Beiträge von Beorn

    Hallo, Maria!


    Na klar, das läuft aber unabhängig vom Postweg komischer Cortinarien, oder?
    Dazu aber besser per PN, damit das nicht den Rahmen sprengt.


    Was diesen Thread hier betrifft: Schade, ich hatte eher gehofft, daß noch ein paar Pilze eurer kleinen Privatrunde kommen, Stefan.
    Aber auf ein paar Bildchen von der Tagung freue ich mich natürlich ebenso. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Georg!


    Danke für die tolle Vorstellung und: Willkommen im Haus, das Verrückte macht!

    Passierschein A38 wurde ja quasi vorgelegt, dazu empfehle ich aber noch einen vergleich mit Hygrocybe splendidissima, weil die Stielfom (und glatte Oberfläche des Stieles) sowie die Oberflächenstruktur des Hutes dazu wohl besser passen könnte als zu Hygrocybe punicea. :S



    LG, Pablo.

    Servus miteinander!


    Also ich fürchte mal: Ein Kernpilzkurs wäre jetzt für die meisten eher nicht so massentauglich. :gzwinkern:

    Jetzt müsste man erstmal gucken, ob Björn schon das Jahresprogramm für 2020 schon draußen hat. Aber wenn wirklich Interesse besteht: Ich könnte mich da die kommenden Wochen mal melden und einfach mal anfragen, ob er einen der Kurse (F1 oder F2) blocken könnte.
    Die Teilnehmerzahl bekommen wir ja definitiv zusammen, zu den damaligen Kursteilnehmern (wo vermutlich auch nicht alle dabei sein würden) gibt es ja definitiv genug Interessentinnen und Interessenten, die mit aufspringen würden.
    Also machen?
    Einen Kurs in Hornberg komplett blocken?



    LG, Pablo.

    Hallo, Maria!


    Ich glaube, Uwes Angebot galt dem Zusenden von Schleierlingsbelegen.
    Wobei ich auch gerne mal wieder an den Bodensee fahren würde.


    Was den von mir gezeigten Fund betrifft: Darf alcalinophilus denn blau im Hutfleisch und an der Stielspitze?
    Ich habe doch von solchen Pilzen keine Ahnung, und weil ja hoffentlich Stefan bald noch weitere Pilze hier zeigen will, habe ich lieber mal an anderer Stelle noch ein >Partyfass Phlegmacien aufgemacht<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Freunde der schleierhaften Pilze!


    Nun hat es mich auch erwischt. In den letzten Jahren eher so sporadisch, aber beim Auskundschaften von mehr und mehr kalkigen Eckchen hier und anderswo, und weil's halt offenbar ein famoses Schleierlingsjahr ist, komme ich an den Dingern nicht mehr vorbei - ohne sie zu beobachten. Glücklicherweise haben die ja eine recht begrenzte Periode, in der vermehrt Fruchtkörper gebildet werden, kann man also durchaus noch zusätzlich zu ein paar anderen Infektionen aushalten. :)


    Lange Reden erspare ich euch aber lieber, und komme direkt zur Sache.
    Diese lustigen, bunten, formschönen, mysteriösen und knuffigen Pilze sind halt reichlich komplex, selbst wenn man sich vehement nur auf die Untergattung Phlegmacium beschränken möchte.
    Bestimmungsversuche unternehme ich mit Funga Nordica, zweibändige Auflage (2012), gelegentlich schaue ich in den Großpilzen BaWü rein, um zu vergleichen, oder stolpere bei Netzrecherchen über Fachartikel, die oft noch etwas zur weiteren Verwirrung beitragen können.


    Darum stelle ich die Funddokumentationen hier zur Diskussion, inclusive den "Vergleichsnamen", die ich voller Unwissenheit zu vergeben versucht habe.

    Fangen wir mal an mit zwei Funden, die eiine gewisse Ähnlichkeit haben.


