Beiträge von Beorn

    Hallo; Christine!


    Doch, fotografieren ist immer gut. :thumbup:
    Ich habe in meinem Archiv auch einige "s.l. - Ordner", also wo ich Artenaggregate einfach im weiten Sinne zusammenschmeiße: Dacrymyces stillatus s.l. gehört dazu. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Machiel Noordeloos trennt in seiner Strophariaceae - Monografie diese komisch fetten Grünblauen mit eigenartig schuppiger bis scholliger Hutoberfläche als "Stropharia squamulosa" von Stropharia caerula ab. Ob's denn wirklich eine eigene Art ist (also auch genetisch abgrenzbar) weiß ich aber nicht, ich finde nur schon, daß die anders aussehen als die normalen Stropharia caerula. Die meisten anderen Autoren scheinen dieser trennung allerdings nicht gefolgt zu sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Chris!


    Es könnte helfen, da mal den Stiel recht weit unten kräftig zu rubbeln, oder auch direkt an der Stielbasis mal anschneiden, anhauchen (zum erwärmen) und nochmal schnuppern. Nur um mal zu testen, ob das dingens vielleicht doch irgendwie honigartig an der Stielbasis riecht.



    LG; Pablo.

    Buona Sera!


    Erstmal: Geile Funde, Beli. Glückwunsch! :thumbup:

    Ich meine auf den meisten Bildern in der vergrößerung auch ein feines, aber teils eben schon etwas verwittertes / verwaschenes Netz zu sehen.
    Außer natürlich bei Rubroboletus lupinus.

    Ich denke mal, daß das bei pulchrotinctus auch so ist wie bei etlichen anderen Dickröhrlingen mit feiner, graziler Netzzeichnung: Die kann durchaus vergänglich sein. Also vgl. zB. mal Boletus edulis: Je älter, desto weniger Netz.


    Also... Ich kenne ja weder Rubroboletus pulchrotinctus, noch lupinus aus eigenen Funden. Hätte aber (erst recht nach den Einschätzungen auch von Jürgen und Christoph) ehrlich gesagt hier keine Zweifel an den beiden Arten.

    Was mir übrigens auch gefällt: Ich habe in vielen Büchern und Artikel ja schon viele Aufnahmen von lupinus und pulchritinctus gesehen. Aber Belis Bilder sind - wenn auch nicht immer die absolute Profifotografenqualität - für mich immer eine Bereicherung. Weil er die Pilze halt so zeigt, wie man sie meistens findet: Nämlich schon etwas angeknabbert, verwittert, älter als auf den Hochglanzfotos der meisten Bücher... Eben so, wie sie in Wirklichkeit auch im Wald stehen.
    Das muss man auch mal anerkennen, finde ich.



    LG; Pablo.

    Hallo, Plejades!


    In dem Fall: Schwierig. So richtige "Türmchen mit Zinnen" wie bei Artomyces erkenne ich hier nicht.
    Bei jungen Fruchtkörpern von Ramarien sind die Verzweigungen auch mal noch ganz oben an den Ästen, das mag dann sehr ähnlich aussehen wie hier.

    Wobei ich das jetzt auch nicht für Ramaria stricta halten würde (die ist auch sehr schwer makroskopisch anzusprechen!), aber es gibt ja eine ganze Reihe von holzbewohnenden Ramarien...
    Die hier roch nicht zufällig nach Marzipan, oder?


    Hier noch ein paar Aufnahmen von Artomyces pyxidatus zum vergleichen:




    Und eine Ramaria gracilis (nach Marzipan riechende Streuzersetzer - Koralle) dazu:



    LG; Pablo.

    Hallo, Lukas!


    In das Habitat (Buchenwald, keine Fichten im Umkreis von 20 Metern?) würde ja eher Cortinarius lividoochraceus passen. Das wäre sozusagen der bevorzugt mit Rotbuchen symbiotische Zwilling von Cortinarius stillatitius. Cortinarius lividoochraceus hat normalerweise eine etwas blassere, mehr ockerliche Hutfarbe, der Hut ist auch tendenziell weniger runzelig, und der Lilaton am Stiel unauffälliger bis fehlend.
    Aber ganz ehrlich: ich selbst habe oft große Schwierigkeiten, Kollektionen aus Mischwäldern (Rotbuche & Fichte) einer der beiden Arten zuzuordnen.



    LG; Pablo.

    SAlve!


