Beiträge von UmUlmHerum

    Hallo miteinander!


    Interessanter Fund, Lydia!

    Ja Bernd, das Hymenophor sieht aus wie beim Eichenwirrling, aber diese dicke Wuchsform passt m.E.n. bei seitlich wachsenden Konsolen nicht. Der Eichenwirrling kommt flach daher, nicht so wulstig. Zu den Substraten des Eichenwirrlings hier ein Auszug aus der österreischischen Myko-Datenbank http://austria.mykodata.net/Ta…aspx?qvtaxIdTaxon=131640&

    Obstbäume sind nicht dabei. Aber ein Porlingsspezialist kann sicher mehr dazu sagen.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Markus,

    auf dem ersten Bild sieht man ja neben dem rechten Fruchtkörper schon einen Lärchenzapfen liegen ... alles klar! Der Goldröhrling ist nämlich in Symbiose mit der Lärche.

    Ja, Deine Pilz-Doku ist prima! Mit solchen Angaben und Fotos kann man etwas anfangen :daumen:

    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Zitat von Corinne

    breitblättrigen Schwärzetäublingen

    Klugscheißermodus an:

    Der heißt Dickblättriger Schwarztäubling.

    Klugscheißermodus aus.

    Klugscheißermodus an:

    Diese Täublinge sind nicht "schwarz", sondern sie werden "schwarz" – also "schwärzen" sie.

    Deswegen sollte der deutsche Namen "Dickblättriger Schwärztäubling" heißen, siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/…chw%C3%A4rz-T%C3%A4ubling.

    Klugscheißermodus aus.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Vika,


    Deine Bestimmung "Birkenporling" passt schon, es sind auch schon ältere Fruchtkörper. Vielleicht gehörst Du zu den Menschen, die "bitter" nicht so richtig schmecken können? Wie ist es bei Dir mit anderen Bitter-Geschmäckern, z.B. Gallenröhrlinge oder Radicchio?


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Vika,


    meiner Erfahrung nach sind Birkenporlinge nur mild, solange sie noch keine (sichtbaren) Poren haben.

    Stell´ doch mal ein Foto von Deinen Funden ein, dann können wir das besser beurteilen!


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Luis,


    das sieht für mich wie "Stockwerkspilze" aus – da wachsen junge/neue Fruchtkörper auf den Hüten der etwas älteren.

    In der freien Natur kommt sowas auch vor, allerdings ziemlich selten – kein Wunder, dort ist ja kein so Gedränge wie in einem Zucht-Konzentrat. Näheres über "Stockwerkspilze" kannst Du hier im "Gruselforum" über Pilz-Missbildungen nachlesen:

    Pilze - Missbildungen - das Pilzfotopage - Forum

    (Zumindest) Drei Stockwerke - das Pilzfotopage - Forum


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Andreas,


    Dein erster Pilz ist kein Leberreischling, sondern der Schwarzgebänderter Harzporling Ischnoderma benzoinum, typisch auf Fichte. Dann folgen jede Menge Fenchelporlinge und was schwarzes Hinübernes. Am Schluss zeigst Du richtig erkannt: einen Schleimpilz. Aber der ist noch im plasmoiden Zustand, also innen flüssig. Plasmodien kann man nicht bestimmen. Das geht erst, wenn sie ausgereift = fest sind. Dabei ändern sie sich wie genauso heftig wie eine Raupe, die zum Schmetterling wird – nur mit dem Unterschied, dass man eine Raupe dem Schmetterling zuordnen kann, beim Plasmodium geht das nur in den seltensten Fällen, hier ist dies nicht möglich. Aber schöne Bilder von dem wandernden Plasmodium!


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Wastl,

    ah, darum geht´s!


    Der Wabenporling hat nie so einen langen Stiel wie auf Deinem Foto und ist nie getrichtert, die Hutoberfläche ist mehr rostrotbraun, also deutlich "knalliger" als beim Sklerotienporling. Wenn Du den Wa.p. mal in der Hand hattest, wirst Du den Größenunterschied der Poren sicher künftig besser einschätzen können, das ist eigentlich schon prägnant, zumindest bei so großen Frk. wie von Dir gezeigt. Der Wa.p. wächst bevorzugt auf Eschen, der Skl.p. am häufigsten auf Buche – wobei das kein eindeutiges Merkmal ist, aber zur Vorabschätzung vielleicht hilfreich.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Wastl,


    und wie war Geruch & Geschmack? Er sollte pilzig-mild geschmeckt haben... weil ich ebenfalls an Polyporus tuberaster denke. Der Schuppige reicht/schmeckt widerlich nach Mykologen-Mehl. Ich finde das immer ein gutes Bestimmungsmerkmal.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Auf dem 2. Bild sieht man einen komplett weißen Stiel am jungen Frk. – das spricht für die (Weißstielige) Espen-Rotkappe – da bin ich ganz bei Werner! Und absolut gegen die Eichen-Rotkappe, bei der schon im jüngsten Stadium rotbraune Flocken/Schüppchen am Stiel sind. Die bräunlichen Stielschüppchen entstehen bei der Espen-Rotkappe mit zunehmendem Alter ... und durch Anfassen ;)


    Viele Grüße – Rika

    Was da Um Ulm herum fotografiert wurde verdient sicher auch einen Sonderpreis.

