Beiträge von Beorn

    Leccinum aurantiacum (Bull.) Gray
    Laubwald - Rotkappe
    Synonyme:
    - Leccinum quercinum Pilat
    - Leccinum populneum M. Korhonen
    - Leccinum aurantiacum var. quercinum Pilat
    - Leccinum rufum (Schaeff.) Kreisel
    - Leccinum salicola Watling
    - Eichenrotkappe


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricomycetidae --> Boletales --> Leccinum --> Leccinum aurantiacum



    Hut: bis 20 cm breit; halbkugelig bis polsterförmig; leuchtend rot bis rotbraun, zum Rand bisweilen orangegelblich; Huthaut feinfilzig, im Alter in feine, angedrückte Flöckchen aufbrechend, den Hutrand überragend und eingerollt, dabei gerne eingerollte, unregelmäßig –“ dreieckige Zähnchen und Flöckchen bildend, die recht beständig sein können; bei Verletzungen ggfs. intensiver rötlich anlaufend


    Stiel: bis 25cm lang; jung teils bauchig, später zylindrisch, oft gebogen, zur Stielspitze verjüngt; auf weißer Basis mit feinen rötlichbraunen oder auch schwarzbraunen Schuppen, die zur Stielbasis hin häufiger werden und dort auch einen zusammenhängenden Belag bilden können; auf Druck an der Stielbasis bisweilen blau verfärbend


    Röhren: jung cremefarben, im Alter graubraun, Poren gleichfarben; Auf Druck bräunend; Röhren recht lang, Poren sehr fein


    Fleisch: weiß, im Alter gräulich; fest (im Alter im Hut weich im Stiel strohig); bei Verletzung (Querschnitt) langsam violettgrau, grau oder schwarzgrau verfärbend; in der Stielbasis auch blaugrün; Geruch und Geschmack unbedeutend, mild


    Speisewert: guter Speisepilz, roh unbekömmlich


    Sporenpulver: ockerbraun


    Vorkommen: Weit verbreitet aber regional teilweise recht selten; Mykorrhiza mit verschiedenen Laubbäumen


    Verwechslungen: Mit anderen Rotkappen


    Wissenswertes: (...)



    Bilder:






    Ein großes Dankeschön an Anna / Naan83 für die Bilder!


    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:


    >Leccinum albostipitatum<
    >Leccinum vulpinum<
    >Leccinum versipelle<

    Hallo, Eike!


    Guter Einwand.
    Nach Species Fungorum besitzt die gelbe Form sogar den Rang einer Varietät. Heißt also Amanita Rubescens var. Annulosulphurea Gillet.


    Da werde ich mich die Tage mal noch drum kümmern; am besten in Form eines eigenen Portraits. Vielleicht können Ralf und Ingo ihre Bilder auch dann in die richtige Rubrik verschieben.


    Synonyme werde ich hier auch mal noch ergänzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Eike!


    Das gehört zur normalen Variationsbreite von A. Gemmata.
    Vgl. dazu auch Species Fungorum, die von dir erwähnte Variante läuft dort unter Amanita Junquillea var. Exannulosa und ist als Synonym zu A. Gemmata zu verstehen. Besitzt also keine taxonomische Bedeutung.



    LG, Pablo.

    Boletus pinophilus Pilat & Dermek
    Kiefernsteinpilz, Rothütiger Steinpilz
    Synonyme:
    - Boletus pinicola (Vittad.) A. Venturi
    - Boletus edulis var. pinicola Vittad.



    Familie: Boletaceae
    Ordnung: Boletales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut: Hut glatt, jung bereift, alt mehr und mehr verkahlend und glänzend; satt rotbraun, ziegelrot oder rosarot (wenn ausblassend im Alter)


    Stiel: bauchig bis knollig, im Alter auch zylindrisch; selten weißlich, cremefarben, mit zunehmendem Alter immer dunkler bräunlich werdend; mit weißem bis gelbbraunem Stielnetz, das mehr oder weniger ausgeprägt ist und auch mal nur auf einen Bereich direkt an der Stielspitze beschränkt sein kann


    Röhren: gut ablösbar; jung weiß, bald gelblich, im Alter olivgelb; Poren gleichfarben, fein & rundlich; bei Verletzung und auf Druck nicht blauend


