Beiträge von UmUlmHerum

    Hallo Michael & Hilmgridd,


    jetzt habt Ihr ihn :daumen: den Wabenporling Neofavolus alvedaris! Der alte Namen Polyporus mori hat mir besser gefallen – besser zu merken, besser auszusprechen und kürzer. Aber diese Kriterien zählen bei der Taxonomie halt nicht...

    Hier noch das Ursprungsbild:


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Stefan,


    dieser Pilz wurde zwar in letzter Zeit auch umbenannt, aber weder der alte noch der neue Name hat die Anfangsbuchstaben L. a.

    Gerade habe ich mal in Wikipedia über ihn nachgelesen: Die Esche wird allgemein als sein Lieblingssubstrat angegeben. Und zu den Poren, Zitat: "Die Poren sind polygonal langgestreckt, ..."

    Ist eigentlich gar nicht so schwer... dachte ich.


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Norbert,


    Deinen Ganoderma-Thread verfolge ich auch ... und sehe ebenfalls viel Ähnlichkeit mit meinem. Meiner wächst nur schneller :)

    Ist es bei Dir vielleicht schon wieder trocken? Ansonsten: nur Geduld... die sind ja robust und werden alt.


    Viele Grüße – Rika

    Hi,

    ich kenne G. adspersum nicht so rot auf der Oberseite und außerdem hat dieser eine härtere Konsistenz und getönte Hutoberseite.


    l.g.

    Stefan


    Hi Stefan,


    Danke für Deine Antwort!

    Ich habe einen ähnlichen Lackporling an Eiche seit 2,5 Wochen in Beobachtung. Anfangs war es nur ein hellgelber, breiter Wulst. Inzwischen hat er eine "Haut" bekommen, die sich aber locker eindrücken lässt – dann tritt "Saft" aus (siehe letztes Bild). Die Oberfläche habe ich mal mit dem Messer geschabt – schmilzt nicht mit dem Feuerzeug. Also ein bisschen widersprüchlich das Ganze. Ich kenne beide Arten noch nicht und vermute, die klassische = bestimmungsfähige Oberfläche (bezügl. Farbe, Glanz, Festigkeit) stellt sich erst mit höherem Alter dar. Da schon Sporen drauf liegen, habe ich heute ein Stück mitgenommen zum Mikroskopieren – vielleicht werde ich dann schlauer... Eure Einschätzunge dazu würden mich auch interessieren.


    Viele Grüße – Rika


    14.07.23:


    18.07.23:


    26.07.23:


    30.07.23 Bildmitte – Hutoberfläche von Sporen gereinigt, rechts – eingedrückte Stelle, aus der "Saft" kam:

    Hallo miteinander!


    Das Rätselbild ist ein Pilz, und es sind "Löcher". Es wächst gerne im Frühjahr/Frühsommer auf Laubholz, bevorzugt (zumindest dieses Jahr) auf Esche.


    Gerds ungewöhnlicher Hörnling (was immer es ist) gefällt mir in der Originalversion deutlich besser als in der bearbeiteten Platz-1-Version.


    @ Claudia: Die ersten Plätze gehen so gut wie immer an die Software – Stacking, Unschärfe, Helligkeit, Farbe/Sättigung... Für natürliche Aufnahmen am Fundort gibt´s kaum Punkte. Der Cortinarius fragrantior hätte zumindest Seltenheitspunkte erlangen können?!


    Viele Güße – Rika

    Hallo miteinander!


    Wie das Schleierlingsbild entstanden ist, wollt Ihr wissen?

    Es handelt sich um einen Längsschnitt durch einen Frk. von Cortinarius fragrantior. Ich hatte den Pilz in eine Keramikschale gelegt, um die Lamellen besser fotografieren zu können. Dann folgte eine Bildbearbeitung mit PhotoShop – der Filter heißt "Leuchtende Kanten" oder so ähnlich. Und dann noch ein bisschen an den Farben gedreht, bis es mir graphisch gefallen hat. Hier das Ursprungsbild und die Art am Fundort:




    Und hier noch ein anderer Pilz, der auch durch diesen Filter gewurschtet wurde – wer errät ihn?



