Beiträge von Beorn

    Salut!


    1) sieht viel mehr nach einem Hautkopf (Dermocybe) aus. Wenn die Lamellen bei jungen fruchtkörpern (vor der Sporenreife) so orange waren, wie es auf dem Bild wirkt, dann entweder Cortinarius malicorius (Orangerandiger Hautkopf, Velum orange) oder Cortinarius cinnamomeus (Orangeblättriger Hautkopf (Velum ockergelb).

    3) sieht vom Gesamteindruck eher aus wie Stropharia caerula als wie Stropharia aeruginosa, da müsste man die Lamellenschneiden genauer angucken (Einschlaglupe) und / oder mal absporen lassen.

    7) ist Trametes betulina (= Lenzites betulina = Birkenblättling)



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Ja, genau das Buch meinte ich.
    Es ist aber auch völlig in Ordnung und ausreichend (wenn man sich mit der Gattung nicht intensiver befassen will / kann), das einfach als Aggregat stehen zu lassen.
    Mache ich selbst auch nicht anders, weil mir auch die Kapazität fehlt, mich bei Hebeloma einzuarbeiten.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Danke für die Aufklärung!

    H. calciphila hat sich mir bisher halt nur einmal gezeigt, und da war's halt (mal wieder) ganz schön trocken. Die sahen dann so aus:


    ... was aber dann echt den Witterungsbedingungen geschuldet sein dürfte.
    Beim Vergrößern der Bilder von Romana lässt sich aber in der Tat erkennen, daß zumindest bei einem fruchtkörper die Hutmitte nicht glatt ist und auch nicht einfach nur etwas körnig, sondern schon sehr fein schuppig.



    LG; Pablo.

    Salve!


    Auch Cyanoboletus pulverulentus habe ich schon mit rotem Fleisch in der Stielbasis gesehen.
    Bei älteren Fruchtkörpern kann das durchaus passieren. Müsste Cyanoboletus flavosanguineus nicht Gelb- und oder Rottöne auf dem Hut haben?
    Die Art kenne ich nicht aus eigener Anschauung, auch wenn ich zwei / drei "komische" Funde von C. pulverulentus schon daraufhin überprüft hatte.



    LG; Pablo.

    Hallo, ihr Zwo!


    Das passt auch besser zu dem blassen Fleisch, denke ich. Und auf den zweiten Blick sind auch noch die Reste der Natterung am Stiel erkennbar. :thumbup:



    LG; Pablo.

    MoinMoin!

    Vermutlich ist es einfach Koinzidenz, weil Chondrostereum eine so häufige Art ist, daß der im Winterhalbjahr an mäßig zersetzten Stämmen eigenltich immer vorhanden ist, aber: Ich habe noch nie Pappelschüpplinge gesehen, ohne daß auch der Violette Knorpelschichtpilz irgendwo am selben Substrat saß.



    LG; Pablo.

    Hallo, Emil!


    MAch's dir nicht kompliziert. Diese Rindenpilze sind oft ganz gut zu mikroskopieren. Wenn du den getrocknet hast, einfach einen der Stacheln abtrennen, halbieren, vierteln oder so, in einen Tropfen KOH (3-5%) packen, eine Minute warten, Deckglöschen drauf, quetschen und gucken. Das sollte schon reichen, um das Wesentliche zu erkennen. Wenn's eine Phlebia sein sollte (bzw. mycoacia) kann es passieren, daß das Stachelstückchen im KOH schon dunkel purpurrot bis violett wird. Dann brauchst du gar nicht weiter zu mikroskopieren, sondern kannst direkt "Phlebia uda" dran schreiben.
    Wird aber nicht passieren, denke ich.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Ja, die Gattung passt. :thumbup:
    Um die Art rauszubekommen müsste man allerdings mikroskopieren. Simocybe sumptuosa ist in der Oberrheinebene zB mindestens genauso häufig wie Simocybe centunculus - wenn ich von meinen eigenen Fudnen ausgehe, sogar deutlich häufiger.



    LG, Pablo.

    Hallo, Gretchen!


    Die Hutfarben bei Pleurotus ostreatus sind extrem variabel. Das geht von nahezu weiß bis zu diesem ganz dunklen graublau, was auch auf deinen Bilder zu sehen ist.
    Es gibt oft Kollektionen (gerade im Sommer), die morphologisch nicht bestimmbar sind. Weder makro- noch mikroskopisch. Sie Variationsbreiten beider Arten scheinen sich doch in allen merkmalen in einem gewissen Bereich zu überschneiden.

    Bei deinem Fund hätte ich aber keine Probleme (angesichts der Wuchsform, des Temperaturverlaufes der letzten Zeit und wegen dem Farbspektrum innerhalb der Gesamtkollektion) das als Pleurotus pstreatus s.str. (typische Austernseitlinge) einzuordnen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Erich!


    Wenn diese knorzeligen Hyphen noch etwas mehr verzweigt wären, dann wären das ganz normale, reguläre Bindehyphen, wie man sie bei diversen trimitischen Trametes - Arten findet.

    Nicht aber bei Trametes cervina. Die ist nur dimitisch, was einer der Gründe war, die in eine eigene Gattung (Trametopsis) zu packen.
    Zusammen mit der Sporenform würde ich die dann eher doch ausschließen. Am nächsten käme für deinen Fund dann Trametes ochracea in Betracht. Das würde von der Wuchsform her passen, auch die Farben und Sporen wären (für einen jungen fruchtkörper) im Normbereich.
    Merkwürdig wäre dann aber wieder die Porenform (wie groß sind die eigentlich?) sowie die Struktur der Hutoberflächen...



    Lg; pablo.

    Hallo!


