Beiträge von Beorn

    Moin.


    Ja, das glaube ich hier auch. Allerdings bleibt Boletus edulis generell weißhütig, wenn er zB in Erdlöchern wächst, der Hut von Laub bedeckt ist, oder sonstwie kein Tageslicht an den Hut kommt. Aber hier, bei einem so ausgewachsenen Fruchtkörper und zudem bei so hellen Poren und Röhren in dem Entwicklungszustand, sollte das schon eine richtige Pigmentstörung sein. Und somit die weiße Varietät. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Hallo, Jan-Arne!


    Nicht nur die Färbung, auch die Form kommt mir etwas wunderlich vor für eine Calocera. Da köntest du mal reinlinsen, ob der wirklich Dacrymyces - Basidien hat und nicht eher zu den Clavariaceae gehört. Je nach dem, wie filigran das Ding wirklich war, könnte ich mir da auch eine Ramariopsis vorstellen.


    PS.: Das Bild in deinem Link zeigt keine Calocera, Beli. Das dürfte eine Clavulina sein, höchstwahrscheinlich coralloides (Kammkoralle). ;)



    LG; Pablo.

    Hi, ihr zwei!


    Wenn man die Wahl hat, sich nach Gminder oder Wiki zu richten, ist eigentlich immer Gminder zu bevorzugen. ;)
    Tatsächlich sind Kollektionen von Trich.terr., die einer Kiefer (Pinus sp.) zugeordnet werden können, irgendwie fraglich, auch wenn es sehr vereinzelt wohl mal vorkommen kann.
    Die Genießbarkeit vom Gemeinen Erdritterling ist strittig, es gibt da eine japanische Untersuchung, wo man es wohl mal geschafft hat mit irgendwelchen Erdritterlingen (aber möglicherweise nicht die auch in Europa vorkommende Sippe von Trich.terr.) einige Mäuse umzubringen. Es könnten dabei Stoffe sein, die den auch im Grünling (Tricholoma equestre) vorhandenen ähnlich sind. Tatsächlich sind aber aus Europa keinerlei Vergiftungsfälle bekannt, die sich auf Trich.terr. zurückführen lassen. Und das, obwohl der Pilz (gerade in Spanien) regelmäßig und oft verzehrt wird.


    Dieser Schwarzschuppige war in der Tat auch meine erste Idee, Lars. :thumbup:
    Der hat halt noch ein paar ganz schön ähnliche Brüder, darum die Nachfragerei. Meistens kommt es zu irgendwelchen Verfärbungen (bei atrosphamosum eher blau an der Stielbasis), zudem sollten diese Arten zumindest zerrieben nach Salatgurke riechen und sind allesamt in +/- thermophilen Laubwäldern auf kalkreichen Böden zu hause.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Ganz schön ammophil, das alles. ;)
    Diese Arten scheinen tatsächlich Küstenbewohner zu sein, in den Binnendünen am Oberrhein zB suche ich die vergebens.
    Ob die Hunde beim Aufspüren der Tuber ammophila helfen können?



    LG; Pablo.

    Hallo, Lars.


    Ideal wär's wenn du noch einen Namen dazu schreibst, den man auch zuordnen kann. Also welcher Schwarzschuppige Ritterling?
    Tricholoma atrosquamosum? Tricholoma squarrulosum? Oder doch eine der rötenden (ebenfalls schwarzschuppigen) Arten wie Tricholoma basirubens und Tricholoma orirubens?


    Ist in diesem fall aber nicht so wichtig, weil mit der Beschreibung (null Verfärbungen, null Geruch auch Zerbröselt, Kiefer in der Nähe) ist es einfach Tricholoma terreum (Gemeiner Erdritterling). ;)



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Belutus betulicola, Beli. ;)
    Das ist allerdings keine eigene Art, sondern genetisch nichts anderes als >Boletus edulis<. Nur halt eine Form mit eher zylindrischem, schlankem Stiel, rudimentärem Netz und einheitlich hell milchkaffefarbener Huthaut. Alle Übergänge zu "normalen" Boletus edulis sind fließend und in den korrelieren in den meisten Fällen auch nicht mit den Mykorrhizapartnern. So kenne ich morphologisch 1:1 zu "Boletus betulicola" passende Boletus edulis, die sich definitiv Rotbuche (Fagus sylvatica) als Mykorrhizapartner zuordnen lassen.
    Heißt also für Bazingas Pilze: Ist auch einfach Boletus edulis.


    PS.: Farbe des Stielnetzes und Mykorrhizapartner ist für die Bestimmung eher unerheblich. Boletus aestivalis (Sommersteinpilz) hat eine feinfilzige oder samtige Huthaut, auf jeden Fall matt und nicht so glatt und speckig glänzend wie hier.



    LG; Pablo.

    Hallo, Helmut!


    Die Lamellenfarbe, die Farbverläufe der Hutoberflächen, und daß die Fruchtkörper an verletzten stellen nach einiger Zeit (oft mehr als 1/4h) anfangen, sich schwarzbraun zu verfärben.



    LG; Pablo.

    Hallo, Susie!


    Nach Bild und Beschreibung hätte ich vorerst nur zwei Ideen. Und in beiden Fällen wäre in der Entwicklung des Fruchtkörpers kollossal was schief gegangen (Mißbildung):
    Möglichkeit 1 wäre ein wunderlich gewachsener Abortiporus biennis (Rötender Saftwirrling), Möglichkeit 2 ein geschädigter und dann komplett verunglückter Fruchtkörper einer Ochsenzunge (Fistulina hepatica).


