Beiträge von Beorn

    Hi!


    Oh, das freut mich, wenn jemand da ein wenig was rauslesen kann, was ein Stückchen weiter hilft.

    Zwei kleine Anmerkungen noch:
    Das Leccinum - aurantiacum - Problem geht ja schon wieder in eine andere Richtung: Da war einfach wegen der großen Ählnichkeit der Arten in dem Bereich nicht so klar, wie die Originalbeschreibung denn zu interpretieren sei. Sowas kann ja auch passieren, und solche Probleme gibt es natürlich haufenweise. Das werden wir aber hier nicht im Einzelnen auflösen können.

    Und ja, was ist eigentlich mit der Gattung "Camarophyllus" passiert? Kann das sein, daß mit der Gattungsdiagnose von Kummer irgendwas nicht stimmt, also das die derzeit bei Cuphophyllus eingereihten Arten da aus irgendeinem Grund nicht rein können? Hier mal am Rande noch: Wenn man ein taxonomisches Problem untersuchen will, führt kein Weg an den entsprechenden Datenbanken vorbei. Da darf man sich nicht einbilden, daß da der aktuelle Stand oder gar eine unverrückbare Wahrheit abgebildet wäre. Es ist lediglich eine Sammlung von Namen mit Hinweisen wer was wann beschrieben hat und welche Änderungen vorgenommen wurden und wo man was nachvollziehen kann.

    Also Camarophyllus als Gattungsname mal am Beispiel von >Mycobank<.



    LG, Pablo.

    Hej, Chris!


    Das sind doch tolle BIlder geworden. :thumbup:

    Wenn ich was nörgeln darf: Der Adermoosling auf dem ersten kommt ein wenig chaotisch an. Das ist jetzt natürlich stark abhängig vom inndividuellen Geschmack des Betrachters, aber wenn du da noch ein wenig mehr freistellst im Vordergrund (sind wohl nur zwei oder drei Moosblättchen, die man da beiseite schieben könnte), dann kommt das Bild um den Pilz rum etwas klarer an. Wobei zu viel aufräumen halt auch nicht jeden Geschmack trifft und da ist es schwer den richtigen Mittelweg zu finden.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Ja, passt bestimmungstechnisch. Beide Arten (Goldgelber Zitterling und Rotrandiger Baumschwamm) sind halt sehr variabel im Aussehen.

    Super natürlich, wenn das für die Kids spannend ist, und man dadurch raus in die Natur kommt und gemeinsam was zu gucken und zu entdecken hat. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Calocera cornea (Laubholzhörnling) kann schon acuh solche Formen bilden, insbesondere wenn jung.

    Die Gattung enthält ja noch ein paar weitere Arten, die dann aber schon deutlich anders geformt sind oder in erster Linie Nadelholz besiedeln.

    Den Porling dabei sehe ich wie Beli: Das sollte ein Angebrannter Rauchporling (Bjerkandera adusta) sein.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maren!


    Trotz der Farbe würde ich da wohl Exidiopsis effusa anpeilen. Wenn nicht frisch, dann ist die halt auch nicht immer schön rosa. Sporen dürften so einigermaßen passen, wobei das Umfeld dieser Gattung ((und auch die Arten der Gattung selbst) meines Wissens einigermaßen schlecht aufgelöst sind. Soll heißen: Da scheint es einiges zu geben, was nicht wirklcih solide definiert ist, und teilweise ist wohl auch nicht ganz klar, welche morphologischen Merkmale wie viel Aussagekraft besitzen.
    Außer Stückwerk (Einzelveröffentlichungen, kaum wirklich zusammenhängende Studien) gibt es da meines Wissens keine belastbare Überarbeitung neueren Datums.
    Was ein grund wäre, warum ich von den Heterobasidiomyceten aus der Gruppe nach einigen unbefriedigenden erfahrungen derzeit die Finger lasse. :gzwinkern:



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario.


