Beiträge von Beorn

    Hallo, Beli!


    Das ist ja.... :D
    Die Gegend ist wunderbar. ich war da glaube ich sogar schon mal, aber als Kind und im Winter.
    An Märzschnecklinge kann ich mich leider nicht erinnern. Für mich ist dieser Pilz ein Phantom, aber ich habe noch nie so eine viel aussagekräftiges Bildmaterial dazu gesehen.



    LG; pablo.

    Moin!


    Ich denke, daß der zweite auch ein Helmling ist. Es gibt zwar durchaus etliche kleine und sehr kleine Rötlinge, aber keiner von denen hat derart gefärbte Lamellenschneiden.
    Sporenabwürfe wären hier wichtig (weil man ja meist nicht von der Lamellenfarbe auf die Sporenfarbe schließen kann), und dann müsste man im Helmlingsfall >einem wirklich kompetenten Schlüssel< folgen. Wobei: Wenn da beim abmachen roter Saft aus dem Stiel kam, wäre die Art sowieso schon klar.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Optional könnte ich mir ganz gut Macrolepiota mastoidea s.str. (Zitzen - Riesenschirmling) vorstellen.
    Soclhe einfachen Stielringe kann der ja auch, die Natterung ist ebenfalls sehr unauffällig bei der Art und die feinen, aber dunkleren Schüppchen am Hut wären da auch akzeptabel. Wie es aussieht, könnte das ökologisch eher passen als Macrolepiota excoriata.



    Lg; pablo.

    Moin!


    Schon, die ausgemessenen Sporen sind heterodiametrisch. Aber die Sporen auf Bild 5 und Bild 6 sind doch recht isodiametrisch, auch ohne die Maße dazu.
    Schnallennichtnachweise sind bei Rötlingen immer nervig. Manchmal findet man dann doch irgendwo drei Basidiolen, die Schnallen haben. Mach dir bei der Geschichte nicht das Leben schwer, Peter: Dein Kongorot kannst du ruhig verdünnen (wenn das Fläschchen zu 2/3 nur noch voll ist einfach mit dest. Wasser auffüllen).
    Lamellenpräparat abschneiden und direkt in einen Tropfen Kongo geben. Kurz einwirken lassen (paar Sekunden reicht), dann mit einem Tupfer das Kongo ums Präparat absaugen (möglichst vollständig). Dann ein Tropfen Wasser drauf (Leitungswasser), Deckgläschen rüber und Quetschgemetzel veranstalten. Also unter leichtem Druck Deckgläschen vorsichtig umherschieben, bis sich alle Sturkturen schon voneinander lösen.
    Dann kannst du wunderbar einzelne, voneinander getrennte Basidien und Basidiolen beobachten.
    Geht natürlich nict bei Präparaten, wo du den Aufbau noch beurteilen willst, also Huthaut zum Beispiel. Da will man ja auch wissen, welche Zellen in welche Schicht gehören.
    Huthautpräparate sind schwierig, vor allem bei Rötlingen, wenn man wirklich erkennen muss, welche Zellen wo angeordnet waren.


    Zum Pilz sage ich nichts, ich kenne weder Entoloma cetratum noch die Nachbararten aus eigener Beobachtung.



    LG, Pablo.

    Hallo, Daggi!


    Yippieh, freut mich dich zu lesen. :)


    Ein paar andere so große Rötlinge gibt es zwar noch, aber die sollten meist dunkler gefärbt sein oder später im Jahr wachsen oder in anderen Habitaten oder...
    Meistens wollen die von einem durchs Mikro beobachtet werden. Aber mal angenommen, von dem wären da noch ein paar ältere Fruchtkörper gewesen, und da hätten sich in den Stielen die Madenfraßstellen so perlpilzartig rötlichbraun verfärbt, dann könnte man den schon ziemlich sicher als Schlehenrötling (Entoloma sepium) abhaken.



    LG; pablo.

    Hallo.


    Oha, ein paar "Frühaufsteher". :)
    Ungewöhnlich früh, aber das kann vorkommen.
    Wenn's genau sein soll: Es sind Birkenrotkappen (Leccinum versipelle).



    LG, Pablo.

    Hallo, Kuschel!


