Beiträge von Beorn

    Hallo, Matthias!


    Die Reaktion auf dem Fleisch sieht schon sehr danach aus jetzt. :thumbup:
    ich denke, daß auch dieses merkmal immer einen gewissen Variationsspielraum hat. Und das wird natürlich auch beeinflusst von der frische der Fruchtkörper, aber auch witterungsbedingungen vor Ort, Alter oder sonstige äußere Einflüsse können bestimmt eine Rolle spielen.

    Wie weit da was variieren kann, das wage ich aber mangels Erfahrung in der Gattung nicht einzuschätzen.



    LG; Pablo.

    Bon Soir!


    Zeit zu warten und zu beobachten hatte ich an dem tag leider nicht. Es ist ja schon schwierig genug, einen schönen Pilz zu fotografieren, wenn man mit Leuten beim Wandern unterwegs sind, und die ohne Blick auf die kleinen Schönheiten einfach schnurstracks weiter rennen.
    Aber so selten scheint die ja nicht zu sein, vielleicht bietet sich mal eine gute Gelegenheit.


    Daß die auf dem Pilz auf Beute lauert, wäre natürlich auch eine gute Erklärung.
    Denn klar ziehen Pilze jaa auch reichlich potentiell schmackhafte Insekten an, könnte sich also lohnen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank!


    Gute Frage. Ritterilnge sind aber generell heikel zu Speisezwecken.
    Es gibt einige Arten mit bekannter, starker Magen-Darm-Giftigkeit (Tricholoma pardinum & Tricholoma filamentosum, ev. noch ein paar weitere) und einige kritische Arten, die offenbar irgendwie ungesund sind, wo aber recht unklar ist, was die so machen (Tricholoma saponaceum s.l.).

    Bei den Grünlingen (Tricholoma equestre s.l.) ist das vor allem eine Frage der Menge. Aber wenn man über eine Woche lang jeden Tag ein Kilo Steinpilze verzehrt, dürfte das auch ziemlich ungesund sein.

    Insofern ist Tricholoma equestre ein Pilz mit zwar gefährlicher Giftigkeit, bei zurückhaltendem Konsum (ein oder zwei Pfännchen im Jahr) harmlos (und saumäßig lecker).
    Tricholoma sejunctum ist so nahe mit Tricholoma equestre gar nicht verwand. Interessanter wären zB detaillierte toxikologische Studien zu Tricholoma frondosae s.l.

    Für mich persönlich sind die meisten Ritterlingsarten schlichtweg keine Speisepilze. Selbst tricholoma focale (wird gebietsweise auch gegessen) gegenüber bin ich persönlich skeptisch. Was ich bisher gefunden und verzehrt habe, waren Tricholoma terreum, Tricholoma equestre, Tricholoma portentosum und Tricholoma columbetta.

    Wenn ich mal was aus der caligatum - Gruppe finde, würde ich da vielleicht auch einen Kostversuch starten.
    Den Rest... Nö, das lasse ich lieber.


    Wie es sich mit Tricholoma sejunctum verhält, das wäre aber durchaus mal interessant zu wissen.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Hm, neben den schönen Aufnahmen auch eine interessante Theorie zur Lebensweise.
    Solche Beziehungen finde ich eh ganz interessant. Weil erstens ja auch der Rosenrote noch zusätzlich Mykorrhiza bildet, also nur additiv das Mycel seines Wirts anzapft.

    Zudem bringt er seinen Wirt anscheinend nicht um, was ja auch unsinnig wäre, weil wenn der Wirt weg ist, fehlt ja was.

    So oder so ählnich scheint das ja bei den meisten "Macelparasiten" zu sein, die gleichzeitig noch eine Mykorrhiza mit Bäumen ausbilden. Wäre spannend, mal eine Vorlesung zB zu besuchen, wo diese Verbindungen näher betrachtet werden.



    LG, Pablo.

    N'abend!


    Lustiger Pilz. :)

    Da sind auch keine geröteten Stellen dran, stimmt's?

    Die Hutfarben sind beim perlpilz sehr variabel (von weiß über ockergelb bis dunkelbraun), aber die Schuppenanatomie passt wirklich nicht dazu, ebenso wenig das fehlende Röten.
    Ein Igel (Amanita solitaria) ist das aber auch nicht, denn der hat tatsächlich einen helleren Hut - und auch ncoh mal anders fegormte Hutschuppen.

