Beiträge von Beorn

    Hi, Stefan!


    Dieser Sachsenwald allerdings ist nicht in Sachsen. ;)
    Genausowenig wie Lützelsachsen Großsachsen.


    Mausmann, es macht hier echt Spaß mitzulaufen. Viele deiner Pilze reizen mich, die mal selbst anzuschauen, zu beriechen und zu knautschen.
    Bestimmungstechnisch kann ich nicht weiter helfen, als das bisher der Fall war, aber das ist hier ja auch nicht das Wesentliche.


    Pack mal den Sachsenwald, den Friedhof und Hamburg in die Tasche und komm her.



    LG, Pablo.

    Hallo, Earl!


    Schöne Pilzrunde von dir! :thumbup:


    Hat die 1 ganz weiße Lamellen? Wenn ja, dann kannst du da mal Lactarius blennius (Grauagrüner Milchling) hinschreiben. Sparringspartner wäre der Blassrandige Milchling (Lactarius fluens) mit schon jung cremefarbenen bis cremegelblichen Lamellen. Beide müssten scharf schmecken.


    Den Speisetäubling kann ich bestätigen, und der Hallimasch ist zumindest mal ein Halimasch. Ob aber Armillaria melea (Honiggelber) oder gallica (ähm... kein Übersetzer zur hand :shy: ) ist bei dem Licht schwer zu beurteilen.



    LG, Pablo.

    Hallo miteinander!


    Ich hake jetzt an dieser Stelle mal ein. Das hat nicht direkt etwas mit dem Pilz von Matthias zu tun. Der ist ja als Weinroter Purpur - Röhrling (B. rubrosanguineus) abgeschlossen bestimmt.


    Mir geht es um etwas Anderes.
    Wo wir hier gerade etwas in die Gruppe der Purpurröhrlinge eingestiegen sind, bin ich noch über eine weitere, wohl auch in Dt. vorkommende Art gestolpert, und zwar über Boletus luteocupreus (Gelbhütiger Purpurröhrling ?).
    Eine Beschreibung mit Bildern finde ich >hier<, einen hübsch bebilderten deutschen Fund gibt es >hier< zu sehen.
    Interessant ist für mich dabei auch die Fundortangabe von Rudi. Auf dem Würzburger Friedhof tummelt sich doch auch Boletus legaliae (LeGals Satansröhrling), wenn ich das richtig mitbekommen habe?
    Rein optisch (insbesondere von Rudis Bildern ausgehend) sieht das für mich vor allem B. legaliae sehr ähnlich. Die Arten haben aber nichts miteinander zu tun, oder? Zumindest >SpeciesFungorum< führt B. luteocupreus als eigenständige Art, und Bestimmungen von Rudi und Jürgen zweifle ich normalerweise per se nicht an. ;)


    Aber wie sieht es da dann mit der Abgrenzung aus?
    Und müsste unsere Purpur - Röhrlings - Liste (für in deutschland vorkommende Arten) dann nicht so aussehen:


    -> Boletus legaliae = LeGals Satansröhrling (/ Falscher Satansröhrling)
    thermophile Art bei Laubbäumen; Blauend an Poren, Stiel und im Schnitt; Gelbtöne am Hut
    -> Boletus luteocupreus = Gelbhütiger Purpurröhrling
    thermophile Art bei Laubbäumen; Blauend an Poren, Stiel und im Schnitt; ebenfalls mit Gelbtönen
    -> Boletus rhodopurpureus = Blaufleckender Purpur –“ Röhrling
    thermophile Laubwaldart; Blaut auch bei Druck an der Hutoberfläche; Hut mit mehr Rosatönen
    -> Boletus rhodoxanthus = Blasshütiger Purpur –“ Röhrling
    thermophile Laubwald - Art; Hut in grau und Rosatönen; Blaut im Schnitt nur im Hut, Stielfleisch gelb
    -> Boletus rubrosanguineus = Weinroter Purpur –“ Röhrling (/Falscher Satansröhrling)
    Vorkommen in Gebirgsnadelwäldern; Hut blass und mit Rosatönen


    Die Merkmalsauflistungen sind natürlich nicht vollständig. Aber darum geht's hier auch nicht. Nur mal so um einen groben Überblick.

    Hallo.


    das soll jetzt aber nicht heißen, dass es mit den Steinpilzen an dem Standort schon vorüber ist, wenn dort die Fliegenpilze kommen ?