    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander,

    das Dunkle ist die Trama / der Kontext. So langsam denke ich auch an eine Ganoderma – das wird wohl G. adspersum oder G. resinaceum sein?! Links oben bekommt der Hut / die Konsole ja auch schon eine leicht dunklere, glänzende "Haut". Wir kommen der Sache schon noch näher...

    Viele Grüße – Rika

    Hallo Jörg,


    der Salzwiesen-Champignon soll m.W.n. nur in Bereichen vorkommen, die auch tatsächlich "salzig" sind, z.B. durch Streusalz in Straßennähe. Hierzu eine interessante Beschreibung:

    Agaricus bernardii (Salzwiesen-Egerling) – Fundkorb


    Den Gegürteten beobachte ich seit nun 3 Jahren immer am selben Fundort, ein breiter grasiger Grünstreifen mit Linden in einem dörflichen Neubaugebiet. Alle Aufnahmen sind von dort, aber aus verschiedenen Jahren. Manchmal sind die Frk. heller, manchmal so dunkel wie Deine:

    13.6.2020:


    16.7.2021:


    5.9.2022:


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Schrumz,


    noch ein paar Bemerkungen zu Deinen Champignons:


    1. a) Hier wäre auch der Gegürtete Champignon Agaricus subperonata im Auge zu behalten. Ich glaube, auf Deinem Bild feine gelbbräunliche Schuppen zu erkennen – der Stadt-Champi ist allenfalls rau, hat aber keine Schuppen. Der Gegürtete kann im frühen Stadium, bevor er so richtig das Licht der Welt erblickt, noch sehr helle Schuppen haben, die später dunkel werden. Am Ring kann man die beiden Arten auch unterscheiden. Der Gegürtete ist dem Stadt-Champignon in vielem ähnlich: schiebt sich genauso massiv aus dem Gras heraus, kompakt – schwer = hohe Dichte, schnell vermadet, leicht rötend, gleiches Habitat.


           


    1. b) Das wichtigste Bestimmungsteil für den Karboli fehlt auf Deinen Bildern: die Stielbasis! Die chromgelbe Färbung wie auch den hier besonders starken Phenolgeruch findet man im letzten cm der Stielbasis am zuverlässigsten. Selbst der "Pfannentest" ist, wie ich selbst mit jungen Karbol-Frk. ausprobiert habe, nicht immer sicher = in diesem Fall kein penetranter Karbolgeruch! Die noch geschlossenen Exemplare hatte "obenrum" keinen spezifischen Geruch, die leichte Gelbfärbung beim Ärgen haben andere Arten auch – nur die Stielbasis war typisch, siehe oben, und verrieten A. xanthodermus. Die Hutoberfläche ist gerne ein wenig schuppig-rau, kann auch mehr oder weniger hell bräunlich sein, da sind die Karbolis variabel. Der Rebhuhn-Egerling hat eine deutlicher kakaobraune Mitte...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Oehrling,


    auf dem 4. Bild sehe ich den saubergeschabten Hut des zweiten, jüngeren Fruchtkörpers von oben (auf dem 5. Bild selbigen von unten), vom größeren, halbierten Frk. sieht man links unten im 4. Bild die Stielbasis. Im Schnitt ist auf dem 3. Bild keine Gelbfärbung zu erkennen, der Hut ist am Scheitel rund (nicht leicht abgeplattet) –> kein Karbol, zur Sektion Arvensis gehörend, vermutlich ein Schaf... Natürlich keine Essenfreigabe!


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Thiemo,


    hab´ herzlichen Dank für die weiteren Infos! Die Marxmüller-CD habe ich sogar, aber mein CD-Laufwerk geht nicht mehr.

    Russularum Icones ist ja schon vor der Sequenzierung entstanden – wohl Herbarmaterial von ihr. Und damals hatte sich Helga Marxmüller schon getraut, den Pilz Russula cutefracta zu nennen?! Für eine gesicherte neue Art werden ja 3 Belege von verschiedenen Fundorten benötigt. Ich kann hier leider nicht mithelfen – kein Exsikkat und nie wieder gesehen. Seien wir alle also gespannt auf eine klärende Veröffentlichung von Felix Hampe & CO!


