Beiträge von Beorn

    Hallo, Dieter!


    Die ganez Gattung wollen wir auch keineswegs abdecken, nur eben einige Vertreter der Albobrunnea, und da geht es uns vor allem darum, wie sich eben Genetik und Morphologie zu einem vernünftigen Konzept vereinen lassen. Das ist meiner Ansicht nach der Punkt, wo es noch einigermaßen hapert. Potentiell müssen wir auch damit rechnen, daß zB die ITS - Sequenz in dem Bereich nicht zu Arttrennung taugt, dieses Fragezeichen steht zumindest mal im Raum.
    Insofern kann es auch sein, daß genetische Analysen, die nur die ITS berücksichtigen, für die Sektion in ein paar Jahren mehr oder weniger wertlos sind. Wie gesagt: Kann sein, muss aber nicht. Ideal wäre es wenn man nachweisen könnte, daß sich einzelnen Sequenzen konstante morphologische Merkmale zuordnen lassen. Wenn sich das dann noch bekannten Taxa zuordnen ließe, wäre es schön.
    Bleibt aber abzuwarten.
    Unsere Belege werden sicher nicht vor Ende diesen Jahres einer Sequenzierung zugeführt, weil wir noch mehr Material wollen.

    Wie und wo wir was sequenzieren lassen, ist darum auch noch nicht vollständig geklärt. Da hat vielleicht Stefan (Climby) noch neuere Ideen, aber mal gucken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Leute!


    Wie wär's denn mit Stereum gausapatum?
    Das makroskopische Aussehen wäre ungewöhnlich, aber auch nur wegen der Färbung der Fruchtkörper. Die Wuchsform könnte dagegen ganz gut passen. Wegen der Färbung könnte man ja vermuten, daß da noch ein Parasit dran sitzt (egal ob Pilz oder Bakterium oder sonstwas). Oder aber, daß Stereum gausapatum ja zu den rötenden Arten gehört, wobei die Fruchtkörper bei ungünstigen Bedingungen auch mal komplett verfärben können, und das Hymenium oft schon bräunlich ist, und braun + rot ergibt dann mitunter so ein trübes Violettgrau wie hier?
    In dem Zusammenhang wären auch die vermeintlich SV - positiven Hyphen und Zystiden zu sehen: Stereum gausapatum hat Zystiden und Hyphen mit rotbräunlichem Pigment. Sulfovanillin färbt Zellstrukturen ja in der Regel Pink, bräunliche Zellinhalte erscheinen dann acuh mal violett (siehe auch Bilder von Porostereum spadiceum oben), was aussehen kann wie einee positive Reaktion, ist aber keine.


    Mikroskopisch passt das ansonsten meiner Meinung nach ganz gut zu Stereum gausapatum (Hyphenstruktur, Septen ohne Schnallen, bräunlich pigmentierte Zystiden bzw. Hyphidien, Sporenform).


    Gloiothele lactescens ist das sicherlich nicht, die hätte eine ganz andere Sporenform wie Mario schon sagt, und sieht auch makroskopisch deutlich anders aus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Jezicek!


    Für mich sieht das ganz nach einem Flachen Lackporling (Ganoderma applanatum) aus.
    Man könnte noch reinschneiden in das zähe Ding (was oft ein ziemlich kräftezehrendes Unterfangen ist), und das dunkle, bräunliche Fleisch anzugucken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Danke für die Korrekturen. :thumbup:

    In dem Fall wär's natürlich acuh interessant, was denn die Anamorphe zwischen euren Hyalinbecherchen sein könnte, aber das lässt sich im Nachhinein sicher kaum noch nachvollziehen.



    LG, Pablo.

    Hi.


    Offenbar kommt es schon vor, zum einen ist aber Vieles noch unbekannt, zum anderen scheint es doch eher selten zu sein.

    Am Rande vielleicht interessant: Auch bei Pilzen werden schon seit langem Kreuzungstests durchgeführt, wobei das nicht immer einfach ist, weil man zunächst zwei Primärmycelien zum fruchten bringen muss und diese dann sozusagen "im Petrischälchen" kreuzt. Dazu haben Pilze meistens sehr viel mehr Geschlechter als Tiere und Pflanzen. Ob Letzteres dann acuh eine Rolle spielt, fände ich auch interessant zu wissen.
    Und seit etwa 20 Jahren wird ja auch bei Pilzen viel genetisch gearbeitet, insofern ist es längst nicht mehr ein rein morphologisches "Artenbild", wobei aus meiner Sicht unbedingt beides (nein: alle drei Komponenten) zusammengehört: Also Genetik, Morphologie und Kreuzungsversuche, um ein vernünftiges Artbild ("Species hypothesis") zu erhalten.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Eine Kollektion hatte ich vor jahren mal, die INgo Wagner mir bestimmen konnte.

