Beiträge von Beorn

    Hallo, Matthias!


    In dem Fall würde ich es ausprobieren mit dem großzügigen verteilen von Pilzputzresten, idealerweise bei eher saurem Untergrund Fichtensteinpilze (Boletus edulis), Maronen (Imleria badia) und Flockis (Neoboletus erythropus).
    Wäre der Boden eher basisch, dann könnte es schwieriger werden, da Boletus edulis, Imleria badia und Neoboletus erythropus sauren Untergrund mögen. Man müsste sich dann was einfallen lassen, wie zB Semmelgelben Schleimkopf (Cortinarius varius) oder Netzhexen (Suillellus luridus, für die ist Picea aber als Mykorrhizapartner nur einie Notlösung).



    LG; Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Aber funktionieren kann es - mit etwas Glück.
    Die entscheidenden Fragen sind: Welche Bäume hast du im Garten, und welchen Untergrund?
    Davon ausgehend könnte man schon mal zusammenstellen, welche Mykorrhizapilze am ehetsen Chancen haben, soch dort wohl zu fühlen. Von denen dann Fruchtkörper im Wald einsammeln, an den gewünschten Stellen ausbringen und gucken was passiert...
    Eventuell muss es ja nicht Boletus edulis sein, zB wenn du noch eine Eiche (oder Rotbuche) hättest und eher basischen Untergrund, dann vielleicht Boletus aestivalis (Sommersteinpilz).



    LG; Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Ja, das geht - theoretisch.
    Praktisch wird's aber extrem schwierig, weil das von so dermaßen vielen Faktoren abhängt, daß es nicht wirklich steuerbar ist.
    Vielleicht interessant am Rande: Wenn du Mycel von Boletus edulis (Fichtensteinpilz) im Garten ansiedeln willst, brauchst du nicht unbedingt eine Fichte (Picea abies). Denn Boletus edulis ist extrem flexibel, was die Mykorrhizabildung betrifft. Der bildet auch Mykorrhizen mit diversen anderen Laub- und Nadelbäumen wie zB Fagus, Quercus, Betula, Carpinus, Tilia, Populus, Castanea, Corylus, sowie Larix, Pinus, Abies, Pseudotsuga uvm.
    Wenn sich's einrichten lässt, dockt ein Mycel auch an mehrere Bäume zugleich an.
    Aber - und jetzt kommt das Problem: Entscheidend sind nicht die Bäume im Garten, sondern die Basisbedingungen. Zuviel Stickstoff im Boden: keine Verbindung möglich. Zu viel Kalk (mineralisch - basischer Untergrund): Keine Verbindung möglich. Feinwurzeln des Baumes bereits anderweitig mit Mykoprrhiza gesättigt: Keine Verbindung möglich. Zu trockener, zu dichter oder zu stark wasserdurchlässiger Untergrund: Keine verbindung möglich. Einige weitere Faktoren werden wohl auch noch eine Rolle spielen, bzw. eine passende Mikroflora (Bakterien, Schleimpilze, andere Pilze) im Boden und der Entwicklungsstand des "transplantierten" Mycels.

    Wenn die Bedinungen im Garten passen, ist es vermutlich sogar einfacher, nach dem Gieskannenprinzip im Garten im Wurzelbereich der Bäume regelmäßig Putzreste (mit Sporen!) von diversen Steinpilzen (Boletus edulis von unterschiedlichen Standorten) zu verteilen. Idealerweise Pilzstücke auf den Rasen unterm Baum, dann mit dem Rasenmäher ein paar Mal drüber und dann ordentlich gießen.
    Die chancen erhöhen sich, wenn man zur gleichen Zeit den einen oder anderen ganz jungen Baum (am besten übrigens Rotbuche, Fagus sylvatica) im Garten einsetzt.



    LG; Pablo.

    Tach!


    Also - nach Ansicht aller Bilder fallen halt zwei Sachen auf: Es gibt eine gaaaaaaaanz langsame und gaaaaaaaaaanz schwache Verfärbung des Hutfleisches. Sehr leichtes Rosabraun irgendwie und eben erst nach langem Zuwarten. Schwarz wird's zu keiner Zeit. Richtig?
    Die Stielbekleidung, die ganz am Anfang noch rein weiß (und flaumig?) aussah, ist nun doch irgendwie schwarzbraun und sparrig geworden. Einen Ansatz von blauen oder grünlichen verfärbungen im Bereich der Stielbasis (meistens außen / Stielrinde bzw. direkt unter der Rinde) konnte man nirgendwo beobachten.


