Beiträge von Beorn

    Salut zusammen!


    Möglichkeiten gibt es einige, verbunden ist es immer mit einem gewissen Aufwand und auch (moderaten) einschränkungen für normale Nutzer.
    Was sich kurzfristig umsetzen lässt, müssen wir mal sehen, ansonsten heißt's eben: Aushalten und regelmäßig aufräumen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Auf Bild 7 & Bild 8 (im Startbeitrag) sieht man die "Behaarung" (Setae / Pileozystiden) auf dem Hut ganz gut in der Vergrößerung), auf Bild 9 (im Startbeitrag) sieht man sie auch an der stielspitze.

    Demnach doch Rickenella, und nicht Loreleia.

    Mir geht's da wie Jan-Arne: Diverse Nabelinge, die irgendwie "besonders" aussahen, haben sich bei mir immer als rickenella fibula entpuppt.

    Wobei es in der Gattung noch mehrere Arten gibt, aber in knalligem Orange ist es (mit diesen Setae) immer fibula.

    Siehe zB hier:


    Die Stiellänge dürfte vor allem dadurch beeinflusst sein, ob der Pilz sich durch dicke Moospolster arbeiten muss, oder nur durch eine dünne Schicht aus Detritus.


    Eine Loreleia hatte ich einmal von Torsten zugeschickt bekommen.
    Die sieht deinem Pilz durchaus ähnlich, ist aber eben komplett frei von jeglichen Häärchen.

    Makros von Torstens Fund findest du >hier<.

    Ich tendierte da eher zu Loreleia postii, wollte aber Loreleia marchantiae nicht ganz ausschließen, wegen mangelnder Erfahrung in der Gattung und wiedersprüchlichen Merkmalen. >Siehe hier<.



    LG, Pablo.

    Salve!


    Auch wenn die Stiele nun reichlich glatt erscheinen: Die Schuppenstruktur der Hutoberfläche lässt ja eher an Macrolepiota excoriata s.l. (Acker - Riesenschirmling) als an Leucoagaricus leucothites s.l. (Gemeiner Egerlingsschirmling) denken, oder? :gkopfkratz:

    Ist aber darum schwierig, weil eben auch Leucoagaricus leucothites auf dem Hut etwas schuppig werden kann...



    LG; Pablo.

    Hallo, Karl, Jo & Björn!


    Ok then. :thumbup:

    Ich war nur laut am Denken, und hatte Leccinum schistophilum noch nie in der Hand. Die Art kenne ich nur aus der Literatur.

    Das Bild von den Fruchtkörpern vom letzten Jahr finde ich jedenfalls sehr überzeugend.

    Trockene Fruchtkörper von L. duriusculum (ist nicht immer ein Riesenklopper, wenn auch deutlich robuster als euer Fund!) können zwar auch unkooperativ in Sachen Verfärbung sein, aber auch das ist eben nur ein Merkmal, und man muss diese Pilze wirklich in der Hand haben - glaube ich jedenfalls... Vielleicht sollte ich mal meine dünnen Viernheimer Pappeldinger genauer kontrollieren. :)




    LG, Pablo.

    Hallo, Björn!


    Wunderbare Sache, wenn man einen halbwegs intakten Sumpf in erreichbarer entfernung kennt - da ist immer was los, und entsprechend schöne Sachen habt ihr gefunden und beeindruckend dokumentiert.

    An dem Raustielröhrling bin ich kurz hängengeblieben: Was bei dem nun gegen Leccinum duriusculum s.l. (Pappelraufuß) spricht, habe ich allerdings nicht verstanden.
    Immerhin sieht er 1:1 aus wie die Pappelraufüße bei mir in der Gegend, und mikroskopisch sind diese Leccini nicht so ganz einfach. Wenn die Sporen zB von dem jungen fruchtkörper auf den Bildern stammen, müsste man die Maße doch sehr kritisch bewerten.
    Leccinum schistophilum sollte in der HDS auch etliche breit zylindrische Elemente, bzw. sich auflösende Hyphen (Zellketten) von eher kurzen, breiten Zellen haben.
    Ein Blick unter den Hut könnte helfen: Die Huthaut hängt bei L. duriusculum zwar bisweilen nicht ganz so schön über, wie bei anderen Rotkappen, aber die von L. schistophilum sollte auch jung schon eher vom Rand zurückgezogen sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Ob das allerdings mit 20%KOH wirklich relevant ist, wenn die grünliche Reaktion erst "später" eintritt, aber zuvor negativ war?
    Bei Schleierlingen arbeite ich auch mit 20%, aber da sollte die Reaktion auch innerhalb von ca. 1 min deutlich zu sehen sein, sonst müsste man das als negativ werten.

