Hallo zusammen!
Was würdet ihr von einer Auflösung am Sonntag abend halten?
LG, Pablo.
Hallo zusammen!
Was würdet ihr von einer Auflösung am Sonntag abend halten?
LG, Pablo.
Hallo, Stephan!
So einfach ist das allerdings nicht.
Zitat
Wie stelle ich abschliessend fest, ob es sich um eine offizielle abgesegnete Namensgebung handelt, welche auch verbindlich gültig ist und nicht nur eine Expertenmeinung eines Author ist?
Die Expertenmeinung ist die offizielle Namensgebung. Zumindest ist es in der Regel die fachlich fundierteste Einschätzung der Situation.
Und mit "Experte" ist hier definitiv jemand gemeint, der zu einem Fachgebiet (in erwähnten Fall wäre das Fachgebiet zB "Pleurotus s.l.") erstens forscht und zweitens publiziert. In wissenschaftlichen Fachorgenen / Zeitschriften.
Mal sorum ausgedrückt: Ich habe auch schon etliche Seitlingskollektionen beobachtet, untersucht (auch mikroskopisch) und versucht zu bestimmen, in dem Zusammenhang dann auch einige Facharbeiten zum Thema gelesen. Aber: Ich bin kein Experte auf diesem Fachgebiet. Dafür reichen Wissen (auch Literaturwissen) und Erfahrung (bei kaum mehr als zwei Dutzend untersuchten Pleurotus - Kollektionen) nie und nimmer aus.
Eine "offizielle" Stelle zur Nomenklatur gibt es nicht. Das wäre auch nicht möglich, da sich unser Wissen über die Pilze permanent verändert und nie absolut sein kann, weil auch die Pilze selbst sich entwickelnde und verändernde Lebewesen sind. Die Forschungsarbeit endet nie, wie in allen anderen biologischen Bereichen auch. Dadurch verändert sich unser Wissensstand, unsere Sichtweise und unsere Einschätzung von Arten und dem Artbegriff als solchem.
Logisch, daß sich dabei auch der nomenklatorische Hintergrund ändern muss und sich an unser momentanes Bild einer Art anpassen muss.
Listen, wie die von dir angeführte, können also in Wirklichkeit nie mehr als vage Orientierungshilfen sein.
Wollte man die wirklich einigermaßen aktuell und auf einem wissenschaftlich korrekten taxonomischen Stand halten, müsste für jedes Fachgebiet mindestens einmal im Jahr ein/e Experte/Expertin für jeden einzelnen Fachbereich diese Liste nachkorrigieren.
Mir ist bewusst, daß Behörden gerne so tun, als hätten sie zu irgendwas einen "offiziellen" oder "letztgültigen" Stand, der "Tatsachen" entspricht.
Sowas würde ich mal "Amtswahrheit" nennen, und das hat - bezogen auf die Wirklichkeit - ungefähr den Stellenwert von "Alternative facts" des Trumpeltieres. ![]()
Insofern hilft nur - wenn man es wirklich wissen und verstehen will: Pilze beobachten und vergleichen, und dabei Lesen, lesen und lesen.
Mit "Lesen" sind auf keinen fall irgendwelche verstaubten Listen eines behördlichen Kasperletheaters gemeint, sondern Fachliteratur. Also wirkllich relevante Veröffentlichungen.
LG; Pablo.
Hallo, Angela!
So wie ich das verstanden hatte, brachte Armin seinen Fund ja sehr wohl zum Pilzsachverständigen.
Nur - rein tehoretisch - sei das manchmal schwierig aufgrund der Erreichbarkeit bzw. der Entfernung.
Dazu muss man halt aber auch sagen, daß Pilzsachverständige ehrenamtlich arbeiten. Dabei springt meistens noch nicht mal eine sogenannte Aufwandsentschädigung raus, sofern man nicht im Auftrag einer Kommune regelmäßige Pilzkontrollen zB in einer Einrichtung der Gemeinde durchführt. Ergo: Bei allem Wissen über Pilze übt ein PSV seine/ihre Tätigkeit in der eigenen Freizeit aus. Man kann wirklich nicht erwarten, daß jemand da permanent Gewehr-bei-Fuß steht, und dann meistens keinen Pfifferling für ihre/seine Arbeit erhält.