    Kollektion 2019/05
    Gefunden am 20.10. 2019, bei Heidelberg - Kohlhof in einem Rotbuchenwald (mit eingestreuten Hainbuchen, Kiefern und Eichen) auf neutralem bis schwach übersäuertem Lößlehm, wobei die Nähe zum Wegrand (licht- und wärmebegünstigte Böschung) noch etwas mineralisch - basischen Einfluss haben könnte.


    Geruch für meine Nase unspezifisch (kein Pfeffer, kein Mehl, kein Anis, kein "Malz"), nicht unangenehm; Geschmack nicht getestet; KOH überall deutlich negativ; farblich darf man die sich noch etwas greller vorstellen als auf den Bildern, vor allem was die gelbgrüne Tönung im Fleisch betrifft. Die dunkelbraunen Placken auf den Hüten sind teils anhaftende Erde, aber nur teils. Die Hutmitten sind schon recht dunkel, trüb olivbraun.




    Da würde ich mal Cortinarius citrinus vorschlagen, wenn der denn so dunkel fleckig / faserig im Bereich der Hutmitte werden darf.



    Kollektion 2019/03
    Gefunden am 19.10.2019 bei Spechbach ("Kleiner Odenwald") an einer Wegböschung neben einem asphaltierten Fahrtweg, auf der anderen Wegseite eine Wirtschaftswiese; Untergrund Löß, vor allem im Bereich der Böschung basisch, zudem wärme- und lichtbegünstigt; wächst zusammen mit allerlei bunten Boleten (u.A. satanas, queletii, radicans), Korallen, weiteren Phlegmacien, also inmitten diverser "Kalkzeiger" unter Rotbuchen, Hainbuchen und Eichen.


    Geruch für meine Nase ebenfalls unspezifisch (s.o.); Farben weniger grell und ohne solche Grüntöne wie oben, aber doch durchgehend gelb, vor allem auch im Fleisch; KOH überall negativ; Geschmack nicht getestet.






    Wenn das oben Cortinarius citrinus wäre, dann würde ich für den hier Cortinarius splendes vermuten.



    Kollektion 2019/02

    Selbes Funddatum und selber Fundort wie 2019/03, ist halt ein wirklich bemerkenswerter Hotspot.
    Geruch im Schnitt komisch, etwas blütig-gärig-süßlich... Vielleicht das, was in FN mit "malty" gemeint ist. Geschmack nicht getestet; die Lamellen und Hutränder von ganz jungen Fruchtkörpern sind in einem kalten, leuchtenden gelb gehalten, in dem schon so ein feiner Grünton versteckt sein könnte, ähnlich wie bei Cortinarius cf. citrinus oben. Aber alles andere als deutlich, ob ich den wahrnehmen (oder mir einbilden) kann, hängt arg ab vom Lichteinfall, Spektrum des einfallenden Lichtes, Blickwinkel...

    Bemerkenswert aber ist das (jung) blaue Hutfleisch, blass aber deutlich, direkt über den Lamellen teils sogar tief blau, sowie die KOH - Reaktion: sofort dunkelrot auf dem Hutrand + sofort dunkelrot / fast schwarz auf dem Knollenrand und rosa im Stielfleisch, Hutfleisch und Stielbasis eher dunkel magenta. Leider habe ich nicht beobachtet, wie sich die Verfärbung über einen längeren Zeitraum entwickelt. Wenn ich mich recht erinnere, ging das aber nie wieder weg.
    Ziemlich kleine Sporen schon auch.








    Im Exsikat werden die Hutoberflächen dunkler, kupferbraun, teils weinbraun, stellenweise mit Purpurton.