    Safranschirmlinge (Gattung Chlorophyllum) = stiel ungenattert + Fleisch bei frischen Fruchtkörpern überall safranorange verfärbend.

    Riesenschirmlinge (Gattung Macrolepiota = Stiel genattert + Fleisch allenfalls in der Stielrinde weinrötlich verfärbend.


    In deinem Ameisenhaufen wuchsen übrigens zwei verschiedene Arten aus zwei verschiedenen Gattungen. Du kannst ja mal versuchen rauszufinden, welche Fruchtkörper in welche Gattung gehören.


    Ameisenhaufen sind nicht besonders stickstoffreich, jedenfalls bei weitem nicht mit Kompost vergleichbar. Die Wahrscheinlichkeit, dort eine der nitrophilen, giftigen Chlorophyllum - Arten zu finden, ist darum gering (wenn auch nicht null).
    Ich würde dennoch keine Fruchtkörper aus Ameisenhaufen entnehmen, und zwar weil man dadurch immer das Ameisenvolk stört und schädigt. Was aus ökologischer Sicht besser vermieden werden sollte. :gzwinkern:



    LG; Pablo.

    Hallo, Schupfnudel!


    Ein Lentinellus aus der Sektion der ungestielten, filzigen Arten ist das auf jeden Fall. Kleines Problem bei der Sache: Diese Arten sind nicht wirklich bestimmbar.
    Lentinellus ursinus müsste einen ganz dunklen Hutfilz haben (dunkelbraun, schwarzbraun bis schwarz) und muschelförmige Fruchtkörper (Hut +/- gleich lang wie breit), sollte bevorzugt an Nadelholz vorkommen und idealerweise irrwitzig scharf schmecken.
    Leider findet man keine Kollektionen, wo diese Merkmale tatsächlich alle zusammen passen, sondern das variiert in lustigen Kombinationen durcheinander.
    Bisher hatte ich noch nie den eindruck, daß jemand schlüssig erklären kann, welche merkmale (oder ob vielleicht nur eines) wirklich relevant ist und warum.



    LG; Pablo.

    Hallo, Erich!


    Tolle Bilder, makro- wie mikroskopisch. :thumbup:
    Trametes hirsuta ist das nicht, makroskopisch könnte ich mir gut eine junge Kollektion von >Trametes cervina< vorstellen. Mikroskopisch waren da bei meinen Kollektionen allerdings die Sporen deutlicher gekrümmt, und solche knorzeligen Hyphen hatte ich noch nicht beobachten können. Das ist Hutfleisch? Oder Röhrentrama? Also die Bilder von den Hyphen, meine ich.



    LG; Pablo.

    Hallo, Maria!


    Tja...
    Als ich heut die Bilder sah, hatte ich doch das Bedürfnis, rasch wieder in den Zug zu steigen...
    Bilder von mir dauern noch ein bisschen. Zumindest von Donnerstag nachmittag dürfte aber bald wass fertig sein.

    Ich muss allerdings ebenso gestehen, daß ich kaum Leute, sondern nur Pilze auf der Kamera habe. Bis auf die Bilder, die Michl von mir mit meiner Knipse gemacht hat. Weiß aber nicht, ob ich die hier zeigen soll / darf.



    LG; Pablo.

    Hallo, Magellan!


    Wenn der erste Pilz nicht an Rotbuche wachsen sollte (die Rinde sieht so komisch aus...), dann könnte das ebenfalls ganz gut Inonotus radiatus sein - leider können sowohl Inonotus radiatus als auch Inonotus nodulosus gelegentlich fremd gehen...

    Tolle Bilder jedenfalls. :thumbup:



    Lg; Pablo.

    Hallo, Martin!


    Sieht aus wie eine Dermocybe aus der Gruppe um Cortinarius cinnamomeus.
    Lamellen müssten dann bei jüngeren fruchtkörpern orange sein.



    LG; Pablo.

    Hallo, Frank!


    Nö, besser nicht Kühlschrank. Lieber halbieren oder in Viertel schneiden und trocknen. Schonend, also im Dörrex bei <50°C oder auf der Heizung (mit Stück Pappe oder Tuch dazwischen). Wenn die Cortinariologen das Material brauchen, dann getrocknet. Nur nicht zu heiß, sonst ist die DNA im Eimer. Deine Makroaufnahmen und Beschreibung ist top, Mikroskopie kann man ebenso wie die Sequenzierung am herbarmaterial machen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Schrumz!


    Der roch nicht zufällig auffallend nach Dickschaligem Kartoffelbovist bzw. nach Lepiota cristata (die ja auch mal etwas größer und blasser ausfallen kann)?



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Das sieht für mich aus wie ein Fruchtkörper von Polyporus tuberaster, der sich etwas komisch entwickelt hat (Poren den ganzen Stiel runterlaufend), und wo die Hutschuppen abgewaschen sind vom Regen oder von Tierchen abgeknabbert.



    LG; Pablo.

    Servus!


    Vom Gesamteindruck her würde ich eher vermuten, daß die ockerlichen flecken an der Stielbasis einfach nur Flecken sind, der Pilz beim Rumliegen aber an den Lamellen nicht gilbt und auch nicht mehlartig riecht.
    So vom Aussehen her ist es jedenfalls am ehesten der normale Erdritterling (Tricholoma terreum s.l.).



    LG; Pablo.

    Hallo, Gizmo!


    Die Bilder mit Kunstlicht sind nicht gerade optimal, weil die Farben halt nie so rauskommen, wie in der Realität.
    Deine Bestimmung scheint aber sehr plausibel zu sein, mit dem durchgehend gelben Fleisch im Schnitt und dem langsam blauenden Stiel.



    LG; Pablo.