    Vielleich war es auch bei Ehingen? http://www.pilzflora-ehingen.d…ra/arthtml/sbyssiseda.php

    Nie gehört oder gesehn. Gibt es da Makrofotos davon?

    Hallo Alis,


    die Ehinger sind zwar im gleichen Pilzverein wie ich, aber meine Pilze sind nicht bei denen zu sehen und umgekehrt. Dein Link bei PFE zeigt einen Fund bei Jungingen im Killertal bei Hechingen – Luftlinie 60 km entfernt von meinem Fundort auf dem Ulmer Hochsträß.


    Stilbella byssiseda ist eine Anamorphe (Hauptfruchtform m.W.n. unbekannt), die typischerweise auf Schleimpilzen (Lindbladia tubulina) parasitiert. Hier noch ein paar Bilder dazu:





    Auflicht: links – trocken, Mitte – mit Wasser lösen sich die rosanen Konidiosporen sofort ab, rechts – das "nackige" Gerüst, unten selbiges im Durchlicht...


    Links die Konidiosporen der Stilbella byssiseda, rechts die Sporen der Lindbladia tubulina.


    Bei der Bestimmung hat mich Lothar Krieglsteiner unterstützt, alleine wäre ich wahrscheinlich nicht auf Stilbella byssiseda gekommen. Es gibt verschiedene Pilze, die sich auf Myxomyceten spezialisiert haben: Relativ häufig ist Polycephalomyces tomentosus, der ausschließlich Trichiaceae-Arten befällt oder der Violette Pustelpilz Nectriopsis violacea auf Fuligo-Arten, siehe


    So – genug über Myxo-Parasiten...

    Gute Nacht – Rika

    Hallo miteinander!


    Eure Sammlung zeigt einen Vorgeschmack auf zukünftige KI-generierte Meldungen... das wird nicht besser werden <X

    Übrigens selbst in dem offiziellen Bericht des Bundesamts für Strahlenschutz zum Thema "Radioaktive Kontamination von Speisepilzen, Messwerte 2019 bis 2021" ist auf Seite 8 ein Steinpilz als angebliche Marone (sogar mit dem "neuen" wiss. Namen!) abgebildet – siehe https://doris.bfs.de/jspui/bit…3-22-Pilzbericht_2022.pdf


    Hoffentlich hat es bei der Zuordnung Pilzart – Messwert besser geklappt...

    Viele Grüße – Rika

    Hallo Sebastian,


    die Eichen-Rotkappe hat von Anfang an rotbraune Schuppen auf dem Stiel. Vielleicht war ja doch eine Espe im weiteren Umkreis? Deine Bilder zeigen die typisch reinweißen Stiele, die ja (neuerdings) namensgebend sind "leucopodium" = weißer Fuß.

    Hier Beispielbilder von ganz jungen Leccinum quercinum:




    Gute Nacht – Rika

    Hallo Andy,


    ist der Genabelte Zähling bei Euch soo selten? Ich sehe ihn hier UmUlmHerum (580 – 650 mNN) jedes Jahr mehrfach, er wächst fast das ganze Jahr hindurch. Das Foto ist vom 13. Januar 2023, heute hatte ich ihn schon wieder: auf 1/2 qm an die 20 Exemplare jeden Alters – interessanterweise auf Fichtenästen (auf Nadelholz ist er echt selten) ebenso wie auf unident. Laubholzästen. Hab´ ihn aber nicht einmal fotografiert... Wir nennen ihn hierzulande übrigens Lentinellus micheneri (ich habe jetzt aber in keiner der taxonomischen Datenbanken nachgeschaut).


    Viele Grüße – Rika


    Hallo miteinander!


    Nachdem ich Amanita franchetii nicht persönlich kenne, habe ich mal ein wenig recherchiert und bin folgende interessante Info gestoßen:

    Amanita franchetii (Rauer Wulstling) – Fundkorb

    Zitat

    Der Fund aus dem Ansfeld-Wald ist von Dieter Gewalt gemeldet worden, wo auch eine Perlpilz-Varietät mit gelbem Ring aufgetreten ist (Amanita rubescens var. annulososulphurea Gill.). In Zweifelsfällen ist zur Abgrenzung auf unterschiedliche Sporenform- und maße zu achten.


    Tolle Fotos, Steffen!!