    Den Schlüsselpunkt 7 in FN Schlüssel A auf Seite 784 verstehe ich nicht so wirklich, muss ich gestehen. Da bin ich beiden Pfaden gefolgt, und wenn Cortinarius alcalinophilus blaues Hutfleisch (und eine blaue Stielspitze) haben darf, dann doch eher der als Cortinarius bergeronii (= cedretorum var. suberetorum), bei dem ich zunächst gelandet war, weil bei alcalinophilus nichts von blauem Fleisch im Schnitt zu lesen war. Abbildungen im Netz sind dazu sehr verwirrend, das sieht fast alles so aus, als würde immer wieder die selbe Art unter verschiedenen Namen abgebildet. Also teils als "cedretorum", teils als "bergeronii", teils als "suberetorum" und einige Abbildungen von "alcalinophilus" sehen auch so aus.
    Auch seltsam: Wenn cedretorum var. suberetorum und bergeronii nach FN Synonyme sind, warum führt PilzeDeutschland dann zwei getrennte Datensätze dazu?

    Anyway: Wenn das nun alcalinophilus ist, würde mich eine belastbare Abbildung von bergeronii interessieren.



    Kollektion 2019/01

    Wieder die Böschung bei Spechbach. Noch ein wirklich wunderschöner Pilz. Geruch erneut so irgendwie süßlich - gärig, nach Most oder eben die vermutete malzige Komponente.


    Dürfte ansonsten selbsterklärend sein.






    Mein Verdacht wäre dazu mal Cortinarius caerulescens.


    Und um's nicht zu überlasten: Für heute ist erstmal gut.

    Fünfe hätte ich zwar noch, aber wie man in de Palz so schön sagt: Eens und dann noch eens.



    LG; Pablo.

    Hallo, Salvatore!


    "Mönchskopf" (Clitocybe geotropa) und "Riesentrichterling" (Clitocybe maxima / Clitocybe geotropa var. maxima) ist ein- und dasselbe. Sieht mikroskopisch absolut identisch aus, und noch wichtiger:

    Mönchsköpfe gibt's mit oder ohne Knubbel in der Hutmitte. Manchmal ist das sogar innerhalb einer Kollektion, also innerhalb eines Hexenringes nicht konstant, so daß man da Fruchtkörper mit und welche mit ohne Knubbel findet.

    Demnach kann das selbe Mycel sowohl Fruchtkörper mit Knubbel als auch solche ohne Knubbel bilden, und was vom selben Mycel (als von ein und dem selben Organismus) stammt, können nicht zwei Arten sein. Noch nicht mal Varietäten. Würde ja auch nicht gehen, wenn man meinen rechten Zeigefinger "Homo sapiens" zuordnet und meinen Linken "Homo habilis". Obwohl die durchaus unterschiedlich aussehen. Die Anordnung der Falten an den Knöcheln ist sehr verschieden. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Bon Soir Mesdames et Mesieurs!


    Danke für den Hinweis zu den Stielschüppchen, Wolfgang! :thumbup:


    50 Arten? Nun bin ich baff, Peter. ==Gnolm11

    Ui, und ich muss dringend mal bei Harzi (und dir dann wohl auch) nachfragen, was aus der hübschen Tulostoma geworden ist, die Eike und ich mal >bei Mannheim eingesammelt haben<.
    Wurde bei der Untersuchung (erwähnte Arbeit von Mikael Jeppsen) nur die ITS berücksichtigt oder auch andere Loci? Weil eventuell könnte da ja auch ein "Delica - Problem" vorliegen. Also Verdacht auf eine einzelne Art, die innerhalb der ITS recht stark variiert.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ja, Zitterlinge (Tremella) sind hier auszuschließen. Und nein, Auricularia auricula-judae ist in Wirklichkeit eine überall (in Mitteleuropa) verbreitete, sehr häufige Art.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Ach, Hornberg...

    Wie wär's da mal mit einem Revival?

    Björn würde sich sicher freuen, wenn ihm da eine geballte Forumscrew auf den Geist geht. ==Gnolm7
    Und ich hatte das eh mal geplant, da einen schönen Kurs zu machen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Maria!


    Makroskopisch hätte ich die meisten deiner Funde auch als Tulostoma brumale angesprochen - aber ich bin in dem Bereich gegenüber Hartmut Schubert und Peter Specht absolut ahnungslos.