    Das Schwierige bei ziemlich vielen Arten der Gattung: Welche Elemente wann als Zystiden interpretiert werden, scheint mir in erster Linie vom Verständnis des Autors / der Autorin abhängig zu sein. Mal anders ausgedrückt: Wenn man die (meistens) irgendwie zuspitzenden Hyphenenden von Xylodon crstosus nicht als Zystiden interpretierst, dann kannst du eigentlich die kopfigen (oft aber auch eher irregulär zylindrischen bis eingeschnürt - spindeligen) Elemente von Xylodon nespori nicht wirklich als Zystiden interpretieren. Ebensowenig wie die zuspitzenden, meistens irregulär eingeschnürten "Zystidiolen" von Xylodon spathulatus - die bisweilen aber sogar als Gloeozystiden interpretiert werden! Was sogar nachvollziehbar ist: HIn und wieder haben die einen Inhalt, der das Licht irgendwie anders bricht als der Inhalt von Basidien nd Basidiolen. Aber jetzt wird's witzig: Xylodon crustosus kann nach meiner Erfahrung durchaus auch sehr ähnliche Elemente bilden. Also ein- bis mehrfach eingeschnürte, apikal verschmälernde Hyphidien / Zystidiolen. Da kann sich der Inhalt auch so verhalten wie bei denen von X. spathulatus, nur sagt dazu niemand "Gloeozystiden" oder "Zystiden".

    Bildchen davon bei Xylodon crustosus:


    Stimmt aber trotzdem, dein Zweifel: Die teils etwas dickwwandigen, bisweilen angedeutet kopfigen oder zumindest apikal angeschwollenen Elemente passen nicht zu X. crustosus. Schade, die Sporen würden einigermaßen hinkommen.
    Verflixt fiese Gattung das, bin momentan etwas ratlos.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Theoretisch dürfte gerade der Wurzelnde Schwefelkopf (Hypholoma radicosum) auch ziemlich groß werden, also annähernd wie der Ziegelrote (Hypholoma lateritium).

    Ich kann's nicht wirklich einschätzen, da mangelt es mir an aussagekräftigen Funden der Art.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Nummer 4 ist jedenfalls auf keinen Fall Phlebia subochracea, sondern gehört vermutlch gar nicht in die Gattung.

    Sieht sehr spannend aus, die hätte eigentlich eine Extra - Vorstellung verdient (und angucken täte ich mir die natürlich sowieso gerne, also falls du davon was aufheben magst...).

    Die dicken runden Dinger in der Vuilleminia sind eher keine Zystidne, sondern vermutlich Fremdkörper, die nicht vom Pilz gebildet wurden.

    Ob das nun aber Vuilleminia comedens oder Vuilleminia coryli ist, wäre für mich aus der Distanz auch schwer abzuschätzen. coryli hat Zystiden, die sind aber nicht rund.



    LG, Pablo.

    Hallo, Karl!


    Wow, tolles Ding. :thumbup:
    Hatte ich ein einziges Mal gesehen, vor fünf Jahren oder so - seitdem nie wieder.
    Den Stamm gibt's leider auch nicht mehr, und einen neuen Fundort aufstöbern: Da braucht es wirklich sehr viel Glück.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Das liegt eben daran, daß sich menschliches Wissen über das uns umgebende Leben verändert.
    Wissenschaftliche Namen sind ja darum wichtig, weil jeder Name zwingend an eine Beschreibung gekoppelt ist. Und zwar sowohl jeder Gattungs - als auch jeder Artname.

    Bei den Volksnamen ist das anders: Den Begriff "Braunkappe" kann jede/r nach Belieben und Tagesform verwenden, wofür man gerade Lust hat.

    Bei wissenschaftlichen Namen geht das nicht. Wenn man da Boletus edulis sagt oder schreibt, bezieht man sich immer (!) auf die Grundlage der Erstbeschreibung von Bulliard.


    Wobei es da einfach ist: Bulliard hat die Art bei der Erstbeschreibung schon in der Gattung Boletus verortet, und weil's die typusart der Gattung ist, blieb das bis heute unverändert. Allerdings wurde damals so ziemlich alles, was Poren und Röhren hatte, zu Boletus gestellt, also auch haufenweise Pilze, die mit Boletus edulis ungefähr so nahe verwand sind wie Stabheuschrecke mit Hermelin.

    Solche Unzulänglichkeiten fallen nach und nach auf, und es müssen Dinge in der Nomeklatur verändert werden. Dann muss zB der Schwefelporling (ebenfalls von Bulliard erstbeschrieben, und dabei natürlich ebenfalls ein Boletus) nämlich da irgendwann raus aus der Gattung. Dann hast du halt ein Basionym: Boletus sulphureus Bull., Herbier de la France 9: t. 429 (1789) <--- Und das wäre eigentlich die vollständige schreibweise eines Pilznamens, nämlich mit Autorenkürzel, Organ der Veröffentlichung der Beschreibung und Jahreszahl. Aus dem wurde nach der Arbeit von diversen Forschern und einer "Reise durch diverse Gattungen" (weil solche Zuordnungen nun eben nicht immer so einfach sind, wir wir uns das als Menschen gerne vorstellen würden) irgendwann ---> Laetiporus sulphureus (Bull.) Murrill, Mycologia 12 (1): 11 (1920) Bezieht sich immer noch auf die Beschreibung von Bulliard, weil das gleiche Epithet (Artname) verwendet wird. Klar, Bulliard hat die Art ja auch erkannt und ordentlich definiert, nur bei der Gattungszuordnung musste man halt was ändern. Was dann halt Murrill im Jahre 1920 in der Fachzeitschrift Mycologia gemacht hat.