LG; Pablo.
Moin!
"Chaga" ist ein Schillerporling.
ZWar genau genommen nur die Nebenfruchtform, aber auch die gehört ja zum selben Organismus: Inonotus obliquus = Schiefer Schillerporling = Chaga
Das hier ist allerdings keiner, das geht mehr in richtung "Maserknolle", sowas kann auch durch Pilze ausgelöst sein, zB durch Nectria - Arten (Pustelpilzchen).
LG; Pablo.
Hi.
Immer wieder schön, wenn man die Art finden darf.
An liegendem Rotbuchenstamm, vergesellschaftet mit Daedaleopsis tricolor und Porostereum spadiceum:
Hericium cirratum 05.JPG
Älterer Fruchtkörper am Stammstück direkt daneben:
An noch stehendem, aber abgestorbenem Rotbuchenstamm:
Am Faulholz einer noch belaubten, aber wohl zumindest teilweise absterbenden Rotbuche in Oberitalien:
LG, Pablo.
Tach.
Da geht noch eine Kollektion mit eher ungewöhnlichen Formen, vermutlich darum weil weitestgehend auf der Stammoberseite fruchtend:
Phlebia uda 20.JPG
LG, Pablo.
Hallo, Leute!
Das dürfte Leucoagaricus americanus (auf deutsch vielleicht Büscheliger Egerlingsschirmling?) sein.
Schickes Ding, hatte ich noch nie. ![]()
LG; Pablo.
Hallo, Ralf!
Ja, so sehen diese Dinger aus. Danke für das Bild!
Einen Namen (im Sinne einer "forma" oder was auch immer) habe ich bisher dazu übrigens nicht gefunden. Obwohl ja so ziemlich alle "Sonderformen" in dem Bereich schon irgendwelche Namen verpasst bekommen haben.
Zu der Frage mit den Verfärbungen bei Cantharellus cibarius s.str. habe ich heute mal im Wald einen von einigen hundert Fruchtkörpern durchgeschnitten:
Und der sieht auch jetzt (nach mehr als fünf Stunden) noch ziemlich unverändert aus:
Sowohl amtehysteus als auch subpruinosus / pallens hätten sich in der Zeitspanne schon deutlich verfärben müssen.
Ist nur eine Stichprobe. Und ich bin sicher, daß die cibariusse, die ich für morgen in den Kühlschrank lege, innerhalb von 24 Stunden auch ihre rostbraunen Schnittkanten entwickeln.
LG; Pablo.
Hallo, Eike!
Toller Fund und prima Portrait. ![]()
Danke auch an Gerhard für die schönen Bilder.
Das Schnittbild ist hier meiner Meinung nach sehr wichtig, denn daraus wird schon makroskopisch der Unterschied zur >Ziegenlippe< eindeutig: Bei moravicus ist das Fleisch in Hut und Stiel weißlich (unter der Huthaut oft mit bräunlicher Zone, hier besonders stark ausgeprägt), bei subtomentosus im Hut gelb und im Stiel zur Basis hin normalerweise blass rosabräunlich. Zudem blaut subtomentosus (oft) an Röhren und (etwas zögerlicher) im Hutfleisch, moravicus nie.
Eher Anlass zu Verwechslungen gibt da der >Braune Filzröhrling<, der ebenfalls nie blaut und in Hut und Stiel weißliches Fleisch hat. Allerdings nie mit brauner Zone im Schnitt unter der Huthaut. Dazu kommt das leuchtend gelbe Basismycel bei ferrugineus, da bin ich aber momentan unsicher, ob das bei moravicus nicht auch gelb sein kann.
Zudem sollte das Sporenpulver von moravicus im Abwurf ja heller sein als das von subtomentosus und ferrugineus: ockerlich oder gelbbraun im Gegensatz zu Olivbraun.
Soviel mal zu den makroskopischen Trennmöglichkeiten nach meinem Kenntnisstand.
LG, Pablo.
Hallo, Beli!
Meiner Ansicht nach ist Amanita echinocephala ein Synonym zu Amanita solitaria.