    Müsste ich mal drauf achten, ob ich den in der Ecke nochmal finden kann. Weil nach einer Nebenfruchtform habe ich damals natürlich nicht geguckt. Leider habe ich davon nur noch ein paar Makroaufnahmen, wo man zwar winzige, weiße Granula sieht, die aber teils auch auf den Apothecien liegen und vermutlich was anderes sind (Blütenstaub oder so). Die sitzen auch eher nicht auf kleinen, schwarzen Borsten, zumindest soweit cih das bei den alten Aufnahmen nachvollziehen kann.

    Will ich also nochmal finden und angucken.



    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Hoppla, die Fichte hatte ich irgendwie verlesen.

    Also wenn da tatsächlich null Kiefer anwesend war, dann wird's interessant. Wobei man natürlich eccht aufpassen muss: Der Partnerbaum kann ja auch bis zu 20 Meter entfernt irgendwo einzeln oder versteckt stehen, kann klein sein oder im Vorjahr gefällt...

    Wenn aber Picea und Populus spec. rausfallen, wird's interessant, und dann müsste man sich mal mit Tricholoma inodermeum (bzw. Tricholoma subfusipes sensu Moreau) beschäftigen.
    So gut ich das Pilzkompendium auch finde: Bei Tricholoma hat es definitiv ein paar Schwächen. So wie aber meiner Ansicht nach eigentlich alle größeren Bearbeitungen der Gattung und insbesondere der Gruppen von braunen Ritterlingen. Die Taxa pessundatum, tridentinum und cedretorum sollte man schon erstmal getrennt betrachten, da gibt es sicherlich verschiedene Sippen, wobei ich zumindest die beiden "mediterranen" nicht kenne.
    Bei den Mikromerkmalen von Tricholoma ist nicht viel rauszuholen. Ich hab's probiert, aber selbst mit vitalen Sporen aus einem Abwurf sind Unterschiede oft minimal und eigenltich taxonomisch nicht verwertbar. Sobald du Sporen von Herbarmaterial nimmst, kannst du (Sporen isoliert betrachtet von übrigen Merkmalen) aus einem fruchtkörper mitunter drei Taxa backen.


    Aber wenn du Belege hast: Da könnte sich eine Möglichkeit ergeben, zumal euer Fund ja makroskopisch hervorragend dokumentiert ist.

    Schau mal >hier hinein<, In dem Zzusammenhang wäre eure Kollektion sehr hilfreich. Wobei die Arbeit an dem Projekt sich etwas hinzieht, weil wir eigenltich im letzten Jahr noch sammeln wollten um ein breiteres Spektrum an Kollektionen zu haben - die einzige, vernünftige Kollektion des letzten Jahres habt dann wohl ihr gefunden. In meinen Ritterlingswäldern (wie auch bei Stefan, Ingo und vielen anderen) war tote Hose aufgrund von Dürrekatastrophe.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Ich würde mal sagen: Bei einigen geht durchaus was.

    Nr. 1: Schwer zu sagen, ohne Größenvergleich, aber mir scheinen die Poren etwas zu groß zu sein. Und auch für die pachymeres - Form von Antrodia xantha die Hütchen zu wenig zusammenhängend und irgendwas stimmt farblich nicht ganz. Insofern: Gefühlsmäßig keine Antrodia xantha, aber die Gattung sollte passen. Ich könnte mir makroskopisch vorstellen, daß das in die Gruppe um Antrodia serialis gehört, müsste man aber in jedem Fall noch reinlinsen.

    Frische Antrodia xantha verraten sich bsiweilen durch einen kräftigen geruch nach künstlichem Zitronenaroma, wobei der Geruch halt nicht immer gut ausgeprägt ist und bei trockenen und alten fruchtkörpern oft fehlt. Dafür sind alte fruchtkörper normalerweise komisch krümelig - brüchig. Hart zwar, aber eben nicht so zäh, wie viele andere Antrodia - Arten. Die Skeletthyphen von Antrodia xantha sind normalerweise amyloid, und das kann man oft auch makroskopish schon erkennen, wenn man einen Tropfen Melzer aufs Fleisch gibt.

