Beiträge von Beorn
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Hallo, Mario!
Ob die zwei Kollektionen zwei verschiedene Arten sind? Keine Ahnung. Abgelegt habe ich beide als Cl. cf ditopa. Was Besseres fällt mir dazu einfach nicht ein.
Die Unterschiede sind ja nur Nuancen, und ohne Mikro lässt sich das sowieso nicht wirklich festmachen.
Und ja: Ich halte Riterlinge in der Tat für die einfachere Gattung im Vergleich zu Trichterlingen. Die haben auch ihre Tücken und schwarzen Löcher, aber bei den Trichterlingen ist einfach zu viel unklar, zu viel irgendwie halberforscht und es gibt eben noch viel mehr Arten und darunter auch noch viel mehr sehr ähnliche Arten. Und weil niemand bisher die Gattung wirklich schlüssig aufgearbeitet hat, ist das Chaos auch noch deutlich größer als bei den Ritterlingen.
Der Komplex um Cl. metachroa / lituus / subspadiceus?
Großbaustelle, Betreten verboten!
Der phyllophila / cerussata / inornata Komplex?
Unentwirrbar, die ihr hier eintretet, lasst alle Hofnung fahren!
Die kleinen weißlichen auf Rasenflächen (dealbata, rivulosa & co)?
Achtung, Landminen! Wer sich nähert, sollte ein Testament gemacht haben!Und das geht noch weiter so.
Da wäre mal eine gründliche Überarbeitung echt lohnenswert.LG, Pablo.
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Hallo, Kozaki!
Das ist erstmal eine Spontanassoziation wegen der Wuchsform (Form von Hut und Stiel in dem entsprechenden Entwicklungsstadium) sowie den Farben. Gepasst hat dann natürlich der Standort wie angebügelt (Supermarktparkplatz, Rindenmulch) und den letztlichen Ausschlag gibt der Blick von unten auf das Teilvelum, also das, was später mal der Ring wird, und was Michelle wohl für eine Porenschicht gehalten hat. Das gibt es so bei verschiedenen Champis und eben beim Riesenträuschling.
LG, Pablo.
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Hallo Zusammen!
Also doch. Und ich dachte auch noch kurz sowas wie "komische Gabeltrichterlinge", und schrieb dann lieber was zu den Ritterlingen, das erschien mir viiiiiiiiiiiel einfacher.
Mit den Trichterlingen setze ich mich irgendwann mal detailliert auseinander.
Wahrscheinlich ist Clitocybe ditopa ja auch wieder nur ein Komplex, der irgendwann gesplittet wird.
Kürzlich irgendwo im Odenwald (collin), Fichtenhochwald auf dicken Nadelstreupolstern; Hutränder durchgehend deutlich gerieft, Geuch zunächst schwach mehlig, beim Zerreiben wiederlich ranzig:Kürzlich (gleicher Tag) irgendwo im Odenwald (collin), Wegrand, Buchenwald mit eingestreuten Fichten; Hutränder bei allen Kollektionen fast immer ungerieft, FK im Schnitt deutlich größer; Geruch von anfang an deutlich mehlig, auch beim Zerreiben nur mit schwach ranziger Komponente:
Tja. Zweimal Cl. ditopa, nicht wahr?

Abwarten. Eine Trichterlings - Monographie scheint's ja bislang echt nicht zu geben. Das eröffnet doch eigentlich ein weites Feld für ambitionierte Mykologen, ich verstehe gar nicht, warum sich da niemand drauf stürzt...
LG, Pablo.
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Hallo, Matze!
Klar, wenn du auf Artebene trennst, dann I. lilacina. Manche Autoren akzeptieren den aber nur als Varietät.
Den milden Milchling kannst du mal mit dem Süßlichen Buchenmilchling (Lactarius subdulcis) vergleichen.
LG, Pablo.
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Hallo, Nobi!
Tolle Aufnahmen von einem tollen Buntpilz.