    Bei Rindenpilzen und Porlingen (außer Hymenochaetales) arbeite ich nur noch mit 5% KOH, weil höhere Konzentrationen da das Ergebnis verfälschen können.
    Wie das bei Gymnopus ist, weiß ich aber nicht.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Gegen Gymnopus, speziell die Gruppe um dryophilus (Waldfreundrübling) würde aus meiner sicht hier der doch recht kräftige Stiel sprechen. Das verhältnis zwischen Länge und Breite wäre schon extrem ungewöhnlich. Ich denke aber wie Oehrling auch, daß die Farben auf dem zweiten Bild nicht 100% realitätsgetreu sein könnten.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Pholiota dürfte als Gattung schon stimmen, glaube ich. Astragalina und gummosa hätte ich aber nicht im verdacht, die beiden kenne ich mit einem anderen Farbspektrum.
    Aber ich frage mich, ob das hier nicht vielelicht in Richtung Pholiota mixta gehen könnte?



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Calocybe carnea habe ich noch nie mikroskopiert - oder erinnere mich nicht mehr daran. Aber die Maße, die zB Erhard Ludwig (Pilzkompendium I) notiert, passen schon noch zu Helmuts gemessenen Größen.
    Vermutlich gibt es da einen recht weiten Variationsbereich...



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Irgendwie erinnert mich das Pilzchen stark an Calocybe carnea (Fleischrötlicher Schönkopf):


    Farblich etwas sonderbar (gelblicher Stiel?), aber da ist die Art ja auch sehr variabel.



    LG, Pablo.

    Hallo, Claudia!


    Wenn dich zuhause die Unsicherheit angesichts fertig geputzter Perlpilze im Korb befällt, kannst du folgendes machen: Leg die dubiosen Pilzstücke über nach ins Gemüsefach. Am kommenden Morgen dürften die dann an Schnittstellen bereits wieder rötlich anlaufen, und die Sicherheit ist zurück. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Moin!


    Hm, vielleicht habt ihr recht, Werner & Stefan...
    Die Poren sind schon arg dunkel. Das kann aber - zumindest näherungsweise - bei bestimmten Witterungsbedingungen auch bei Trametes gibbosa passieren.
    Wobei ich jetzt kläglicherweise kein eigenes Bild einer Buckeltramete mit dunkel verfärbtem Hymenophor habe (muss das mal fotografieren bei Gelegenheit).
    Höchstens das hier:

    ... aber das zählt nicht, wegen der Ausrichtung des Hymenophors.


    Bei Daedaleopsis würde ich allerdings zumindest hier und da einige rotbraune Sprenkeln, Flecken oder Zonen auf der Hutoberseite erwarten, wenn das Hymenophor bereits so umfärbt. Darum bin ich hier noch skeptisch, ob das tatsächlich Daedaleospsis sein kann. Die Porenform passt hier ja gut zu beiden, danach kann man in diesem Fall nicht gehen.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Der zuletzt gezeigte Pilz gilbt doch (zumindest auf den Bildern) deutlich - und ist dennoch ein Stadtchampi (Agaricus bitorquis s.l.). Der gilbt nämlich ebenfalls, obwohl er weder zu den Karbolis noch zu den Anisgilbern gehört.

    eine Bitte in Sachen Panther - Grauen - Perlpilz: Klebt euch nicht an einzelnen Merkmalen fest! Wichtig ist es, die Fruchtkörper dieser Arten in ihrer Gesamtheit kennen zu lernen. Wenn man perlpilze (und Graue) verspeisen will, ist das sogar überlebenswichtig. Es gibt: Panther mit gerieftem Ring (!!!) selten und dann eher schwach ausgeprägt, aber es kommt vor. Es gibt Panther mit ohne Hutrandriefung (eigentlich so zu beobachten bei fast allen jungen fruchtkörpern). Es gibt Panther mit undeutlich eingepropfter Stielbasis (auch Bergsteiger laufen ja mal barfuß).
    Was es definitiv nicht gibt (kleiner Wink an Reisegewohnheit :gzwinkern: :( Panther mit roten Verfärbungen. Von den bisherigen xy000 Pantherpilzchen, die mir so begegneten zeigten exakt 0,0 Fruchtkörper irgendwo irgendwelche roten Verfärbungen - so was bräunliches kann aber durchaus mal vorkommen. Oder sie wurden angemalt (oder sonstwie künstlich verfärbt)? Hilft nur eben nichts, wenn man wie vorher schon angeklungen bestimmte Farbtöne anders zuordnet, als bei Ottonormalpilzkundler üblich.
    Fazit: Die Summe aller Merkmale (und da gehören auch solche Sachen wie Farbe und Struktur des Hutvelums dazu oder auf welcher Stielhöhe der Ring sitzt) macht am ende viel aus.



    LG; Pablo.

    Salve!


    Aber wenn's denn ein Weißsporer ist: Eine bessere Einordnung würde mir jetzt auch nicht einfallen, als Lyophyllum / Tephrocybe. Mit dem Habitus, Färbung, Lamellenansatz, Bereifung, Hutoberflächenbeschaffenheit wüsste ich nix aus anderen Gattungen, was dazu passen sollte. Einschränkung: Ich kenne bei weitem nicht alle Weißsporer. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Dankeschön, Ralph! :thumbup:

    ich liebe den Kaiserstuhl! Die erste Orchidee ist die Bocks-Riemenzunge (Himantoglossum hircinum),

    die zweite Art sollte die Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis) sein. Beide Arten sind - wie vieles im Kaiserstuhl- thermophil.