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Thiemo,

    Zitat

    Russula cutefracta gibt es. L. Felix stützen molekulare Daten die Annahme, dass es mindestens zwei gute Arten der Frauentäublinge gibt. R.cutefracta lässt sich wohl klar von R.cyanoxantha abtrennen. Allerdings wird von Rika UmUlmHerum vielleicht nur eine Russula cyanoxantha mit aufgerissenem Hut gezeigt. Das gibt es nach wie vor auch noch. ;)

    VG Thiemo

    merci für die Info!

    Kennst Du vielleicht auch die morphologischen Unterschiede zwischen R. cyanoxantha und R. cutefracta? Vom damaligen Fund habe ich zwar keinen Beleg getrocknet, aber vllt. läuft mir mal wieder ein gefeldeter Frauentäubling über den Weg... dann würde ich es nun gerne genau wissen.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Matthias,


    zugegeben – ich weiß den aktuellen Stand der Genetik nicht, aber weit auseinanderliegen dürften die Varietäten/Formen oder Arten nicht. Diesen Pilz habe ich erst 1x gefunden, er hat die wachsig-weichen Lamellen des "normalen" Frauentäublings, auch das Farbspektrum des Hutes ist identisch. Wie auf den Fotos zu erkennen, muss die Felderung nicht den kompletten Hut umfassen. Daher ist der Fund bei mir unter "Gefelderter Frauentäubling" Russula cyanoxantha var. cutifracta abgelegt... und somit ggf. auch wieder trennbar. Ich fand es vorhin irritierend, wenn da nun und nur ein ganz "fremder" Artnamen steht.


    Gute Nacht – Rika



    Hallo miteinander!

    Der Name Russula cutefracta ist ein wenig irreführend, da es sich dabei "nur" um eine Form des Frauentäublings (Russula cyanoxantha) handelt. In der Mycobank sowie auch bei Index Fungorum ist Russula cyanoxantha der gültige Namen, der auch die gefelderte Form miteinschließt.

    Viele Grüße – Rika

    Hallo Norbert,


    ich werfe mal den Eichen-Schillerporling (Inocutis dryophila) in den Ring. Der sollte zwar eigentlich auf 1m Stammhöhe wachsen, aber wenn da kein Stamm ist...

    Dann schau´ ma mal, was rauskommt.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Hans,


    die Wechselkröte passt schon!

    Die Verwechslungsarten Kreuzkröte und Knoblauchkröte haben einen hellen Strich längs über den Rücken, bei der Kreuzkröte (siehe Fotos) sehr ausgeprägt. Bei der Knoblauchkröte stehen die Pupillen senkrecht, bei den anderen beiden waagrecht.

    Deine Kröte hat ein ausgeprägt fleckiges Muster, waagrechte Pupillen und keinen hellen Strich auf dem Rücken ––> Wechselkröte.


    Viele Grüße – Rika



    Servus Felli,


    zuerst dachte ich, Deine Becher hätten vllt. zuviel Sonne abbekommen und wären leicht angetrocknet. Aber nachdem die Außenseite ja recht frisch aussieht, und auch der Rand nicht getrocknet ist, scheint es schon die "reelle" Farbe zu sein. Wie sieht es mit dem Aufbau (+ Zellgrößen) des Excipulums aus? Das wäre doch noch ein halbwegs "hartes" Merkmal! Auf die Sporengröße würde ich aber nicht allzu viel geben – Du hattest bei Eurem Füssener Fund ja selbst die oblongispora-Sporen mit folgenden Maßen beschrieben: "23 x 13 / 24 x 14 / 24 x 13 / 23 x 14 / 21 x 13 / 22 x 13 µ" – was ja ziemlich genau den Maßen Deiner aktuellen confusa entspricht 8o – finde ich aber interessant, dass Du bestätigst, dass die Sporen zur Unterscheidung confusa vs. oblongispora nicht taugen. Habitat und Zeitpunkt passen auch für beide Arten. Bei der dunklen Hymeniumfarbe und den kürzeren, wenig verzweigten Stielrippen Deines Fundes in Bezug auf confusa gehe ich aber mit. Wenn die Excipulum-Struktur nun auch dazu passt, wird es schon confusa sein.