    Theoretisch kann das auch beides Xerocomellus chrysenteron sein. Jürgen Schreiner hat hier im Forum neulich erklärt, daß sich das rötliche Stielfleisch oft erst nach und nach entwickelt, und bei ganz jungen fruchtkörpern von X. chrysenteron noch nicht erkennbar sein muss. Was allerdings bei beiden Fruchtkörpern gegen X. chrysenteron spricht (auch und gerade bei dem Großen!) ist die so gar nicht aufreißende Huthaut. Das Verhalten wäre für chrysenteron schon sehr untypisch. Auf der anderen Seite aber das rote Stielfleisch für pruinatus extrem außergewöhnlich.
    Das zeigt aber mal wieder: Diese Rotfüßchen haben es in sich und zudem noch faustdick hinter den Röhren. g:D

    Grundsätzlich sollte man die wie Schleierlinge behandeln: Man benötigt für Bestimmungen immer ganze, ordentliche Kollektionen (wo aufgrund der Wuchsweise auch klar sein muss, daß alle Fruchtkörper zum selben Mycel gehören) mit Fruchtkörpern in mehreren Altersstadien. Weil bei einzelnen fruchtkörpern immer das eine oder andere merkmal abweichen kann, aber in der Gesamtheit einer Gruppe man dennoch eine solide Abschätzung bekommen kann.



    LG; Pablo.

    Tach!


    Also: Uwes Bilder sind nun hier im Thema integriert.

    Die Lösung mit dem Aufspalten, pro Tag ein eigenes Thema, finde ich gut, dann wird's jeweils nicht allzu lang.
    Was vernünftig ist, denn auch bei mir haben sich doch so einige Bildchen angesammelt. Nun kann ich meine "Donnerstags - Ausbeute auch mal noch zeigen.
    Ein paar Pilzchen hat ja nun auch Rudi schon beigesteuert. Mal ehrlich: Sein geblitzdingstes Bild der Schleiereule gefällt mir besser als mein ungeblitztes, im Dämemrwald bei Dussellicht. Hier der Vergleich, die selbe Schleiereule (Cortinarius praestans) wie auf Rudis Bild:

    ... und das ist schon massiv nachbearbeitet bei mir. g:(


    Mit dem Elfenring - Klumpfuß (Cortinarius magicus) sah es nicht viel besser aus, der stand in einem dunklen Gestrüpp:


    Und die Isabellfarbenen Schnecklinge (Hygrophorus poetarum) sind ganz ok geworden, obwohl es da auch schon dunkel war:


    Hübsch war auch eine Kollektion von Feinschuppigen Ritterlingen (Tricholoma imbricatum), wo die jungen Fruchtkörper durch schicke, spitze Hüte auffielen:



    Und neben der Schleiereule gab's für mich an diesem Nachmittag noch einige weitere, schöne Erstfunde.
    So wie zB den Knolligen Schleierritterling (Leucocortinarius bulbiger):


    Den ebenfalls von Rudi schon gezeigten Wurzelbecherling (Sowerbyella imperialis):




    Da habe ich aber schon wieder vergessen: Wie kann ich den nun makroskopisch von Sowerbyella rhenana unterscheiden? Der wäre doch auch so gestielt, oder?


    Und ganz besonders schick, der von Maria entdeckte und von Ulla letztlich bestimmte Nabelerdstern (Geastrum badium / Geastrum elegans):




    Eine Gruppe von komisch aussehenden Flämmlingen hätte ein Erstfund werden sollen, aber mikroskopisch anhand der schlanken Huthaut - Hyphen entpuppten die sich doch nur als Gymnopilus penetrans (Fleckblattflämmling):


    Gymnopilus sapineus hätte ich mir ja so vorgestellt, aber nach dem muss ich wohl noch weiter suchen.



    LG; Pablo.

    Salve!


    Ja, die kleinen Dinger sind schon famos. Man hat die Art tatsächlich mal den Schleimpilzen zugerechnet, aber das ist ja ein ganz anderes Reich und Phleogena gehört - wie schon geschrieben - eben tatsächlcih zu den Pilzen. Das war aber früher gar nicht so einfach zu erkennen, als man sowas noch nicht genetisch untersuchen konnte.


    Ich schieb's jedenfalls mal zurück. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Hallo.


    Das sind irgendwelche Samthäubchen (Conocybe).
    Bitte keine Anfragen in diesem Forum, wo sich eine Mißbrauchsabsicht im Hintergrund vermuten lässt.

    Falls die Grundlagen dazu interessieren, bitte >hier lesen<, ist aber nicht wichtig, weil dieser Account bei weiteren Anfragen in der Richtung geschlossen werden wird.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Oder aber ich poste das "Höllen-Foto" welches ich wiederum von Euch gemacht habe während Michl Dich fotografierte.

    Au ja, das will ich sehen!

    Dabei muss man auf jeden Fall festhalten: Auch in der Hölle gibt's paradiesische Pilze. g:-)


    Was ich schon mal zeigen kann, während das Ganze hier Fahrt aufnimmt, sind drei Rindendinger, die ich mitgenommen hatte, und noch nachuntersuchen musste.