    Also gar nicht verblüht, sondern Bocks - Riemenzunge, und die gehört so. :thumbup:

    Im Nachhinein ärgere ich mich, die anderen, vermeintlich verblühten Orchideen nicht fotografiert zu haben. Aber vielleicht beim nächsten Mal.



    LG, Pablo.

    Bonjour!


    Letztes Wochenende hatte ich im Kaiserstuhl gehofft, hier und da was Aufregendes zu entdecken.
    Enttäuscht wurde ich nicht, da ist immer was Aufregendes zu entdecken. Wenn auch oft keine Pilze. Leider sind viele Käfer, Schmetterlinge und Smaragdeidechsen für mich einfach zu schnell. Und die meisten Orchideen machten einen reichlich verblühten Eindruck. Schade. Da waren aber auch welche, die schienen entweder vertrocknet oder erfrohren zu sein - ganz braun und labbrig, aber nicht verblüht, sondern eher abgestorben.

    Verblüht dagegen kann auch noch schön sein:



    Keine Ahnung, was das ist, vermutlich auch nicht mehr zu klären in dem Entwicklungsstadium.

    Eine Art aber stand an einigen Stellen noch in prachtvoller Blüte. Die beiden folgenden sollten wohl zur gleichen Art gehören, auch wenn die gesamthöhe des Blütenstandes variiert?





    Die Form der einzelblüten und das Farbspektrum scheint mir aber identisch zu sein. Und es war wie gesagt die einzige Art, die sich noch so schön frisch blühend finden ließ.

    Weiß jemand zufällig, was das ist? Ich kenne mich damit ja leider so gar nicht aus...



    LG; Pablo.

    Salut!


    Ui, starke Diskussion. :thumbup:
    OK, den Schwefelmilchlingsvorschlag kann man freilich verwerfen. Ein rufus: Etwas ungewöhnlich, aber warum nicht? Man lernt Pilze ja auch immer mal wieder etwas anders kennen.


    Noch ein kurzer Hinweis zu den Flecken: Bei Schwefelmilchlingen geht es vielleicht, aber ich habe eine Baumwolltasche, in der ich mal Brätlinge transportiert habe (Lactifluus volemus s.l.). Die Flecken gehen nicht mehr raus, egal wie ich die Tasche wasche. g:D



    LG; Pablo.

    Salve!


    Au ja, gute Idee. :thumbup:
    Wenn dann noch jemand sowas wie "type studies" machen wöllte - aber nun mal nicht gleich alles auf einmal. Es ist generell schon mal ein Gewinn, wenn auch in dieser Gattung mal ein paar mehr belegte Sequenzen festgehalten werden.


    Die Arbeit, die du zitierst, Frank: Ist das >dieser Artikel<?



    LG, Pablo.

    Hallo, Porlingsinteressierte!


    Frank Dämmrich kommt hier nach Untersuchen des Beleges zu Fibroporia citrina.

    Spannend, die hatte ich nicht auf dem Schirm, soll nach den meisten Quellen kleinere Sporen haben, aber zB in "Rhizomorphes No.9" findet sich auch eine Dokumentation mit passenden Sporengrößen.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Die Einschätzung von Frank Dämmrich nach Ansicht des Beleges:
    Antrodia serpens. :thumbup:

    Die komisch kleinen fruchtkörper (und eher kleinen Sporen) können zB dadurch entstanden sein, daß das Substrat einfach nicht mehr genug Nährstoffe für größere Fruchtkörper her gibt.



    LG; Pablo.

    Salut!


    Grüße von Frank Dämmrich, der sich dieses Pilzes angenommen hat, und als Conferticium ochraceum eingeordnet, wobei C. insidiosum und C. ochraceum wohl vorläufig als Synonyme zu verstehen sind.
    Hier Franks Kommentar dazu:

    Zitat


    Conferticium cf. insidiosum – wie schon im Forum durch deine gute Dokumentation gezeigt, ist das die richtige Gattung für deinen Fund. Die chemischen Reaktionen, die du dokumentierst, sind alle passend, auch die dextrinoide. Ein typisches Kennzeichen dieser Gattung ist diese pseudoparenchymatose Struktur, also dieser enge, verwobene Hyphenfilz, der es kaum möglich macht, deutliche Strukturen zu erkennen. Darin diese beschriebene interne Repetition der Basidien zu erkennen, ist mir auch noch nicht gelungen. Wahrscheinlich ist das nur bei jungem Frischmaterial nachvollziehbar. Die Sporenmaße in deinem Exsikkat sind, wenn sich sie mit meinen Exsikkaten von C. ochraceum (Sporen bis 6 µm Länge) vergleiche, etwas zu klein. Sie würden aber immer noch gut in den Rahmen der Sporenangabe von Ginns & Freemann passen 3,5-5,5 x 2.0-3.0 µm. Von verschiedenen Mykologen (auch von meinem Freund E. Martini) wird C. ochraceum und C. insidiosum synonymisiert. Es gibt nur ökologische Unterschiede. Deine dunkle KOH-Reaktion konnte ich mit meiner 3% igen KOH nicht nachvollziehen.


    LG, Pablo.