Beiträge von Beorn

    Hallo, Ogni!


    Wir müssen wohl mal abwarten, ob und wo die angesagte Wetterbesserung dann wirklich auch ankommt. Hoffnung auf einen schönen, nassen und pilzreichen Oktober gibt es jedenfalls.
    bei deinem zuletzt gezeigten Fund wäre ich auch bei Lactarius pubescens. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Salve!


    Was die ominöse "var. aureola" betrifft: Da bedarf es unbedingt auch ausgewachsener Fruchtkörper. Die sollte sich nämlich nicht nur durch das Farbspektrum unterscheiden, sondern auch durch die Form der Stielbasis und die Verteilung des Universalvelums, das bei var. aureola eher als Reste einer brüchigen Scheide an der Stielabsis zurück bleibt, auf dem Hut aber sehr vergänglich sein soll.

    Auch normale Fliegenpilze (Amanita muscaria s.l.) können übrigens mal schwach gelbliches Velum haben ("var. formosa" in der Originalbeschreibung!), die Huthaut bei jungen Fruchtkörpern, mit noch (fast oder ganz) geschlossenem Universalvelum ist auch bei Amanita muscaria übrigens oft gelb.


    Schwach gelbliches Velum (v.A. Stiel beim älteren Exemplar) von Amanita muscaria siehe hier:


    Farbspektrum und Farbverläufe junger Fruchtkörper von Amanita muscaria siehe hier:



    Komplett gelbe Form der europäischen (!) Amanita muscaria dann so:


    ...die hat meiner Ansicht nach auch keinen anwendbaren, eigenen Namen, weil die Originalbeschreibung von Persoon wohl eher einen Pilz mit zwar gelbem Velum, aber nicht rein gelber Huthaut behandelt, und die amerikanische "formosa" ohnehin was Anderes sein dürfte.



    LG, Pablo.

    Hallo, Beli!


    Da würde ich auch einen Rötling vermuten, Es gibt eine ganze Reihe Arten aus der Untergattung Nolanea, die so aussehen.

    Die fleischrötliche Farbe in den Lamellen sieht man erst, wenn genug Sporenpulver an den Lamellen klebt. Manchmal fliegen die reifen Sporen aber auch so schnell davon, daß man das nie wirklich an den Lamellen erkennen kann. Dann hilft nur ein Sporenabwurf - oder die Erfahrung, wenn man solche Rötlinge schon oft genug in der Hand hatte.



    LG; Pablo.

    Bonjour!


    Nr. 1 ist ein Sommersteinpilz (Boletus aestivalis), die 2 ein Scheidenstreifling (keine Ahnung welcher, aber Scheidlinge hätten rosa Sporenpulver im Abwurf).
    Alle Glucken auf den Bildern würde ich für Breitblättrige (Sparassis brevipes) halten.

    Nr. 11 sind Tränende Saumpilze (Lacrymaria lacrymabunda) und Nr. 12 ein Rötender Saftwirrling (Abortiporus biennis).



    LG; Pablo.

    Morgen!


    Der komische Wulstling (Nr.9) wurde gestern abend noch als Perlpilz (Amanita rubescens) verhaftet.
    Auf den späteren Bildern sind die Rötungen stellenweise sogar erkennbar. Nicht unbedingt der typischste Fruchtkörper, aber weil gar kein spezifischer Geruch (nur halt gammelig nach einem Tag), Fleisch rötend und übrige Merkmale... Was will man da sonst draus machen.



    LG, Pablo.

    Salve!


    Ein wichtiger Hinweis, Rudi. :thumbup:
    Was die Funde aus der Viernheimer Heide betrifft: Ja, die Zuordnung zum Bundesland kann da verzwickt sein. Ich hatte aber auch schon welche gesehen, die definitiv jenseits der Grenze lagen - aber ich fürchte, die habe ich nie kartiert. Dagmar müsste den einen oder anderen Fund aufgenommen haben, vorwiegend aber von Vereinsexkursionen, und die lagen oft eben hart auf der Grenze oder knapp noch in BaWü. Ich werde mal genauer drauf achten, und bei Gelegenheit mal einen sicheren hessischen Fund weitergeben.
    Bei einer Kollektion erinnere ich mich sogar, daß die wirklich exakt auf der Grenze wohnten, also auf einer Schneise, die entlang der Landesgrenze verläuft...



