Beiträge von Beorn

    Hallo, Claudia!


    Der fruchtkörper von Thorben ist makroskopisch ein wenig ungewöhnlich ausgeprägt, ansonsten sind Clitocybe gibba und Lepista flaccida (bzw. gilva, wenn man das da mit einschließt) schon makroskopisch kaum zu verwechseln. Eher Gedanken müsste man sich über Paralepistopsis amoenolens (Clitocybe amoenolens) machen, der erstens dem Fuchsigen Röteltrichterling wohl wirklich sehr ähnlich sieht, zweitens lebensbedrohlich giftig ist und drittens Nachweise auch in (Süd-) Deutschland in den kommenden Jahren erwartet werden müssen. Auch der wäre mikroskopisch (glatte Sporen) leicht zu unterscheiden, makroskopisch wär's mal interessant, wo da die sichersten trennmerkmale liegen.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Die Färbung von Nebelkappen ist recht variabel. Meistens etwas blasser, aber so braun wie hier geht auch.
    "Parfümierter Geruch" würde ja an sich schon zu Nebelkappen passen, für den Schmutzigen Rötelritterling (riecht nach garnix) wäre das ein weiteres KO - Kriterium.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thiemo!


    Funde von vermeintlichen "Pappelschüpplingen" an anderen Substraten sollte man sich jedenfalls sehr genau angucken, und auf Pholiota heteroclita überprüfen. Der sieht sehr ähnlich aus, mag aber wohl auch lieber Laubholz als nadelholz.



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Wenn du noch kannst, dann probier's mal aus mit dem Sporenabwurf und der Melzer - Reaktion. Myxomphalina hat ja auch diese abziehbare, dehnbare Huthaut (stärker noch als bei Gamundia striatula), das wäre auch noch ein Merkmal. Die Zystiden würden schon passen, wobei ich jetzt nachgucken müsste, ob Myxomphalina nicht auch Pleuros haben sollte.



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Nur keine Hektik. Die Pilze sind fotografiert, die Bilder können ja nicht weglaufen. :thumbup:
    Ich habe ja selbst von den meisten mediterranen Arten keine Ahnung, weil ich die nie in der Hand hatte. Adalgisae siehe zB >hier<, wobei das nach der Beschreibung eher ein Neoboletus sein müsste, und deiner ist schon ein Suillellus.

    Vielleicht haben ja Jürgen oder Christoph hierzu noch eine Idee.



    LG; Pablo.

    N'Abend!


    Dann will ich auch mal mit ein paar Samstagspilzen rausrücken.
    Bei der Vormittagsrunde hatte ich kaum Bilder gemacht - die Rindenpilze mal ausgenommen, die hatte ich aber ja woanders schon gezeigt.

    Schleierlinge hatte ich vormittags nur zwei geknipst (mit eher unbefriedigendem Ergebnis) und mir auch eingeprägt.


    Zum einen Cortinarius fulvocitrinus (Braunblättriger Klumpfuß), worauf ich tatsächlich inzwischen einen meiner eigenen, vorherigen Funde revidiert habe. Der unterscheidet sich von Cortinarius splendens eben durch das viel blassere Fleisch im Schnitt und die von jung an bräunlichen Lamellen.


    Ein Schleierling mit ungerandeter, unauffälliger Knolle, recht dunkler Hutfärbung, satt roter KOH - Reaktion im Fleisch und komischem Geruch, den ich zunächst als "Fruchtig" eingeordnet hätte, aber den Hinweis "unreife Bananenschale" gut nachvollziehen kann, wäre Cortinarius nanceiensis:


    Und irgendwie hatte das alles nicht ganz gereicht am Samstag vormittag, und so zogen Enno und Toffel und ich nochmal los, nach einer Stelle, gucken, die wir zuvor beim Vorbeifahren schon mal anvisiert hatten. Maria riet uns von der Stelle ab (zurecht), weil da nichts los wäre (nur haufenweise Schnecklinge, jede Menge lustiges Gedöns, aber kaum Schleierlinge). Also noch mal woanders hin. Woanders war's gut. Kunststück, in der Gegend ist es ja eh überall gut. Auch in so einem Jahr wie diesem, wo es ja "fast gar keine Pilze gibt". Gell, Maria? :gzwinkern:


    Zugegeben, unsere Chancen auf bemerkenswerte Funde erhöhten sich auch um mehrere hundert Prozent, als Ennos Akku leer war und meine Speicherkarte voll.
    Solche Ereignisse steigern die Fundwahrscheinlichkeiten enorm!

