Beiträge von Beorn

    Hallo, Anna!


    Schlag mal den Band vier der GPBW auf. Entoloma hebes findest du auf Seite 209 (Art Nr. 2.80). Jetzt blätterst du um und schaust dir Art Nr. 2.81 an (Entoloma hirtipes).
    Auch von der Ökologie her gefiele mir E. hebes besser, aber es scheint hier irgendwie nicht so einfach zu sein... :evil:
    Immerhin würden mal die Sporen zu einer der beiden Arten passen.
    Jetzt müsste ich die noch ausmessen können, dann wär's klar. :(



    LG, Pablo.

    Hallo, Mario!


    Die Ritterlinge machen auch den Eindruck, als hätten sie ihre besten Tage lang hinter sich. Ist aber nicht weiter schlimm. Schuppen sind das nicht auf dem Hut, da scheint die Huthaut nur mehr irgendwie aufgeplatzt zu sein (Alterserescheinung) und dazu verfärben sich die Huthautbruchstücke bräunlich oder gelbbräunlich (auch Alterserscheinung oder Frost oder beides oder Trockenheit, Frost und Alter).


    Den solltest du mal bei den weißen Artem suchen.


    Wenn da eine Birke anwesend war, dann wäre die erste Vergleichsoption Tricholoma pseudoalbum / stiparophyllum. Da würde auch der Geruch ganz gut passen.
    Ansonsten (Laubwald ohne Birke) müsstest du es mal mit Tricholoma album versuchen, der aber eher mehlig riechen sollte. Aber auch das kann vielleicht durch's Alter irgendwie verschwommen sein.


    PS.: Hutmitte mit Buckel (bei Alten Pilzen freilich kaum mehr wahrzunehmen) lässt dann auch eher auf Tr. album (Strohblasser Ritterling) schließen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Andreas!


    Danke für den Tip! :thumbup:
    Der Art muss ich mal im Netz etwas nachstellen, ich glaube ich weiß auch schon wo. ;)
    Ich hatte mich da wohl etwas zu sehr an den PBWs orientiert, die ür P. artemisiae ein Vorkommen auf Nadelstreu angeben.
    Darum hatte ich auch den Fund von vor einigen Wochen für diese Art gehalten:

    Das wird dann aber trotz Vorkommen auf Nadelstreu wohl eine andere Art sein, da dort der Stiel zwar sehr wollig war, aber eben ohne deutliche Ringzone...


    Die Trennung der fusseligen Arten nach Standort ist dann wohl nicht ganz so einfach, wie in dem Nachschlagwerk dagestellt:
    P. artemisiae auf Nadelstreu (---> eben doch an verschiedenem Substrat)
    P. hirta an Dung (?)
    P. olympiana an Laubholz (?)
    P. pennata auf Brandstellen (?)


    Jedenfalls wieder was gelernt, danke!



    LG, Pablo.

    Hallo, Gregor!


    Achte auf an Holz wachsende Lamellenpilze mit striegeliger (haariger) Stielbasis. Die sollten schön groß sein, die Stiele kurz und meist seitlich bis exzentrisch, die Lamellen herablaufend. Die Hutoberfläche glatt, gerne speckig glänzend in meist dunklen, gedeckten Farben (graubraun, dunkelgrau, bräunlich, manchmal mit stahlblauem Schimmer). Das Sporenpulver muss weiß sein, die Lamellen können auch graulich oder im Alter gelbbräunlich verfärbt sein.


    Die wichtigsten Doppelgänger wären:
    - Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius); lecker, eher eine Sommerart
    - Rillstieliger Seitling (Pleurotus cornucopiae); lecker, ebenfalls eher eine Sommerart
    - Berindeter Seitling (Pleurotus dryinus), wohl ebenfalls essbar, hab's aber noch nicht probiert
    - Gelbstieliger Muschelseitling (Panellus serotinus); ungenießbar
    - Laubholzknäueling / Veränderlicher Knäueling (Panus conchatus), ungenießbar
    - Ohrförmiger Seitling (Pleurocybella porrigens); giftverdächtig, schwere Vergiftungen soll es in Japan gegeben haben. Der Pilz ist aber eher klein, reinweiß und wächst nur an Nadelholz.



    LG, Pablo.

    Morgen, Oddo!