    Fleisch: weiß, in der Stielrinde alt auch bräunlich, unter der Huthaut mitunter etwas rosalich oder rötlich; jung relativ fest, alt weich und oft madig; bei Verletzung unveränderlich; in der Stielbasis manchmal gelblich fleckend (wohl durch Parasiten ausgelöst)


    Speisewert: sehr guter Speisepilz, auch roh essbar


    Sporenpulver: olivbraun


    Vorkommen: Eher schwach verbreitet und nur gebietsweise häufig, bevorzugt Sandböden unter Kiefern, relativ streng auf Kiefern als Partnerbäume festgelegt, Funde bei Buchen und Eichen kommen allerdings vor; erscheint hauptsächlich im Sommer und Herbst.


    Verwechslungen: Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis) ist sehr ähnlich, hat aber generell nicht die auffälligen Rottöne der Hutoberfläche. Der Schwarzhütige Steinpilz (Boletus aereus) und der Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) haben eine feinfilzige bis samtige Hutoberfläche und keine rote Zone unter der Huthaut. Beide sind zudem Arten der Laubwälder.
    Verwechslungen wären auch möglich mit Röhrlingen aus der Sektion Appendiculati, die allerdings meist etwas blauen und kein weißes Fleisch haben. Erwähnenswert dabei der Königsröhrling (Boletus regius) mit leuchtend gelbem Fleisch und der Nadelwald –“ Anhängselröhrling (Boletus subappendiculatus) mit blassgelbem Fleisch und anderen Hutfarben.
    Weitere Röhrlinge, wie der ebenfalls rothütige Weinrote Purpurröhrling (Boletus rubrosanguineus) haben andere Stielfarben, eine andere Porenfarbe und verfärben blau.
    Der Gallenröhrling (Tylopilus felleus) bekommt im Alter rosa Poren, hat einen feinfilzigen Hut und schmeckt bitter.


    Wissenswertes: In borealen Kiefernwäldern ist eine weitere Art ohne rote Hutfarben beschrieben: Boletus pinetorum.
    Diese Art ist jedoch nicht eindeutig definiert, es finden sich wenig stichhaltige Hinweise auf die Abgrenzung zB zu Formen von B. edulis.



    Bilder:








    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Boletus edulis = Gemeiner Steinpilz<
    >Boletus reticulatus = Sommersteinpilz<
    >Boletus aereus = Bronzeröhrling<
    >Boletus regius = Königsröhrling<
    >Boletus subappendiculatus = Nadelwald –“ Anhängselröhrling<
    >Boletus rubrosanguineus = Weinroter Purpurröhrling<

    Hallo!


    Auch wenn es eigentlich eher unglücklich ist, hier Diskussionen zur Bestimmung einiger Pilze abzuhandeln (dazu wäre ja das Bestimmungsforum da), wüsste ich eigentlich zu Eikes Pilz keine wirkliche Alternative zu B. Regius. Ich stell nachher noch ein Portrait von B. Pinophilus ein (mit ähnlichem Bildproblem), der recht ähnlich sehen kann und eben auch einen dunklen Stiel hat.
    Der hätte aber weißes Fleisch.
    Und alles andere rosahütige, gelbfleischige, gelbporige mit Stielnetz müsste sich ja +/- blau verfärben. Insofern könnte man zu dunklen Stiel vielleicht mit einer Alterserscheinung erklären?



    Und abgesehen von den (begründeten) Zweifel an den Bidlern ist das Portrait sehr gut, Eike. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Hallo, Hans!


    Das ist eine sehr gute Frage.
    Eigentlich tendiere ich ja dazu, einfach die "richtigste" Antwort zu werten, ganz gleich als wievielte die eingesand wurde. Insofern könnte man aber natürlich auch einfach ein Paket mit drei Antworten abschicken und hoffen, daß die Richtige da mit bei ist.
    Das ist zumindest die simpelste Lösung.
    Ja, vorerst kann das mal so bleiben. Immerhin steht im Regularium ja nur was von "drei Antwortmöglichkeiten". Da steht nichts davon, ob alle getrennt oder auch zusammen abgegeben werden können. Und somit dürfte eigentlich eine später abgegebene falsche Lösung eine vorherige Richtige nicht ungültig machen.
    Sollte sich daran mal noch was ändern (nicht mehr in dieser Runde), dann gibt es dazu eine amtliche Vernehmlassung. ;)



    LG, Pablo.


