Hallo, Frank!
Gute Frage. Ritterilnge sind aber generell heikel zu Speisezwecken.
Es gibt einige Arten mit bekannter, starker Magen-Darm-Giftigkeit (Tricholoma pardinum & Tricholoma filamentosum, ev. noch ein paar weitere) und einige kritische Arten, die offenbar irgendwie ungesund sind, wo aber recht unklar ist, was die so machen (Tricholoma saponaceum s.l.).
Bei den Grünlingen (Tricholoma equestre s.l.) ist das vor allem eine Frage der Menge. Aber wenn man über eine Woche lang jeden Tag ein Kilo Steinpilze verzehrt, dürfte das auch ziemlich ungesund sein.
Insofern ist Tricholoma equestre ein Pilz mit zwar gefährlicher Giftigkeit, bei zurückhaltendem Konsum (ein oder zwei Pfännchen im Jahr) harmlos (und saumäßig lecker).
Tricholoma sejunctum ist so nahe mit Tricholoma equestre gar nicht verwand. Interessanter wären zB detaillierte toxikologische Studien zu Tricholoma frondosae s.l.
Für mich persönlich sind die meisten Ritterlingsarten schlichtweg keine Speisepilze. Selbst tricholoma focale (wird gebietsweise auch gegessen) gegenüber bin ich persönlich skeptisch. Was ich bisher gefunden und verzehrt habe, waren Tricholoma terreum, Tricholoma equestre, Tricholoma portentosum und Tricholoma columbetta.
Wenn ich mal was aus der caligatum - Gruppe finde, würde ich da vielleicht auch einen Kostversuch starten.
Den Rest... Nö, das lasse ich lieber.
Wie es sich mit Tricholoma sejunctum verhält, das wäre aber durchaus mal interessant zu wissen.
LG, Pablo.