    Auch wenn's dogmatisch klingt: Es ist weder herablassend noch bös' gemeint. Mir ist schon klar, daß es für einen Einsteiger schwer abzuschätzen ist, was zu einer Erkennung nötig ist. Den Überblick über die gewaltige Vielfalt der Pilzwelt hat man ja nicht von Anfang an.
    Es hätte ja auch sein können, daß du Glück hast und zufällig eine der wenigen besonders prägnanten Arten zeigst, die man auch anhand von einem Bild erkennen kann. Ist aber nicht so. Daher einfach der Hinweis, und den Link zu den Angaben habe ich dir deswegen gegeben, weil du nicht alleine bist.
    Wenn man bei jeder "Ein - Bild - ein - Satz - Anfrage" die ganzen erforderlichen Angaben immer wieder hinschreiben müsste, würde man zu nichts anderem mehr kommen.


    Also nimm das Ganze doch so wie es ist: Einfach ein Verbesserungsvorschlag, wie du zu einer möglichst sicheren und aussagekräftigen Bestimmung kommst.



    LG, Pablo.

    Moin.


    Ja, schon möglich. Der sehr undeutlich zu Erkennende ganz links kann schon Tricholomopsis rutilans sein. Oder eine Süßkartoffel.
    Bei den anderen tendiere ich aber auch eher zu Lepiota.


    Ist aber hier alles nur Stochern im Nebel.
    Auch wenn es ein schönes Rätselbild wäre. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Liebe Leute!


    Jetzt ist November.
    Da würde ich gerne eine weitere Rätselfass aufmachen. Die Regeln würde ich initial erstmal gerne so lassen, wie ausgangs des >Open-End-Pilz-Rätsels 2012/2013<.


    Nun weiß ich, daß viele der eifrigen Miträtsler und Rätselsteller der letzten Saison zeitlich sehr ausgelastet sind, aber das macht ja nichts. Selektive Teilnahme ist ja kein Problem, ebenso wenig wie der Einstieg zu einem späteren Zeitpinkt. Im Dezember wird eh pausiert, da Anna dort ein Rätsel ausrichten wird.


    Ansonsten würde ich am Montag abend die erste Runde eröffnen.



    LG, Pablo.

    Morgen, Ivonne!


    Ich bin zwar nicht Sabine, aber ich finde das völlig ok, wie es da steht.
    "Paukenschlegel" bezieht sich auf die Form des desamten Pilzes (Hut + Stiel), "kugelig" nur auf die Form des Hutes.
    Und natürlich ist die Oberfläche anfangs in aller Regel dunkelbraun, sowohl in Hut und Stiel. Wobei sie selbstverständlich ausbleichen kann, das steht ja auch so in Sabines Text. Ebenso wie der Hinweis auf den farblichen Kontrast zwischen Hutschuppen und Untergrund.
    Wie fast immer besteht bei den Merkmalen ein gewisser Spielraum. So kann durchaus auch mal die sonst zusammenhängende Fläche in der Mitte aufreißen:

    Oder eben der Stiel und die Hutschuppen blasser werden (Graubraun, hell).
    Das sieht man dann meist bei alten, überständigen Pilzen.
    Wollte man alle Variationsmöglichkeiten in eine Beschreibung fassen, müsste man hier 10 Seiten nur Text lesen. ;)


    Darum sollten wir Bilder sprechen lassen:

    Ganz jung:


    Ivonne, du bist natürlich auch herzlich eingeladen, deine Bilder hier zu zeigen, sofern der Pilz zweifelsfrei bestimmt ist. :thumbup:
    Denn das ist ja auch das Ziel dieser offenen Version eines "Pilzbuches": Die Variationsbreite möglichst gut bildlich darzustellen.



    LG, Pablo.

    Hallo, Marion!


    Das bezieht sich auf den Farbstof, der in Chlorophyll enthalten ist: Die Arten der Gattung haben bisweilen blass grünliches Sporenpulver.


    Der kleine Knubbel ist echt goldig. :)


    Ich habe mir den Link zu dem Beitrag gespeichert. Von der Art habe ich nämlich nur zwei Bilder gemacht, und die sind grottig. Wenn niemand anderes das übernimmt, bastel ich da in den Wintermonaten mal was zusammen. Wenn ich die Bilder von dir dazu verwenden darf (natürlich mit Autorenangabe!), wäre das sehr schön.



    LG, Pablo.

    Hallo, MiChalio!


