Beiträge von Beorn

    Hallo, ihr zwei (drei)!


    Da seid ihr ja wieder. Und wie man sieht mit einer ganzen Seemannskiste voller toller Impressionen.

    Macht Spaß, das anzuschauen, und das Wetter auf dem letzten Bild sieht schon sehr pilzig aus, muss ich mal sagen.

    Doch die Natur hat so viel zu bieten, für einen Hausgecko zum Beispiel würde ich auch mehr als einen Korb voll Morcheln gerne berappen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Christoph!


    Auch Athelia epiphylla s.l. könnte dankbarer sein als Skeletocutis nivea. :gzwinkern:

    Aber so wie das eben läuft, scheint mir das Entscheidende eben die Zusammenarbeit zu sein. Man kann nicht von den morphologisch versierten Hobbymykologen erwarten, daß sie so schlüssig mit Sequenzen arbeiten können, wie ausgebildete Genetiker, und von den auf jenem Gebiet hochqualifizierten Biologen kann man nicht unbedingt erwarten, daß sie eine so spezielle morphologische Formenkenntnis entwickelt haben, wie manche "Feldmykologen".

    Die Vernetzung ist meiner Ansicht nach das entscheidende Stichwort, und ich sollte das Fass eigentlich nicht aufmachen, kann mich aber schwer zügeln: Da wäre eine Institution sehr wünschenswert, die sich eben dieser Vernetzung widmet, und zB gezielt Dokumentationen mit Belegen sammelt und archiviert.

    Zur Zeit finde ich das schon etwas ünubersichtlich, weil es sich auf so viele unterschiedliche private Seiten, Foren, FB - Gruppen usw. verteilt.

    Ist aber nur so eine Träumerei von mir, das alles irgendwo mal zu sammeln und dadurch eine Anlaufstelle zu entwickeln, wo man aus einer Quelle rauslesen kann, was es derzeit so alles gibt an gut dokumentierten Belegen, also an Arbeitsgrundlage für weitere Untersuchungen.


    Daß man Typusstudien immer mit einbeziehen sollte ist klar, das wird ja meistens auch versucht, soweit es denn möglich ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Christoph!


    OK, daran hatte ich nicht gedacht. Aber wenn es sich um eine andere reaktion handelt, wo sich der Inhalt zwar mit SV vergleichbar anfärbt, aber eben nicht durch die Sesquiterpene (danke, ich hatte natürlich keine Ahnung, wie der Stoff heißt) verursacht? Björn und Mario schrieben ja auch davon, daß die Hyphen teilweise nicht farblos seien. Nun färbt ja SV alle möglichen Zellstrukturen irgendwie pink an, und wenn die Strukturen zuvor bräunlich sind, sieht das dann im LM je nach Einstellungen schon mal violett aus. Was dann natürlich keine Reaktion mit Sesquiterpenen ist.



    LG, Pablo.

    Hallo, Norbert!


    Schnapp dir vielleicht mal noch eine andere Lamelle, eventuell hattest du Pech und vor allem auf der Schneide gerade eine Stelle mit nur blasigen Zellen erwischt. Pleuros sind auch nicht immer regelmäßig verteilt, da kann man auch mal Pech haben und hat sie nur ganz vereinzelt in einem präparat. Da gilt es noch, die Dikwandigkeit eindeutig festzustellen und idealerweise auch noch ein paar Kristallkappen zu finden.
    Sieht jedenfalls sehr nach >Psathyrella spadicea< aus.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Wow, das ist ja spannend!

    Also wenn ihr zwei Arten ausschließt...

    Das war eben auch mein erster Gedanke bei dem, was Frank schrob.
    Also ob das hier:

    Zitat

    und das hier:

    Zitat

    Zwei verschiedene Pilze seien.


    Ob sich die gloeopleren Hyphen bei Phlebia (die es ja bei diversen Arten gibt) mit SV anfärben lassen, habe ich noch nie probiert. Vorstellbar wäre das allerdings schon.



    LG, Pablo.

    Hallo in die Runde!


    Vielleicht sind es auch nicht die Sporen, die letztlich als das sicherste morphologische Merkmal übrig bleiben. Auch bei zumindest "auf Sicht" gleich wirkenden Sporen hat mir die hohe makroskopische Variationsbreite schon Kopfzerbrechen bereitet. Heißt also abwarten und sammeln, und wie schon gesagt: Möglichst umfassend dokumentieren.
    War ja auch bei Sistotremastrum niveocremeum so, daß man sehr lange von nur einer Art ausgegangen ist, eben mit hoher Variationsbreite.