    Nr. 2: Würde ich so aus dem Augenwinkel für Meruliopsis corium (Gemeiner Lederfältling) halten

    Nr. 3: Das könnte sehr gut Porostereum spadiceum sein. Aber auch da sollte man reingucken, weil es ein paar recht ählniche Arten gibt. Vor allem, wenn die Fruchtkörper ausgetrocknet sind, gleichen sich da manche Stereum - Arten aber auch Duportella malenconii zB an.

    Nr. 4: Ja, erinnert mich auch sehr an Peniophora incarnata. Ist aber ziemlcih krass gefärbt.

    Nr. 5: Vielleicht auch ein Inonotus, bei Phellinus könnte aber zB Phellinus contiguus passen. Müsste man aber auch mit einem Vergleichsmaß im Bild sehen, um die Porengröße besser einschätzen zu können.

    Nr. 6: Könnte sich bei einer mikroskopischen Untersuchung gut als Irpex lacteus entpuppen, der macht manchmal so ein komisches, annähernd poroides Hymenophor, wenn ein Ast zB mehrmals gedreht wurde. Das sieht dann schon mal so aus:



    Nr. 8: Ist nicht mehr definierbar. Die fruchtkörper sind hinüber, da wäre auch mikroskopisch nichts mehr rauszuholen. Selbes gilt übrigens auch für Nr. 13.

    Nr. 9 & 10: Kann ich nichts zu sagen.

    Nr. 11: Ist ebenfalls ziemlcih verwittert und mikroskopisch vermutlich auch kaum noch ergiebig. Phellinus sollte als Gattung im weiteren Sinne aber auch dazu passen.

    Nr. 12: Muss man mal mit der Nase ganz nah ran. Vermutlch würde man da winzige, gelbbraune Pünktchen finden. Das wäre dann eien Hypocrea, und sehr häufig mit dem Aussehen ist Hypocrea citrina:




    LG, Pablo.

    Hallo, Dieter!


    Makroskopisch sieht eure braune Tricholoma eigentlich total nach Pappelritterlingen aus (Tricholoma populinum s.l.). Und da zu der dunkleren, bitteren Sippe.
    Die steht wohl ziemlich nahe bei Tricholoma stans und Tricholoma albobrunneum (je nach dem, wie man die Taxa interpretiert, was auch alles andere als homogen ist) und eventuell (was noch zu klären wäre) kann die auch mal zu Kiefern ausweichen - oder die Jungpappel 10 Meter weiter versteckt zwischen den Kiefern wurde einfach übersehen. :gzwinkern:



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    So extrem lang finde ich die Sterigmen nicht. Nur eine, und das kann immer ein Ausrutscher sein. Bei den anderen würde ich das noch als normal entwickelt bezeichnen.


    Ich packe mal eine Doku von Phlebiella vaga dazu:








    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Tolle Aufnahmen. :thumbup:

    In dem Fall übrigens sehr gelungen mit dem schwarzen Hintergrund, weil es den Fokus auf den zu dokumentierenden Bereich lenkt - also Zweig + Flechte + Parasit.

    Bewusst gefunden habe ich diesen Pilz übrigens noch nicht.



    LG, Pablo.

    Hej.


    Jein, manche Stereum - Arten können schon so komische Elemente entwickeln, das sind dann aber oft Hyphidien und nicht Zystiden. Ist aber hier sehr schwer einzuschätzen, ohne das ganze Geraffel selbst unterm Mikro zu haben.


    Der andere Pilz erinnert mich makroskopisch sehr stark an überstöndige Fruchtkörper von Phlebiella vaga, vor allem mit der dunkelvioletten Reaktion auf KOH.

    Da müsstest du auch hyphen mit Schnallen finden, und mit etwas Glück noch ein paar Basidien (teils als Pleurobasidien ausgeprägt) und vielelicht hier und da ein paar sporen, die denen von trechispora - Arten recht ähnlich sehen.