    Wie kann mann die 2 Arten sicher von einander unterscheiden?


    Am besten an der Huthaut, finde ich.
    Portrait zum Sommersteinpilz ist da.
    Da wären ein paar Bilder echt super, ich hatte nur ein einigermaßen passables, dazu nur grauenhafte Handybilder von diesem Jahr. Die haben aber in dem Thema nichts zu suchen. Da baue ich total auf Mithilfe.



    LG, Pablo.



    Edit:
    Danke, Eike! :thumbup:

    Boletus aestivalis (Paulet) Fr.
    Sommersteinpilz
    Synonyme:
    - Boletus reticulatus ss. auct.
    - Boletus edulis f. reticulatus (Schaeff.) Vassilikov
    - Boletus carpinaceus Velen. (?)


    Familie: Boletaceae
    Ordnung: Boletales
    Klasse: Agaricomycetes



    Hut: Halbkugelig bis ausgebreitet; anfangs feinfilzig bis samtig, kaum verkahlend, Huthaut im Alter oft +/- rissig aufplatzend; in dunklen bis blassen Brauntönen, meist in etwa milchkaffefarben oder lederbräunlich, nur in sonnengeschützten, dichten Laubbaumbeständen seltener dunkel schokoladenbraun; auf Druck unveränderlich; ohne rötliche / rosaliche Zone unter der Huthaut


    Stiel: bauchig –“ keulig bis zylindrisch (meist im Alter); weißlich, cremeweißlich bis bräunlich; mit meist gut ausgeprägtem, weißlichem bis bräunlichem Netz bedeckt; ohne Verfärbungen auf Druck.


    Röhren: jung weiß, später gelblich, alt ins Grünliche verfärbend; Poren gleichfarben; auf Druck nicht verfärbend, erst im Alter treten grünlich –“ braune Druckstellen auf; Röhren vom Hut leicht abzulösen, Poren fein


    Fleisch: anfangs fest, bald schwammig werdend und locker, auffällig oft von Maden befallen; weißlich, in der Stielrinde auch bräunlich, ebenso in der Stielbasis, wenn dort von Parasiten befallen; Geruch und Geschmack angenehm, mild und nussig; bei Verletzung unveränderlich


    Speisewert: hervorragender Speisepilz, auch roh essbar (nicht in großen Mengen)
    Andere Pilzliebhaber (Schnecken, Maden, Mistkäfer, Mäuse usw.) sehen das auch so und naschen bevorzugt an dieser Pilzart


    Sporenpulver: olivbraun


    Vorkommen: erscheint schwerpunktmäßig im Frühsommer (Juni) bis Herbst (September). Insgesamt ist die Art recht weit verbreitet und stellenweise häufig. Allerdings eher wärmeliebend, kalkhaltige Böden werden auch eher toleriert als saure, der Standort sollte auch nicht allzu feucht sein. Mykorrhiza mit Laubbäumen, vor allem Buche und Eiche.


    Verwechslungen: Dunkle Formen können dem Schwarzhütigen Steinpilz (Boletus aereus) sehr ähnlich sehen. Mit dieser Art ist B. reticulatus am nächsten verwand. Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis) und der Kiefernsteinpilz (Boletus pinophilus) unterscheiden sich durch die eher glatte Huthaut und oft eine rötliche oder rosane Zone direkt unter der Huthaut.
    Anlass zu Verwechslung können auch Röhrlinge aus der Sektion Appendiculati bieten, zB der Königsröhrling (Boletus regius) oder der Anhängselröhrling (Boletus appendiculatus). Diese haben aber kein rein weißes Fleisch.
    Der Fahle Röhrling (Boletus impolitus) hat kein Stielnetz.
    Der Gallenröhrling (Tylopilus felleus) kann sehr ähnlich sehen. Sein Stielnetz ist aber oft gröber und steht stärker hervor. Die im Alter rosafarbenen Poren und Röhren sind ein sicheres Kriterium um den Gallenröhrling zu erkennen, der ja auch rosa Sporenpulver hat und kein olivfarbiges.
    Eine Kostprobe entlarvt den Gallenröhrling auch sofort wegen dem bitteren Geschmack.
    Filzröhlringe mit Netzzeichnung am Stiel wie zB die Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) sind meist schlanker, haben kein rein weißes Fleisch und im Alter viel weitere Poren, zudem sind die Pore und Röhren nie weiß.