    Wollstielige Raufüße (Leccinum cyaneobasileucum s.l.) können schon mal ohne grünblaue Verfärbungen an der Stielbasis vorkommen. Von den Bildern im Starbeitrag wäre das mein erster Eindruck gewesen, scheidet aber nach dem zuletzt gezeigten Bild wegen der Farbe und Struktur der Stielschuppen aus. Wenn das der selbe fruchtkörper ist. So am Rande: Ich kenne diverse Standorte, an denen cyaneobasileucum s.l. und scabrum (Gemeiner Birkenpilz) und teils auch variicolor (Vielfärbender Birkenpilz) lustig durcheinanderwachsen, die Fruchtkörper der einzelnen Arten oft keine 5cm voneinander entfernt. Darum die Frage, ob das tatsächlich alles der selbe Fruchtkörper ist.

    Wenn ja: Dann ist es eben einfach Leccinum scabrum (Gemeiner Birkenpilz). Der darf auch im Hutfleisch ab und an mal blass rosalich verfärben, lässt man den offenen Schnitt ein paar Stunden liegen, sieht das danach auch mal etwas ockerlich oder fleischbräunlich aus (aber immer blass, also kein vergleich zB dazu, wie ein Hainbuchenröhrlingsschnitt nach drei Stunden aussieht).



    LG, Pablo.

    Hi.


    Mich hast du aber auch kurz gehabt, Beli! :thumbup:

    Wo "Amanita cariosa" hin gehört, musste ich jetzt auch erstmal nachgucken. Schadet nichts, man muss den Geist in Bewegung halten.
    Inwischen denke ich, daß "cariosa" am ehesten als Synonym zu "Amanita excelsa var. excelsa" also zum Eingesenkten Wulstling gehören sollte. Eben wegen der Form der Stielbasis. Da in dem Punkt aber nach wie vor nicht auzf Artebene getrennt wird, spielt es kaum eine Rolle.
    Ich bilde mir zwar ein, persönlich draußen im Wald über 95% meiner Funde sehr sicher entweder "spissa" (Grauer Wulstling) oder "excelsa" (Eingesenkter Wulstling) zuordnen zu können und beobachte kaum Übergänge, aber das muss wohl genetisch noch genauer geklärt werden.



    LG; Pablo.

    Hallo, Matthias!


    Mit deinem Nutzernamen hätte ich keinen Anlass, das sofort zu sperren, selbst wenn Anmeldedatum und Geburtstag gleich wären. Das Muster, nach dem die Accountnamen bei den Spambots zur Zeit erstellt werden, ist noch anders.
    Und lustigeweise ist es wie mit den Pilzen: Es gibt immer mehrere Merkmale, und die ergeben ein Gesamtbild, und das erleichtert die Früherkennung enorm.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Auf den Bildern von Hlasek sehe ich eher schwach graues velum, aber kein ockerfleckiges / rostfleckiges.

    Das taxonomische Problem: Die europäischen Autoren haben bis vor einiger Zeit die Nadelwald - Sippe als Amanita battarrae bezeichnet. Die thermophile Laubwald - Sippe (sofern denn überhaupt getrennt) als Amanita umbrinolutea.
    Es gab dann wohl die eine oder andere Typusstudie, und somit ist es jetzt wohl umgekeht - verwirrend, aber kann passieren. Das, was Hlasek da zeigt, dürfte nach aktuellem taxonomischen stand also >Amanita umbrinolutea< sein. Interessant dazu wohl auch der ausführliche Absatz unter "Discussion" bei >Amanita battarrae<.



    LG; Pablo.

    Danke, Dodo!


    Viele dieser Angebote halte ich persönlich nicht nur für abscheulich, sondern auch für illegal (nach deutschem bzw. europäischem Recht) - nur kommen idR. weder die Angebote noch die Spamaccounts aus Europa, so daß sich der Aufwand einer strafrechtlichen Verfolgung kaum lohnen wird.
    Umso besser, wenn von diesem scheuslichen Müll möglichst nichts hier zu sehen ist.
    Ich denke, das sieht Daniel genauso, und ich lasse den Screenshot dort ebenfalls mal verschwinden. g:-)



    LG; Pablo.

    Salut!


    Ich habe mir die seit dem ersten Juni erstellten Accounts noch mal durchgeguckt: Da sind auch ein paar normale und gute neue Nutzer dazu gekommen, gesperrt sind nur die wirklich offensichtlichen Spamaccounts.

