
Ich schwör's, ich war nicht schuld!
Da waren halt überall Pilze, was soll man da machen! Anna und Stefan hätten doch Tips an Melanie geben sollen, wie man mich in solchen Situationen unter Kontrolle behält.
Aber dann hat sie selbst Pilze gesehen und naja...
Vom Stefan soll ich grüßen, der scheint sich im Schein einer Bieramidngerdse auszuruhen.
Bei der Peziza badia fand ich übrigens dahoim noch ein paar Sporen, die dann wieder etwas kräftiger waren. Und ansonsten kommt man ja nirgendwo raus, wenn man versucht einen anderen Pilz draus zu backen.
Achja, und dann noch:
Zitat
"unbekannt" interessiert mich. Das könnte doch evtl. Calonectria pyrochroa sein?
Ich gehe der Sache immer noch nach. Allerdings sind die Perithecien sowas von unreif. Da ist keine einzige freie Sporen zu finden und auch so gut wie keine Asci, in denen Sporen erkennbar sind. Die meisten Asci sind einfach unreif mit diffusem Inhalt. Von der Sporenform her könnte das schon passen, an Größe müssten sie halt noch zulegen.



Die Schleimis, Jan-Arne, die Schleimis...
Die, die auf dem optimalmorschen Stamm zusammen wuchsen, sind zwei unterschiedliche Arten. Der Braune mit den roten Stielen und der glänzige Schwarze.
ich nenne den Braunen mal Myxo_Braun.
Die Makroaufnahmen von mir sind aber unterirdisch.


Die Mikros sind jetzt nur ganz grob zusammengeschnitten. Auffällig ist das verzweigte Capillitium und die unregelmäßig rundlichen Sporen mit unregelmäßig netzig - aderigem Ornament. Normalerweise so um 7,5-8,5 µm, dazwischen aber vereinzelt mit viel zu großen Freaksporen, ich weiß nicht, ob die eine Bedeutung haben oder das eine Folge der Döschenhaltung ist.



Dann Myxo_schwarz:





Sporen hier etwas größer, fein puntiert warzig, etwas regelmäßiger subglobos; Capillitium unverzweigt, Enden spitz zulaufend.
Vielleicht kann man da ja was draus ablesen.
Da war noch so ein wunderlicher Porling, der so ungewöhlnich aussah, daß ich an was Tolles dachte:


Wunderlich sieht er auf jeden Fall aus, ist aber was ganz Triviales. Mit den Winzbasidien (reif unter 10 µm lang), der trimitischen Hyphenstruktur und winzigen, langzylindrischen bis würstchenförmigen Sporen kommt da Skeletocutis nivea (Engporiger Knorpelporling) raus. Was der sich dabei gedacht hat, so braun zu werden, ich weiß es nicht. Ist aber mal interessant, daß der auch so krass Farbe annehmen kann.
Hatte noch was vergessen.
Mycena inclinata = Buntstieliger Büschelhelmling

LG, Pablo.