Beiträge von Beorn

    Hallo, Dodo!


    Die Region bei dir hat schon Einiges zu bieten.

    Was man auch machen könnte: Nach Unterkünften in der Schluchsee - Region gucken. Da hätte man relativ kurze Wege in recht unterschiedliche biologische Habitate - weil's auch nicht weit ist zum kalkreichen Ostschwarzwald (Baar - Wutach - Region).
    Was ja auch immer ginge, wäre mittlerer Schwarzwald: Da böte sich natürlich Hornberg an. Es gab ja ohnehin schon länger mal den Plan, Björn mal eine Woche oder so auf den Keks zu gehen. :gzwinkern:


    Aber die Frage ist ja auch: Wie umfangreich sollte das Treffen denn werden?
    Weil je nach Anzahl der Teilnehmer braucht es eventuell mehr als vier Monate Vorbereitung... Gerade was die Organisation von Unterkünften angeht, denn die könnten in der Region zu der Zeit schon einigermaßen gut gebucht sein.



    LG; Pablo.

    Salve!


    Birkenporlinge können in den merkwürdigsten Formen auftreten. Auch gestielte Fruchtkörper sind möglich - allerdings lateral bis dorsal, nicht +/- zentrisch inmitten der fruchtschicht. Interessant bei diesem Fund: Der deutliche Filz auf dem Hut. Ziemlich vergänglich offenbar, und darunter glatt, aber zu den Huträndern hin schon sehr deutlich ausgeprägt. Filz geht nicht bei Birkenporlingen, wage ich mal zu behaupten.
    Aber was das hier nun sein soll? Da bin ich ratlos. Die Fruchtkörper sind auf jeden Fall ganz schön verkorkst, also schon im Wachstum ziemlich sicher irgendwie mit Bildungsabweichung, dann zusätzlich noch ungewöhnlich verwittert...



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Die "subcapitaten Elemente" von Peniophorella praetermissa sehen meiner Ansicht nach nicht aus wie Hyphidien, sondern schon wie Zystiden. Eine (farblose!) Harzkappe darauf ist optional. Die Harzkappen bei Peniophorella pallida sind ja eher so bräunlich, und sitzen gerne auf eindeutigeren Hyphidien (die auch mal kopfig sein können). Oder bilden zimtbraunen "Schmodder" irgendwo im Subhymenium.


    Also... Das Einzige, was ich hier sonderbar finde für Peniohorella praetermissa agg. sind die irgendwie dickwandig wirkenden Sporen ohne Inhalt.
    Ansonsten passt das, aber solche Sporen (Bild 10, Startbeitrag: dickwandig!) kenne ich zB von Hypochnicium - nur kenne ich kaum Arten aus der Gattung, ob da was mit vergleichbaren zystiden und Sporenform vorkommt?



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    Wenn leucomelaena nicht passt, müsstest du mal einen Fruchtkörper abmachen, und den Stiel genauer beobachten.
    In der Heide bei mir gibt's (gab's?) ein Fleckchen, wo Helvella queletii mittenmang zwischen den leucomelaenas Fruchtkörper bildet.
    Die sehen sich auf den ersten Blick einigermaßen ähnlich.







    LG; pablo.

    Hallo, Frank!


    Ein Tintling ist das auf jeden Fall (Coprinopsis oder Coprinellus?), aber zu welcher Art bzw. Artengruppe das gehört, kann ich nicht eisnchätzen.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!

    Der Recharge hatte leider einen unangenehmen Nebeneffekt: Der Stumpf war Robinie, und die aufschießenden Triebe an der einen Seite hatten demnach die typischen Robiniendornen. Worauf zu achten sinnvoll gewesen wäre, bevor man zupackt. :gomg:


    Ich tüdel das mal auseinander und mache ein neues "Jahresthema" auf. Für 2022.



    Lg; Pablo.

    Hallo, Tim!


    Mycelien verändern sich immer, auch die von Mykorrhiza-Pilzen. Grundsätzlich wären solche Pilze mehr oder weniger "unsterblich", wenn die äußeren Bedingungen konstant bleiben - und die Mykorrhiza - Bäume lange genug leben. Mycelien könnenin gewisser Weise schon wandern, bzw. ihre Ausdehnung verändern. Die sexuelle Aktivität (= Fruchtkörperbildung) ist dann aber eher Koinzidenz als Kausalität: Auch das ist abhängig von den Bedingungen - wenn auch in anderer Weise: So regt zB das Absterben eines Mykorrhizapartners oder grundlegende Veränderungen der Bodenverhältnisse zu einer verstärkten Fruchtkörperbildung an (Massenfruktuation nach Baumfällungen sind auch bei Mykorrhizapilzen immer wieder zu beobachten).