    Die Rhizochaete radicata hatte ich erst einmal gefunden, die Lamprozystiden sollten sich da eigentlich schon auch in dem Zustand noch finden lassen. Die sollte schon heller sein und auch wenn alt verfärbend mehr bräunlich oder rotbräunlich und nicht so gelb wie hier.

    Die Reaktion auf KOH (damals mit 3% getestet) war bei einem zwar frischen, aber stark vertrockneten Fruchtkörper auch mehr rot als violett:



    LG, Pablo.

    Hallo, ihr beiden!


    Interessant, die Bearbeitung von Riebesel und Langer kenne ich gar nicht.
    Der Schlüssel von Yurchenko & Wu ist ziemlich gut meiner Ansicht nach, wenn auch recht arbeitsintensiv, weil eben auch diverse arten enthalten sind, die (voraussichtlich) in Europa nicht vorkommen. Aber wenn man die mal raussortiert hat, kommt man in der Regel zu einem recht soliden ergebnis.

    Und zur Variabilität der Sporenbreiten bei Xylodon nespori schrieb ich ja schon, daß ich die für größer halte, als oft angegeben wird (zB in FE12 oder CoNE).
    Die Zeichnungen von Eriksson in CoNE sind meiner Ansicht nach in der Tat das ganz große Plus dieses Werkes. Auch wenn ich schon gerne in FE12 vergleiche und auch initial mal da durch schlüssele (weil ebene aktuellere Taxonomie und größere Anzahl an geschlüsselten Arten) vergleiche ich eigentlich immer parallel in den Schlüsseln in CoNE und natürlich den Zeichnungen dort. Ist halt alles so viel ausführlicher und detaillierter. Wenn man es noch detaillierter will, muss man ohnehin über einzelveröffentlichugen zu bestimmten Gattungen und Artengruppen gehen. Alleine schond eswegen, weil sich auch nach FE12 noch mal vieles verändert hat mit etlichen neu beschriebenen Arten und / oder verändertem taxonomischen Hintergrund.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Wenn du noch Bilder hast, dann nur her damit.

    Schlimmstenfalls kann man halt nichts sagen, aber die Chance besteht ja, daß man es zumindest etwas eingrenzen kann.



    LG; Pablo.

    Hallo!


    Supersache. :thumbup:

    Artikel ist mal abgespeichert, sämtliche Stachelinge aus der Ecke (Bankeraceae & Thelephoraceae) finde ich ohnehin spannend.
    Wachsen leider bei mir in der Umgebung nur sehr spärlich und vereinzelt. Vermutlich weil hier eben so eine Art "Zwischenklima" herrscht. Weit weg von boreal - montan aber auch eben noch nicht wirklich mediterran. Die einzige Sarcodon - Art, die hier recht regelmäßig auftaucht (nicht in der ebene, aber im Pfälzer Wald) ist eben Sarcodon squamosus, also der Kiefern - Habichtspilz. Sarcodon scabrosus dann in richtung Schwarzwald, wobei sich mir da noch keiner gezeigt hat (müsste es aber geben).
    Blaufüßler suche ich hier bei den "Gelbfüßlern" bisher vergeblich.
    Kann ja aber noch kommen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Das problem bei nummer 1 dürfte sein, daß man schwer feststellen kann, welche mikrostrukturen wozu gehören. Also was gehört zu dem besiedelten Stereum - fruchtkörper, und was zu dem weißen belag darauf?

    Bei Sistotrema gibt es durchaus Arten mit zystiden, aber das sind in der Regel Gloeozystiden und icht solche inkrustierten elemente.
    Sieht spannend aus, muss ich aber erst noch Ideen zu entwickeln.



    LG; Pablo.

    Hallo, Dieter!


    ich würde gerne mit auf den Grund gehen - habe aber nicht viel.

    Meine Bilder muss ich mal durchgehen, fertig bearbeitet habe ich nichts, was auch nicht helfen würde, weil keine belege angefertigt zu den Kollektionen.

    "Weiße Wiesenellerlinge" kenne ich aber von zwei Stellen hier aus der Umgebung, wo die auch recht regelmäßig erscheinen - wenn das Jahr nicht so eine katastrophalen Witterungsverlauf nimmt, wie das letzte.