    Ja gibt's denn des, da guckt man einmal nicht hin und schon stehst du mitten im Bild.
    So soll das sein, lass dich drücken und genieße jede genießbare Sekunde. Mögen die ungenießbaren im nächsten Jahr möglichst wenige sein.
    Daß du dir treu blieben sollst brauche ich nicht zu schreiben, das machst du eh so, aber bleib gesund und schlagfertig wie sich das gehört.


    Blümchen:



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Solange die innen noch glitschig und nicht staubig sind, sind sie immer unreif. Das Häutchen drumrum ist dann noch recht stabil und wird schon langsam graubraun, innen die Masse ist aber noch glibber und rosarot. Nehmen wir jetzt mal an, ein Vogel setzt sich auf den Baumstumpf, um zum Beispiel da ein paar Würmchen zu picken, und der nimmt genau auf diesen Kügelchen platz, dann sind die kaputt (perdautz) und sehen halt so verschmiert aus.
    Das wäre so die Erklärung, die mir gerade einfällt. Wobei man natürlich Vogel beliebig ersetzen kann durch Kind, Katze, Elefant, Bigfoot oder Aye-Aye.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    Klar, die eine oder andere Führung kann nicht schaden. Noch besser (wenn man die Zeit hat und ein paar Euro übrig) wäre ein Pilzkurs in einer der verschiedenen Schulen, wo man in ein paar Tagen auch ein wenig systematisch lernen kann und das dann in der Praxis direkt erprobt.
    Wobei auch dann noch die Trichterlinge schwer in der Bestimmung bleiben werden.


    Ich bekenne mich allerdings schuldig, die nach Anis bzw. Marzipan riechenden Trichterlinge mit diesem Aussehen auch meist nur makroskopisch als "Dufttrichterling" oder "Clitocybe fragrans s.l." anzusprechen. Sicher nicht im strengen Sinne korrekt, aber wissenschaftlich austoben kann ich mich in anderen Bereichen, wenn man sich irgendwo richtig tief einarbeiten will, braucht das Zeit und man muss sich dann auch etwas spezialisieren. Für den Alltagsgebrauch langt mir aber da durchaus "Dufttrichterling im weiteren Sinne (giftig)".


    Wenn man geruchlich schon türkischen Raki und griechischen Ouzo erwähnt, sollte man auch an französischen Pastis denken. Riecht ja auch so. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Diesen Sonntagmorgen habe ich eben dank dieser Bilder ebsonders genossen. :thumbup:
    Manchmal vergisst man so im Alltagstrott, wie schön und bunt die Welt auch ohne Pilze sein kann. Vom Hardun hatte ich bisher glaube ich noch nie etwas gehört: Ein faszinierendes Tier. Und wunderbar eingefangen (bildlich gesehen), trotz des scheuen Verhaltens.
    Karge Felsen, blühende Sträucher, bunte Dörfchen an kristallblauem Meer: So muss Urlaub sein.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Also wenn man das zweite Bild anklickt und vergrößert, dann sieht man schon eine fein knubbelige Oberfläche. Das sollten wohl Ostiolen in einem geschlossenen Stroma sein, also keine Einzelfruchtkörper (was Rosellinia ausschließen würde, aber auch Kretzschmaria / Ustulina zumal so weit oben am Baum). Da ich mich aber mit Pyrenos gar nicht auskenne, überlasse ich da das Feld den kundigeren Leuten.



    LG, Pablo.

    Moin!


    In Wasser ist dann auch absolut fach- und kunstgerecht. :thumbup:
    Ich kann mir schon vorstellen, daß es am Reifegrad der Sporen liegt. Einige (andere) Rutstroemias hatte ich ja doch auch schon unterm Glas, und da verändern die Sporen schon ihr Aussehen, je nach dem, wie reif sie sind. Ob es zu der Gattung gute Artikel gibt, wo auch diese Veränderungen beobachtet und beschrieben werden, müsste aber mal jemand versuchen herauszufinden.