    Hübsche Austern. :)
    Besonders das erste Bild hat's mir angetan.
    Nun werden sie uns wieder einige Monate lang begleiten, zusammen mit all den anderen, vielen Winterpilzen. Bis zur Morchelzeit.



    LG, Pablo.

    Hallo, Marion!


    Hervorragende Dokumentation! :thumbup:


    Du zeigst den Keulenstieligen Garten - Safranschirmling (Chlorophyllum rachodes).


    Nicht zu verwechseln mit dem Gerandetknolligen Garten - Sfranschirmling (Chlorophyllum brunneum, das ist der Giftige), der aber einen einfachen Ring und eben eine gerandete Knolle hat.
    Sehr zu empfehlen dazu ist der Tintling 4/2013 mit dem hervorragenden Artikel von gernot Friebes zu den großen Schirmlingen (Chlorophyllum und Macrolepiota).


    Ich muss mir den Beitrag mal speichern.
    Aus den tollen Bildern und Infos lässt sich sehr schön ein Portrait basteln.



    LG, Pablo.

    Hallo, Freunde der Dunkelsporer!


    Ich frage einfach mal so rum:
    Gibt es eine fusselige, kleine Psathyrella, die an abgestorbenen Brombeerranken wohnt?


    Das Habitat wäre eine feuchte Wegböschung unter Brombeergestrüpp an einer bodenliegenden, verrotteten Ranke. Begleitpilz wäre Chrysomphalina grossula. Fundgegend ist eine Tallage im südwestlichen Odenwald.
    Der Pilz hat eine Hutbreite von 8 bis 10 mm.
    Das fusselige Aussehen erinnert an Psathyrella hirta oder artemisiae, nur eben kleiner und mit anderer Ökologie.
    Das Sporenpulver (liegt auf der wolligen Pseudoringzone) ist schwarz.


    So ein wenig Hoffnung habe ich ja, daß es was Substratspezifisches mit dem Aussehen geben könnte...




    LG, Pablo.

    Hallo, Lothar!


    Ich danke dir für diesen Beitrag! :thumbup:
    Auch wenn es immer noch aussichtslos erscheint, das taxonomische Problem rund um die Arten des C. sanguineus - Komplexes aufzulösen:
    Sehr gute Recherche und prima Zusammenfassung!


    Den Beitrag muss ich mal im C. sanguineus - Portrait verlinken, damit ich den bei Bedarf wiederfinde. ;)



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Na endlich. :)
    Das tut gut jetzt, mal was Ausgiebiges und Pilziges von dir zu lesen.
    Hoffentlich bleibt dir die Zeit dafür in den kommenden Monaten häufiger übrig.
    Aber jetzt schon Raureif bei dir? Au weia. Erst Sahara, jetzt Grönland? Das muss nun auch nicht sein. Auch wenn die Frostpfoten freilich ausgesprochen hübsch sind.
    Und Glyphium elatum erinnert mich an Bunen auf Sylt.
    Den will ich auch inden. Auf was wächst der?



    LG, Pablo.

    Hallo, Ralf!


    Bist du sicher, daß der nicht nach einer Mischung aus kernseife, Chlorbleiche und Waschmaschinenentkalker roch, also kurz: Omas Waschkeller?
    Rein optisch sehe ich da Seifenritterlinge...



    LG, Pablo.

    Hallo, Thorben!


    Uff. 8|
    Vor genau diesen Gestalten (resupinat wachsende, weiße Rindenpilze mit glattem, warzigem oder stacheligem Hymenophor) habe ich bisher immer Reißaus genommen. Mit gutem Grund: Die sind echt verzwickt. Dutzende Arten aus diversen Gattungen und Familien können sich da mal ganz ähnlich sehen, während einzelne Arten in sich eine riesige Variationsbreite zeigen.


    Mit einem Vertreter der Reibeisenpilze (Radulomyces) liege ich hier also ziemlich sicher falsch.


    Wo steckt eigentlich Ingo? :/



    LG, Pablo.

    Hallo, Frank!


    Also ich nehme mal an, du bist nicht auf die Schwindlinge aus, sondern auf das große weiße Dingens.


    Das ist in der Tat nicht so einfach. Der Pilz ist noch ziemich jung (siehe auch die Guttationstropfen). Polsterpilz war jetzt auch meine erste Idee (siehe auch: Guttationstropfen), aber die Form der "Haare" gefällt mir da nicht so gut.
    Wie war denn die Konsistenz?
    Gab's da noch ältere Fruchtkörper?
    Hast du mal einen aufgeschnitten?