    Literaturtechnisch hätte ich halt nur Boertmann (und wenn man zwischen weißen Formen von C. pratensis und C. berkeleyi trennen kann, dann wüsste ich auch gerne wie!), das einzige was ich halt beitragen könnte, wären an den bekannten Stellen mal jeweils Kolelktionen sicherzustellen bei nächster gelegenheit.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Das hatte ich übrigens auch schon ab und an, daß bei jungen fruchtkörpern von R. bicolor die Asterozystiden stellenweise recht spärlich vorhanden waren.

    Wenn, dann übrigens meistens im Subikulum zu finden, bzw. an der Basis der Zähnchen in der Trama.

    Hatte ich sogar mal in einer Collage eigens markiert, weil mich das wohl auch schon irritiert hatte:




    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Ich glaube die Sporen sind glatt.

    Wenn der Sporeninhalt bei dünnwandigen Sporen prall voll mit solchen kleinen Tröpfchen ist, dann wirkt das im Lichtmikroskop oft so, als wären die Sporen warzig. Im zweifel mal in irgendeiner Lösung angucken (zB Baumwollblau), die zuverlässig den sporeninhalt kaputt macht, so daß man nur die Wände ohne darunter liegende Bläschen sieht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Das sieht jetzt eher nicht so aus, wie ich mir Xylodon spathulatus vorstelle.

    Ungewöhnlich fände ich da die Form der Zystiden, die ja eher wie diese etwas dickwandigen, oft leicht kopfigen und stellenweise septierten Elemente bei Hyphodontia s.str. aussehen. Dann sind da aber auch die Sporen, die zumindest auf dem Bild etwas dickwandig aussehen, was dann wieder nicht zu Xylodon s.str. passt (zumal mir da in Mitteleuropa eigentlich nur eine erntszunehmende Art mit Zänchen bekannt ist, die aber auch zahlreiche Lagenozystiden hat).

    Xylodon spathulatus sollte aber auch ausgesprochen dünnwandige Sporen haben - und eben eine andere zystidenanatomie.
    >jedenfalls stelle ich mir den so vor<.

    Wenn diese kopfigen Zystiden nicht septiert wären, würde ich dennoch nicht recht an spathulatus glauben, denn da sind die zu oft eingeschnürt, bei spathulatus sollten nur die subulaten Zystiden (oder Zystidiolen, INterpretationssache) eingeschnürt sein. Die kopfigen elemente eher zylindrisch, dünnandig und im grunde als Hyphenenden ausgeprägt wie bei schizopora - und ebenso wie da in Wasser bei Frischmaterial oft als Halozystiden ausgeprägt.


    Was das aber nun sein soll - das kann ich momentan auch nicht wirklich einschätzen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Zu 1: Das sollten schon alles Weichritterlinge (Melanoleuca) sein, aber ich würde da zwei verschiedene Arten vermuten. Also September 2014 eine andere Art als der Fund aus 2018. Ist aber eine schwierige Gattung, mit der ich mich kaum befasse.

    Nummer 7 dürfte auch ein vertreter dieser Gattung sein.

    Nummer 2: Sieht für mich nach einem der Körnchenschirmlinge (Cystoderma) aus, wegen dem fast ringartigen, körnigen Stielvelum.

    Nummer 3: Etwas aus de Ecke um Lactarius trivialis vielleicht?

    Nummer 4: Paxillus könnte schon passen, was Besseres fällt mir auch nicht ein, da dann wohl eine der Arten aus dem Umfeld von Paxillus involutus.

    Die Tapinella - Arten passen hier nicht, denn panuoides wäre nicht so gestielt und atrotomentosa hätte einen dunklen Stielfilz.

    Nummer 5: Siehe Stefan.

    Nummer 6: Da könnte ich mir vorstellen, daß das eine Simocybe sein will.

    Nummer 8: Eventuell eine Inocybe?

    Nummer 9: Wäre meine erste Idee mal Hebeloma.

    Nummer 10: Vielleicht auch?



    LG, Pablo.

    Salut!


    Also doch. g:D

    So kann's gehen, aber in der Tat eine spektakuläre Erscheinung für Hobbymykologen. So ein NoFu hatten wir jedenfalls noch nicht, glaube ich.


    Danke auch für die interessanten Bilder von Beli, nun kann ich die Idee schon viel besser nachvollziehen.

    So hat das Ganze auch mit diesem Ausgang durchaus noch was gebracht, Spekulationen können also immer interessant sein.



    LG, Pablo.