Beiträge von Beorn

    N'abend!


    Also ich kann keine Rottöne auf den Bildern erkennen. Jedenfalls nicht in einer Form, die gegen Sandröhrlinge (Suillus variegatus) sprechen würde.



    LG; Pablo.

    Hallo, Sebastian!


    ich würde ja vermuten, daß beide Funde zu Telamonia gehören. Und bei beiden muss ich passen, in der UNtergattung beschränke ich mich momentan auf gut erkennbare und gut definierte Arten (oder Aggregate).



    LG; Pablo.

    Salut!


    Am ähnlichsten dürfte noch Psathyrella cotonea sein, aber eben mit helleren Stielen bzw. auch auf dem Hut helleren Schuppen.
    Ich würde das hier schon für reguläre Psathyrella maculata halten. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Salut!


    Noch ein paar weitere Freitags - Bilder.
    Von Cortinarius saporatus hatten wir noch eine weitere Kollektion:


    Ebenfalls schick, mehrere Funde von Cortinarius elegantissimus (Prächtiger Klumpfuß), mit leuchtend gelber, im Alter mehr und mehr goldorange oxidierender Hutoberfläche, meist recht stattlichen, großen fruchtkörpern, jung leuchtend gelben Lamellen mit Grünstich und tief roter KOH - Reaktion auf Huthaut und Knollenrand, Fleisch im Schnitt weißlich (jung bisweilen schwach bläulich in der Stielspitze) und KOH im Hutfleisch und Stielbasisfleisch +/- rosa, ansonsten unauffällig.



    Mit Cortinarius bergeronii existiert eine estrem ähnliche Art mit gleicher KOH Reaktion, aber deutlich kleineren Sporen und deutlicheren, ausgeprägteren Blautönen, die nicht nur im Schnittbild, sondern jung auch außen an der Stielspitze bei jungen fruchtkörpern erkennbar sein können.


    Bei einem Fund bin ich mir im Moment gar nicht mehr sicher, ob ich den richtig abgelegt hatte. Gehört auf jeden Fall zu den Calochroi, mit ockergelblcihem Velum am Knollenrand, aber rosa KOH - Reaktion auf Basisfilz und Hutrand. War das hier Cortinarius catharinae:


    Cortinarius calochrous war ja das hier, hatte ich morgens vor der Exkursion fotografiert, wenn ich das richtig erinnere. Wobei da offenbar schon was passiert mit KOH - hatte da jemand 40% draufgetan? Jedenfalls ist das hier nur ein trübes rostbraun, kein pink wie oben.


    Dann waren da ja noch die Stachelinge.
    Phellodon niger (Schwarzer Duftstacheling) in etlichen Kollektionen, die sich nicht recht fotografieren ließen:


    Und der Star des Hangwaldes, Hydnellum aurantiacum (Orangebrauner Korkstacheling), der sich durch das trüber und dunkler gefärbte Fleisch (auch bei jungen Fruchtkörpern) von Hydnellum floriforme unterscheidet.





    ...und eben die "beiden" Sarcodons. Wenn's denn tatsächlich zwei Arten sind (was ich schon glaube).
    So am Rande: Ich bleibe mal vorerst bei Sarcodon als eigener Gattung, wobei die Eingliederung von Sarcodon zu Hydnellum im grunde schon logisch wäre.

    Sarcodon scabrosus (Gallenstacheling):


    Der kam an mehreren Stellen, und teils durcheinanderwachsend mit einem Sarcodon mit etwas anders strukturierter Hutoberfläche, nämlich nicht so deutlich schuppig aufbrechend, sondern glatter und wenn aufplatzend, dann eher feldrig. Den nenne ich vorerst mal Sarcodon spec.:


    Mikroskopisch habe ich die beiden noch nicht verglichen, kommt aber noch. Sind ja getrocknet. Beide haben allerdings eine blass graublaugrüne Stielbasis (mal deutlicher mal weniger deutlich), beide schmecken mehr oder weniger bitter (scheint aber schon bei den Fruchtkörpern mit deutlich sparrig aufschuppendem Hut variabel zu sein).
    Tendenziell hat der als Sacrodon scabrosus bestimmte, sparrigschuppige Pilz etwas mehr am Stiel herablaufende Stacheln, der mit dem schollig aufbrechenden Hut den etwas gedrungeneren habitus, aber das scheinen nur Nuancen zu sein, die vermutlich bedeutungslos sind.