    Daneben folgen Mycelien auch oft eigenen Zyklen: Eine Pilzart produziert nicht jedes Jahr gleich viele Fruchtkörper, es gibt sogar Arten, die mal ein paar Jahre ganz aussetzen, bevor das Mycel wieder sexuell aktiv wird.


    In deinem Fall wissen wir ja auch nicht, wie viele Mycelien von "Leccinum scabrum s.l." da mit den Birken verknüpft sind.


    Eine Situation, die die Fruchtkörperproduktion in den letzten Jahren auch stark beeinflusst hat, war (ist!) natürlich auch die seit 2014 andauernde verheerende Dürrekatastrophe in Mitteleuropa, bzw. die Folgen davon in Kombination mit der generellen Abnahme der "Bodenbelebung" durch die immer katastrophaler werdende Organismen - Vernichtung (Düngemittel, Artenvernichtungsmittel wie Pestizide, Fungizide, Insektizide usw.). Das hat teilweise in den letzten Jahren einerseits zu einer Abnahme der Fruchtkörperproduktion geführt - andererseits auch zu vereinzelten "Panik-Reaktionen" von mycelien, wenn diese unter Bedrohung möglichst viele Fruchtkörper produzieren ("wenn's hier nicht reicht zum leben, dann hoffentlich woanders").


    Wie sich das weiter entwickelt, bleibt abzuwarten.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Die Diskussion um "bufonium oder nicht bufonium", also ob es eine Sippe von violetthütigen Schwefelritterlingen gibt, die eine eigene Art sein könnten, muss dich nicht irritieren, Tim. Die Schwefelritterlinge haben ja alle diese gelben, entfernt stehenden Lamellen und den markanten Geruch, weißes Sporenpulver und einen gelben Stiel.


    Bei den Untersuchungen von 2004 fehlen halt tatsächlich Basisdaten, also "bufonium - Schwefelritterlinge" aus möglichst vielen Gegenden - zB aus dem Schwarzwald. Leider ist es schon manchmal so, daß nach Erscheinen eines solchen Artikels (fachlich ist das ja alles korrekt, was da analysiert und geschrieben steht) nicht mehr ausführlich weitergeforscht wird. Das könnte also tatsächlich ein Anreiz sein, noch mal genauer nachzuforschen. Wenn ich die in diesem herbst im Schwarzwald wieder sehe, kann ich ja mal ein oder zwei Belege anlegen...


    ...das wirklich wissenschaftlich fundiert zu bearbeiten, dazu fehlt mir zur Zeit einfach die Zeit.



    LG, Pablo.

    Servus!


    Bei diesem doch relativ speziellen Schwarzwald - bufonium habe ich übrigens auch immer den Eindruck, daß das was Eigenes ist.

    Es gibt auch irgendwie violettliche Formen vom "normalen" Schwefelritterling (Tricholoma sulphureum), aber die gibt es halt auch im Flachland, bei Rotbuchen... Die "Schwarzwälder" haben ja teils kaum gelb im Spektrum der Hutfarben und die Kontraste sind irgendwie anders ausgeprägt. Ich habe schon den Eindruck, daß das wirklich was Eigenes sein könnte.



    LG; Pablo.

    MoinMoin!


    Bei dem Telamönchen könnte man sich mal umhorchen, ob mollisia, Mykollege_Günter oder Cortinarius das vielleicht näher eingrenzen können?

    Was den Hautkopf betrifft, müsste man mal eines der "Glöckchen", also einen nicht voll aufgeschirmten fruchtkörper umdrehen. Wegen der Lamellenfarbe. Bei den voll aufgeschirmten Fruchtkörpern geht das nicht, da hängt ja schon Sporenpulver an den Lamellen.



    LG; Pablo.

    Ahoi!


    DAS Sklerotium auf diesem Bild würde ich wohl nicht mehr kulinarisch verwerten wollen.