    LG, Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Ja, probier's ruhig mal aus. Ich verstehe aber schon was du meinst: Die richtige Mikrotechnik und die Beurteilung braucht ein wenig Erfahrung. Das ist aber so wie in so ziemlich jedem anderen Bereich auch: Bei kleinen Becherchen muss man ganz anders mikroskopieren und ganz andere Details beachten als bei Rötlingen, Risspilze sind wieder was völlig Eigenes, Sprödblättler auch wieder und so weiter.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, da schließe ich mich Abeja an. :thumbup:
    Die braunen Rändern sind auch typisch für junge Fruchtkörper, je schneller das Wachstum verläuft, desto weicher sind die auch zu anfang. Das dauert eben ein wenig, bis alle Skeletthyphen "ausgehärtet" sind und den Fruchtkörper dann zäh und fest machen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thomas!


    Das müssten zwei Pilze sein. Der dickere, dunkel graubraune sieht wie was tomentelloides oder vielleicht auch eine resupinate Thelephora aus. Allerdings ein schon abgestorbener Fruchtkörper, und auf dem hat sich eben noch ein dünnes, weißliches Häutchen installiert.
    Das kann übrigens auch eine Anamorphe sein, vielleicht sogar was Flechtiges. Bestimmen kann man sowas nur mikroskopisch, selbst wenn es ein perfekter Pilz wäre, dann wäre Byssocorticium nur eine von vielen Optionen. Gefühlsmäßig würden mir da noch vor Byssocorticium Gattungen wie Trechispora, Sistotrema, Hypochnicium usw. durch den Kopf gehen.
    Also liegst du in dem Fall wohl richtig: Bestimmung eher unmöglich. ;)



    LG; Pablo.

    Hi.


    Da bin ich nochmal froh, daß die Reaktoin hier doch als negativ anzusehen ist. Die Verfärbungen der Madengänge würde ich auch eher als ockergelb und nicht als rötlich verstehen, in diesem Fall. Was ganz praktisch ist, denn so von den Hutfarben und vom Habitus her, würde ich viel eher an Entoloma clypeatum oder Entoloma aprile denken als an Entoloma sepium.
    Was den Standort betrifft: Das muss man vermutlich eher als nachrangiges Kriterium betrachten. Solange das jetzt nicht ein reiner Kiefernforst oder ein reiner Rotbuchen - Weißtannen - Mischwald ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Marco!


    Da ich Rutstroemia bulgarioides aus eigener Anschauung nicht kenne, könnte ich auch nur raten.
    Aber - was wichtig sein könnte: In welchem medium hast du die Sporen beobachtet und vermesssen?



    LG, Pablo.

    Hallo, Bernd!


    Absicherungstechnisch kann ich leider nichts beitragen. Aber ich muss gestehen, diese kleinen, büschelig aus der Rinde brechenden Nectrias an Rotbuche bis vor ein- zwei Jahren meist ganz unkritisch und blauäugig als Nectria coccinea betrachtet habe. Bis mir mal jemand zu verstehen gab, daß auch in der Gattung mit "Pilze der Schweiz" keine Bestimmungen möglich sind, und das alles dann doch etwas komplizierter ist.
    Insofern: Gut, wenn man es bestimmen kann, ich kann es allerdings nicht. Hübsch sind sie auf jeden Fall. :thumbup:



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Mir ist da neulich noch was lustiges begegnet:




    An Prunus spec. beim Ehrenfriedhof Heidelberg.
    Alle Fruchtkörper durchgehend lamelloid (waren auch keine dabei, die wuchsbedingt deformiert gewesen wären, wie zB oben bei den Bildern von abeja).
    Es könnten zwei Mycelien sein, eins mit Pigmentstörung und eins ohne, oder es ist nur ein Mycel das sowohl Fruchtkörper mit fehlendem Pigment als auch solche mit normal ausgeprägter Pigmentierung bildet.


    Naja, Sachen gibt's...


    Nachtrag:
    Noch was normales vom letzten Winter im Kaiserstuhl:



    LG, Pablo.

    Hi.


    Interessant ist es aber wohl. Ich dachte bisher immer, das wäre mehr oder weniger Zufall, wann die an einem bekannten Stumpf auftauchen. Also vor allem abhängig von den Witterungsphasen. Aber wirklich geachtet habe ich noch nie darauf.
    Beim Rätselpilz denke ich auch an Hypholoma, mag mich aber noch nicht recht unterscheiden ob Grünblättrig oder Rauchblättrig. Tendenz zu Ersterem, aber hmmmm....
    Der andere würde halt geschmacklich besser mit den Stockschwämmchen harmonieren.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Prima Portrait mit guten, aussagekräftigen Bildern. :thumbup:
    Beim deutschen Namen würde ich Schwarzer Duftstacheling vorschlagen, sonst kommt das nachher zu Verwechslungen mit den Korkstachelingen der Gattung Hydnellum.
    Der Geruch war bei meinen Phellodon - Funden (egal welcher Art) immer erst beim Trocknen deutlich Maggiartig. Frisch war der Geruch meist unspezifisch.