    Hatte ich auch mal bei einem Fund gedacht - aber später revidiert.
    Das war dieses Dingens:


    Mit etwas hellerer Huthaut, aber ähnlich seltsamer Velumform.

    Den habe ich jetzt als ungewöhnliche Form des Grauen Wulstlings (Amanita excelsa var. spissa) abgelegt.

    Ich denke, daß dein Fund auch ein Grauer ist, eben in atypischer Ausprägung.



    LG, Pablo.

    Ahoi!


    Ich habe sie nicht angerührt.
    Aber wenn sie da hin kam, kommt sie da auch wieder weg.
    Das war ein Holzklotz am Wegrand, und drum rum standen auch genug Blütenpflanzen, wo sie eine geeignete Blüte gefunden haben wird.



    LG, Pablo.

    Hallo, Peter!


    Geil, Misumena vatia, sieht sehr passend aus, danke.
    Spannend, daß die Weibchen ihre Farbe wechseln können!

    Ein wenig verirrt hat sich allerdings die Gute, gehört sie doch eher auf eine Blüte als auf einen Pilz.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ben!


    Das wesentliche makromorphologische Trennmerkmal sind in der Tat die Stielschuppen.
    Die natürlich frisch beurteilt werden müssen. Wie ich oben schon schrob, können die auch bei Leccinum leucopodium unter bestimmten Bedingungen bräunlich werden.

    Wenn man beide Arten kennt, wird der Unterschied da allerdings deutlicher. Auch im Farbspektrum der Huthaut gibt es einen feinen Unterschied, der aber auch nicht auf Anhieb leicht einzuschätzen ist.

    Diese Rotkappen sind nicht einfach, zugegebenermaßen.
    Und dann steckt da auch noch ein ganz schönes taxonomisches Chaos drin, weswegen du dir um die Ansprache deines Essens keine Sorgen machen musst: Mischa: Die verstehen dich schon. Eher werden sie über die komplizierten Mykologen und Taxonomen ins Grübeln geraten. :gzwinkern:

    Stimmt schon, daß viele Autoren ine ganze Zeit lang eben die Weißstielige, die Espenrotkappe als "Leccinum aurantiacum" bezeichnet haben. ich denke aber auch so wie mittlerweile die meisten: Der ursprünglichen Beschreibung nach sollte das halt die Laubwald- bzw. Eichenrotkappe (wegen den rotbraunen Stielschuppen) sein.
    Aber eben wegen der Verwirrung verwende ich lieber die Namen "Leccinum quercinum" für die Laubwaldrotkappe und "Leccinum leucopodium" für die Espen- / Weißstielige Rotkappe.



    LG; pablo.

    Hallo, Naturliebhaber!


    Da hätte ich mal eine Frage an die Spinnenkundler.
    Und zwar begegnete mir im Sommer noch, an einer schönen üppigen Kollektion des Borstigen Knäuelings, dieser hübsche Achtbeiner:



    Fundort ist bei Ettenheimmünster, also Westrand des Schwarzwaldes (Süd/Mitte); Talhang auf ca. 250-300 Meter, wärmebegünstigte Lage.

    Größe des Körpers (ohne Beine) müsste so 6-8mm sein.


    Kann man das Spinnentierchen irgendwie eingrenzen?



    LG, Pablo.

    Hallo.

    Auf den freue ich mich schon!


    Und nachdem der Berg an "banalen Herbstpilzen" jetzt weitestgehend abgearbeitet ist, natürlich umso mehr.

    Ein Byssocorticium hatte ich auch noch nicht, aber die Gattung ist ja zum Glück recht überschaubar.



    LG; Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Das ist tatsächlich vertrackt.

    Einen Schleierling, der nur im Fleisch rot (und dann noch rotrandig), nicht aber auf Huthaut und / oder Stielbasis reagiert, kenne ich nicht.
    Was nichts heißen muss: Ich kenne ja kaum ein oder zwei Dutzend Phlegmacien. Also die allermeisten Arten der Untergattung nicht.