    Ich denke eher, daß die Sklerotien dieser Lebensform grundsätzlich nach ausreichender Garzeit bekömmlich sein sollten. g:-)


    Starkes Rätsel übrigens, ich hab' doch ein ganzes Weilchen gebraucht um zu kapieren, um was es hier eigentlich geht. :gbravo:

    APR im APRil...



    LG; Pablo.

    Hallo, Thiemo!


    Für Lepista glaucocana (Blassblauer RR) sind die Fruchtkörper hier schon zu deutlich violett gefärbt, denke ich. Der hat nur in ganz jungen Stadien unauffällige Blau- Violettöne. Vor allem die Lamellen sollten bei glaucocana nicht violett sein (Vgl. erstes Bild).



    LG; Pablo.

    Servus!


    Immer noch schwierig, aber immerhin ist nun klar: Porling. Nix Stachelingsmykorrhiza. Demnach auf jeden Fall an irgendwas Hölzernem, was auch im Boden vergraben sein kann.
    Datronia mollis ist auch noch nicht aus dem Rennen, würde ich mal behaupten.

    Für Schmetterlinge ist mir noch viel zu wenig Zonierung zu erkennen, auch die Struktur des Hutfilzes passt dazu nicht, ebenso wenig wie die komische Tönung des Hymeniums (Poren & Röhren). Bjerkandera adusta käme mir hier auch komisch vor, bei Bjerkandera fumosa kann die Hutoberfläche nicht so aussehen wie hier.



    LG, Pablo.

    MoinMoin!


    Die wirken fast schon etwas zu bombastisch in den Ausmaßen für die Schmutzigen (Lepista sordida). Man könnte mal noch den Geruch genauer angucken ( ;) ), ob das nicht auch Lepista nuda (Violetter RR) sein kann.



    Lg; Pablo.

    Salve!

    Nein, das sieht so gar nicht nach einer Fundstelle irgendeines Mykorrhiza - bildenden Stachelings aus. Wobei der Partnerbaum ja auch mal 20 Meter entfernt von den Fruchtkörpern stehen kann, aber die in Frage kommenden Stachelinge sind doch auch auf artenreiche (nährstoffarme) Böden und eine einigermaßen natürliche Umgebung angewiesen. Dennoch: Diese Ähnlichkeit ist verblüffend. Aber auch die weiteren Ideen sind möglich, ohne die Unterseite zu sehen, wird's hier keine Lösung geben.



    Lg; Pablo.

    Servus!


    Huch, was hast du denn für einen Garten? Da würde mich eine ausführlichere Beschfreibung der ökologischen Umgebung interessieren. Und vor allem sollte man mal einen fruchtkörper umdrehen - oder besser nur ein kleines Einzelhütchen vorsichtig anheben, falls das ein Einzelfruchtkörper ist. Mir schwant so, daß da unten drunter Stacheln sein könnten? Aber das passt doch gar nicht in diese Jahreszeit?


    PS.: Ach, oder es ist Datronia mollis. Deren Fruchtkörper können unter Umständen aus der perspektive wie die von Phellodon niger aussehen. Dann wäre unter dem Fruchtkörper aber (vergrabenes) Holz.



    LG; Pablo.

    Hallo, Mailow


    Zunderschwämme sind zwar mehrjährig, d.h. das Mycel hät die Fruchtkörper normalerweise über mehrere Jahre hinweg am Leben und baut sie immer weiter aus, aber in der Regel gibt es nur eine - realtiv kurze - Phase pro Wachstumsperiode, in der Sporen gebildet werden. Das passiert im verlaufe weniger Wochen: Im fruchtkörper werden Basidien und Sporen gebildet, zur Reife gebracht, und die Reifen Sporen dann mehr oder weniger auf ein Mal abgeworfen. Diese sexuell aktive Phase ist bei Zunderschwämmen meistens im Frühjahr, darum findet man solche kolossal eingepuderten fruchtkörper vorwiegend jetzt um diese Zeit, zu anderen Zeiten des Jahres ist der Pilz mit anderen Sachen beschäftigt, aber nicht mit sexueller Vermehrung, also kein weißes Puder. g:-)




    Unteres Bild, rechter Bildteil: So sieht das aus, wenn man den weißen Staub im Lichtmikroskop bei 1000facher Vergrößerung anguckt. Das sind eben die Zunderschwamm - Sporen.



    LG; Pablo.