    Nein.
    Steinpilze (ich gehen mal vom Echten Steinpilz / Boletus edulis aus) bilden uber einen längeren Zeitraum Fruchtkörper. So etwa von Juni bis November, je nach Witterung.
    Die Fruktifikationsperiode von Fliegenpilzen beginnt deutlich später, hält aber fast genauso lange an. Von daher ist es nicht ungewöhnlich, ab September Steinpilze und Fliegenpilze durcheinander wachsend zu finden.
    Hier mal ein schlechtes Bild von mir vom letzten Oktober:


    Die ersten Fichtensteinpilze wurden - wenn ich das richtig in Erinnerung habe - im Schönbuch vor über einem Monat gesichtet. Das ist eben sehr abhängig von der Witterung, derzeit müsstest du wohl vor allem an feuchten Standorten suchen, um überhaupt was zu finden.

    Ja, Hallo! 8|


    Das sind ja schicke Sachen hier. Mein lieber (Maus)Mann, und auch die Bilder und Kompositionen sind nicht von schlechten Eltern (H. coralloides mit der Peziza, das ist schonbald erebisch).
    Aber schon das erste Bild vom Grauen ist ein echter Hingucker. Postia caesia, immer wieder schön, tolles Bild vom Laubholz - Knäueling, die Löwengelben und der Zinnoberporling: Da ist Farbe drin. Weiter so.


    Ah, ich sehe gerade: Es geht weiter. Bombig. Dann bleib ich eben noch ein paar Minütchen wach.



    LG, Pablo.

    Hallo, Hannes!


    Der Sache mit den Tompiffge - Nachbararten gehe ich noch mal nach. Kann sein, daß das auch schon wieder geändert wurde.
    Jetzt sehe ich auf dem Bild von der Tintling - Galerie auch nicht gerade ausgeprägte Leisten, vermute darüber hinaus aber, daß die einen Pilz beschreiben, der mal als Cantharellus tubaeformis var. lutescens bekannt war. Oder den, der als Cantharellus xanthopus bekannt war (der eigentliche, "Starkriechende" Leistling).
    Wenn ich das im Winter richtig recherchiert habe, sind beide Taxa inzwischen mit C. tubaeformis gleichzusetzen und C. lutescens meint eben eine Art mit ohne oder nur rudimentär ausgeprägten Leisten.


    Mist.


    Jetzt muss ich das alles nochmal nachsuchen, die Autoren überprüfen, Beschreibungen und Basionyme angucken und so weiter... :D


    Aber eins weiß ich sicher: Es gibt eine Tompiffge - ähnliche Art mit ohne (oder nur rudimtären) Leisten. Egal, wie die momentan heißt.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Famos. :thumbup:
    Da habt ihr ja aus dem vollen schöpfen können, so soll das sein.


    Leider muss ich auch etwas schocken:
    Bei den "Panthern" schreib mal lieber "Grauer Wulstling" dazu. Die Manschette wird da sicher gerieft sein. ;)
    An Gallertkäppchen statt der Tompiffge glaube ich allerdings nicht so ganz. Die Hutoberfläche sieht doch eher faserig aus, Gallertköpfchen kenne ich nur glatt und speckig.
    Sollten da keine Leisten dran sein, dann kann man auch mal mit dem Starkriechenden / Goldstieligen Leistling (Craterellus lutescens) vergleichen. Wäre ein schöner Fund.



    LG, Pablo.

    Hallo.


    Ich habe gelesen dass der Schönfuß-Röhrling auf der Roten Liste stehen soll,ich sah ihn erfreulicher weise heute massenhaft :D


    Ist das in allen Bundesländern so? In sauren Bergnadelwäldern ist er recht häufig, bisweilen sogar ein Massenpilz, aber im Flachland ist er gebietsweise durchaus eine Rarität.



    LG, Pablo.

    Hallo, Pilzi!


    Schöne Bilder! :thumbup:
    Und tatsächlich: Mit Nummern geht's gleich viel besser.


    3: Ein Täubling
    4: Schönfußröhrling (Boletus calopus)
    7: Perlpilz (Amanita rubescens)
    9: Schwefelköpfe, wahrscheinlich Grünblättrige (Hypholoma fasciculare)
    10: Korrekt, Gallenröhrling (Tylopilus felleus). :thumbup:
    11: Goldröhrling (Suillus grevillei)
    13: Eine Glucke, möglicherweise die Breitblättrige (Sparassis brevipes)


    Glückwunsch auch zu der Ausbeute an knackigen Steinpilzen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Ich kann dich wunderbar verstehen!
    Es ist noch gar nicht lange her, da ging es mir wie dir: Da war alles filzige mit Röhren und Rottönen am Stiel ein Rotfuß. Jetzt hat mich allerdings der Arten - Teufel (steckt hier im Detail) erwischt. :D


    Es kommt auch darauf an, warum du dich für Filzröhrlinge interessierst. Wenn du es genau wissen willst, erwartet dich ein Haufen Arbeit und manchmal auch Frustration: ca. 20 % meiner Funde bleiben unbestimmt, weil sie irgendwo "dazwischen" liegen und ich kein Mikroskop habe, um die Ideen und Möglichkeiten abzusichern.