    Du wirst wohl mal einen Fruchtkörper (oder einen teil davon) abmachen müssen, daß man drunterguckt (ob's zB Poren gibt) und auch mal durchschneiden, wie der im Inneren aussieht.



    LG; Pablo.

    Salut!


    variicolor (Vielfärbender Birkenpilz) passt schon. Bei den Alternativen dürfte das Stielfleisch nicht so crass blauen.
    Die rosa Verfärbung im Hutfleisch kann mal schwach ausfallen oder fehlen, dafür passt der recht dunkle, aber irgendwie beulig - fleckige Hut ja wieder ganz gut.



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Insofern als da durchaus eine (wenna uch sehr feine) Stielnatterung zu sehen ist, ist das kein Safranschirmling (Chlorophyllum).
    Also ein Riesenschirmling (Macrolepiota), aber da halte ich mich lieber bedeckt, wenn nicht zufällig das Sporenpulver im Abwurf einen rosa Schimmer hat.
    Es gibt da mehrere rötende Arten (rhodosperma ist eine davon) und auch mehrere mit so einer groben Hutbeschuppung und nicht alles ist da eindeutig geklärt und auch solide abgrenzbar.



    LG; Pablo.

    Hallo, Walter!


    MIt der schwachen Stielnatterung (und zumal wenn die Stielrinde noch röten sollte) wäre das eine der irgendwie mangelhaft abgegrenzten nachbararten des normalen Parasols (Macrolepiota procera). Da halte ich mich aber zurück, denn das ist ein zeimlcih schwieriges Thema und meiner Ansicht nach auch noch nicht wirklich zufriedenstellend bearbeitet.



    LG; pablo.

    Hallo, Magellan!


    Wunderschöner Bericht und endlich auch mal wieder was mit richtigen Pilzen! :thumbup: ( ;) )
    Die Nummer 6 ist der Kracher: Nennt sich Rhodotus palmatus (Adernseitling) und das ist schon was richtig Seltenes.
    1: Gelbschuppiger Hallimasch (Armillaria gallica) würde ich sagen.
    2: Hätten vermutlich beim Ankratzen roten dunkelroten Saft ausgeschieden.
    4: Sieht für mich viel eher nach dem Wilden Hausschwamm (Serpula himantioides) aus, eine im Freiland an allerlei Nadelholz (seltener auch Laubholz) recht häufige Art mit deutlich dünneren Fruchtkörpern als der Echte (Serpula lacrymans), wo die Fruchtkörper gerne auch mal mehr als einen Zentimeter dick werden sollen.
    5: sind FomPinis. Die Poren hatten ursprünglich mal nach unten gezeigt, aber dann wurde das Substrat gedreht. Worauf der Pilz umbauen musste und darum sehen die nun so aus.
    8: Müsste man mal näher ran. Das könnte auch Serpula himantioides sein, aber auch eine Coniophora wäre möglich.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Röten sollte der Ritterling an der Stielbasis und / oder den Lamellen und / oder der Hutmitte (wo's aber wegen schwarzen Schuppen kaum sichtbar wäre).
    Hm.
    Dann bräuchte man noch den Geruch, und wenn sich gar keine der Laubwaldarten mit rötendem Fleisch da unterbringen ließe, uind der auch nach nix (also vor allem nicht mehlig beim Zerreiben) riecht, dann müsste man wohl die Kiefer in der Umgebung suchen.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Das funktioniert aber meistens anders rum: Also daß bei einer Art mit mißgebildeten Lamellen die Lamellen dicker, unregelmäßiger und weiter auseinander gelegen sind als normal. Sorum (Lamellen normalerweise weit stehend und dick, geschädigt ganz dünn und engstehend) dürfte es eigentlich nicht funktionieren.



    LG, Pablo.

    Guten Morgen!


    Aber Pilzbestimmung nur nach Bild ist halt auch nicht so einfach. ;)
    So ein kleines Rätsel zwischendurch darf aber ruhig sein, finde ich. Zumal es ja hier durchaus eine Auflösung gibt, aber man kann es ja auch mal spannend machen und jedem die Möglichkeit geben, selbst erstmal ein paar ideen zu entwickeln.
    Klappt nicht immer, also Beispiel "L.p.": Ich hätte da zwei Möglichkeiten, zwischen denen ich mich da nicht entscheiden könnte. Einmal Laccaria proxima (Ähm... Rotbrauner Lacktrichterling oder so?) und dann aber auch Laccaria pallidifolia (um mal den Namen passend hinzubiegen, also Rötlicher Lacktrichterling). Denn auch den fand ich schon mal ungefähr ganz genau in der Optik. Die Dinger sind aber fies, wirklich...



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Ich würde das eher als "negativ" bezeichnen. Eine positive Reaktion mit Guajak sollte bei einem Ritterling rasch und deutlich grün ausfallen.
    Also so wie auf folgenden (lichttechnisch aber schlechten) Bildern von Tricholoma frondosae s.l.:



    LG; Pablo.

    Hallo, Walter!


    Vermutlich sind das zwei Arten: Die mit den groben, eher vereinzelten Schuppen dürften was Anderes sein als die mit den eher feinen Hutschuppen.
    Die grobgeschuppten könnte man mal absporen lassen, wenn sich da ein feiner Rosaschimmer auf dem Sporenpulver zeigt, wären es Sternschuppige Riesenschirmlinge (Macrolepuiota rhodosperma).



    LG, Pablo.