    UmUlmHerum war dieses Frühjahr/Frühsommer mit Helvella nicht viel geboten, ich habe nicht einmal eine H. acetabulum gesehen. Einzig interessant waren eine Gruppe Tarzetta ochracea und eine ordentliche Ansammlung von Sarcosphaera coronaria (um die 50 Frk. auf ca. 6m x 6m). Beide Arten konnten aber wg. Trockenheit kaum reife Frk. ausbilden.


    Viele Grüße – Rika

    Servus Felli,


    ebenfalls zu Deiner Helvella: Erinnerst Du Dich an den langen Thread "Helvella-Frage: confusa vs. oblongispora" im BMG-Forum (Juni 2017)? Da haben wir sämtliche (Mikro-)Merkmale vorwärts und rückwärts durchgekaut ... die Pigmentierung der Paraphysen ist nicht wirklich bestimmungsrelevant, weil die Pigmente wasserlöslich sind ... Sporengröße/-quotient nicht unbedingt art-konstant ... auch oblongispora hat aporhynche Ascusbasen ... Excipulum usw.. Am Schluss einigten wir uns auf H. oblongispora, die übrigens genauso zahlreich und im Schotter standen wie Deine: https://forum.pilze-bayern.de/…ic=1537.msg23754#msg23754 Bitte auch die Links ganz am Anfang zu weiteren Standort-, Makro- und Mikrofotos beachten.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Reinhard,


    noch eine Ergänzung zur Testmenge: ein "erbsengroßes" Stück finde ich viel zu viel. Man stelle sich vor, so ein Stück vom Stachelbeer-Täubling im Mund und 1x ordentlich draufgebissen – da hat man dann ein paar Std. lang was davon, nämlich regelrechte Verätzungen der Mundschleimhaut (fühlt sich zumindest so an). Also lieber vorsichtig rantasten, z.B. erst mal nur kurz die Zunge an die Schnittfläche halten, wenn man dann nix spürt, kann man ein feines Stückchen abbeissen usw. Mehr als Beluga-Linsen große Stücke nehme ich nie in den Mund. Beim Gallen-Röhrling streiche ich nur mit der Fingerkuppe über die Huthaut und schlecke dann den Finger ab – das reicht völlig zur Identifikation.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Ja, jetzt ist die Sache eindeutig – der Stiel zeigt´s! Danke Stuhli für das entscheidende Foto!

    Nun bin auch ich von allen Zweifeln befreit und kann mit den Squamoslern mitgehen – zumindest bei diesem Exemplar ;) Ich hätte ja gerne den Stiel vom großen Fruchtkörper vorne im ersten Bild gesehen...


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Erik,


    warum willst Du den Baumstamm umdrehen?

    Im plasmoiden Zustand sind die Myxos meist im feuchten, dunklen Untergrund unterwegs. Zum Fruktifizieren kommen sie jedoch ans Licht, ins Trockene. Dein Plasmodium kann inzwischen auch schon 2 m weiter sein ;)


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!

    Na, dann muss dringend eine Geruchsprobe her!


    Ich habe jedenfalls den squamosus noch nie mit so dünnen Stielen und dermaßen kreisrund gesehen. Über die Größe von Stuhlis Fund kann nur spekuliert werden – tuberaster schafft durchaus Ø 15 cm (siehe Bild 3), beim squamosus hängt das ja auch vom Alter ab, jeder fängt mal klein an ... aber sq. dann mit dickem Stiel.


    Mal ne kleine Auswahl an P. tuberaster:




    Diese Gruppe war noch ganz jung, also Hut-Ø max. 6 cm – was meint Ihr, wie die ausgewachsen ausgesehen haben? Ich habe kein Foto davon gemacht, aber die Teile mikroskopisch (Schnallen, Sporen) als tuberaster bestätigt, Geschmack u. Geruch haben auch gepasst – so weit zu dem Thema, sie würden nicht in Gruppen wachsen:


    Und hier C. squamosus:




    Ganz junge Gruppe vom 19. Mai:


    Die gleichen 2 1/2 Wochen später (6. Juni):


    Also, dann schau´ ma mal...


    Gute Nacht – Rika