    Daraus ist ja auch niemandem ein Vorwurf zu machen: Radulomyces confluens sieht auch nie gleich aus und bildet extrem variable Fruchtkörper. Gut also, wenn dann bei Sequenzierungen immerhin schon mal auffällt, daß mehr drin steckt als drauf steht, und man genauer hingucken sollte.

    Weil das aber seit einigen Jahren bei vielen Arten auffällt, kommt die Entwicklung der morphologischen Grenzziehungen vielleicht manchmal nur schleppend hinterher.

    Mit mehr untersuchten und (auch als Frischmaterial) dokumentierten Kollektionen kristallisiert sich vielleicht auch bei Skeletocutis nivea irgendwann noch ein verässliches Bild der einzelnen Sippen heraus. Ich werd' jedenfalls bis her auch nicht schlau draus - da ist das aber nicht die einzige Gruppe, die momentan so ein wenig im Schwebezustand verharrt (wie war das jetzt mit Heterobasidium?*).



    *) = rhetorische Frage



    LG, Pablo.

    Hallo zusammen!


    Es gibt auch öferts mal solche üppigen Kollektionen vom erwähnten Myxarium nucleatum, wo sich bei weitem nicht in allen fruchtkörpern auch die weißen kerne finden lassen. Manchmal können die fehlen oder diffus ausgeprägt sein. Aber wenn sich da so viele Fruchtkörper tummeln, sollten sie sich schon in dem einen oder anderen entdecken lassen.

    Ich bin jedenfalls recht zuversichtlich, daß Beli und Stefan da die richtige Richtung haben.



    LG, Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Sieht auf jeden Fall schick aus. Auch wenn sich am ende Tulostoma fimbriatum bestätigen sollte: Schöner Fund! :thumbup:

    Bei den fimbriatums in meienr Gegend auf nährstoffarmen Sandtrockenrasen bin ich auch noch nie so richtig schlau draus geworden, ob das nicht eher die von Wolfgang ins Spiel gebrachte "var. campestre" ist.



    LG; Pablo.

    Hallo, Erich!


    ja, das ist in der Tat bei Steccherinum oft ein Problem, daß keine Sporen zu finden sind. In diesem Fall dürften die Fruchtkörper einfach zu jung sein.

    Die Gattung steht aber aus meiner Sicht fest. Bei älteren Fruchtkörpern sind Steccherinum ochraceum und Steccherinum bourdotii meistens schon ganz gut makroskopisch unterscheidbar, bei so jungen Fruchtkörpern ist es leider erheblich schwieriger.



    LG; Pablo.

    Salut zusammen!


    Heterobasidion annosum ist ziemlich variabel im Aussehen. Etwas anderes kommt hier meiner Ansicht nach aber nicht in Frage, und daß der an laubholz wohnt, darf als Glücksfall betrachtet werden, denn dann kann man davon ausgehen, daß es auch Heterobasidium annosum s.str. ist. Die beiden anderen Arten sind an Nadelholz zu finden (Tanne und Kiefer, glaube ich, was beides auch von H. annusum s.str. besiedelt werden kann) und die Trennmerkmale sind so dermaßen diffus, daß ich die Artunterscheidung noch nie morphologisch nachvollziehen konnte. Insofern gut, daß das Substrat hier Laubholz ist.
    Und Glückwunsch zu den Sporen, bisher hatte ich nur sterile Kollektionen unter dem Mikro, bzw. Fruchtkörper weit außerhalb ihrer Sporulationsperiode.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Die meisten Kollektionen, die ich bisher untersucht habe, sind >im Portrait< dokumentiert.
    Allerdings nicht mit ausreichender Berücksichtigung der nach den neuesten Arbeiten relevanten merkmale. eine "großsporige" Kollektion hatte ich wohl nicht dabei, wenn ich mich danach richte, müsste das im Portrait alles "setigerum s.str." sein. Auch wenn hin und wieder mal einzelne Sporen bis 12µm dabei sind. Ich habe das aber auch nicht immer wirklich ausmerksam vermessen, weil es bis vor kurzem ja keine Hinweise gab, daß da mehrere Arten anhand der Sporenmaße getrennt werden können. Auch habe ich von den meisten Kollektionen keine Belege angefertigt (die Art findet man ja im Grunde an jeder Ecke).