    Wenn es dir nur darum geht, etwas für die Pfanne zu bekommen, kann ich dich beruhigen: Jung, fest und ohne Schimmelbefall sind alle Filzröhrlinge essbar.
    Achtung, jetzt kommt ein Mykologenwitz (von Nobi geklaut):
    Auch gestandene Pilzfreaks unterscheiden bei den Filzröhrlingen bisweilen nur zwei Arten (wenn sie keine Lust haben, sich damit näher zu befassen):
    - Xerocomus esculentus. Merkmale: jung, klein, fest, knackig, wohlriechend, ohne Schimmel oder Parasitenbefall (essbar, recht wohlschmeckend)
    - Xerocomus venenatus. Merkmale: alt, wabbelig - weich, teils übelriechend, meist mit Schimmelbefall und madig (unbekömmlich bis giftig)



    LG, Pablo.

    Hallo, Arne!


    Ich halte das für eine gelbe Lohblüte (Fuligo septica). Allerdings bin ich auf dem Gebiet auch kaum mehr als ein blutiger Anfänger, kann also sein, daß da noch ein besserer Vorschlag von kundigeren Leuten kommt.


    Bestimmungsanfragen zu Schleimpilzen kannst du übrigens idealerweise >hier< parken. Da geht das Thema nicht so schnell unter und die Resonanz durch die wirklichen Auskenner dürfte größer sein. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus.


    Naja, weg ist weg.
    Schnittbild, Farbe des Basismycels und Standort sind das A und O bei der makroskopischen bestimmung von Filzröhrlingen. Auch da ist die Interpretation der Merkmale oft nicht leicht. Beim Schnitt geht es um solche Sachen wie die Fleischfarbe in unterschiedlichen Teilen des Fruchtkörpers, Farbverläufe, Farbtupfer an verschiedenen Stellen, Verfärbungsmuster...


    Das Schwierige ist, daß die meisten Filzröhrlings - Arten äußerlich extrem variabel sind. Die Hutfarben einer Ziegenlippe zB schwanken zwischen gelb und dunkel olivbraun. Die Hutfarben des Blutroten Filzröhrlings gehen von hell milchkaffebraun bis zu leuchtend orangerot.
    Die Stielfarben sind innerhalb einer einzelnen Art auch alles andere als konstant. Insgesamt kommen meiner Meinung nach für deinen Pilz annähernd ein Dutzend Arten in Betracht.


    Eine sehr kleine und unvollständige Auswahl an Filzröhrlingen mit Beschreibung findest du >hier<.



    LG, Pablo.

    Hallo, Markus!


    Das ist mit Sicherheit ein Filzröhrling (Gattung Xerocomus s.l.). ;)
    Ohne Schnittbild (am besten ein junges und ein altes Exemplar aus der selben Kollektion) gibt es hier keine sichere Bestimmung.


    Fundumstände, Standort, Ökologie sind ebenfalls aufschlussreich.



    LG, Pablo.

    Hallo!


    Ich sehe hier vor allem etwas, das ich nicht sehe:
    Die Stielbasis. Auch in der Gruppe der Riesenschirmlinge (Macrolepiota s.l.) ist das ein wichtiges Bestimmungskriterium.
    Interessant wären hier auch einige voll aufgeschirmte Exemplare sowie eine Standortbeschreibung (mit Bild, wenn möglich). desweiteren könnte man mal untersuchen, ob die Stielrinde (wenn auch nur schwach) rötet. Die Hutschuppen müsste man sich mal genau anschauen (bei einem aufgeschirmten Exemplar, das noch nicht "abgerieben" wurde). Ferner natürlich die Größe (Auf kariertes Papier legen oder Lineal daneben).


    Sicher sind das Riesenschirmlinge "aus der Parasol - Verwandschaft", also Macrolepiota ss.str. Die schuppigen Stiele sprechen sehr dafür, ebenso wie das Fehlen von deutlichen Verfärbungen.