OK, der kommt auch auf meine "Dringend-zu-finden-Liste".*Klatsch: Eine tausendseitige, dicht bedruckte Liste auf den Tisch knall*
Zwei Fragen hätte ich noch.
Frage A)
Hast du was dagegen, wenn ich dieses Thema zu den Pyrenoportraits rüberschubse und im Portraitindex einpflege?
Mit deinen Bildern und Angaben reicht's doch allemal für ein bestimmungstechnisch relevantes Informationspaket.
Frage B)
Kannst du mir deine Postanschrift via PN schicken zwecks Sandborstling mit Kernpilz drauf?LG, Pablo.
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Hallo, Ingo!
Ein Fund aus dem Oktober?

Komisch, ist noch noch gar nicht Saison. Findet man da denn schon Pilze?Tolles Ding jedenfalls. Nie von gehört, noch nie gesehen, da halte ich mal Ausschau nach.

Danke für's Herzeigen!
LG, Pablo.
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Hallo.
Das sind ja vergehende Buchenschleimrüblinge. Die sind von der Konsistenz ja eh schon recht schleimig, wenn sich die Fruchtkörper zersetzen, dann gibt's ganz schön Glibber.

Ich sehe da auch nichts anderes.
LG, Pablo.
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Hallo, Michelle!
Beim nächsten Mal einfach das Velum Partiale (Häutchen, daß die Lamellen verdeckt) entfernen, dann siehst du die Lamellen.
Dein Pilz ist ein Rotbrauner Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata).Deine Bilder sind viel zu groß!
Das nächste mal bitte auf eine Kantenlänge von 800 Piseln verkleinern, dann mag man sich die auch viel lieber anschauen.
LG, Pablo.
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Hallo, Hans!
Wieder im falschen Moment mal weggefahren.
Also mit Verspätung:
Alles Gute, Gesundheit, Erfolg und genug Benzin im Tank auf allen Reisen und zu hause. Dazu ein paar schöne Pilse und Pilze, und das nächste Jahr kann kommen.Kurz: Bleib wie du bist.
LG, Pablo.
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Moin, Andreas!
Putzige kleine weiße Flauschkugeln?
Ich drücke die Daumen, daß sich da bis nächste Woche schön ausgewachsene Exemplare entwickelt haben.
Irgendwie habe ich das Gefühl, daß sich der Parastitische Scheidling absichtlich vor mir versteckt. Dabei hab' ich mir doch sooooooo viele halbgammelige Nebelkappen schon angeschaut.

LG, Pablo.
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Guten Morgen!
Stefan, danke für die gelungenermaßen wunderbar abrundenden Bilder.

Jetzt fehlt nur noch der zweite Teil von Annas Bildern, odr?Und klar, stimmt, richtig. Ist ja Teil drei eigentlich.
Schade, daß wir nicht alle einfach bei dir einfallen konnten Günter.
Aber dieses Thema ist schon ein beinahe annehmbarer Ersatz.LG, Pablo.
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Hallo, Joli!
Was ich an deinen Berichten so toll finde, sind die Bilder und Beschreibungen von Landschaften, Orten, Kulturstätten. Man wird dann regelrecht in die Tour hineingezogen, erhält ein umfassendes Bild der besuchten Orte.
Eben besser als nur Pilze.
Freilich, ein wenig Zeit sollte man sich schon nehmen, um das auch wirklich genießen und aufnehmenzu können. Aber wenn ich daran denke, daß du noch viel, viel mehr Zeit für die Zusammenstellung und Bearbeitung der Berichte verwendest, ist eine halbe Stunde gucken eigentlich noch viel zu kurz.Vielen Dank für diese Arbeit, Joli, für die gelungene Führung durch eine wunderschöne Region mit malerischen Wäldern, Orten und Schlössern.