    Anmerkungen: Ein Erscheinen im Spätherbst ist kein Ausschlußkriterium für diese Art.
    Unklar ist die Identität von Boletus carpinaceus Velen. bzw. Boletus reticulatus subsp. carpinaceus (Velen.) Hlavacek. Dieser sollte normalerweise Boletus reticulatus zugeordnet werden (siehe auch IndexFungorum). Die Beschreibung in Engel & al. (–žauch im Alter noch sehr festes Fleisch–œ) lässt aber auch an eine mögliche Verwandtschaft zu Boletus aereus denken.



    Bilder:



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:
    >Boletus aereus = Schwarzhütiger Steinpilz<
    >Boletus edulis = Gemeiner Steinpilz<
    >Boletus pinophilus = Kiefernsteinpilz<
    >Boletus appendiculatus = Anhängselröhrling<
    >Boletus regius = Königsröhrling<
    >Boletus impolitus = Fahler Röhrling<
    >Tylopilus felleus = Gallenröhrling<
    >Xerocomus subtomentosus = Ziegenlippe<

    Tach, Inni!


    Nichts Offizielles.
    Ich hatte nur das Gefühl, das hier etwas dezente Hilfe nicht schaden könnte. Aber ab jetzt halte ich mich mal zurück dabei, versprochen.


    Auf deine Frage nach dem Pruinatus und der Erfassung in den GPBWs habe ich auch mal was zusammenphantasiert. Da müsstest du eventuell etwas zurückblättern. Sowas verschwindet hier recht leicht unter einem Stapel Antworten.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Wenn das weißliche mal wirklich Milch ist. ;)
    Vielleicht kommt die Substanz ja von ganz woanders her?
    Hat da möglicherweise ein Schneck beim Zähneputzen Sauerei gemacht?


    Ansonsten würde ich mich nämlich Eike anschließen, und den als Laccaria Bicolor bezeichnen wollen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Nobi!


    Jetzt endlich auch mal ein herzliches Dankeschön für die tolle Musik. Das ist mal richtig was zum Schwelgen und Träumen.


    Bretonisch ist doch auch eine keltische Sprache, oder?
    Ich kenne mich da einfach zu wenig aus, habe auch Schwierigkeiten, die Sprachen zu erkennen. Immerhin lerne ich dank dir auch hier dazu.
    Aber was ist das eigentlich?
    >Itroun Varia Folgoat<
    Bretonisch? Gälisch?


    Ich weiß auch nicht, ob es hier so gut reinpasst, aber die Birgit musste ich einfach auch mal irgendwie hier verlinken. Sie spielt viel keltische Musik, auch wenn ihre Aufarbeitung mit Cello nicht gerade klassisch ist. ;)
    Aber creativ.
    >Up and down again<
    >danse des Sables<
    Wenn es gar unpassend hier sein sollte, nehme ich die Links wieder raus.



    LG, Pablo.

    Hallo, Safran.


    Zweite inoffizielle Frage:


    und frage mich gerade, ob aus taxonomischen Problemen u.U. auch mehrere Antworten richtig sein könnten


    Der Pilz ist eigentlich taxonomisch recht eindeutig. Lediglich für die Gattung gibt es mehr als eine gängige Version; manche Gattungen enthalten ja auch Untergattungen. Da bin ich flexibel, was das Akzeptieren von Antworten betrifft.



    LG, Pablo.

    Morgen!


    FROG...
    Diese grünen, braunen oder bunten Dinger, deen tropische Ausprägungen gerne über die Haut CURARE absondern? Jene Wesen, die an lauen Sommerabenden an Teichen und stillen Bächen ein Getöse wie ein Opernhaus veranstalten?