    Mal gucken, ob sich dieses Rätsel irgendwann noch lösen lässt.


    Ach, einen beinahe vergessen...
    Der einzige Fund, den ich am Freitag auf der nachmittagsrunde noch fotografiert hatte, war ein weiterer "Perser" für mich, und darum schön, auch wenn's nur ein Einzelexemplar war. Ein kapitaler Rötender Erdstern (Geastrum rufescens):



    LG; Pablo.

    Bon Soir!


    Au ja, Kalknadelwald!

    Tolle Sache. Wobei: Eigentlich ist jeder Waldtyp interessant, er sollte nur so naturbelassen wie möglich sein. Also ein Wald und keine Holzplantage.
    Cortinarius glaucopus ist krass... Was macht man da, wenn's im Fichtenwald noch eingestreute Eichen und / oder Rotbuchen gibt?
    Weil der ja optisch wie ein Abziehbildchen von Cortinarius magicus aussieht. Oder ist das so ein Problem wie die Abgrenzung zwischen Cortinarius splendens und Cortinarius meinhardii, also im Mischwald nicht mehr bestimmbar?



    LG; Pablo.

    Hallo, Emil!

    Das KOH ist tatsächlich nur um das präparat zu lockern. Es löst einiges an kristallinem schmodder zwischen den Hyphen auf, lässt die Hyphen etwas quellen und macht alles ein wenig geschmeidiger. Manchmal sind freilich auch Zystiden mit irgendwelchem Inhalt besser zu erkennen, aber das ist eher selten der Fall. Ich habe aber auch den eindruck, daß es im Vergleich zu Leitungswasser die Kontraste ein wenig verbessert.



    LG; Pablo.

    Hallo, Horst!


    Die mikroskopische Betrachtung ist in der Gattung erstmal noch gar nicht das Entscheidende.
    Viel wichtiger ist eine ausführliche makroskopische Beobachtung. Das fängt aber schon damit an, daß man idealerweise eine Kollektion aus mehreren Fruchtkörpern (mit auch ganz jungen, frischen) haben sollte. Einzelfruchtkörper sind oft unbestimmbar, vor allem wenn die schon etwas älter sind.
    Auch braucht man unbedingt immer die Stielbasis, ein Schnittbild ist obligat, als nächstes käme die eingehende Betrachtung der Umgebungsökologie, der geruch (Rubbeln an Stielbasis) und dann noch die KOH - Reaktionen (bei Phlegmacien unabdingbar) auf Huthaut, Knollenrand, Basismycelfilz, Hutfleisch, Stiel-Hut-Übergang (im Schnittbild) und Stielbasisfleisch.

    Damit kann man schon sehr weit kommen (außer bei Telamonia), auch ohne MIkroskopie.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    och, so untypisch finde ich das gar nicht für coralloides.
    Die ist ja ungeheuer variabel, wenn sie durch ein Moospolster muss, gehen auch Formen wie hier.



    Lg; pablo.

    Hej.


    Die ausgeprägte Cortina hat bei jungen fruchtkörpern Tricholoma argyraceum:



    Tricholoma argyraceum gilbt auch im Vergleich zu scalpturatum und inocyboides kaum.
    Ansonsten sind es nur Nuancen (mit hohem Überschneidungsbereich zu den beiden anderen Arten) in Struktur der Hutschuppung, Färbung und Hutform.
    Mikroskopisch ginge die Abgrenzung noch anhand der Sporenform.


