Beiträge von Beorn

    Hallo, Alex!


    Großartige Funde, die schon mal vom Sommer träumen lassen (...inclusive häufigem Sommerregen!).

    Vielen Dank, daß du die Mühe auf dich genommen hast, das alles noch mal hochzuladen, und uns in den Genuß deiner Funde zu bringen.


    Bestimmungstechnisch bin ich ganz bei dir und Beli:
    Erster röhling nach den Steinpilzen ist ziemlcih eindeutig der >Blasshütige Purpurröhrling<.

    Bei dem Blaufleckenden danach denke ich auch, daß das eher Gelbhütige (Imperator luteocupreus) sein sollten, da ist schon ziemlich viel gelb am Hut (und die Gelbhütige Form von Imperator rhodopurpureus wäre nicht so satt rot an Stiel und Poren).

    >Königsröhrling< ist klar; bei den >Satanischen< passt das meiner Ansicht nach auch noch in die Variationsbreite, die einzige sinnvolle Option wäre da noch der >Le'Galsche<, aber dafür ist bei dem älteren exemplar einfach zu wenig rot auf dem Hut und bei den jungen zu wenig orange an den Stielen.

    Die >Glattstieligen< sind ebenfalls ziemlich typisch in dem Aussehen, und bei den zuletzt gezeigten Lamellenpilzen wäre Riesenrötling (Entoloma sinuatum) auch mein erster Gedanke gewesen. Kannst du im kommenden Jahr mal gucken, ob die Lamellenbei jungen Pilzen gelb sind und das Sporenpulver im Abwurf rosabraun. Die würden dann auch stark nach Maipilz riechen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Schmetterlingstrameten und Stockschwämmchen sieht man durchaus öfters mal gemeinsam an einem Stamm, Stumpf oder sonstigen Holzstück. Kann auch ganz gut sein, daß die sich in ihren Ernährungsweisen so untescheiden, daß sie sich nichts gegenseitig wegfuttern. Müsste ich jetzt aber auch nachschauen, ob Stockschwämmchen zB Braun- oder Weißfäule auslösen (Schmetterlingstrameten: Weißfäule). Wenn man da schon einen Unterschied hätte, dann dürften die sich in dem Holz kaum gegenseitig stören.



    LG; Pablo.

    Moin, Hans!


    Die Fruchtkörper auf deinem Holzblock sehen so nach Bild aus wie junge Schmetterlingstrameten. Oder zumindest irgendeiner der diversen ähnlichen Porlinge.

    So ganz allgemein zur Phänologie von Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis): In freier Wildbahn bilden Mycelien in Mitteleuropa so ungefähr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember Fruchtkörper, sofern die Witterungsbedingungen passen (einigermaßen feucht und einigermaßen wenig Frost). Kulturmycelien düften da eigentlich nicht wirklich abweichen, ist ja der selbe Pilz.
    Wo es im Winter längere frostige Ohasen gibt, erscheinen halt im Winter eher selten frische Fruchtkörper, in meiner Gegend sind Funde von Stockschwämmchen auch im Januar und Februar normal; ebenso wie ja auch diverse Schwefelköpfe, Gifthäublinge und so (sind ja alles Arten, die ganzjährig Fruchtkörper bilden).



    LG, Pablo.

    Guten Tach!


    Ich finde auch, daß du das "keine - Ahnung - Stadium" schon hinter dir hast, Mario. Björn ist da auch auf einem guten Weg, und seine makroskopische Einschätzung ("daß sich hier vermutlich >Cylindrobasidium laeve< unterm Mikro bestätigen wird") finde ich gutt. :thumbup:

    Klar sind wirauf dem Gebiet noch lange kein John Eriksson, Frank Dämmrich oder Harald Ostrow, aber hin und wieder haben wir auch mal die eine oder andere gute Idee, finde ich. g:-)

    Und damit meine ich jetzt nicht nur Mario, Björn und mich, sondern auch etliche andere Leute im Forum, die sich doch auch schon hin und wieder den einen oder anderen Rindenpilz angeguckt haben.



    LG, Pablo.

    Moin, Radelfungus!


    Wenn man bei denen jetzt noch die Stiele so schön sehen könnte wie bei der obigen Kollektion, dann könnte man auch den Gelbstieligen Muschelseitling (Panellus serotinus) sicher ausschließen - oder eben bestätigen. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Ok, Tulasnella passt. Aber wirklich pink sind die Fruchtkörper ja nicht, oder? Tulasnella violea kann schon hin und wieder einzelne breitelliptsiche Sporen dabei haben, aber in der Mehrheit dann doch deutlich subglobos oder ganz kugelig. Tulasnella pinicola würde ich da mal noch ausschließen wollen (noch mal deutlich andere Sporenform), nur wenn es nicht Tulasnella violea ist, dann hast du möglicherweise schon in ein Wespennest gestochen. Da gibt es dann wohl einige eher kärglich definierte "Arten", viel Stirttiges und kaum was Handfestes, fürchte ich.