    Daher nur ein paar kleine Eindrücke, was bei der Nachmittagsrunde noch so los war, solange ich noch knipsen konnte.


    Bereits bekannt, aber immer wieder ein ganz hübscher Pilz, Cortinarius insignibulbus:




    Den hatten wir in mehreren Kollektionen, im Feld aufnehmen jonnte ich leider nur die eine. Vielleicht beglücken Enno und Toffel uns noch mit ein paar weiteren Aufnahmen.


    Hatten wir auch schon, aber an dem kann man sich nicht satt sehen. Cortinarius sodagnitus:



    Und dann tatsächlich noch was eher Seltenes, was glaube ich auch sonst auf keiner Exkursion aufgetaucht war. Von Günter nachher als Cortinarius flavolilacinus eingeordnet:



    Ein Pilz großer, stattlicher Pilz mit leuchtend gelbem Hut, einem zarten Schimmer von Blau im Schnittbild bei ganz jungen fruchtkörpern, und ansonsten rein weiß, auch das Velum am Rand der Stielknolle. Könnte mit Cortinarius saporatus verechselt werden, der aber eine etwas trübere Hutfärbung hat, normalerweise viel mehr Velum, das sich in einem bräunlichen Flaum auf die Stielbasis legt, und dem bei C. flavolilacinus weniger bestöndigen Velum auf der Hutoberfläche.


    Auch Cortinarius calochrous konnten wir noch einsammeln (ich vor Ort leider nicht fotografieren), hier zusammen mit ein wenig calochrous vom Vormittag im Döschen:



    Und dann war da noch dieses Problem mit Cortinarius splendes im Mischwald. Cortinarius meinhardii wäre das Pendant zu splendens im Nadelwald - aber das war's dann auch mit sicheren UNterscheidungsmöglichkeiten. Theoretisch sollte C. meinhardii nach gemahlenem Pfeffer riechen. Mit dem Geurch tue ich mich aber schwer, bei unserem Fund zwischen Fichten und Buchen war nichts wahr zu nehmen. Theoretisch sollte C. meinhardii aber auch größer und massiver sein, als der eher kleine splendes. Theoretisch...
    Praktisch hatten wir uns (also vor allem Günter sich) bei unserem fetten, nicht pfeffrigen Fruchtkörper auf splendens geeinigt. Oder vielleicht splendes s.l.?
    Ach, wie auch immer, ich nenne das jetzt einfach mal Cortinarius splendes (Leuchtendgelber Klumpfuß) in aller Pracht und Variationsbreite seiner Größe, hier im vergleich zu ein paar kleineren Fruchtkörpern vom Vormittag.



    Der fette Brummer war der Einzelfruchtkörper von der nachmittagsexkursion.




    LG; Pablo.

    Hallo, Raphael!


    Die Paralepista gilva sieht in der Tat merkwürdig aus - vor allem die Lamellen und Lamellenansatz sowie Hutform wollen nicht recht ins Konzept passen. Grundsätzlich variiert das ja lustig und ansatzlos zwischen "gilva" und "flaccida" hin und her, also die Übergänge sind da wirklcih fließend.
    Aber deine Kollektion fällt echt aus dem Rahmen.
    Bei "komischen" flaccidas bzw. gilvas musss ich ja immer an Clitocybe amoenolens (wo hat man den jetzt gattungsmäßig verordnet?) denken, aber der hätte ja glatte Sporen.



    LG; Pablo.