    LG, Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Schöne Funde und Bilder! :thumbup:

    Wegen der Kinderfarben: Die Rosa Wachskruste (Tulasnella violea) kann bei guter Durchfeuchtung und frischem Wachstum auch schon mal rasant krass gefärbte Beläge bilden.
    Dann ist sie aber in der haptik auch wirklich gallertig, fühlt sich also ganz anders an, als ein Farbanstrich.



    LG; Pablo.

    Hallo, Ingo!


    An Kiefer mit dem Aussehen käme Hypholoma lateritium (Ziegelroter Schwefelkopf, hatte ich durchaus auch schon an Kiefer) und Hypholoma radicosum (Wurzelnder Schwefelkopf) in Frage.

    Ganz praktisch: Wenn man einen Safranschüppling aus der Kollektion nimmt, den Stiel etwas zermatscht, und dann zehn Minuten im Korb mit rumschleppt, sollten die zermatschten Stellen am Stiel scharzbraun werden. Also so etwa im durchschnittlichen Riesenporlingsschwärzungstempo.

    Die in Frage kommenden Schwefelköppe machen das nicht.


    Diese Rudelbildung der Habichtspilze finde ich schon beinahe obszön!

    Sowas will ich auch mal sehen!



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Danke für die Info! :thumbup:

    Die Abonnements habe ich bisher kaum jemals benutzt, jedenfalls nicht seit der Softwareumstellung.

    Das dürfte sich in der tat nicht ändern lassen, ist aber eventuell durchaus wichtig zu wissen, daß das eben so passiert.

    Also nicht jeder "rauseditierte Schabernack" auch ungesehen bleibt. :gzwinkern:



    LG, Pablo.

    Hallo, Mischa!


    Ja, das ist falsch. Die Stiele sowie die Stielschuppen von Leccinum leucopodium (Espenrotkappe, weißstielige Rotkappe) sind weiß. Die Schüppchen können im Sommer (!) bei heiß-trockenem Wetter mal teilweise etwas bräunlich sein, aber nie so wie hier.


    Es sei denn, man würde von zwei Espenrotkappen ausgehen, also zwei verschiedenen Arten. Das ist aber momentan nur eine unbelegte (und unbelegbare) vermutung.
    Ebenso kann es einfach so sein, daß die Eichenrotkappe (Leccinum quercinum, das ist also die mit den rotbraunen Stielschuppen) auch miot Pappeln / Espen mykorrhiza bilden kann. Definitiv kann Leccinum quercinum ja nicht nur mit Eichen, sondern auch mit rotbuchen, daß sie auch mit pappeln (sowie einigen anderen Laub- und eventuell Nadelbäumen) kann, davon sollte man ausgehen.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Ach, das mit den Emails ist interessant!

    Passiert das bei abonierten Themen, also wenn man es sich so eingestellt hat, daß man neue Beiträge bei abonnierten Themen als Mail geschickt bekommt?

    Das ist freilich schon mitunter ungünstig, wenn man dann teils "veraltete" Versionen geschickt bekommt. Dürfte sich aber kaum sinnvoll ändern lassen, weil solche Mails ja automatisch direkt beim veröffentlichen neuer Beiträge abgeschickt werden.



    LG; Pablo.

    N'abend!


    Das hier - und auch das in dem Artikel - ist keine Mißbildung, sondern einfach die Nebenfruchtform von Fistulina hepatica.

    Die ist recht selten, tauchte hier aber im Forum schon mal irgendwo auf.
    Man kann sicherlich auch einige entsprechende Abbildungen finden wenn man im Netz nach "Fistulina hepatica anamorphic" sucht.
    Übers Forum finde ich das entsprechende Thema mit der Sucheingabe leider nicht.



    LG; Pablo.

    Hallo, Harald!

    Der sieht in der Tat schwierig aus. Könnte durchaus so passen, aber ich hatte auch schon sehr ähnliche Netzhexen in der Hand.
    Was man aber schön sieht: Warum dein Fund ein Suillellus ist (Stielbasis innen und außen) und der von Bienennas ein Neoboletus. :gzwinkern:


    So am Rande: An einigen durch die Literatur geisternden Kollektionen habe ich gewisse Zweifel. So zB an der einen oder anderen Kollektion im erwähnten Boletus - Artikel.
    Man darf sich bei der entscheidung zwischen den beiden nie auf ein einziges Merkmal verlassen. Auch und erst recht nicht auf den Sporenquotienten), wobei der schon ein gutes Merkmal wäre, vor allem bei solchen Fruchtkörpern wie deinen. Um da auf die in der Literatur verwendeten Werte zu kommen, muss man aber tatsächlich voll ausgereifte, weit aufgeschirmte, und am besten schon mulschig werdende Fruchtkörper angucken.
    Aber wenn man zu alte Hüte nimmt: Auch Suillellus luridus kann im Endstadium mal recht lange Sporen entwickeln, die durchaus in den unteren Bereich der Literaturangaben zu Suillellus mendax reichen können.