    Die Stiele sind ja weitgehend glatt bis anliegend geschuppt, die Peristome alle regelmäßig zylindrisch und unter sand und Exoperidie blitzt bei vielen schon ein dunkelbräunlicher Hof durch. Wie also auch Wolfgang schon meint - makroskopisch würde das zu brumale passen.
    Wo man's wirklcih nicht erkennen kann, ob da ein Hof ist und unter dem Sand noch eine Peridie, da kann sich freilich auch zB mal eine Tulostoma kotlabae oder so druntergeschmuggelt haben.



    LG; Pablo.

    Hallo, Stefan!


    Denn mal Glückwunsch. Den elegantissimus hebe ich mir mal als Erstfund für eines der kommenden Jahre auf.

    In diesem Jahr hat's leider noch nicht geklappt, obwohl es ein starkes Schleierlingsjahr gewesen sein dürfte.
    Ich war immerhin knapp dran:



    Aber eben doch vorbei.



    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Sporengrößen sind so eine Sache.

    Man kann Arten nicht anhand der Maße trennen, wenn die Abweichungen nur 1 oder 2 µm betragen. Die natürlichen Variationsbreiten lassen das bei so gut wie keiner Art zu, bzw. es führt zu haufenweise Fehlbestimmungen, wenn man sich in so einem Fall blind auf ein einziges Merkmal verlässt. Die Form deiner Sporen wäre am ehesten ein Hinweis auf Tricholoma argyraceum. Die Sporen von T. inocyboides und T. scalpturatum sind normalerweise deutlicher elliptisch, hier sind sie ja fast durchweg subzylindrisch.

    Der wollige Flaum an den Huträndern einiger Fruchtkörper auf deinem Bild könnte ein Hinweis sein, daß das eine Art mit jung stark ausgeprägtem velum war. Sowoehl inocyboides als auch scalpturatum haben auch jung nahezu kein velum, nur einen Hauch, ein paar vereinzelte Fäden. Dein Hinweis auf schwaches, bzw. fehlendes Gilben deutet auch am ehesten zu argyraceum, die generell etwas schwächer gilbt als scalturatum und inocyboides.
    Alles quantitative Merkmale, klar, aber zusammengenommen geben die schon eine ganz gute Richtung.


    Der Porling ist eine Ceriporia mit durchaus interessanter Färbung. Zur Bestimmung bräuchte man da aber in der tat die Sporen. Wenigstens ein paar.

    Eine lustig verfärbte Art aus der Gruppe um Ceriporia purpurea ist möglich, aber - je nach Porengröße (die kann ich ja hier nicht einschätzen) und Sporengröße wäre auch Ceriporia mellita eine Option.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Gesehen habe ich sowas auch schon bei Schwefelritterlingen.
    Man sollte sich aber klar machen, daß das eine extrem häufige, überall verbreitete Art ist. Bodenvag, Mykorrhiza mit diversen Laubbäumen (wenn auch am liebsten mit Fagus) bildend und ohne besondere Ansprüche an Bodenbeschaffenheit, Klima oder Bodendurchfeuchtung.

    Je häufiger eine Art, desto häufiger stößt man auch auf ungewöhnliche Wuchsformen und Ausprägungen.
    Wo Kiefern stehen ist Tricholoma terreum ebenso häufig und genauso verbreitet - auch da begegne ich oft ganz lustigen und markanten Mißbildungen. Vor allem in Zeiten, wenn man die Fruchtkörper auf einer Fläche von ca. 100 Metern so im vierstelligen Bereich grob abschätzt. :gzwinkern:


    Und mit Tricholoma sulphureum ist es halt ebenso: Wenn von 1000 Fruchtkörpern einer oder zwei abweichende lamellenbildungen haben, findet man so einen quasi bei jeder Runde im herbst durch einen Buchenwald.

    Normale Schwefelritter sehen so aus wie oben. Oder so:


    ...wenn man blöderweise mit Blitz fotografiert.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Sollte Cortinarius anderinus nicht eine +/- gerandete Knolle haben?
    Aber das ist wohl wie mit so vielen merkmalen: Es kann mal abweichen, und wenn man dann einen Einzelfruchtkörper vor sich hat, wo ein solches Merkmal ausgerechnet ungewöhnlich ausgeprägt ist, wird's schwierig.