    Soll nur zeigen: Wissenschaftliche Namen sind alles andere als beliebig, und auch jede Namensänderung, jede Verschiebung enthält zahlreiche wichtige Informationen zu einer Art.


    Mit deinen Ellerlingen ist das nicht anders.

    Gehen wir's mal mit dem häufigen und bekannten und gut definierten Wiesenellering durch, das wäre die Typusart der Gattung Cuphophyllus nach aktuellem Stand.

    Der wurde ursprünglich von Schaeffer im Jahre 1774 beschrieben und zwar als "Agaricus pratensis". Klar, weil genau wie damals alle Röhrenpilze und Porlinge "Boletus" hießen, waren alle Lamellenpilze eben "Agaricus".
    Der musste dann da auch irgendwann raus. Klar, oder? Ist ja weder ein Freiblättler noch ein Dunkelsporer. Und da wurde es nun ziemlich kompliziert. Auf jede Änderung in der Gattungszuordnung gehe ich jetzt nicht ein, aber (bis auf ein paar Synonyme, die dazugezählt und teils später wieder separiert wurden): Der Artname war eben immer "pratensis", immer also basierend auf der Beschreibung von Schaeffer. Und wenn dann jemand den Pilz in eine andere Gattung haben will, dann muss das natürlich im vollständigen Namen auch auftauchen. Der Erstbeschreiber der Art steht dann halt immer in Klammern noch dabei.
    Irgendwann fiel zB Murrill mal auf, daß es ja auch Saftlingsarten mit herablaufenden Lamellen gibt - und die UNterschiede zwischen Saftlingen und Ellerlingen gar nicht mal so groß sind - jedenfalls nicht makro- und mikromorphologisch. Das ist übrigens schon ziemlcih lange her, und dann hieß der Wiesenellering: Hygrocybe pratensis (Schaeff.) Murrill, Mycologia 6 (1): 2 (1914). Das wurde mal von Autoren so akzeptiert, mal aber auch verändert, eine der Gattungszuordnungen war eben auch Camarophyllus.

    Wobei mir persönlich die Einteilung von Marcel Bon als: Cuphophyllus pratensis (Schaeff.) Bon, Documents Mycologiques 14 (56): 10 (1985) - am schlüsssigesten erscheint.


    Aber: Es ist eben immer der selbe Pilz, nur die Informationen, wie der sich im Stammbaum verhält verändern sich eben. Was auch wichtig ist, weil jede Publikation, jedes neue oder veränderte Verständnis fügt ein weiteres Mosaiksteinchen zum Gesamtbild einer Art hinzu. Und da darf in der Wissenschaft nichts verloren gehen...

    ...nur wird es dann mitunter auch sehr komplex, und alles muss man vielelicht gar nicht wissen.


    Darum: Nicht von verschiedenen Gattungsnamen verwirren lassen, das gehört dazu.

    Der Pilz ist aber als Art immer der gleiche. Ob nun von Bon als Cuphophyllus geschlüsselt oder von Boertmann als Hygrocybe.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Eher Hypholoma radicosum. ;)

    Ganz gute Idee, finde ich. :thumbup:
    Eine Hypholoma (Schwefelkopf) sollte das auf jeden Fall sein. Arten mit +/- haarartigem Velum gibts ja in diversen Gattungen - Hypholoma gehört dazu.

    Ökologische Angaben, Habitus und Farbe der jungen Lamellen passen schon eher zu Hypholoma als zB zu Cortinarius. Und radicosum (Wurzelnder Schwefelkopf) wäre hier optisch unbedingt eine heiße Option mit dem ausgeprägt wolligen Stiel.



    LG, Pablo.

    Moinsen!