    Nein, ich denke, die meinst du nicht.



    Dennoch kann ich diese Frage wohl guten Gewissens als erste offizielle Frage beantworten:
    Nein.
    Allerdings zählt die nicht. :)



    LG, Pablo

    Alles Gute zum Geburtstag, Frank!


    Für ein weiteres Jahr mit Gesundheit, Spaß und wenig Ärger mit uns Pilzhalunken. :evil:


    Mögest du immer einen gut gefüllten Korb nach hause tragen, den hast du dir für deine Arbeit hier auch verdient.




    LG, Pablo.

    Hallo!


    Aaaaaaber:
    Es könnte doch noch klappen, wenn Andreas die Tage an dem gefällten Baum ein paar Fruchtkörper einsammelt und verschickt?
    Noch müsste das Material ja gut reproduktionsfähig sein.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Macht doch ähnlich den Pilzportraits der "normalen" Pilze Gleiches auch für die kleineren. Wenn sich jemand darum kümmern würde (zumindest den Anstoß zu geben), würde das wohl einiges Licht ins Dunkle vieler Becherunkundigen bringen.


    Kommt schon noch.
    Nur den Andreas nicht hetzen. ;)



    LG, Pablo.

    Auflösung Runde 18:


    Jawoll, ihr habt alle recht:



    Der Zitterzahn / Eiszitterpilz / Pseudohydnum Gelatinosum ist es.


    Ich merke, das war zu leicht. Nur richtige Antworten und ein Haufen mit 10 Punkten.
    Aber was ich glaube: Noch im November wären da nicht so viele Punkte zusammengekommen.


    Punktestand:


    1. Melanieoderimmer - 48 (+10)
    2. Naan83 - 47 (+10)
    3. Nafste79 - 46 (+10)
    4. Inni, Sarifa, Safran - alle 43 (alle +10)
    7. Lutine - 41 (+8)
    8. Mausmann - 40 (+9)
    9. Yezari - 39 (+10)
    10. Leo - 36 (+10)
    11. Malone, Peri - beide 35 (beide +10)
    13. Erebus - 25 (+10)
    14. Beorn - 22 (/)
    15. Nochn Pilz, Tribun - beide 9 (beide +9)
    17. Resavac71 - 4 (+0)




    So, ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.


    Wollt ihr noch eins?



    LG, Pablo.

    Mycena inclinata (Fr.) Quel.
    Buntstieliger Helmling / Buntstieliger Büschelhelmling
    Synonyme:
    - Mycena galericulata var. calopus Fr.
    - Mycena inclinata f. albopilea Derbsch & J.Aug. Schmitt ex Robich & Consiglio


    Basidiomycota --> Agaricomycetes --> Agaricales --> Mycenaceae --> Mycena --> Mycena inclinata



    Hut: bis 4 cm breit; dünnfleischig; glatt; jung kegelig –“ glockig, auch im Alter nie ganz verflachend; gerieft, mitunter bis zur Hälfte; Rand gezähnt; Farblich recht variabel: meist graubraun mit dunklerer Mitte; aber auch beigebraun und seltener fast weiß


    Stiel: deutlich länger als der Hut breit; meist wurzelnd, dünn; längsfaserig; hohl; an der Basis oft weißfilzig; jung oft ganz weiß, später die typische Dreifarbigkeit entwickelnd: Spitze weißlich, Mitte goldgelb oder gelbbräunlich, Basis orangebraun / rotbräunlich / schwärzlich


    Lamellen: jung weiß, im Alter auch cremefarben bis gräulich, manchmal rosa überhaucht, selten im Alter leicht gilbend; eher entfernt stehend; ausgebuchtet angewachsen und mit Zahn herablaufend; Schneiden glatt


    Fleisch: dünn; weißlich –“ hellgrau bis bräunlich, zur Stielbasis dunkler; im Alter gelegentlich gilbend; Geruch nach ranziger Butter; Geschmack mild


    Speisewert: kein Speisepilz


    Sporenpulver: weißlich


    Vorkommen: meist stark büschelig bis rasig wachsend; weit verbreitet und ortshäufig; meist im Flachland und niedrigen Bergland bis 800m üNN zu finden; Substrate: Laubholz, meist Eiche seltener Buche oder andere Laubholzarten