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Da der größte Teil der Viernheimer Heide ja in Hessen liegt, kann ich mit 100%iger Sicherheit sagen: >Lactarius quieticolor< kommt auch in Hessen vor. :gzwinkern:

    Die verfärbung (Zeit des Umschlagens von orange- nach weinrot) taugt aber in der Tat nicht zur trennung von Lactarius deliciosus. Das ist bei beiden Arten ungefähr gleich.
    Vom äußeren Aussehen sieht aber Lactarius semisanguineus (und wohl oft auch L. sanguineus) viel eher aus wie lactarius quieticolor. Und da ist die Zeit bis zum Farbumschlag wirklich signifikant und hilfreich (und auch tatsächlich deutlich unterschiedlich, unabhängig von Witterungseinflüssen).



    LG, Pablo.

    Servus!


    Joe hat mir mal aus Österreich eine hütchenbildende Antrodiella citrinella zugeschickt, hier mal das Bild vom getrockneten Beleg:


    Das geht schon auch, aber eben nur in authochthonen Fichtenwäldern an dickem, morschem Fichtenholz und in Assoziation mit Fomitopsis pinicola.
    Das Substrat wäre hier schon wichtig, also zumindest ob Nadel - oder Laubholz.
    Antrodiella hoehnellii heißt mittlerweile Antrodiella serpula (weil hoehnellii wohl was außereuropäisches ist, da musste man die Taxa neu verteilen), und kommt auch zB an Erlen vor in Kombination mit Inonotus radiatus.
    Makroskopisch würde ich die hier favorisieren, auch wenn die Poren etwas grob dafür wirken. Farblich passt es und die Hutbehaarung ist ja auch markant ausgeprägt.


    LG, Pablo.

    Salut!


    Auch wenn die Hüte etwas arg blass geraten sind: Mit dem Habitus, Schnittbild und Stieloberflächen (Strukturen und Farben) müssen das eigentlich Kurznetzige Hexen (Suillellus mendax) sein. Wenn die fruchtkörper unausgereift sind, helfen die Sporen da auch nicht wirklich weiter, weil dann sind sie bei mendax auch gerne mal zu kurz und liegen dann vom Quotienten her bisweilen eher im luridus - Spektrum. Wenn man's dann ganz genau machen will (bzw. sich nicht auf die Makroskopie verlassen mag) müsste man eine Sequenz ziehen. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Hallo, MAria!


    Die zuletzt gezeigten sind ein wenig komisch, wegen den arg weit herunterlaufenden Stacheln. Das ist für jede Art der Gattung ein atypisches verhalten, und in soclhen Fällen muss man damit rechnen, daß auch andere merkmale atypisch sein könnten. Sowas würde ich erstmal beiseite legen bzw. zurückstellen (aber im Hinterkopf behalten, bzw. die Bilder aufheben und am besten auch einen getrockneten Fruchtkörper). Konzentrieren könnte man sich auf den zuerst gezeigten Pilz, der scheint einigermaßen typisch zu sein.
    Vielleicht sollte man im kommenden Jahr mal ein kleines Stachelingstreffen im September bei dir anregen (wenn es sich denn zeitlich machen ließe).
    Frank ( Tomentella ) hatte ja auch schon mal Interesse bekundet, und wenn das auf deinem Stachelingsberg in jedem Jahr so aussieht, wäre das sicher eine lohnenswerte Sache.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Ohja, das ist ein spektakuläres Dingens. g:-)

    Es könnte sich lohnen, das genauer zu untesuchen und auch zu sequenzieren. Wenn's keine Netzhexe wäre, könnte man ja bei dem Habitus auch an eine gelbporige und pigmentschwache Form von mendax (Kurznetziger HR) denken...?



    LG; Pablo.

    Salut!


    Sorry wegen dem verschwundenen beitrag, das ist ein bekannter und >hartnäckiger Bug<.
    Ich habe das oben mal wieder hergestellt. Ansonsten hat Jürgen (wie gewohnt) auch aus meiner Sicht hier recht: In der vergrößerung sieht man an der Stielspitze die Überreste des Netzes, und auch die Fleischfarbe (weiß) kennzeichnet hier den steinpilz.