Der erste Pilz in Teil II (Bild 3) ist kein Tigerritterling. Rein optisch und mit Mehlgeruch würde ich den als gilbenden Erdritterling (Tricholoma argyraceum / scalpturatum) ansprechen.
LG, Pablo.
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Moin, Karen!
Da ist ja noch (und schon) einiges zu finden bei dir.
Schicke Kiefernwälder. Die gefallen mir derzeit auch ganz besonders und bieten bis in den Spätherbst eine faszinierende Artenviefalt.Bei den Porlingen an Birke müssen wir aber mal noch ein wenig nacharbeiten.

Bei denen mit der Bildüberschrift "Birken - Stielporling" würde ich die Birke mal aus dem Namen streichen. Der kommt auch an verschiedenen anderen Laubhölzern vor und nennt sich Winterporling (Polyporus brumalis)."Was zum Hinschauen" ist der Striegelige Schichtpilz (Stereum hirsutum). Kann man sich merken, wenn man die Art mal erkannt hat, ist einer der häufigsten Pilze überhaupt und das ganze Jahr über zu finden.
"und noch was" ist nicht ganz so häufig und eher ein Pilz des Winterhalbjahres: Der Orangerote Kammpilz (Phlebia radiata).
Danach, die "Birkenporlinge" sind >Zunderschwämme<. Die wachsen auch sehr gerne an Birke.
Nach Stummelfüßchen musst du weitersuchen. Das auf den beiden Bildern ist ein Seitling (Austern-, Lungen-, oder Rillstieliger Seitling).
Fleischroter Gallertbecher ist richtig.

Hier zu sehen ist die Nebenfruchtform (Coryne dubia).Danke dir für's Mitnehmen!
LG, Pablo.
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Guten Morgen zusammen!
Ist ja stark, nur eine kurze Ankündigung und hier bricht Freude aus.
Schön!
Ich freue mich auch besonders über neue Gesichter beim Rätselspaß. Da wird auch für alle und jeden Wissensstand was dabei sein. Zumal ja mit den zu stellenden Fragen einiges an Zusatzinfos zusammenkommen sollte.Und nein, Tuppie: Daß du zu doof für die virtuelle Welt sein sollst, glaube ich dir nicht. Da bist du bislang den Beweis schuldig geblieben.

Mit den Pilzchips hat das nichts zu tun.
Man könnte sich noch überlegen, ob man das irgendwie mit reinbringt, aber ich denke mal, das ist gar nicht nötig und bringt auch ohne Chipeinsatz genug Spaß.
Gelegenheiten zum Chips verlieren finden sich ja sonst auch genug im Forum.Ich freue mich auf die erste Runde.
LG, Pablo. -
Guten Morgen!
Wenn der Becherling bei Verletzung Flüssigkeit absondert (gelb oder weiß), dann wäre es natürlich schön. Ansonsten lässt sich die Art makroskopisch nicht bestimmen, weil es in der Gattung (Peziza) einen Haufen Arten gibt, die alle rech variabel sind und optisch gleich aussehen.
Da hilft dann nur noch das Mikroskop.LG, Pablo.
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Morgen, Andreas!
Auch wenn ich die Art nicht aus eigenen Funden kenne, sehe ich nichts, was dagegen spricht.

Die Schüppchen sind ja klar lila und nicht schwärzlich.
Je nach Autor werden da Leucocoprinus ianthinus und Leucocoprinus lilacinogranulosus getrennt. Vielleicht sind die beiden auch Synonyme.
Jedenfalls soll L. lilacinogranulosus wohl ein Sklerotium ausbilden. Also wenn du da mal im Blumentopf eine Ausgrabung machen möchstest...
Ich denke aber, man kann die auch als Synonyme gelten lassen.
In jedem Fall ein schöner Fund.LG, Pablo.
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Aber:
Spaß macht es schon.

Kleinere Rückschläge dürfen da zum Geschäft gehören.
KOH und Strukturen quellen lassen. Gut, das wird dann mal ausprobiert.
Danke!
LG, und allen eine gute Nacht,

Pablo. -
Uff...
Einige Präparate später bin ich dann etwas enttäuscht, nichts von dem Gesuchten gefunden zu haben.