    So intensiv, wie die hier gilben, wäre Tricholoma scalpturatum die plausibelste Option.



    Lg; Pablo.

    Ahoi!


    nach Galerina sieht das eigentlich nicht aus, finde ich. Tubaria könnte da als Gattung eine Option sein. Oder sehen die jüngeren fruchtkörper von unten beringter aus?



    Lg; Pablo.

    Servus!


    Die sehen ja witzig aus.
    Bei der Hutform dachte ich im ersten Moment an Phaeocollybia, aber das passt nicht. eventuell wäre noch Cortinarius möglich (subgen. telamonia), da gibt's auch ein paar so zipfelige Arten. Lamellenfarbe / vermutete Sporenfarbe und Gestalt der Lamellen sieht aber in der Tat eher nach Inocybe aus.


    PS.: Hast du am Donnerstag zufällig Zeit?



    LG; Pablo.

    Tach!


    Buckel in der Hutmitte kann ein Mönchskopf haben - muss aber nicht. Der ist nicht bei allen fruchtkörpern ausgeprägt.
    Gerüche sind heikel, die sind in erster Linie übungs - und trainigsabhängig. Und bei allen Pilzen auch gerne mal flüchtig bzw. variabel ausgeprägt.

    Nach allem, was auf den Bildern zu sehen ist, wirkt das schon am ehesten wie ein Mönchskopf (Clitocybe geotropa, "Clitocybe maxima" ist das Gleiche, also nur ein Synonym zu C. geotropa).



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Verpasst! Aber nicht zu spät, die wichtigsten Wünsche los zu werden.

    Gesundheit! Weil wichtig um alles Umsetzen zu können, was man gerne machen möchte. Und Ruhe, damit alles, was man machen möchte, auch wirklcih klappt.
    Und Glück, weil man das manchmal eben auch dazu braucht. Wesentlich: Tolle Pilzfunde hier und da, denn ohne das wär's ja nur halb so bunt.




    LG; Pablo.

    Hallo, Sarah!


    Alles Gute, Gesundheit und insgesamt ein Lebensjahr, daß besser als das vorhergegangene sein möge!

    Ein paar volle Körbe (und keiine Lockdowns mehr) sollen dir ebenfalls vergönnt sein!




    LG; Pablo.

    Guten Abend!


    Hoffentlich kannst du es dir trotz Corona gut gehen lassen, auch ohne angemessene Feier!

    Für's kommende Jahr alles Gute, gesund bleiben, und bessere Bedingungen (in allen Lebenslagen) als im Vergangenen seien dir gewünscht!




    LG; Pablo.

    Hallo.


    Wenn Nummer 3 mild schmeckte, und Nadelbäume anbei standen, dann sollte das Lactraius hepaticus (Leberbrauner Milchling) sein.
    Der Rötelritterling könnte auch Lepista glaucocana (Blassblauer RR) sein, der ein wenig anders riecht wie Lepista nuda und insgesamt auch jung deutlich blasser gefärbt ist.



    LG; Pablo.

    Tach!


    Laccaria kann ja nicht sein. Siehe Bilder oben (vor allem auch Mikros!).

    TuCon dürfte schon passen, die Fruchtkörpergrößen können durchaus so weit variieren. Bei Hutdurchmessern von mehr als 10 cm müsste man drüber reden, ob's nicht was anderes sein könnte, ebenso bei Hutdurchmessern von weniger als 100µm... :gzwinkern: Größe ist bei den Pilzchen hier schon recht variabel. TuCOn hatte ich jedenfalls auch schon so klein.



    Lg; Pablo.

    Servus!


    ich denke auch, daß der erste einfach Tricholoma ustale ist (sehr häufige, weit verbreitete Art in allen möglichen Buchenwäldern und anderen Wäldern mit eingestreuten Rotbuchen).



    LG; Pablo.