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Ich würde sagen, das ist Kryptohemimycena. :D
    Will heißen: Keine Ahnung. Mein Bauchgefühl sagt mir da eher Mycena, aber das muss nciht viel heißen. Die makroskopischen Bestimmungschancen sind so oder so gering. Auch die Scheinhelmlinge sind eine Gattung, in der sich ohne Mikroskop kaum etwas bestimmen lässt.
    Generell könnte man da schon etwas näher dran kommen. Dazu braucht man aber viel mehr Helmlingserfahrung als ich. Ingo, Björn usw wären da die richtigen.
    Das genaue Substrat muss bekannt sein, der Geruch, die Stielbasis (filzig?, striegelig? samtig? Farbe?), die Stielbeschaffenheit (Seten? ---> Lupe), die Hutoberfläche (ebenfalls nach feinen Haaren suchen, auch ein Lupenjob) und vielleicht ein paar andere Sachen.
    Zu gucken, ob Saft aus dem Stiel kommt, wenn man ihn abbricht und genaues Prüfen der Farbe der Lamellenschneide ist ei Helmlingsartigen ohnehin Standard.



    LG, Pablo.

    Hallo, Chris!


    Das könnte auch ein Gürtelfuß (Cortinarius, Untergattung Telamonia) sein.
    Telamonien und Inocyben makroskopisch auseinanderzuhalten, zudem über Bilder (wenn man nicht dran riechen kann), fällt selbst gestandenen Auskennern bisweilen schwer. Und mir sowieso.



    LG, pablo.

    Hallo.


    Ohja, die drei auf dem nachgetragenen Bild zu sehenden Stiele sind Stockschwämmchenstiele. Nur: Das reicht nicht. Du musst schon alle Stiele kontrollieren, ob die Schüppchen haben, Lea.
    Wenn du dir für dich selbst nicht wirklich sicher bist. Am besten auch noch mal die Beiträge im Forum durchlesen, kannst >von hier< ausgehen und dich dann durch die Links klicken. Ansonsten lieber auf den Kompost mit den Pilzen. Sicher ist sicher.
    Oder du bringst sie kurz vorbei, dann gucke ich sie mir an.


    Achso, hab' ich vergessen: Flauschige Kugel an Holz ist die Nebenfruchtform des Weißen Polsterpilzes (Ptychogaster fuliginoides).


    Und: Die Idee mit Ascotremella faginea von Matthias ist wohl besser als alles, was mir eingefallen ist. ;)



    LG, Pablo.

    Wow, Uli... 8|


    Da hatte ich neulich mal jemandem erzählt, ich sei am Sonntag mit einem der besten Pilzphotographen überhaupt unterwegs. So als wüsste ich eigentlich, was mich erwartet. Trotzdem fällt mir jedesmal wieder das Gesicht runter, wenn ich so einen Beitrag von dir sehe.
    Bei den 30 Bildern sind ungefähr knapp 30 satte 10er dabei, wenn das der Photowettbewerb wäre.


    Arrhenia spec kannst du bei den Bildern 5 und 6 durch Arrhenia retiruga ersetzen. Da kommt nichts anderes bei raus. Ebenso bei den Bildern 7 & 8, das ist schon sicher Arrhenia spathulata.


    Das Keulchen werden wir wohl nicht rausbekommen. Nicht sicher jedenfalls. Ich habe keine Probe mitgenommen. Das könnten auch ganz gut zwei verschiedene Arten sein.
    Aber ich könnte schauen, ob noch was da ist, wenn ich die Becher für Nobi einsammle.
    Ähm... Nobi? Guckst du dir auch Keulchen an zufällig?


    Sandborstling...
    Ralf schrieb es ja schon an anderer Stelle: Der Eingesenkte Kiefern - Sandborstling (Geopora arenicola) ist sehr wahrscheinlich.
    Aber ich denke, das bekommen wir von Nobi auch noch mal komplett abgesichert, neben der Untersuchung der schwarzen Punkte.


    Der Ritterling war der Feinschuppige (Tricholoma imbricatum).


    Vielen Dank für deine traumhaften Bilder. Zeit lassen hat sich gelohnt. :thumbup:



    LG, Pablo.