    Peniophora lycii meine ich an der Stelle abhaken zu können. Was Schlaueres mit den merkmalen fällt mir jedenfalls nicht ein.


    Zu Phanerochaete sordida: Da gibt es schon so ein paar Ansätze, mit denen ich mich aber auch selbst schwer tue. Man müsste halt die abweichenden Arten selbst mal beobachtet haben, bislang könnte ich meine Funde da immer nur P. sordida s.str. zuordnen. Schick mir mal eine Mailadresse per PN.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tuppie!


    Nach einiger Überlegung: Der andere "Winzling" ist meiner Ansicht nach nicht Omphalina pyxidata. Der kommt bei mir in der Ecke recht häufig vor, generell auf sandigen, trockenen Böden und auch ohne konkrete Assoziation zu irgendwelchen Moosen. Die Lamellen sind stärker herablaufend und etwas ockerlicher, der Stiel völlig glatt und oft wie poliert - dabei aber ziemlich hell. Die Hüte sind (solange einigermaßen feucht) noch stärker gestreift, oft fast bis zur Hutmitte.
    Typischerweise sähe Omphalina pyxidata so aus:


    Nabelinge mit dem Aussehen sind aber eine heikle Sache, und reinlinsen muss man schon, auch wenn die mikroskopisch oft nicht so viel hergeben und die Merkmale ähnlich schwer zu interpretieren sind wie bei Ritterlingen oder Saftlingen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Felli!


    Ja, Lamporzystiden und Gloeozystiden sind jetzt gut erkennbar. :thumbup:

    Peniophora laeta finde ich eine plausible Bestimmung, hätte ich aber makroskopisch erstmal nicht erkannt, wegen der diffusen, weiß filzigen Anamorphe, die sich da drüber gelegt hat. Dinger in dem Aussehen hatte ich auch schon ab und an an Rindenpilzen, aber bestimmen kann ich solche Anamorphen leider nicht.



    LG; Pablo.

    Hallo, Tom!


    Nuja, immerhin könnte man dann die Aufnahmen für den Spezialoscar für den verblüffendsten Farbeffekt nominieren. :gzwinkern:

    Nein, kein Problem, sowas kann immer mal passieren. Und ich muss gestehen, daß mein Bearbeitunsgprogramm da auch enorme Schwierigkeiten mit dem Weißabgleich hat (Wenn ich das Papier als Weiß setze, wird das ganze Bild blau). Mit einigem Rumspielen mit den Farbsettings wurde es etwas besser, aber immer noch nicht so, wie es sein sollte:

    Ist immer noch zu viel blau und rot drin - das Papier hat ja nach der Bearbeitung ungefähr die Sporenpulverfarbe von Pleurotus ostreatus...

    Ach, die tauchen sicher noch mal auf, die Pilze.
    Auf solchen Stellen tummeln sich alelrdings gerne mal diverse Arten, deren Fruchtkörper dann lustig durcheinander wachsen, darum immer obacht, ob auch wirklich alles eins ist.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Auch wenn die Wanddicke der Subikulumhyphen nun nicht so ganz ausgeprägt ist, würde ich das als Phanerochaete sordida verstehen, auch weil die Hpyhen so reich verzweigt und eher chaotisch verflochten sind (Phanerochate laevis: Subikulumhyphen relativ dünnwandig, wenig verzweigt, +/- parallel).



    LG; Pablo.

    Guten Abend!


    Also, etwas zerknirscht stelle ich fest: Zystiden bei 9.) vorhanden:


    Spindelig bis angedeutet lageniform, vor allem apikal etwas dickwandig, Kristallkappen im Exsikat nicht feststellbar.
    OK, die sind recht spärlich vorhanden, eigentlich nur direkt an den Röhrenmündungen / Porenrändern; muss man also unter Umsänden etwas suchen. Dennoch ärgerlich, die übersehen zu haben.
    Passt dann insgesamt jedenfalls schon gut zu dem, was Spirin, Zmitrovich & Wasser in Mycotaxon 97 / 2006 als Oligoporus balsameus definieren.