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Schrumz,


    fragst Du nur so im Allgemeinen nach dem rubrosanguineus-Geruch? Oder überlegst Du, ob Dein Fund ein solcher sein kann? Isser sicher nicht. Ich hatte Rubroboletus rubrosanguineus letztes Jahr – an einen speziellen Geruch kann ich mich nicht erinnern. Der ist überall, auch auf dem Hut, rubinrot und hat ein ausgeprägtes Netz im oberen Stieldrittel.


    Viele Grüße – Rika



    Hallo Andy (und alle anderen),


    dank´ Dir für die weiteren Infos!


    Pablos Pilz-Portrait hatte ich schon gelesen. Es fehlt mir dort (wie in allen anderen Publikationen, die ich mir angesehen hatte) der Vergleich zu G. adspersum. Die beiden Arte haben das gleiche Lieblingssubstrat, recht ähnliche Farbe (innen und außen), Porengröße, Sporen usw.. Wer weiß, ob man G. ads. im jungen Zustand nicht auch die Hutkruste eindrücken kann? Oder ob er jung nicht auch einen Saft absondert, der glasig eintrocknet?


    Bitte nicht falsch verstehen: ich zweifle Eure Einschätzungen nicht an, sondern sie bringen mich absolut weiter, vor allem Eure Zusatz-Infos wie die Einjährigkeit (Stefan u. Andy) und nun von Andy "Beim Anschneiden junger Fruchtkörper tritt Saft aus, der in kurzer Zeit zu einer harzigen Masse erstarrt." Lauter wertvolle Mosaiksteinchen! Ich muss nur immer alles ganz genau wissen, nicht nur 80%.


    HA – Überraschung:

    Soeben habe ich die inzwischen getrockneten Stückchen in letzter Verzweiflung noch mal mit dem Feuerzeug traktiert – JETZT schmurgeln sie und schlagen Blasen und alles ist endlich so wie es sein soll für Ganoderma resinaceum !!! :gstrahlen: :gfreuen: :gcool:

    Vermutlich war der Frk. einfach zu jung, zu frisch, zu nass und deswegen ging da nix mit Harz-Schmelzen. Auch eine wichtige Erkenntnis für mich und vielleicht auch Euch!?


    Jetzt traue ich mich, den Harzigen Lackporling auch zu kartieren – übrigens nicht nur ein Perser für mich, sondern wohl auch für die Region. Zumindest ist weder in der Ulmer (M. Enderle) noch in der Ehinger (J. Marqua/Ch. Fischer) Pilzflora noch in der pilze-deutschland-Kartierung ein Fund eingetragen.


    Danke für all die Unterstützung!


    Jetzt kann ich endlich beruhigt ins Bett gehen – gute Nacht allerseits – Rika

    Salü Andy,


    ja, ich war schon wieder dort. Aber die Waldarbeiter haben inzwischen Langholz gerückt... ohne Rücksicht auf Verluste. Auf diese Art und Weise wurde die Eiche anscheinend schon öfter verletzt, wie man an der Wunde sieht, in der nun der Lackporling fruktifiziert. Ich traue mich kaum, da jetzt noch einen größeren Schnitt zu machen – soll er sich vllt. erst mal erholen?!

    04.08.23:



    Hier die Ansichten des kleinen Stücks, das ich rausgeschnitten hatte, zuerst der erstarrte Harztropfen mit Pfeil:


    Schnitt am Rand des Frk.:


    Poren + Fingerabdruck (re) auf dem weichen, feuchten Zuwachsrand:


    Ergibt dies neue Erkenntnisse?


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Stefan,


    aha – "einjährig" ist ein guter Tipp – DANKE! Deswegen wächst meiner so schnell...


    Das Blöde ist nur, dass ich weder die Oberfläche noch das Abgeschabte davon mit dem Feuerzeug zum Schmelzen bringe. Vorhin habe ich das mitgenommen Stückchen unterm Mikro gehabt, in der Hoffung über die Sporen weiterzukommen: sie liegen genau mittendrin zwischen G. resinaceum und G. adspersum (10,7) 11,2 (12,3) x (6,8) 7,1 (7,9) µm, n = 20. Allerdings habe ich ohne Exosporium gemessen, sonst kämen 1...1,5 µm vor allem in der Länge dazu. An dem Stückchen machte ich noch eine interessante Beobachtung: beim Rausschneiden hatte es wieder "geweint", und mittlerweile ist diese Träne zu einer glänzenden Schicht eingetrocknen ... die ich wieder nicht schmelzen kann. Naja, Ryvarden & Gilbertson schreiben in European Polypores, Gandoderma wäre eine der schwierigsten Arten zur Bestimmung... wie beruhigend! :D

    Trotzdem verdichtet sich der Verdacht schon zu G. resinaceum, vor allen wegen dem schnellen Wachstum und der eindrückbaren Hutoberfläche, würde ich mal sagen.



    Deine/Eure Meinung zu meinen Fund würden mich sehr interessieren!


    Viele Grüße – Rika