    Welche Art das nun genau ist, da muss ich mich bei den Bildern und Angaben bedeckt halten. Gerade bei den kleineren Arten ist die Unterscheidung (für mich jedenfalls) recht schwierig.



    LG, Pablo.

    Hallo, Benedikt!


    Der Vergleich über Bilder (zumal wenn es nur eins von jeder Art ist) funktioniert nicht. Die Variationsbreite der Arten ist schon beträchtlich; da helfen nur gute Beschreibungen weiter, so man die Arten nicht aus eigenen Funden kennt.
    Gerade die Stielformen sind - wie bei allen Dickröhrlingen - ein eher nachrangiges Kriterium. Wichtiger sind hier Merkmale wie der Geruch, der Standort, Verfärbungsmuster und insbesondere die Hutfarben: Rosatöne schließen da den Satan (Boletus satanas) schon aus.


    [hr]



    Hallo, Fredy!


    Jedenfalls nach GPBWs ist B. splendidus ein Synonym zu B. rubrosanguineus. Theoretisch wäre es das ältere (und zudem ein über lange Zeit gebräuchliches Taxon), aber die Originalbeschreibung sei "schlecht interpretierbar", weswegen die eindeutigere Beschreibung als B. rubrosanguineus bevorzugt werden solle.


    Wie sich das Wirrwar mit den deutschen Namen auflösen ließe, kann ich nicht sagen. Da steige ich selbst kaum durch und plädiere daher dafür, hier immer auch einen wissenschaftlichen Namen hinzuzufügen.


    Jedenfalls wird meine Liste der Röhrlinge, die ich finden will, immer länger. :)



    LG, Pablo.

    Hallo, Jens!


    Auch wenn die rothütigen Täublinge recht kompliziert sind, und mein Tip wahrscheinlich ins Nichts führt:
    Überprüfe mal, ob das Fleisch extrem hart ist, und der Pilz irgendwie nach Bleistiftholz riecht.
    Wenn ja, hast du eventuell den Harten Zinnobertäubling (Russula rosea) vor dir.



    LG, Pablo.

    Hallo, Merlin!


    Schön, mal wieder von dir zu lesen.
    Einige hübsche Pilzchen hast du da aufgetrieben, und das "Vergleichsbild" ist genial. :D


    Die beiden Parasole am Anfang sind irgendwie etwas zierlich, das könnte auch eine Art aus dem gracilenta / mastoidea Komplex sein...


    Zu deinem Champi: Ich denke mal der gilbt am Hut und riecht zumindest schwach Anisartig, vielleicht auch mandelig?
    Das sollte dann Fall in die Ecke Agaricus sylvicola oder Agaricus essettei gehören.


    Deine Lungenseitlinge werden schon welche sein, oder eben andere Seitlinge. Ist das Nadelholz auf dem die da wachsen? Da muss man immer mal genauer hingucken wegen dem Ohrförmigen Seitling (Pleurocybella porrigens), der aber nicht gilbt und dünnfleischiger sowie kaum so gestielt wächst.



    LG, Pablo.

    Hallo, Ray!


    Also ich meine da auf dem Schlachtfeld irgendwie einige Wiesenchampis (A. campestris) auszumachen. Da ist aber auch noch was anderes dabei (dickere Stiele) was ich nicht so recht erkennen kann.



    LG, Pablo.

    Hallo, Kuschel!


    Die Lamellen sind eben ziemlich jung. Mit einem Schnittbild könnte man wohl sehen, daß die auch farblich klar vom Hutfleisch abgesetzt sind.
    Insgesamt ist es ein Gesamteindruck: Die deutlich intensiver gefärbten Lamellen zum Rest vom Pilz, der gleichmäßig runde Hut, der einheitlich eingerollte Hutrand...


    Nun könnte man das Pilzchen mal in die Hand nehmen und knautschen. Es wird sich verbiegen, aber kaum brechen. Das kann bbq ja noch überprüfen, ich bin mir aber auch so sicher. ;)



    LG, Pablo.

    Tja.


    Das ist ja nun nicht weiter schlimm.
    Deine Bilder sind ja ansonsten ziemlich gut, Stielbasis ist ja auch komplett...
    Vielleicht sieht jemand mit mehr Erfahrung da ja noch einen entscheidenden Hinweis.
    Ansonsten Memo für den nächsten Pilz: Schnittbild lohnt sich immer. Und einen Fruchtkörper mitnehmen ist auch nicht verkehrt, wenn noch Nachfragen kommen.



    LG, Pablo.