    Ich lass den trotzdem mal drin im Packerl, zudem da ja noch die 9b.) wäre, also >Matthias Porling<, wo ich natürlich auch nochmal reingeguckt habe, und nun noch weniger draus schlau werde. Zystiden finde ich da nach wie vor nicht (Zystidiolen aber durchaus), dennoch ist das was Anderes als Oligoporus balsameus (Hyphen sehen in der Nachbetrachtung doch anders aus, stellenweise mit komischen Auswüchsen wie Tyromyces kmetii). Bei dem bin ich nach wie vor ratlos...


    Folgendes hatte ich ja oben schon angedroht.
    Also anhänge ich mal noch Nummer

    11.)
    Fund vom 12.01.2019
    Waldpark Mannheim (Gelände mit Auwaldcharakter)

    an liegendem bis hängendem Laubholzstamm schräg über einem nassfeuchten Graben
    Fruchtkörper frisch ziemlich dick, weich wachsartig, komplett weiß; Moos überwachsend; auf glatter Unterlage glatt bis unregelmäßig warzig, aber keineswegs grandinoid, zähnchenförmig oder sowas. Beim Arbeitstitel bin ich momentan noch nicht weiter als Sistotrema spec.; auch wenn's womöglich noch nicht mal eine Sistotrema ist.










    Bringt mich noch um den verstand, dieser Pilz. Wenn es eine Sistotrema wäre, dann hätte die aber eine ganz andere Vorstellung als ich davon, was mit "Basidien urniform" gemeint wäre. Allerdings sind - auch wenn die reifen Basidien (mit Sporen / Sterigmen oben dran) größtenteils tubular + unregelmäßig eingeschnürt sind - die Basidiolen schon sistotremaartig, mit ihrer Birnenform (dicker Bauch und schlanker Hals oben drauf).
    Dann ist da noch die Situation mit diesen komischen, zystidenartigen Hyphidien, und zudem einige irregulär ausgeprägte elemente im Hymenium, die allerdings weil ohne erkennbaren Inhalt (egal in welchem Medium) auch deformierte Basidien sein könnten.

    Problem: Wenn ich das als Sistotrema mit Zystiden interpretieren würde, käme eigentlich nur noch Sistotrema coroniferum in Frage, den ich erst einmal untersucht habe, und da waren die Zystiden schon ganz anders ausgeprägt und größtenteils schon in KOH mit schön refraktärem Inhalt.
    Wenn ich das als Sistotrema ohne Zystiden interpretiere, käme mit den Sporen eigenltich nur noch brinkmannii in Frage, wo mir selbst bei jungen Kollektionen stets eine ganz andere Wuchsform begegnet ist. Eben grandinoid, mit kleinen bis großen, +/- regelmäßig angeordneten Zähnchen. Das sieht hier schon ganz anders aus.

    Wenn ich das nicht als Sistotrema interpretiere (weil die reifen Basidien eben nicht urnenförmig sind), dann käme im Grunde nur noch Sistotremastrum in Frage, und in der Gattung würde ich bis auf suecicum quasi alles ausschließen, suecicum aber kenne ich noch nicht persönlich, würde ich aber eigentlich auch ausschließen, weil die Sporen bei mir zugänglichen belastbaren Zeichnungen doch etwas anders aussehen und die Art vorwiegend an Nadelholz vorkommen soll...

    Den packe ich jedenfalls mal noch bei.



    LG, Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Ansich immer wieder gerne, als Verwirrmeister bin ich sehr bewandert.
    In diesem Falle aber weise ich jede schuld von mir, denn ich habe das so nicht veranlasst!

    Meine Anweisung dazu wäre eigentlich so gewesen: Stereum sanguinolentum ---> beim Anfassen blau; Stereum gausapatum ---> beim Anfassen grün; Stereum insignitum ---> beim Anfassen violett; Stereum subtomentosum ---> beim Anfassen gelb; Stereum rugosum ---> beim Anfassen rot. Diese Vorgabe wurde aber leider von der Evolution vor einigen hunderttausenden Jahren zu einem großen Teil ignoriert: Nur Stereum subtomentosum = gelb und Stereum rugosum = rot wurden übernommen, daß sanguinolentum und gausapatum nun ebenfalls rot verfärben, scheint mir eine bewusste Nickligkeit der Evolution zu sein, um uns alle zu ärgern.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ingo!


    Das ist in der Tat eine optisch sehr gut passende Kollektion.
    Die Art kommt übrigens nicht nru an Weide vor, sondern auch an diversen anderen Gehölzen. Ich hatte die auch schon an Traubenkirsche und (Achtung, Witz der Woche) an Kiefernzapfen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Es gibt auch Sistotrema - Arten mit maximal 4-sporigen Basidien, aber hier spricht die Basidienform ganz klar gegen meine Idee.
    Ist also schon mal keine Sistotrema, aber irgendwie fehlt mir für diesen Fund momentan eine zündende Idee. Da müsste ich vermutlich selbst mal reinschauen...