    Einige davon habe ich aber auch direkt gesperrt, bevor die anfangen konnten, ihren Müll abzuseilen.
    Die Nicks waren mehr als eindeutig, inclusive automatisch generierten Einträgen im Nutzerprofil (= noch mehr Spam) und einem automatisch generierten Geburtstag, der immer zufällig auch = Anmeldedatum ist. Da muss man nicht lange fackeln, ist besser, solche Acccounts still zu legen, bevor da der Sch***ß rausquillt. :gzwinkern:


    Eine Frage an Daniel_Pleuss und Dodo :
    Ist das ok, wenn wir die Screenshots von euch rausnehmen?
    Inzwischen wissen wir ohnehin alle, wie dieser Schrott aussieht, und je weniger Plattform denen geboten wird, desto besser, soll heißen die Infos, die auf den Screenshots zu sehen sind, braucht wirklich niemand.
    Intern speichern wir den ganzen Müll ohnehin, falls das in irgendeiner Form rechtlich relevant werden sollte.



    LG; Pablo.

    Hallo, Werner!


    Japs...! Dein Beitrag war mir glatt durchgerutscht. Du hast es ja oben schon eben so geschrieben, und ich hab's schlicht übersehen. :gomg:

    Und nun gibt's noch eine weitere Art... Also nach ochraceomaculata müsste ich dann im Schwarzwald mal die Augen aufhalten. Die müsste dann da ja zu finden sein.

    Bisher hatte ich meine Funde aus der Gruppe nämlich nie genauer untersucht, und kann darum das alles im Nachhinein nur als "battarrae s.lat." einordnen...



    LG; Pablo.

    Bon Soir!


    Lärchenritterling (Tricholoma psammopus) wäre da schon im Bereich des Möglichen. Aber lass den mal absporen: Vielleicht erleben wir ja auch ein braunes Wunder. g:-)

    Psathyrella spadicea (= Homophron sarcocephalus) kann schon sein, aber ich kenne den als richtig kräftigen Pilz mit vergleichsweise dickfleischigem Hut. Und sehr deutlich hygrophan. Man müsste da auch reinlinsen, fürchte ich.
    Typische Psathyrella spadicea wären für mich das:



    LG; Pablo.

    Servus!


    Bemerkenswerte Funde. :thumbup:
    Und die Bilder anzuschauen, das macht wie immer wirklcih Spaß bei euch.

    Hab' noch wass Kleines entdeckt, und zwar beim Goldröhrling (11.):
    rechts vom Stiel, noch unterm Hut, da sind ziemlcih kleine Holzkeulen, teils ncoh mit der Nebenfruchtform überwachsen. Ob das wohl die Buchecker - Holzkeule (Xylaria carpophila) sein kann? Oder eine etwas klein geratene Ahorn - Holzkeule (Xylaria longipes).



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Hericium cirrhatum ist hier ziemlich regelmäßig anzutreffen. Nicht selten, würde ich sagen, aber das ist gebietsweise eben tatsächlich sehr verschieden.


    Stimmt auch: Ziegelroter Risspilz ist jetzt mikroskopisch nicht so aufregend. Aber alle Tage sehe ich den hier auch nicht, und prüfe es dann lieber kurz nach. Ist jetzt auch dann erledigt und abgesichert - ich glaube, "98%" hatte ich dem im Wald gegeben. :gzwinkern:
    Es gibt ja hier in der Gegend schon noch den einen oder anderen, der auch mehr oder weniger rötet. Inocybe bresadolae ist in der Mannheimer Umgebung grundsätzlich noch häufiger, Inocybe godeyi hatte ich letztes Jahr gefunden, und auch bongardii kann ja mal etwas rötlich anlaufen. Schaden konnte es nichts, da mal reinzulinsen, war ja erst das vierte Mal, daß ich die Art in der Hand hatte.


    Außerdam hatte ich ja noch resupinate, weiße Porlinge eingesammelt. Wenn man eh schon am Mikro sitzt...



    LG, Pablo.

    Ahoi miteinander!