Ok. Sporen sind überall. Und grauer Kruscht. Aber nichts was wie eine Zystide aussieht. Noch nicht mal BAsidien erkenne ich. Also schlechtes Präparat. Neues anfertigen, mit dünnerem Schnitt (etwas weniger als die Klingenbreite der Rasierklinge).
Immer noch nichts. Liegt es vielleicht falsch?
Mal schnell noch ein Präparat angefertigt.
Keine Basidien zu erkennen, auch keine Zystiden. Doof. Mal noch eine andere Lamelle auseinandernehmen, aber gleiches Bild...HDS: Vergleiche oben.
Immerhin, Hyphen sind erkennbar. Aber Pigment? Öööööööhm...Ok, vielleicht liegt's nicht nur am Mikroskop, sondern einfach an demjenigen, der es bedient.
Oder hat's was damit zu tun, daß der Pilz mittlerweile trocken ist?
Dann müsste man wahrscheinlich anfärben.
Mal schauen, am Sonntag oder Montag muss ich eh noch mal in den Sandkasten, Sandborstlinge einsammeln. Vielleicht zeigt sich noch so ein Rötling, dann versuche ich's mal mit einer frischen Lamelle.
LG, Pablo.
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Hallo, Mausmann!
Ja, auf den Namen sind wir dann auch gekommen. Hier ein Bildchen:
Leider schon ein älterer Herr, der Gute.LG, pablo.
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Hallo, Andreas!
Genau deswegen habe ich auch ganz schnell und trickreich mit dem Erdstern abgelenkt.

Im Grunde ist es alles Spielerei. Ich vermute mal, wenn man da etwas weiter schaut, wird man hier noch mehr Arten finden, die ebenso in Betracht kommen.Gröger steht auf meiner Wunschliste.
Genauso wie Ludwig und ein Mikroskop, mit dem man auch wirklich was erkennen kann.
Bis dahin muss es bei Spielerei und ab und an einem Blick auf entoloma.nl bleiben.Edit:
Cuspidiferum? Aha, genau eine Art vor E. hebes in den GPBW.
(Nein, ich will dich damit nicht ärgern.)
Schon, der muss auch in den "Kreis der Verdächtigen", finde ich.
LG, Pablo.
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Hallo, Auratus!
Die Fäden bei diesem Fruchtkörper wollen folgendes sagen: Daß der Ring die Absicht hat, am Hutrand hängen zu bleiben.
Mehr als das und daß es ein champignon ist, kann man hier nicht wirklich sagen, höchstens mutmaßen.
Auch den Karboli schließe ich ganz und gar nicht aus, ohne einen Schnitt durch die Stielbasis zu sehen. Denn genau da musst du testen, alles andere ist variabel.
Leider ist eben die Stielbasis (Knolle) bei Champis eines der wichtigsten Kriterien zur Bestimmung.LG, Pablo.
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Hallo, Bibro!
Auch wenn ich jetzt wohl gleich Ärger bekomme, bei so schlechten Bilder eine Bestimmung zu wagen:
Vergleiche mal mit dem Hexenei vom >Tintenfischpilz<.
Wie das im Schnitt auszusehen hat, siehst du in dem Link. Kannst du ja leicht überprüfen.LG, Pablo.
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Hallo, Anna!
Tja, so ist das dann.
Ich glaube, dann schimpft bestimmt niemand, wenn ich den unter Entoloma hebes s.l. ablege.
Aber wie auch immer:
Schau dir mal lieber den "Erdstern" von heute an.
Das ist dann Myriostoma coliforme und ein ziemlich hübscher Fund.
LG, pablo.
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Hallo, Mario!
Das sind doch auch mal wieder schicke Funde.

Aber mal ehrlich: Der heimliche Protagonist auf dem Bild mit den Butterrüblingen ist doch der Halskrausen - Erdstern.
Apropos Erdstern: Kennt da jemand zufällig eine Art, mit mehreren Öffnungen?

LG, Pablo.