    Alle drei Funde stammen von der vormittäglichen Samstags - Exkursion.
    Erstens, an Rotbuche, entpuppte sich ein zahnförmiges Pilzchen als Irpex lacteus (Milchweißer Eggenpilz). Hätte auch Steccherinum oreophilum sein können, der wäre wesentlich seltener gewesen. Aber die Schnallen konnte ich mir nun mal nicht herwünschen.



    Später kam noch ein Fältling an altem, nicht mehr klar definierbaren Nadelholz. Farblich ganz blass, so daß ich da auch noch mal gucken musste, ob's nicht eine der selteneren Fältlingsarten (Leucogyrophana sororia oder Leucogyrophana romellii) sein könnte. Ist aber mit den deutlich dextrinoiden und bis 6µm langen Sporen bei doch noch sehr jungen Fruchtkörpern nur die häufige Leucogyrophana mollusca (Kiefernfältling):





    Der dritte Rindenpilz ist hübsch, aber doch auch irgendwie komisch. Da hatte ich ja schon die Stirn gerunzelt, weil die Fruchtkörper so blass sind, und die KOH - Reaktion nicht stimmt. Neulich gab es hier im Forum schon mal >eine Diskussion<, wobei das ende noch mehr oder weniger offen blieb. Ich würde das vorerst mal unter "Phlebia uda KOH-" laufen lassen. Wobei man in unserem Fall auch sagen muss, daß mit 20% KOH schon eine Reaktion erkennbar war, mit 5% KOH aber keinerlei Verfärbung eintrat.
    Nur so zum Vergleich, wie das bei "normal reagierenden" Phlebia uda mit KOH 5% aussieht:


    Und nun zu "unserer" Phlebia uda (Wachsgelber Fadenstachelpilz):





    So.


    Rindenpilze durch, und keine Erstfunde dort dabei für mich. Aber die werden sich finden in der Gegend, da müsste ich nur intensiver gucken.
    Der Fokus lag aber woanders bei diesem Treffen, und dabei gab's für mich haufenweise Erstfunde. Massenhaft. einer schöner als der Andere.
    Beim ersten kann ich allerdings nicht von "Fund" sprechen, denn bei der Donnerstäglichen Vormittags - Runde war ich nicht dabei. Schön war's dennoch, später mal den mitgebrachten Bitteren Krempenritterling (Leucopaxillus gentianeus) zu sehen:



    Der wurde auch >hier< schon von Uwe gezeigt...

    Ach - Cortinarius : Soll ich die Themen denn nun zusammenfügen, oder lieber getrennt lassen?


    Mit den Nachmittagsfunden vom Donnerstag mache ich dann morgen weiter, wenn's nachmittag wird. g:-)



    LG; Pablo.

    Servus!


    Da das nun auch im Freien so gilt, also maximal bis zu 10 Personen aus höchstens zwei unterschiedlichen Haushalten, wird das nicht durchführbar sein.
    Wobei ich ohnehin schon einen Rückzieher machen wollte, weil's mir einfach zu viel geworden wäre. Aber dann auf die Weise ausgebremst zu werden, auch bei einer Sache, wo in dem Rahmen gar keine Gefahr bestanden hätte, ist natürlich bescheuert.



    LG, Pablo.

    Hallo, Erich!


    Ich kpnnte bislang jedenfalls noch keine mikroskopischen Unterschiede im Hutfilz zwischen Trametes ochracea und Trametes versicolor nachvollziehen.
    Die Poren sind jedenfalls für Trametes cervina zu kleine, bei den Genannten (versicolor und ochracea) käme das eher hin, die können auch beide hin und wieder so ein atypisches, daedaloides bis fast irpicoides Hymenophor bilden. Im Schnittbild ist auch ganz in der Mitte der Ansatz einer dunklen Trennschicht zwischen Tomentum (Hutfilz) und Kontext (Hutfleisch) erkennbar, die bei so jungen fruchtkörpern bei beiden Arten auch oft noch gar nicht ausgeprägt ist.

    Trametes ochracea würde ich in diesem Fall wegen dem Farbspektrum und der Wuchsform favorisieren.



    LG; Pablo.

    Hallo, Christine!


    Die Nebenfruchtform würde dazu passen, aber der Habitus der Hauptfruchtform sieht sehr merkwwürdig aus.
    Allerdings ist Dacrymyces stillatus ja auch ein Aggregat aus mehreren Arten, das bislang noch nicht aufgelöst ist. Möglicherweise liegt da der Hund begraben. Daß die Arten um Dacrymyces capitatus, lacrymalis usw. solche Anamorphen (die opaken, orangenen Böbbelen) bilden wüsste ich jedenfalls nicht.



    Lg; Pablo.