    Lg; Pablo.

    Servus!


    Suillellus mendax (Kurznetziger Hexenröhrling) ist ein eher schmächtiger Pilz, im Habitus recht ähnlich wie der Glattstieligen (Suillellus queletii), dem er auch von den Hutfarben ähnelt. Die Hutfarben können sich schon auch angleichen, aber was Suillellus mendax eben auch noch hat: in aller Regel satte Rottöne außen am Stiel, vor allem zur Stielbasis hin, und dort auch meistens eine kräftige, dunkelrote Beflockung. Die Netzausprägung ist bei mendax sehr variabel (bei luridus ja auch), da gibt es Fruchtkörper völlig ohne Netzzeichnung und auch solche mit komplett durchgehender, kräftiger Netzzeichnung (aber eben an einem generell +/- zylindrischen Stiel und auch das Netz gerne in satten Rottönen).



    LG; Pablo.

    Hallo, Maren!


    Makroskopisch wäre die Idee von Joe schon ganz gut, aber Postia undosa hätte keine Zystiden und die Sporen sehen anders aus.

    Eine Antrodia dürfte das nicht sein, denn da wüsste ich keine Art mit solchen Zystiden.

    Die Zystiden erinnern mich an Abortiporus biennis (der kann selten auch mal an Nadelholz vorkommen). Das makroskopische Aussehen würde zu der Art passen (Fruchtkörper können da sehr unteschiedlich geformt sein!), ebenso das beschriebene Röten. Die Art bildet auch skeletoide Hyphen, an denen es manchmal schwer fällt, die Septen zu finden (es gibt aber welche, darum wird Abortiporus biennis als monomitisch geführt). Die Sporen sind in den Maßen eher an der unteren Grenze für A. biennis, aber bei jungen fruchtkörpern sollte das schon so passieren können.



    LG; Pablo.

    Hallo, Joe!


    Makroskopisch wäre das schon möglich, zumal du die Art dort ja schon gefunden hast (in zwei abgesicherten Funden).

    So nebenbei: Ich bin wieder daheim, du könntest den also mit dazu tun und das "Mikro - Paket" absenden, wenn du magst. g:-)



    LG, Pablo.

    Hallo, Alex!


    Ok...
    Jetzt bin ich zwar wieder hier, aber so wie das aussieht, fahre ich wohl besser einfach weiter in den Schwarzwald. :gschock:

    Die Tricholomopsis wäre für mich auch eine typische Tricholomopsis decora. Der Wulstling ist aus meiner sicht ein Grauer (Amanita excelsa var. spissa). So nach Bild wären die Kiefernstienpilze für mich auf jeden Fall welche (Boletus pinophilus), im Schriesheimer Teil wachsen die ja auch bei Eiche und / oder Rotbuche. Wäre aber interessant, die mal in der Hand zu halten und in natura zu sehen, manchmal gibt es auch normale edulis mit komisch rötlichem Hiut.



    LG; Pablo.

    Guten Morgen zusammen!


    Interessant ist aber schon Stephans Hinweis auf die Gloeozystiden bzw. die Hyphenenden mit lichtbrechendem Inhalt in der Trame, die wir beide gefunden haben.
    Ich habe maal meine eigenen Bilder und Notizen durchgeguckt, aber bewusst notiert bzw. aufgenommen habe ich das in der Form noch bei keinem anderen Stacheling - allerdings habe ich auch kaum Arten mikroskopisch bisher angeguckt.
    Das werde ich aber bei weiteren Funden eben auch weiter beobachten, vielleicht kann es ja vereinzelt in Kombination mit Sequenzen interessant sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Danke für den Link, die Arbeit hatte ich noch nicht. :thumbup:

    Solche Kollektionen nenne ich immer Sebacina incrustans s.l., wobei man das dann so wohl auch nicht mehr machen kann.

    Daß da etliche Arten noch auszudifferenzieren sind, hatte ich allerdings schon vermutet.



    LG, Pablo.