    Was vielleicht noch wichtig wäre: Es gibt dunkelfleischige Formen des Verwachsenen Duftstachelings (Phellodon confluens), die extrem ähnlich sehen. Die können sehr verwirrend sein, einzig die Farbe des inneren Stielfleisches (nicht di filzig-schwammige Außenschicht) bietet ein gutes Trennmerkmal.
    Bei Phellodon niger sollte diese tatsächlich (und auch schon bei jungen Fruchtkörpern) glänzend schwarz sein, ohne Brauntöne.
    Wohlgemerkt nur Stielfleisch und nur innen. Denn bei den dunkelfleischigen Formen von Phellodon confluens ist das innere Stielfleisch auch dunkelbraun, dunkel graubraun oder sogar mal stellenweise schwarzbraun. In dem Fall ist die Trennung in der Tat kompliziert.
    Man kann auch die makrochemische Reaktion in KOH10% testen: Wenn man ein paar feine Faserchen aus dem inneren Stielfleisch bei Phellodon niger zupft, sollte sich daraus ein olivgrüner bis satt grüner Farbstoff lösen. Bei Phellodon confluens ist die Reaktion eher bräunlich, ockerlich, aber bei den dunkelfleischigen Formen auch mal schwach olivbräunlich. Die Färbung in KOH korreliert mit der Farbe des Stielfleisches.
    Tendenziell ist Phellodon niger eher eine Nadelwaldart, Phellodon confluens eher eine Laubwaldart.
    Momentan bin ich ein wenig im Stress, vielleicht schaffe ich das nächste Woche noch ein paar Bildchen (und evnetuell ein Portrait zu Phellodon confluens) zu ergänzen.
    Muss aber erstmal meine Exsikkate rauskramen und Bildchen machen, auch Mikros und KOH - reaktion (geht auch noch am Exsikat).



    LG, Pablo.

    Hallo, Rainer!


    Doch, so hatte ich das auch in Erinnerung. Ob das konstant ist, weiß ich nicht. Vor allem ist es bei jüngeren fruchtkörpern wohl eher nicht zu beobachten, weil das keine direkte Verfärbung ist, sondern eher so wie beim Perlpilz statt findet.
    Entoloma sepium mit rötenden Madengängen:

    Von den farben her soll Entoloma sepium auch der hellere Pilz im Vergleich zu Entoloma clypeatum und Entoloma aprile sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Maria!


    Wenn die Ohren vor dem Eintrocknen frisch waren, ist das kein Problem. Nur ist es bei eingetrockneten Fruchtkörpern schwerer zu erkennen, ob die noch in Ordnung sind oder schon "drüber".
    Nahe verwand und vor allem angetrocknet etwas ähnlich kann auch der >Gezonte Ohrlappenpilz< sein. Aber während beim Judasohr die Oberseite nur fein flaumig ist, ist sie beim Ohrlappenpilz richtig behaart, oft auch zoniert wie bei einer Schmetterlingstramete.



    LG; Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Doch schon. :)
    Ich hätte es aber auch verstanden wenn du geschrieben hättest: "nicht einfach gestreckte Poren, sondern richtige Lamellen, nur halt teils gegabelt."
    Ich bleibe dennoch etwas skeptisch, weil: An ein paar Stellen sind auch Anastomosen da, die sollten bei D. tricolor eigentlich nicht vorkommen. Nur habe ich da mit der Trennung eh ein Problem bei manchen "intermediären Formen": Recht eindeutige D. confragosa (dickfleischig, mit ungezonter Hutoberseite) hatte ich auch schon mit sehr langgezogenen "Poren", da sah das Hymenophor in manchen Fruchtkörpern einer Kollektion schon sehr lamelloid aus.
    Das Substrat kann man zur Bestimmung vernachlässigen, beide Arten gehen gerne an Kirsche.



    Lg; Pablo.