    Also ist das deutlich bräunende, ockerliche Velum ohne Grautöne denn so ein typisches merkmal für den Grauhäutigen Scheidenstreifling (Amanita submembranacea)? :gzwinkern:

    So nebenbei: Die Intensität der Zonierung ist bei Amanita battarrae s.l. (Zweifarbiger Streifling iwS) schon sehr variabel.
    Mittlerweile sind da auch zwei Arten anerkannt (Amanita battarrae und Amanita umbrinolutea), eine mit deutlicher genattertem Stiel, eine ohne, und eine im thermophilen Laubwald, die andere eher Mykorrhiza mit Nadelbäumen in kühler temperierten Gebieten.
    Fragt mich bitte nicht, welche welche ist.



    LG; Pablo.

    Hallo, Werner!


    Im Nordschwarzwald und Umgebung auch in tieferen Lagen, sofern es da passende Biotope (Fichtenwälder mit ausreichend alt modrigem Totholz) gibt.
    Meine niedrigste Fundstelle war >hier<, das ist schon fast mehr Kraichgau als Norschwarzwald, und liegt so auf knapp 300 müNN.
    Das ist aber sowieso ein komisches Gebiet in der Umgebung. Und bei so einem kaum zersetzten, noch ganz berindeten Rotbuchenstamm muss man sich wirklich keine Sorgen machen, den Ohrförmigen zu erwischen - mal abgesehen davon, daß der echt anders aussieht.







    LG, Pablo.

    Bon Soir!


    Das würde ich auch so einordnen, ein älterer Schwefelporling, der in der Trockenheit etwass ausgebleicht ist.



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Ich nehme mal an, die Bots sind so programmiert, daß das Anmeldedatum zugleich als Geburtstag eingetragen wird.

    Spaßeshalber hab' ich's mal gelöscht, und dann sind sie aus der Liste immerhin weg. Bringt jetzt auch nichts mehr, und zumindest diese Bots sind ja deaktiviert. Aber je weniger Aufmerksamkeit für sowas, desto besser.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Mit dieser Fruchtkörperform, den ausgeprägten Stielen, Färbung und Wuchsweise würde Pleurotus pulmonarius (Lungenseitling) jedenfalls besser passen als Pleurotus ostreatus (Austernseitling).



    LG; Pablo.

    Salve!


    Kleine Anmerkung noch zu "verschiebbaren Ringen": Das ist nach eienr Erfahrung ein reichlich unzuverlässiges merkmal. Es sollte wohl ursprünglich auch einfach nur vermitteln, daß das Partialvelum (als Ring zurückbleibend) nicht fest mit dem Stiel verwachsen ist. Besser könnte man es so ausdrücken: Der Ring ist vom Stiel lösbar, ohne die Stieloberfläche zu beschädigen. Aber auch da gibt es noch einen Variationsbereich, selbst beim allseits beliebten und leicht kenntlichen Parasol (im weiteren Sinne).

    Auf Haralds Bildern ist jedenfalls gut und sicher zu erkennen, daß die Ringe von der Stielrinde ablösbar sind, also nicht verwachsen.
    Hilft nur nicht weiter, weil das eben auch bei Leucoagaricus so sein kann, und nicht nur bei Macrolepiota und Chlorophyllum.

    Dextrinoides Sporenpulver haben die auch alle, wenn ich mich richtig erinnere. Scheidet also auch als Merkmal aus.

    Lecoagaricus barssii kann ich da auch nicht erkennen: Wie auf Belis Bildern zu sehen, ist das ein Pilz, auf dessen Ringunterseite eine pigmentierte Zone zu erkennen ist (die soll bei MAcrolepiota excoriata auch vorhanden sein? Echt?). Mal abgesehen von ein paar weiteren Details, die hier nicht recht dazu passen wollen (zB Struktur der Hutschuppen).



    LG; Pablo.

    Servus.


    Zum Glück geht es leicht und schnell, den Müll aufzuräumen - sofern der Bot brav seinen Müll immer nur in einzelnen Themen raussabbert.
    Beiträge auf bestehende Themen wären etwas aufwendiger.


    Kleiner Nutzungshinweis, bis die Admins eine Lösung eingerichtet haben:
    Das sind meistens ein bis drei Bots, die gleichzeitig losspammen.
    Setzt das jeweils aktive Nutzerprofil auf eure Ignorierliste. Wenn das erledigt ist, sollten euch Beiträge vom ignorierten Profil nicht mehr angezeigt werden. Damit blendet ihr den Schrott aus und könnte das Forum wieder normal nutzen.

    Es kann nämlich auch mal einige Zeit dauern, bis einer von uns Mods online gehen und aufräumen kann - man muss sich diesen von menschlichem Abfall generierten Datenmüll aber trotzdem nicht anschauen.



    LG, Pablo.