    Könnte aber Uwes initialen Gedanken auch wieder wahrscheinlicher machen, und es wäre doch was Seltenes.


    Ein paar "anserinüsse" der letzten zeit:






    Scheint in meiner ecke (zusammen mit infractus agg.) einer der häufigsten Phlegmacien zu sein und wächst mehr oder weniger überall, auch auf neutralen bis schwach sauren Böden.



    LG; Pablo.

    Hallo, Herbert!


    Das ist ja auch kein Ritterling, sondern ein Holzritterling.
    Die Volksnamen der Gattungen lassen eine Verwandschaft vermuten, die botanischen Namen auch: Tricholoma und Tricholomopsis.
    Aber sie sind nicht verwand. Nicht besonders nah jedenfalls.



    LG; Pablo.

    Buona Sera!


    Nicht ganz einfach!

    Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum) wäre denkbar, ungewöhnlich wäre da aber das Wachstum "im Luftraum" und vor allem im Stammbereich eines noch berindeten Weidenstammes. Auch die Poren erscheinen mir etwas fein dafür, aber das ist ohne Skala im Bild schwer einzuschätzen.
    Möglich wäre ja acuh ein Lackporling (am ehesten Ganoderma applanatum) - doch dafür gefällt mir die Form der Hutkanten nicht.
    Feuerschwamm (an Weide: Phellinus trivialis mit der Form, meiner Ansicht nach aber Synonym zu Phellinus igniarius) wäre eine weitere Option: Da wären die Poren zu weiß, würde ich aber sagen.

    Perenniporia fraxinea: Passt von der Porenfarbe, der Wuchsform, und an Weide kann der auch, aber die Struktur der Hutoberfläche wäre ein wenig ungewöhnlich.


    Hilft nix, wir brauchen mehr Merkmale.
    Erster Schritt wäre mal, einen teil des Fruchtkörpers abzuschneiden. Empfehlung: Sehr starkes, schwarfes Messer mitnehmen. Der könnte arg hart und fest sein.

    Praktisch, daß wie dann acuh automatisch gleich ein Schnittbild hätten, das würde schon mal extrem weiter helfen.



    LG; Pablo.

    Guten Abend!


    Und hier bin ich!


    Aber ach, welch furchtbarer Tag!
    Kann ich doch nicht anders, als Fredys Vorschlag schlichtweg unterstützen.


    Zwar ist man sich hinsichtlich der Trennung von Lentinellus ursinus und Lentinellus castoreus gerne mal uneinig, ob das überhaupt und wenn ja dann warum nicht zwei Arten seien, geschweige denn, wie man die denn nun trennt.

    Ich denke aber, recht schlüssig sind die viel helleren Farben (vor allem des Hutfilzes) von Lentinellus castoreus sowie die meist üppigeren, größeren und variabler geformten (mehr breit als lang) Fruchtkörper. Mikroskopisch geht meiner Ansicht nach da wenig bis nichts, das Substrat (castoreus eher an Laubholz, ursinus eher an Nadelholz) kann als Hilfsmerkmal taugen, ebenso die Amyloidität der Hyphen der Lamellentrama (stärker bei castoreus, schwächer bei ursinus), was sich aber wohl auch überschneiden kann.
    Der Geschmack wäre noch interessant, aber bei meinem bisher einzigen Fund von ursinus habe ich entweder nicht reingebissen oder es nicht notiert, und Lentinellus castoreus schmeckt umgehend und brutal bitter. Schon beinahe infractus - bitter.