    Zukünftig will ich da schon mal genauer hingucken, vor allem weil sich bei den im Portrait gezeigten Kollektionen ja makroskopisch ziemlich auffällige Unterschiede zeigen. Da wäre es schon interessant, ob das auch mit mikroskopischen eigenschaften korreliert.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Nuja, der fragwürdige eigene Fund von mir sah ja auch so aus:


    Die übliche Färbung dieser Art bei mir in der Gegend allerdings so:



    Vielleicht bin ich mittlerweile bei diesen Pilzen auch zu vorsichtig, weil manchmal schon auf den ersten Blick geringe Abweichungen den Ausschlag geben, um Arten trennen zu können.



    LG, Pablo.

    Moin!


    Das sieht schon vielversprechend aus, finde ich. :thumbup:

    Wegen den Wirtspilzen bzw. Substrat: Es gibt wohl auch Antrodiella - Arten, die nicht erkennbar auf anderen Pilzen parasitieren, bzw. wo diese Verbindung noch nicht bekannt ist. Was auch generell ja schwierig ist, da ja das Mycel einzelner Arten parasitiert wird, also keine Fruchtkörper des Wirtspilzes am selben Substrat erkennbar sein müssen.

    Solche Funde hatte ich schon bei Antrodiella serpula (= Antrodiella hoehnellii), die wohl auf Inonotus parasitieren soll. Aber eben auch ohne Begleitung von Inonotus - Fruchtkörpern auftreten kann.

    In der Arbeit von Miettinen, Niemelä und Spirin zu Arten aus der semisupina - Gruppe in Mycotaxon 2006 wird bei A. onychoides jedenfalls kein Begleitpilz erwähnt, nur daß die untersuchten Funde von Laubholz stammen (darunter auch Alnus). Das würde also auch passen, denke ich.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Ja, wenn Nr. 1 ohne signifikante Reaktion auf KOH, dann ist es wohl Phanerochaete, gerade auch mit diesen doppelten bis vierfachen Schnallen an einzelnen Septen im Subikulum. Welche Art wäre dann interessant, da wird man aber Sporen brauchen und auch die Zystiden mal noch vermessen müssen. Die sehen ganz interessanta us, so lang, zylindrisch und weit inkrustiert, wie etwa bei Phanerochaete velutina.


    Nr. 12: Hatte ich wie erwähnt auch schon mit so einer Färbung, ist aber eine Weile her und ich habe da vielleicht noch nicht genau genug hingeschaut (und keine Mikroaufnahmen von der Kollektion). Beim Präparieren kann man mit einer spitzen Pinzette zB ein Faserchen von einer der Stacheln abzupfen, das müsste sich in KOH dann ganz gut beobachten lassen. Sporen sind in der Gattung aber immer ein Problem, weil der Sporulationszeitraum wohl begrenzt ist, und die meisten Fruchtkörper die man einsammelt, entweder schon abgesport haben oder noch nicht so weit sind. Dann findet man oft nix oder nur ganz vereinzelte Sporen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    beim ersten könntest du mal ein Tröpfchen KOH 5% drauf tun, könnte gut sein daß das purpurrot bis fast violett wird. Soll heißen: Rhizochaete radicata wäre da auch eine Möglichkeit.

    Nr. 12 sieht schon aus wie ein Steccherinum, aber die Farben wären ungewöhnlich für Steccherinum fimbriatum. Ich hatte zwar auch mal so eine ockerrosa Kollektion, wo ich mir im Nachhinein aber auch nicht so sicher bin, die richtig eingeordnet zu haben. Denn normalerweise sind die mehr violettweißlich bis grauviolett.

    Die Gattung enthält noch eine ganze Reihe seltener Arten, die ich lieder nicht kenne, und also auch nicht wirklich einschätzden kann, ob davon makroskopisch was in Frage käme. Müsste man vielleicht mikroskopisch also noch genauer gucken (insbesondere Schnallen und Sporen).



    LG, Pablo.

    Servus, ihr beiden!


    Das sind wohl die schönsten Bilder von Spinellus fusiger, die ich je gesehen habe. :)

    Die Landschaftseindrücke eures Zauberwaldes mit Sümpfen, alten Fichten und Weiher gefallen mir auch ausgezeichnet. Tolles Gebiet!



    LG; Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Ja, ist klar, wen du meinst. :thumbup:

    Die Angebote sind in der Tat sehr gut, nicht umsonst wenden sich viele auch deutsche Mykologen an die Adresse.