Und du kannst deine Bilder des Massenauftretens gerne auch im Portrait ergänzen, wenn du Lust hast. ![]()
Lg; Pablo.
Hi.
Das ist eine außerordentlich ungewöhnliche Hutform für Helvella crispa, findet ihr nicht?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß das noch was Anderes ist. Man könnte zB mal >Christians Seite< durchgehen.
LG, Pablo.
Hallo, Christoph!
Wenn du die Sequenz bekommt, wäre das natürlich interessant.
Da würde mich eine kurze Meldung hier interessieren, welches Ergebnis da raus kam. ![]()
LG, Pablo.
Morgen!
OK, dann nur das Samthäubchen. ![]()
LG, Pablo.
Morgen!
Josef, genau so soll es sein. Immer raus damit, weil dafür ist ein Forum da. Daß man sich untereinander austauscht.
Cantharellus amethysteus kenne ich übrigens nie "bereift", sondern eben jung violettbräunlich beschuppt, und diese Beschuppung im Alter zu einem hellockerlichen bis isabellfarbenen "Filz" vergehend. Ich denke, diesen Filz / Bereifung meinst du?
Cantharellus subpruinosus / Pallens dagegen fängt ja jung mit einem deutlichen, weißfilzigen belag auf dem Hut an (im starken Kontrast zur Lamellenfarbe) der im alter von der Hutmitte mehr zunehmend verschwindet und die darunter liegende, glatte Huthaut dann stark an die völlig glatthütigen C. cibarius erinnert.
Und klar, Cantharellus amethysteus rostfleckt oft ganz schön deutlich und das geht da auch ziemlich schnell (<15min). Bei "echten" Cantharellus cibarius muss man meiner Erfahrung nach mindestens eine, meistens aber mehrere Stunden auf diese verfärbungen warten.
Da würde man sich schon wünschen, daß es noch ein paar weitere, griffige Unterscheidungsmerkmale gibt.
Eines ist (zwischen C. cibarius und C. amethysteus) meiner Erfahrung nach die Konsistenz und Haptik frischer (!) Fruchtkörper. Aber auch das ist eine ziemlich variable Sache und vor allem: Wie will man das Beschreiben (zB die oft etwas kleiige Stielspitze bei frischen C. cibarius).
Bei alten verregneten und dann wieder angetrockneten Fruchtkörpern sind Cantharellus subpruinosus, Cantharellus amethysteus und Cantharellus cibarius manchmal nicht mehr wirklich unterscheidbar. Gilt vermutlich auch für C. ferruginascens, aber den kenne ich nicht.
Was die "Blassen" Pfifferlinge betrifft:
Interessant, daß du eine Albinoform von Cantharellus amethysteus erwähnst, Josef.
So eine Pilz kenne ich nämlich auch, aus einem Waldstück wo ich früher immer mal wieder Pfifferlinge gesammelt habe. Allerdings zu einer Zeit, wo ich noch gar nicht auf solche Besonderheiten achtete. Darum keine Bilder, aber im Nachhinein betrachtet: Diese durchgehend cremefarbenen bis sahnefarbenen Pfifferlinge mit den violettbraunen Schüppchen sehen schon ziemlich putzig aus. Und schmecken wie normale Amethystpfifferlinge.
Auch vom C. cibarius kenne ich solche albinotischen Formen, die anscheinend gerne mit Cantharellus subpruinosus durcheinandergebracht wurden, allerdings sind sie seltener und auch die Leisten sind halt blass (ton in ton zu den blassen Hüten).
Ob diese (in der Nomenklatur von C. cibarius) als "var. albidus", "var. albus" oder "var. pallidus" genannt werden müssten: Keine Ahnung, müsste man jeweils die Beschreibungen nachlesen, was jeweils gemeint sein dürfte. Auf jeden Fall nicht "pallens". ![]()
LG, Pablo.
Moin!
Schöne Aufnahmen. ![]()
Wenn das Substrat der Blattstiel eines Eschenblattes ist (und so sieht es aus), dann ist das >Hymenoscyphus fraxineus<.
Bei dem vermuteten Kerndrüsling habe ich Zweifel, das kann auch eine ausgeblasste (verwässerte) Gallertträne sein oder ein Drüsling (Tremella oder Exidia).