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Gelbliche Stiele gehören ins ganz normale Farbspektrum vom Flocki (Neoboletus erythropus).
    Wenn neben sämtilchen Rottönen an einem Fruchtkörper (incl. rein gelben Poren in allen Entwicklungsstadien) auch die Brauntöne der Huthaut fehlen, kann man von einer anderen Art sprechen.
    Diese blassen und teils auch sehr schwach und fein beflockten Flockis werden immer mal wieder versucht, als eigene Art zu definieren. Funktioniert aber nicht, bzw. lässt sich offenbar anhand von ITS - Sequenzen nicht konstant nachvollziehen. Kann man also alles in die normale Variationsbreite rechnen.



    LG, Pablo.

    Hallo.

    Wer hat sich denn nun das ausgedacht, den Ringlosen Butterpilz "Rosafüßiger Körnchenröhrling" zu nennen?
    Kein Wunder, wenn Leute da verwirrt sind.
    Suillus collinitus (Ringloser Butterpilz) ist viel näher mit Suillus luteus (Beringter Butterpilz) verwandt als mit Suillus granulatus (Körnchenröhrling), und teilt mit Suillus luteus viel mehr Merkmale als mit Suillus granulatus. So zB auch die radialstreifige Huthaut und das viel braunere Farbspektrum des Hutes.

    Dein Fund sind schon sehr eindeutig Körnchenröhrlinge (Suillus granulatus), eben wegen der Struktur und des Farbspektrums der Huthaut, und zudem wegen den milchig - trüben Guttationströpfchen (die wären bei Suillus collinitus klar & bernsteinfarben).


    Um mal noch zwei Trennmerkmale zwsichen Suillus collinitus und Suillus granulatus anzugeben, die genauso konstant sind wie die Farbe der Stielbasis.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Wenn sie denn mehr rötlich als braun waren - das oben auf dem erwähnten Bild ist auch nicht gerade die typische Färbung, mikroskopisch schwirrten in den fruchtkörpern allerhand Bakterien und auch fremdhyphen von einem anderen Pilz herum.

    Kann ja aber möglich sein, daß sowas aauch bei deinem Fund passiert ist.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Also bei deinem Phlegmacium sehe ich eine schöne, gelbrandige KOH-Reaktion auf dem Fleisch?
    Der sollte schon zu den Variecolores gehören.
    Cortinarius largus wäre vermutlich nicht so abwegig.
    Lactarius blennius sollte passen. Ein wenig blasss zwar, aber noch im Rahmen meiner Ansicht nach.



    LG, Pablo.

    Hallo.

    Auf dem Bild ist eine Wuchsanomalie zu sehen.

    Das hat nichts mit dem normalen Verhalten von Tricholoma sulphureum zu tun.



    LG; Pablo.

    Hallo, Björn!


    Schade, daß die Peziza unreif ist. Dabei sieht die doch makroskopisch so toll aus, irgendwie fast wie Peziza boltonii:



    Den Porling könnte man auch ohne Sporen und Basidien noch weiter eingrenzen, wenn man zB die Hyphenstruktur kennt und wüsste, ob er Schnallen hat oder nicht.

    Mit dem Aussehen gibt es schon einige Arten, darunter auch ein paar recht spektakuläre.


    Die Hohenbuehelia ist nicht Hohenbuehelia auriscalpium. Hohenbiehelia auriscalpium wächst an Holz (optimal bis final) und sieht so aus:





    Die Metuloide müsssen an der Huthaut nicht immer gleichmäßig verteilt sein. Manchmal hat man Pech, und hat einfach im präparat keine drin.



    LG, Pablo.

    Hallo, Franz!


    Mit dem Farbspektrum und der Stieloberfläche ist das schon Hortiboletus rubellus.

    Solche Flöckchen auf dem Stiel dürften bei bubalinus nicht vorkommen.
    Zum Schnittbild: Da muss man hier mit einberechnen, daß H. rubellus vor allem im Sommer / Spätsommer Fruchtkörper bildet. Um diese späte Jahreszeit, kann da durchaus mal einiges anders aussehen. So zB die fehlenden Pünktchen in der Stielbasis und auch das zögerliche Verfärben, die bräunliche Farbe im unteren Stielteil und das blasse (statt gelbe) Fleisch.



    LG; Pablo.