Hallo, Dieter!
Hervorragende Darstellungen mal wieder! ![]()
Deinen Bestimmungen kann ich sehr gut folgen, auch wenn die Deconica montana makroskopisch etwas ungewöhnlich ist, bei mir erscheint die meistens dunkler, satter gefärbt. Aber das variiert eben. Die Ritterlinge sind aus einer ziemlich schwierigen Gruppe.
Bei der ersten Tricholoma inocyboides gehe ich schon noch mit, auch wenn die Fruchtkörper fast zu groß erscheinen für die Art und auch fast zu dunkel. Aber die Farbe kann an Witterungseinflüssen liegen, vielleicht sind die Fruchtkörper einfach "übergilbt".
Bei 2016-06-05-1405 glaube ich nicht an Tricholoma argyraceum. Das ist aber schon auch verflixt schwer, wenn man keine jungen Fruchtkörper mit velum dabei hat. Aber die Sporenform passt viel besser zu Tricholoma scalpturatum, auch wenn die Sporen noch unreif und damit zu klein sind. Auf das Gilben muss man bei Tricholoma scalpturatum tatsächlich oft mal 10 Stunden warten, nach der Entnahme der Fruchtkörper. Das dauert. Und funktioniert auch besser, je älter die Fruchtkörper sind.
Dafür scheint 2016-06-05-1439 allerdings Tricholoma scalpturatum zu sein: Da passt die Sporenform, das Beschriebene "minimale Gilben" (Tricholoma inocyboides gilbt stark, bei den hellen Farben der Art ist das noch kräftiger und auffälliger als bei T. scalpturatum) und vor allem: Die Farben, denn Tricholoma inocyboides ist generell nahezu weiß und vor allem ziemlich unschuppig.
Hier mal eine Kollektion von Tricholoma inocyboides (mit ungewöhnlich großen Fruchtkörpern):
Und hier eine von Tricholoma argyraceum (alte und junge FK vom selben Standort, gleiche Kollektion, alt eine knappe Woche später aufgenommen):
LG, Pablo.