LG, Pablo.
Hallo, Andreas!
Also immerhin ging dann der Schlüsselversuch gar nicht so daneben, wenn du via Hausknecht auch in der Ecke landest. ![]()
Als wenn es nicht auch außerhalb der Wohnung schon wunderliche Pilze genug gäbe, die Blumentöpfe können anscheinend echte Überraschungseier sein.
Wenn du es zeitlich dazwischen schieben kannst: Ich reiche dir den gerne weiter. ![]()
Ich muss die Tage eh mal zur Post und Pilze durchs land schicken, ein Couvert mehr kann nicht schaden.
Ähm...
Coprinus mit hellen Sporen (hat was mit "Leuco-" im Gattungsnamen) geht allerdings total an deinem Gebiet vorbei, oder? Trotz gewissen Ähnlichkeiten zu den bekannteren dunkelsporigen Gattungen.
Sag' bitte nein, wenn das nichts für dich wäre. Da bin ich mitnichten enttäuscht.
LG; Pablo.
Hallo, Robert!
Makroskopisch sieht das viel eher aus wie Phlebia rufa (Rötlichfleckender Kammpilz).
Es wäre aber sinnvoll mal reinzulinsen, ob man auch die charakteristischen (für rufa und radiata), fetten Zystiden findet. Es gibt noch ein paar ziemlich ähnliche arten, besonders fies und makroskopisch (mikroskopisch auch!) erstaunlich identisch ist Ceraceomyces serpens (nur halt ohne Zystiden).
>Phlebia radiata< kann auch mal blass gefärbt sein, geht dann aber zumindest in teilen der Fruchtkörper deutlich ins violette oder violettbraune und hat eine andere Struktur des Hymeniums.
Bissel achtpassen muss man wie üblich mit den Bildern bei 123, da sind einige drin, die nicht Phlebia radiata sondern >Phlebia tremellosa< zeigen.
Ein paar Bildchen von Phlebia rufa (Portrait ist noch nicht fertig):
LG; Pablo.
Hi.
Aber immerhin kreative Ferkel. ![]()
LG, Pablo.
Hallo.
Auch wenn es >Netzhexen< sein sollten (und nicht etwa Boletus mendax): Diese hier wären definitiv giftig.
Nicht wegen dem Speisewert der Art ansich (der ist nur kritisch, ziemlich viele Menschen vertragen Netzhexen aber problemlos).
Aber der Schimmel ist ja deutlich erkennbar und weit fortgeschritten. Der ist durchaus giftig, und das Mycel des Schimmelpilzes durchzieht potentiell den gesamten Wirtsfruchtkörper.
LG; Pablo.
Hallo!
Hut ab, Beli. Das ist tatsächlich elegant interpretiert. ![]()
Im grunde hätte das einen Sonderpreis verdient, aber ich fürchte, Bonusrätsel (und Bonuspunkte) wurden kürzlich wieder abgeschafft. ![]()
Wenn man mehr als 800 (oder 850?) Beiträge geschrieben hat, wechselt der Nutzertitel von "Senior Member" auf "Postingfreak".
Zumindest der, der von der Software nach Beitragsanzahl generiert wird. Man kann sich aber auch einen eigenen Benutzertitel reinschreiben (Benutzer - CP), der dann immer konstant bliebt. Der "Apfelzwerg" zB geht auf eine denkwürdige Diskussion mit Daggi (Lutine) zurück.
LG; Pablo.
Hallo, Ma-Ti!
Der Seidige (Leucoagaricus holosericeus) unterscheidet sich vom Gemeinen / Rosablättrigen (Leucoagaricus leucothites) in erster Linie dadurch, daß er bei Berührung stark gilbt. Die Lamellenfarbe ist nicht relevant, denn auch beim "Rosablättrigen" sind die Lamellen meistens bis ins hohe Alter rein weiß bis grauweiß. Ich habe bisher ein einziges Mal alte Schlappen von Leucoagaricus leucothites gefunden, wo die Lamellen einen leichten Rosaton hatten. Ansonsten fand ich den acuuh im hohen Alter nur mit weißen oder schmutzig grauweißen Lamellen.
LG; Pablo.