    Verwechslungen: mit anderen Helmlingen; Geruch beachten


    Wissenswertes: vor allem farblich (Hut und Stiel) eine recht variable Art. Wenn man den typisch ranzigen Geruch, das Vorkommen auf Laubholz, den gezackt –“ gezahnten Hutrand und die Fehlende –žMilch–œ (wie bei M. crocata oder M. haematopus) berücksichtigt, recht sicher zu bestimmen



    Bilder:







    Mycena inclinata, 3D - Animation von Sarifa:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ein Helmlings - CT. Original vorgestellt in >diesem Thema<.
    Dankeschön, Sarah!



    Links zu verwandten und ähnlichen Arten im Archiv:


    >Mycena tintinabulum<
    >Mycena Galericulata<
    >Mycena maculata<
    >Mycena renati<

    Hallo, Ingo!


    Und wieder so ein vorzügliches Portrait.
    Das eigentlich super in der Portrait Sektion aufgehoben wäre. Aber keine Bange, das kommt noch.


    Auf was wachsen die denn? Ist das Buche?



    LG, Pablo.

    Hallo, Inken!


    Wenn ich das richtig verstanden habe (habe mir allerdings auch nicht den kompletten Einleitungsteil durchgelesen), finden auch in die Monatstabellen alle Funde über den gesamten Zeitraum eingang.


    Bei X. Pruinatus ist es allerdings nicht verwunderlich, daß da eher niedrige Zahlen stehen, da das Taxon eben noch nicht sehr lange gesondert betrachtet und dokumentiert wird. Das wird ja auch daran ersichtlich, daß auch bei der spezifischen Aufgliederung nach Baumpartnern kaum etwas steht. Dazu werden auch gewisse Einschränkungen im Text gemacht, die sich eben darauf beziehen, daß das Taxon lange Zeit nicht gesondert kartiert wurde.


    Konsequenterweise fehlt zu dem Pilz in den GPBWs ja eine Verbreitungskarte komlett.




    LG, Pablo.

    Hallo, Hajdu!


    Stimmt, Albinoformen gibt es auch. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist hier wohl neben der Sporengröße die Verfärbung des Fleisches in Hut und Stiel: Da färbt L. Holopus rosarötlich ein. L. Cyaneobasileucum verfärbt wie erwähnt und gezeigt ausschließlich in der Stielbasis blau.


    Inwiefern der Standort zur Unterscheidung herangezogen werden kann, ist fraglich, da eben L. Cyanobasileucum offenbar auch an moorigen Standorten erscheinen kann. An einem zwar feuchten, aber nicht sumpfigen Standort fand ich im letzten Jahr auch einen komplett weißen Vertreter, den ich aber nicht exakt einer der beiden Species zuordnen kann, weil ich kein Schnittbild habe. :(


    LG, Pablo.

    Hallo, Eckart!


    Pilze sind eben oft sehr variabel, auch was die Form angeht. Bei dieser Wuchsform, stacheligem Hymenium und den roten Gutationstropfen gibt es aber kaum Alternativen.


    Der Zapfen ist übrigens ein Fichtenzapfen, der Pilz wächst nur scheinbar darauf. Das ginge schon nicht wegen der Größe: Um einen solchen Fruchtkörper zu bilden, ist in einem so kleinen Zapfen nicht genug Nahrung für einen Pilz.


    Der Fruchtkörper gehört zu einem Geflecht aus Pilzfäden im Erdboden, das mit der Fichte, von der der Zapfen abgefallen ist, in Symbiose lebt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hajdu!


    Lt. SpeciesFungorum ist L. Brunneogriseolum nur noch Synonym für L. Cyaneobasileucum. Der kann immer noch recht hell sein, die (richtig) weiße Form ist aber aktuell L. Holopus.


    Vgl. oben die Synonymie und - ganz wichtig! - unten den Link zu Entoloma.nl. Da steht nicht nur Wissenswertes über Mikromerkmale drin. Für die Gattung Leccinum ist diese Seite extrem aufschlussreich und absolut auf dem neuesten Stand.



    LG, Pablo.