    Hallo, Karl!


    Ich müsste das hier abschätzen, weil ich den Pilz ja nicht vorliegen habe. Komme aber so nach Bild auf ca. 20 Lamellen, die den Stiel erreichen.
    Als Samstags preview aus meinem Fundus dann gleich mal dieses PIlzchen, den hatte ich ja auch geknipst:



    LG, Pablo.

    Tja...


    Immer noch nicht? Ist doch eine schöne Dokumentation?
    Karl W und Wolfgang P. & Enno ?

    Aber manchmal geht auch einfach nix bei diesen Nolaneas - wenn's denn eine ist, und nicht bei jungen fruchtkörpern doch noch was Blaues dabei war.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Stimmt. Aber wir sehen ja nur einen einzigen Fruchtkörper von unten, da kann auch mal was untypisch ausgeprägt sein - vor allem angesichts des Knicks, der hier um den Hut läuft. Aber Galerina - klar, so was aus der Ecke stylifera, sideroides oder so?



    LG; Pablo.

    Hallo, Beli!


    Tendenziell schon, ja...

    Aber ich kenne die entsprechenden Mediteranarten nicht, die da noch zu prüfen wären. Also vor allem Suillellus computus und Suillellus adalgisae (ist das überhaupt ein Suillellus?), die beide ziemlich ähnlich sein müssten.



    LG; Pablo.

    Hallo, Reinhard!


    Auch eine Peziza wäre hier möglich. Die können ebenfalls solche eingerollt - geschlitzten Fruchtkörper bilden.
    Ich fürchte, dieser Fund wäre auch mal wieder ein Fall für die Mikroskopiker...



    LG, Pablo.

    Schönen Guten Abend!


    Die Nummer 2 könnte nicht vielleicht arg erdartig gerochen haben?
    In einigen Aspekten erinnert die mich schon an Cortinarius nemorensis (variicolor var....), wie sie normalerweise jedes Jahr im Kohlhofpark bei Hainbuchen erscheint...



    LG; Pablo.

    Salve!


    Die Sporen sehen etwas komisch aus für >Gamundia striatula<, auch der dunkle Stiel wäre merkwürdig.
    On das vielleicht in richtung Myxomphalina maura gehen könnte? Der hat zwar amyloide Sporen, aber das ist mitunter schwer zu erkennen, am besten noch sichtbar bei einem Tropfen Melzer direkt auf den Abwurf. Wobei... da wären die Sporen ja etwas dickwandig, wie ich eben in meinen Bildern sehe. Passt also auch nicht wirklich.



    LG; Pablo.

    Hi.


    Dann versuche ich mal so mein Glück. In der Hoffnung, daß das mit dem Nachtfrost heute nicht zu dramatisch wird.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Ja, vermutlich aus der Ecke, die inzwischen als eigene Gattung (Homophron) abgetrennt wurde, also entweder Psathyrella spadicea (Homophron sarcocephalus) oder Psathyrella cernua.



    LG; Pablo.

    Moin!


    Ist die gelbe Stelle am Stiel des weißen Ritterlings durch Berührung zustande gekommen?
    Weil wenn Geruch nicht nach Behelfspissoir in der Unterführung riechend, sondern eher nach Schwefelrittering, und bei Berührung gilbend, dann käma auch noch Tricholoma sulphurescens in Frage.



    LG; Pablo.

    Hallo, Thiemo


    Ich bin etwas skeptisch, ob das mit dem verfärbungsverhalten der Hutoberfläche immer so klappt.
    Erst am Wochenende hatte ich wieder solche ockergelb einfärbenden Tricholoma lascivum in der Hand, also auf jeden Fall bei Rotbuchen wachsend und mit intensivem, erbärmlich pissigem Unterführungsgeruch.
    Siehe auch das Bildchen oben, die rochen halt auch lascivum - mäßig und waren auch so ockerlich wie auf den Bildern, und wie ich das eigentlich eher bei album erwarten würde.



    LG; Pablo.