    Um auf die Frage mit der weiteren Recherche zu ellerlingen noch mal nachzugehen:
    Das INternet wird da vermutlich wenig helfen. Gröger ist ok, aber auch nicht das Gelbe vom Ei, vor allem weil halt Vergleichsmöglichkeiten fehlen (keine Beschreibungen und Abbildungen der geschlüsselten Arten).
    Im Boertmann ("the Genus Hygrocybe") sind die Ellerlinge mit drin - wenn auch vielleicht nicht zu 100% nach aktuellem Stand aufgelöst. Boertmann führt halt ein paar Taxa, die heute als eigenständige Arten verstanden werden, nur als forma oder varietät, weil ein paar neuere Studien nicht berücksichtigt sind.

    Dennoch das Beste, was man umfassend zu der Gattung lesen kann. Und man hat halt noch eine hervorragende Bearbeitung der europäischen Saftlinge dabei (mit den gleichen Einschränkungen, aber diese taxonomisch wackeligen Fälle sind marginal).



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Dann ist 13 auf jeden Fall eine Sistotrema. Da wären nun aber die Sporen ziemlich genau zu beobachten (und auch zu messen).

    Ich hatte neulich eine Zusendung erhalten, die ich für Sistotrema porulosum halte (und der Zusender auch):





    Da sind die Sporen von der Breite aber schon am unteren Limit, eigentlich sollten die etwas breiter und etwas elliptischer sein.

    In dem Bereich ist die Gattung nicht ganz einfach... Länger als 4,5 (max. 5 bei einzelnen Ausreißern) dürften die Sporen aber bei S. porulosum auf keinen Fall sein.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Bei denen oben am Baum müsste man mehr von der Hutoberfläche sehen - wird aber wohl tatsächlich was anderes sein und auf Inonotus hinauslaufen.

    Genau solche Kollektionen von Lackporlingen sind natürlich das Übel schlechthin: Ganz unten am Stamm, teils auf dem Boden, aber keinen Stiel ausbildend.
    Würde ich "Ganodmer lucidum sl" nennen - und dabei Ganoderma resinaceum ins "s.l." einbeziehen. Oder man müsste halt sequenzieren, was aber auch wieder unbefriedigend sein könnte, weil ich mal so hörte oder las, daß die ITS - Sequenzen von Ganoderma aus der Gruppe irgendwie tricky sind.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Auch toll. :thumbup:

    4: Ist jetzt freilich nur so'n ganz verwegener Gedanke, aber ich bin mal gespannt, ob nicht vielleicht doch >Phlebia subochracea< rauskommt.

    7: Dürfte Peniophora laeta sein.

    Highlight des Tages ist Phleogena faginea oder ein Myxo?



    LG, Pablo.

    Hallo, Claudia!


    1c: Düfte nach mehlgurkig gerochen haben und rosabraun abgesport haben. Sieht jedenfalls stark nach Mehlräsling (Clitopilus prunulus) aus.

    1a und 1b ist definitiv was Anderes.

    2: Hallimasch kann ich mir da sehr gut vorstellen

    5: Wäre wohl bei den Fälblingen (Gattung: Hebeloma) einzuordnen.

    6: Höggschdwahrscheinlich einer der Falschen Pfifferlinge (Hygrophoropsis aurantiaca s.l.)

    7: Aus meiner Sicht ist deine bestimmung plausibel.

    8: Ganz junge Dunkelstielige Flämmlinge (Gymnopilus picreus) sehen so aus. Muss nichts heißen, aber die Ähnlichkeit ist groß.

    9: Möglicherweise auch Xeromphalina campanella in ganz jung


    Rest: Sieht durchaus spannend aus, aber da fehlen mir leider sinnvolle Ideen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank!


    Ui, hoffentlich machen die anderen Pilzchen in dem Päckchen weniger Schwierigkeiten.

    Die Galzinia - Idee ist allerdings intressant. Mit der Sporenform und der Form der Basidien kam mir so eine Idee, die ich aber ganz früh vom Tisch geschoben hatte. Mir war gar nicht bekannt, daß es da Arten mit mehr als 4-sporigen Basidien gibt. Also auch wenn's für diese Kollektion nicht zum Ziel führt: Gut zu wissen, daß es da zumindest eine Art gibt die das kann. Weil wenn man die Art mal unterm Mikro hätte, würde man die mit einem gängigen Gattungsschlüssel (FE12 oder CoNE) nie erreichen, weil Galzinia da nur über 4-sporige Basidien erreicht wird.