    LG; Pablo.

    Hallo, Heidi!


    Eine Suchmaschine (egal welche) macht ja eigentlich nichts anderes, als öffentlich verfügbare Informationen anhand von Stichwörtern zusammenzufassen und wiederzugeben.

    Dazu gehören natürlich auch öffentliche Bilder. Anders wäre das mit nicht-öffentlichen Bildern und Informationen. Also was du zB über Facebook, WhatsApp usw. (PNs / private Kommunikationen hier im Forum gehören auch dazu) über geschlossene Gruppen austauschst, wird in so einer Suchmaske nie auftauchen.

    Dazu braucht die Suchmaschine auch keine Genehmigung und keine Rechte an den Bildern, weil sie selbst ja nichts speichert. Sie zeigt nur Ergebnisse an auf anderen Seiten und verlinkt dorthin. Also alles regelkonform, und aus meiner Sicht auch durchaus praktisch: Du hast doch bestimmt auch mal zu irgendwas im Netz recherchiert. Nehmen wir zB einen Pilz den du beobachtet hast, zu deinen möglichen Ergebnissen suchst du dann also Quellen, Abbildungen usw., dafür gibst du den Namen bei der Suchmaschine deiner Wahl ein und los geht's. Dürfte die Suchmaschine dann aber gar keine öffentlichen Quellen anzeigen, wäre deine Suche in dem Moment schon beendet. Egal was du eingibst, ist das Ergebnis ja immer "keine Treffer gefunden". :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank!


    1: Super, dann freue ich mich mal über eine für mich neue, schön bestimmbare Tomentella. :)

    Wenn du den Beleg für deine Sammlung brauchst, schicke ich den gerne mit, vermute aber, daß du davon sowieso schon ausreichend eigene Belege hast.

    2: Ok. Und demnach fällt mit den Sporengrößen die Leucogyrophana endgültig raus. Hefte ich dann also als Serpula himantioides ab, und vergleiche mit weiteren Funden dieser absolut unseltenen Art. Nehme ich mal aus dem Paket, weil der Beutel ohnehin zu viel Platz wegnimmt.

    3: Macht sich auf den Weg zu dir.

    4: Ich muss wieder mehr auf Gerüche achten! Auch der bleibt im Päckchen.


    5: Oho, das klingt auch spannend. Bei der blieb ich glaube ich auch mal hängen, muss mal nachgucken, warum ich die dann wieder ausgeschlossen hatte.

    6: Cartilosoma denke ich eher nicht. Bei rene-hentic ist zumindest die Röhrentrama normalerweise viel deutlicher monomitisch (und die sollte schon eher an Laubholz wohnen, dazu beobachte ich bei der eine klare Tendenz zur Hütchenbildung). Bei ramentacea käme die Hyphenstruktur in der Röhrentrama besser hin, aber die ist mir bisher mit größeren Poren und deutlicher zylindrischen Sporen begegnet, dazu mit einer abweichenden ökologischen Amplitude (in meiner Gegend regelmäßig an ansitzenden bzw. frisch abegfallenen, initialmorschen und noch berindeten Kiefernästen und dünnen Stämmchen). Mikroskopisch waren Funde von auch makroskopisch eindeutigen Antrodia serialis eigentlich am nächsten dran - mit den oben beschriebenen Abweichungen. Auch an Oligoporus s.l. (also die placenta - Ecke) hatte ich im Blick, weil da ja auch im alter mal mehr und mehr sklerifizierende Hyphen auftauchen können (erscheint dann gelegentlich dimitisch / pseudodimitisch), aber da würden die Sporen von der Größe her schon den Rahmen sprengen. Ich schick's mal mit, vielleicht habe ich auch einfach was übersehen oder falsch interpretiert.

    7: Erneut: Mehr schnuppern muss ich. Von Physisporinus vitreus hatte ich zwei Funde, die makroskopisch doch etwas anders aussahen, also durchaus auch mit so einem hyalin - bläulichen Schimmer beim Frischmaterial. Die Zystiden hatten mich dann endgültig von Physisporinus weggebracht, wo ich dann fast mehr bei einem kleinsporigen sanguinolentus gewesen wäre als bei vitreus (eben wegen dem makroskopsichen Aussehen). Aber P. sanguinolentus bräunt bzw. schwärzt halt ach massiv im Exsikat, der hier nicht.