    Wir werden das noch genauer besprechen, wobei wir eigentlich gerne ein deutsches Institut mit im Boot hätten, wo idealerweise auch ein eigenes, offizielles Herbar dahinter steht, so daß dort auch die Belege direkt archiviert werden können. Bisher haben wir nur zu viel rumgetrödelt, die Optionen auszuloten. Aber es eilt bislang ja auch nicht, ewil ja auch die entsprechenden Pilze (fast überall) ein Jahr Pause eingelegt haben.


    LG, Pablo.

    Hallo, Roland!


    Ja, das passt. :thumbup:
    Falls jemand irritiert sein sollte wegen der weißen schicht unmittelbar unter der Hutkruste: Das passiert gerade bei Ganoderma applanatum gerne mal, wenn der Pilz sich darauf vorbereitet, bei einem Fruchtkörper einen neuen Wachstumsschub anzulegen. Das ist frischers Hyphengeflecht / Mycel, das da den Fruchtkörper durchwächst und vergrößert und bald unten eine weitere Röhrenschicht ansetzen wird.


    LG; Pablo.

    Hallo, Wilfried!


    Sieht spannend aus.

    Antrodiella onychoides hatte ich noch nie in der Hand, könnte mir aber schon vorstellen, daß das hinkommen könnte.

    Das mit den Schnallen würde ich aber noch eingehender prüfen, denn die beiden markierten Septen sind möglicherweise wenig aussagekräftig: Bei Septen an solchen dickwandigen Hyphen in dimitischen Porlingen besteht die Möglichkeit, daß es sich um Skeletthyphen oder skeletoide Hyphen handelt, wo sich irgendwie mal eine Septe reingeschmuggelt hat, die dann aber natürlich schnallenos ist.
    Ob solche Porlinge wirklich schnallenlos sind, würde ich idealerweise an eindeutigen generativen Hyphen kontrollieren, also am besten subbasidial. Wenn man eine feine Faser aus dem Hymenium rauszieht, lassen sich die Basidien im Quetschpräparat in KOH meistens ganz gut darstellen, und auch erkennen, ob die an der Basis Schnallen haben oder nicht. Das wäre dann wirklich sicher.


    Ich drücke aber die Daumen, daß auch die Basidienbasen deutlich schnallenlos sind, denn sonst landest du in einem Artengewirr, wo die Bestimmungen unheimlich fies werden und oft nur noch mit Kenntnis der Wirtspilze möglich sind bzw. mit sehr viel Erfahrung (die ich nicht habe, und die in der Gattung vermutlich nur eine handvoll Leute in Europa tatsächlich hat).



    LG; Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Da sprichst du was an, aber es stimmt ja eben. :thumbup:

    So einfach ist es oft eben nicht - auch wenn manche das glauben mögen - daß man generell bei Pilzen aus der ITS sozusagen "die Art ablesen könnte".

    Mit der Sache müssen wir uns auch noch beschäftigen, irgendwo hatte ich mal was gesichtet, wo aus der Sektion auch andere Loci berücksichtigt wurden, das muss ich aber nochmal durchgehen, wo das war und was da berücksichtigt wurde.

    Selbstverständlich werden die Belege auch an ein offizielles Herbar gehen, um auch weitere Forschungen zu ermöglichen.
    Das Schwierige scheint dabei zu sein auch ein Labor zu finden, wo eben auch weitere Loci (welche wäre noch zu klären) untersucht werden können, ohne daß die Kosten explodieren.



    LG; Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Das sind einfach traumhafte Pilze. :thumbup: Und wenn so schön in Szene gesetzt, noch umso mehr ein Augenschmaus.

    Schade ist die Geschichte von den Trollhänden, insofern verständlich und aus meiner Sicht auch goldrichtig, öffentlich keinen genauen standort zu nennen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Mario!


    Ich muss gestehen, das noch nicht oft geprüft zu haben: Meistens weiß man ja, ein Stereum in der Hand zu haben, und testet dann gar nicht. bei den wenigen Versuchen fiel mir aber schon auf, daß die Amyloidität bei Stereum wohl auch mal nur sehr schwach ausgeprägt sein kann, mehr so als Grauschimmer, ähnlich wie bei den schwach amyloiden Arten von Oligoporus (Postia caesia, alni etc.), wo man meiner Meinung nach oft schon gar nicht mehr von amyloiden sporen sprechen kann.



    LG; Pablo.