link so zu editieren, daß er funktioniert. Da waren ein paar Buchstaben zu viel, möglicherweise ein kleiner Fehler im System.



    LG, Pablo.

    Hallo, Emil!


    Was meint denn "KOH Reaktion gelblich"? Hast du davon ein Bildchen? Weil aus der Sektion sollte die Reaktion eigentlich blassbraun mit gelbem Rand sein. Idealerweise im Hutfleisch aufgenommen.
    Cortinarius nemorensis / variicolor hat einen sehr auffälligen Geruch. Der ist zwar schwer zu definieren, aber so aufdringlich, da hättest du bestimmt nicht "unauffällig" geschrieben.
    Wenn das eine Art aus der Sektion ist, dann käme noch Cortinarius largus in Frage. Das wäre auch einer mit Violettönen und keuliger Stielbasis (und oben beschriebener KOH - Reaktion).
    Allerdings bnin ich auch alles andere als eiin Phlegmacien - Kenner...



    LG; pablo.