    8: Hm, Witterungsverläufe? Es war da schon noch mal reichlich warm in den Wochen davor, und natürlich auch extrem trocken. Bin ich mal gespannt, wo der am Ende eingeordnet wird.

    9: Aha. Klar, wenn Zystiden kollabiert, dann ich völlig auf der falschen Spur. Die Zeit nehme ich mir heute abend doch noch mal, da ein paar präparate zu machen, ob nicht doch was zu finden ist.

    10: Vielleicht, wenn du an dem Stamm nochmal vorbei kommen solltest, Joe...?
    Ich kann den mitschicken, Frank, aber viel Sinn macht es wohl nicht, sowas wäre dann wohl ein Fall für eine Sequenzierung, wenn man diese Kollektion unbedingt bestimt haben müsste.


    Also Resumee: Danke für die Vorab - Einschätzungen, Frank!

    Damit kann man mal um zwei Pilze reduzieren, vielleicht auch drei, wenn wir die Antrodiella auch mal außen vor lassen.
    Allerdings addiere ich in Gedanken gerade mal noch einen, der mich derzeit verrückt macht. Muss ich noch eine Doku zusammenkleben, die kann ich morgen hier reinstellen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Diese Anamorphe, die du auf den letzten Bildern zeigst, ist mir in der Tat auch schon mal begegnet (oder zumindest eine, die ebenso aussieht in Sachen Konidienträger und Sporen). Nur weiß ich momentan nicht mehr, in welchem anderen Pilz die herumhyphte, finde also die Bilder nicht. Aber: Gehört auf jeden Fall nicht zum Xylodon.



    LG, Pablo.

    Hallo, Tom!


    Sind das tatsächlich die selben Pilze? Farblich kommen die bei mir jetzt so total anders an. Bei solchen ziemlich dunklen, komplett braunen Pilzen würde ich nie aan Tubaria denken. Sporenpulver erscheint dann auch zu dunkel, aber eben mitd er Einschränkung, daß ich die hier jetzt so gar nicht mit denen im Starbeitrag unter einen Hut bringen kann. Das hier sieht viel mehr nach einem Olivschnitzling (Simocybe), einem Faserling (Psathyrella) oder einem der diversen anderen, richtig dunkelsporigen Dunkelsporer aus.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Problem ist nur: Die röten ja beide bei Berührung. Also Stereum sanguinolentum (Blutender Nadelhlzschichtpilz) ebenso wie Stereum gausapatum (Eichen - Schichtpilz).

    Und sehen sich bisweilen furchtbar ähnlich, dann geht's nur noch übers Substrat (oder mikroskopisch). Bei mir in der "flachländischen" Oberrheinebene finde ich übrigens Orangeseitlinge sowohl an Kiefer als auch an Rotbuche, das lässt aus meiner Sicht also keinen Rückschluss auf das Substrat zu.



    LG, Pablo.

    Hallo, Heidrun!


    Genau, der Gedanke mit dem Rosa Rindenpilz ist rein spekulativ. Geht bei solchen Pilzen normalerweise nicht anders als durchs Mikro.



    LG; Pablo.

    Hallo, Felli!


    Bei der Peniophora: An lycii glaube ich da eher nicht, denn a ist ja wirklich so gar nichts von Dendrohyphidien zu sehen. Die Fragmente von denen vermurksen einem ja sonst jedes Präparat, deine Präparate sind irgendwie viel zu sauber, als hätten da Dendrohyphidien gewesen sein können. Fals du Sulfovanillin da hast / ansetzen kannst: MAch da mal ein Präparat, dann dürfte deutlich werden, ob's da tatsächlich Gloeozystiden gibt und wenn ja welche das dann sind.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Wobei das mit dem Trennen von Tubaria furfuracea udn Tubaria hiemalis auch morphologisch versucht wird, zB anhand der Hutriefung (soll bei hiemalis stärker sein), der Sporengröße und der Form der Cheilozystiden. Bedauerlicherweise variiert das alles so stark innerhalb einzelner Kollektionen und Fruchtkörper, zudem passen nur ganz selten mal alle der potentiellen Trennmerkmale mal in einer Kollektion zusammen, so daß meiner Ansicht nach eine morphologische Trennung reine Glückssache ist. Dann bliebe die Phänologie. Phänologie alleine ohne konstanat korrelierende, morphologische Merkmale funktioniert aber ungefähr genau so schlüssig, als würde man zwei Arten danach unterscheiden, ob sie links oder rechts vom Weg wachsen. :gzwinkern:



    LG; Pablo.