    Ich mache mir mal den Spaß, auch ein paar mendaxe zu zeigen:


    Also Kollektionen, die halt auch makroskopisch und im Gesamteindruck schon ganz anders sind, als 95% aller Netzhexen.



    LG, Pablo.

    N'Abend!


    Trametes multicolor heißt derzeit Trametes ochracea, das aberr nur so am Rande.
    Und nein: Auch ich kann hier anhand der Abbildung nicht beweisen, daß das nicht Trametes ochracea ist. :gzwinkern:
    Die Farben sind schwer abzuschätzen (wie immer von Kamera, über Rechner 1 zu Monitor von Rechner 2), und das Farbspektrum ist wichtig für die Unterscheidung.
    Auch sinnvoll: Schnittbilder. Daran lässt sich die Wuchsform am besten beurteilen, die auch ein gutes Trennmerkmal wäre (nicht zu 100%, aber eben wichtig für den Gesamteindruck). Was Trametes ochracea halt noch oft hat, sind Pickel und Knubbel im Bereich der Ansatzstelle (die durchaus eben so verdickt sein soll wie hier zu sehen), sowie auf der restlichen Oberfläche eine bunte Farbsprenkelung zwischen den Zonen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Optisch sieht das aus wie Cortinarius largus (Blasser Schleimkopf). Geruch (unspezifisch) passt dazu auch.
    Das KOH 20% müsste man an drei Stellen aufbringen: Huthaut (randnah), Stielbasis & Trama (im Schnitt, am besten Hutfleisch, Stiel & Stielbasis, ich mache in letzter Zeit immer einen Streifen von oben nach unten durchs ganze schnittbild).

    Huthaut und Stielbasis wären bei largus negativ, das Fleisch aber gelb, normalerweise mit besonders intensiver Färbung in der Randzone (variicolores - Merkmal).



    LG, Pablo.

    Hallo, Wastl!


    Bild 1 & 2: Nicht vielleicht doch eher an Weißtanne als an Fichte? Die fruchtkörper erinnern schon sehr an Phellinus hartigii (Weißtannen-Feuerschwamm).

    Bild 2 & 3: sind FomFoms (Zunderschwamm, Fomes fomentarius). Sehr variable Art, die auch so bunt sein darf. Im Gegensatz zum FomPini (Rotrandiger Baumschwamm, Fomitopsis pinicola) aber ohne Harz in der Hutkruste = Brutzeltest negativ.

    Letztes Bild: Schwer einzuschätzen, könnte durchaus ein FomPini sein. Müsste man auch im Schnittbild sehen oder eben die Hutkruste mal mit dem Feuerzeug ankokeln.



    LG; Pablo.

    Hallo, Wolfgang!


    Nr. 1 ist E.griseocyaneum - nicht nur "potentiell im Feld", sondern einer der wenigen unverwechselbaren.

    Das ist natürlich noch besser, lohnt sich also zu merken. :thumbup:


    "Formenkreis Cortinarius riederi" war der Arbeitstitel, den Bernd der Kollektion im Feld verliehen hatte.
    Ich kam noch nicht dazu, den durch den FN - Schlüssel zu verfolgen. Am Sonntag war ich noch mit Michael spontan auf einer ganz bemerkenswerten Kalkscholle hier in der Gegend, wo meistens nicht ein einziger Pilz zu finden ist. Nur jetzt war natürlich alles vollgestopft mit Fruchtkörpern von ganz, ganz vielen schönen Arten.


    Also bislang immer noch als "Cortinarius cf. riederi s.l.":




    Der erwähnte Artikel im JEC: Gäb's da eine Chance für mich, da auch irgendwie reinlesen zu können? :)



    LG, Pablo.