    Wegen der Sequenz: Nur, wenn's ohne nenneswerten Mehraufwand maal irgendwann reinpasst. Es kann ja auch sein, daß das ein komisch ausgeprägter Fruchtkörper einer "ganz normalen" Sistotrema - Art ist. Klar, mit etwas verwachsenen Basidien (die Basidiolenform ist dagegen ja schon klassisch), aber eine Sistotrema brinkmannii mit verunglückter makroskopischer Wuchsweise würde ja mit den Sporen auch passen, ebenso wie eine Sistotrema coroniferum, die das mit den Zystiden irgendwie vergessen hat.

    Bildungsabweichungen können ja durchaus vorkommen. Ein Gewinn wird es natürlich, wenn man solche Abweichungen irgendwo einer Art zuordnen kann, was dann eben das Verständnis dieser Art erweitern kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Schickes Zeugs! :thumbup:

    zu 3: Peniophora quercina kann außer Eiche auch einen Haufen andere Laubhölzer besiedeln. Gerade an Rotbuche finde ich die schon auch hin und wieder. So wie das aussieht, dürfte dein Fund dahin passen.

    4: Belis Vorschlag gefällt mir da sehr gut.

    9: Ich denke eher nicht, daß das amyloide Sporen sind. Sieht aber interessant aus - nur fällt mir gerade zu "resupinater Porling mit kleinen, zylindrischen bis suballantoiden Sporen und Schnallen" zu viel bzw. nichts Konkretes ein. Die Arten um Ceriporiopsis gilvescens zB haben eine etwas andere Sporenform, die Gattung wäre aber eine Option, wenn monomitisch. Müsste man vielleicht noch ein paar Details mehr zu sehen, wie zB das Hyphensystem in Röhrentrama und Kontext / Subikulum oder auch noch ein wenig Zystidensuche betreiben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Das darf man dann wohl einen richtig ausgeprägten Erd - Sternenhimmel nennen. :thumbup:
    Beachtliche Artenvielfalt und so schön anzuschauen.


    Kleiner Hinweis zu dem Ellerling am Ende: Ohne eure Bestimmung anzuzweifeln, sondern mehr als kleine Notiz, was noch zu beachten wäre. Der Jungfernellering (Cuphophyllus virgineus) kann Formen mit ockerbräunlichem Hut bilden, die man auch als eigenständige Art(en) verstehen kann (Cuphophyllus ochraceopallidus). Die können Cuphophyllus colemannianus zum Verwechseln ähnlich sehen, sind aber normalerweise etwas blasser, recht deutlich hygrophan und deutlicher gerieft, die Lamellen deutlicher und unregelmäßiger herablaufend.



    LG, Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Künstlerisch sind die schwarzen Hintergründe ein spannender Effekt (und hätten sich in einem passenden Mottowettbewerb übrigens weiter vorne eingeordnet, als im "normalen" Januarkontest). Um deine Bestimmung abzusichern, wäre aber der Hintergrund potentiell interessant gewesen: Die Wuchsweise ist im Grunde das Einzige, woran sich Ganoderma resinaceum und Ganoderma lucidum trennen lassen.
    Ganoderma lucidum wächst generell sehr bodennah, teils auch neben dem Substrat (wurzelbürtig) scheinbar aus dem Erdboden - und eben gestiel.
    Ganoderma resinaceum sitzt generell etwas höher am Stamm (wobei das auch mal nur ein paar Zentimeter über der Grasnarbe sein können, aber eben auch 1-2 Meter) und bildet dafür keinen Stiel aus.
    Einer der beiden ist das aber definitiv.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Ach, na klar. Mal wieder ein Fall von nicht gut hingeschaut bei mir. >Schönfuß< passt zu dem älteren Fruchtkörper sehr viel besser. Die kleinen, jungen danach dürften aber schon Satanasen sein, denn da sind ja doch deutlich rote Poren zu sehen, selbst bei so blutjungen Fruchtkörperchen.
    Wie Beli schon bemerkt hat: Caloboletus calopus (Schönfußröhrling) hat eine divergente Ökologie. Einerseits in bodensauren, collinen bis montanen Laub- und Nadelwäldern, aber auch in thermophilen Laubwäldern auf Kalk. Wobei ich selbst da noch keine konstanten Unterschiede in der Wuchsform nachvollziehen konnte, und genetisch ist das wohl auch alles eine Art.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Ja, top Austernstiele. :thumbup: Nix gelbpusteliges oder flaumiges, Lamellenansatz nicht scharf, sondern "locker auslaufend".

    Daumen sind gedrückt für bald nachwachende, erntefähige Funde (isch jetzt keine Verzehrfreigabe, gell, aber du lernst sie ja solide selbst zu erkennen).



    Lg, Pablo.