Hallo,
schaut mal hier http://www.pilzforum.eu/board/thema-poren-roehren , da hatten wir das Thema schon mal.
Für mich war da das Fazit, dass es keine niet- und nagelfeste Definition gibt.
Aber die Frage ist schon interessant, und wurde mir auch schon verschiedentlich gestellt, bzw. ich korrigiere die Leute dann, wenn sie einen Steinpilz als Porling bezeichnen. Es wurde hier eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht von mir ![]()
In meinem Wörterbuch der Mycologie, Dörfelt/Jetschke von 2001, ist der Begriff Pore gar nicht definiert.
Bei "Porling" steht dann "volkstümliche Bezeichnung für -> Basidiomyceten, deren Basidiomata derbröhrige (polyporoide) Hymenophore ausbilden ..."
Für mich ist idR eine Pore derbröhrig, im Sinne eines Hymenophors und nicht dessen Mündung.
Ingo hatte im obigen Beitrag auch schon aus dem Dörfelt zitiert:
Röhren in der Mykologie:die zylindrischen Teile des boletoiden, polyporoiden und fistulinoiden Hymenophors.
Die Dissepimente bestehen beim boletoiden Hymenophor aus einer von der Huttrama verschieden oft inversen oder bilateralen Röhrentrama, beim polyporoiden Hymenophor ist die Röhrentrama von der übrigen Trama des Fruchtkörpers nicht abgesetzt und nicht wesentlich verschieden.
Die Röhren des fistulinoiden Hymenophors besteht aus unverwachsenen ungleich langen Röhren.
Daraus ziehe ich meine persönliche Definition: Hymenophor ähnlich wie bei Boleten sind Röhren.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ansonsten gilt der Satz von Pablo:
"Da sind die Begriffe "Porlinge" und "Röhrlinge" nur sowas wie Begriffskrücken, um Pilze mit ähnlichem Aussehen zusammenzufassen."
Grüße
Günter
