Beiträge von UmUlmHerum

    Hallo Ingo!


    Irgendjemand hatte mal geschrieben, dass man die Lackporlinge an der Wachsschicht auf dem Hut erkenne könne... für welche Ganoderma-Arten trifft dies nun wirklich zu??


    Der Fenchelporling hat insofern was mit meinem Fund zu tun, da beide auf derselben Stubbe wachsen! G. adspersum sollte ja eigentlich (ausschließlich?) auf Laubholz vorkommen. Bliebe deshalb nur G. applanatum (den ich wiederum nur von Laubholz kenne) übrig?


    Oder gibt es noch andere Optionen?


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Ingo (und auch alle anderen Mitleser)!


    Danke für Deine ergänzende Einschätzung!


    Ich war jetzt eine Woche weg (offline), habe aber zum Vergleich unterwegs einen Flachen Lackporling geschändet: die rotbraunen Zuwachsschichten sehen sehr identisch aus, der starke Pilzgeruch passt auch ganz gut.


    Ähm - wenn mir jemand glaubhaft versichert, dass der Fenchelporling auch auf Laubholz wachsen kann - dann wäre eine Ganoderma schon wahrscheinlich ;) Jetzt werde ich einfach mal abwarten. wie sich die Kleinen entwickeln.


    Noch eine Erklärung bzw. Ergänzung zu dem zweiten Foto: der kleinere Knubbel wächst auf einer Wurzel und ist von der Seite aufgenommen; d.h. die Poren/Röhren sind so weit unten wie es in dieser Wuchsposition eben geht = seitlich.


    Den Wulstigen Lackporling kenne ich noch zu wenig, um ihn sicher bestimmen zu können. Wie unterscheidet er sich sicher vom Flachen? Ich kann beim G. applanatum keine weißen Myzeladerungen in der Trama sehen?! Und auch diese wachsige Schicht, die man mit dem Feuerzeug schmelzen können soll - wenn da genug Sporen draufliegen, schmilzt gar nichts! Hat mir jemand ein "totsicheres" Untescheidungsmerkmal?


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Thorben,


    Ceratiomyxa ist das mit Sicherheit nicht. Ich vermute eher, dass Du einen reifen Sporenkörper (Aethalium) einer Fuliog-Art, vermutlich der Gelben Lohblüte, gefunden hast. Von Violett kann ich auf Deinen Fotos nichts erkennen, auf meinem Bildschirm sieht der durchgeschnittene Haufen schwarzbraun aus. Die Gattung Fuligo gehört zu den Dunkelsporern, d.h. bei Myxos sehr dunkelbraune oder schwarze, undurchsichtige Sporen.


    Hier kannst Du Dir die häufigsten Schleimis anschauen, u.a. ist dort auch ein Foto von einem reifen Sporenkörper der Gelben Lohblüte:
    http://sachsenpilze.sa.funpic.de/bilder.html
    ("Schleimpilze" anklicken)


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Fredy,


    vielen Dank für Deine Antwort und Deine Baumpilz-Checkliste! Ja, meine Baumpilz-Kenntnisse sind absolut noch ausbaufähig. Auch bei unserem monatlichen Pilz-Stammtisch werden nur relativ selten Baumporlinge mitgebracht, ... und Gerd ist auch nur selten da ;)


    Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mich mit diesen Porlingen mehr zu beschäftigen, eben weil ich noch so wenige (er-)kenne. Ein Grund dafür dürfte sein, dass ich immer Hemmungen habe, ein lebendes Wesen ohne wichtigen Grund zu zerstören. Einzelexemplare lasse ich eigentlich schon aus Prinzip (fast) immer stehen.


    Deine pdf habe ich gerade durchgelesen - ein guter und vollständiger Leitfaden, auf was man alles zu achten hat. Es freut mich, in diesem Forum einen kompetenten Ansprechpartner für Baumpilze zu haben!


    Heute habe ich die kleinen Porlinge dieses Thread mal wieder besucht: sie sind nicht arg gewachsen. Der Angeschnittene bemüht sich aber, die Schnittstelle mit seiner weißen Haut wieder zu bedecken. Die Schnittstelle selbst ist inzwischen schwarz geworden. Ich hatte damals bewußt nur einen seitlichen Knubbel weggeschintten, damit der Pilz hoffentlich weiterwächst - was ja auch gelungen ist. Aber immerhin habe ich mich durchgerungen, an zwei Stellen an den Fenchelporlingen rumzusäbeln...


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Fredy,


    hier mal mein Versuch, mein Anliegen kurz zu fassen.


    Ich hätte bei meiner Bestimmungsanfrage auch nur schreiben können:
    Was kennt Ihr für Porlinge, die
    - auf (nicht näher bestimmbarer) morscher Nadelholz-Stubbe wachsen
    - im jungen Zustand außen eine weiße Haut (Dicke ca. 0,3...0,4 mm) haben
    - und im Inneren zäh-korkig sind (dunkel rot-braun mit Zuwachszonen)
    - frisch aromatisch nach "Pilz" riechen, nach einigen Std. mit fischiger Komponente

    Zur Ergänzung hätte ich Bild 2 und 4 beigefügt


    Das war meine Frage - mir war und ist völlig klar, dass mein Fund in diesem Zustand nicht näher bestimmbar ist. Ich wollte nur die in Frage kommenden Gattungen ein wenig eingegrenzt haben. Deswegen hatte ich ja auch geschrieben:

    Zitat

    Was könnte das werden?


    M.E. ist es zielführend, nur soviele Informationen wie nötig (und nicht wie möglich) zu schreiben. Ich halte mich i.d.R. für kompetent genug, beurteilen zu können, welche Infos erforderlich sind; wobei ich auch mal was übersehen kann und dann niemandem böse bin, wenn er/sie nachfragt.


    An Deiner pdf zur makroskopischen Bestimmung von "Baumpilzen" bin ich sehr interessiert und wäre Dir dankbar, wenn Du sie mir schicken würdest.


    Ich vermute mal, unser "Gehakel" hängt damit zusammen, dass ich als pilzforum.eu-Neuling für Dich ein unbeschriebenes Blatt bin... was sich ja vielleicht in absehbarer Zeit nun ändern wird. Bei Gelegenheit (wenn ich mal ein bisschen Zeit übrig habe), werde ich mich auch im entspr. Unterforum vorstellen. An Deinen Beiträgen zu diesem Thread finde ich positiv, dass Du kritisch hinterfragst und Deine begründete Meinung dazu sagst. Dafür danke!


    Viele Grüße - Rika


    ... und jetzt auch noch Schmetterlinge. Da sollten wir extra Bereiche eröffnen, damit solche Laien wie ich auf die Schnelle nachschauen könnten.


    Hallo Lara,


    hier ein paar links zur Schmetterlingsbestimmung, Artprofilen, Foren. Im Forum von nafoku bekommst Du i.d.R. sehr schnelle und kompetente Antworten auf nicht nur Schmetterlingsanfragen (mit Foto). Im Lepiforum war ich noch nicht aktiv unterwegs, aber auch sehr gute Infos. Bei Schmetterling-Raupe ausführliche Artportaits, Schnellsuche von den gängigsten Raupen nach Monaten sortiert usw.


    http://www.lepiforum.de/
    http://www.schmetterling-raupe.de/
    http://nafoku.de/forum/


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Fredy,


    über Deine hier geäußerten Ansichten bin ich doch etwas erstaunt. Von welchen Mini-Bildausschnitten schreibst Du??? Hast Du nur das letzte der 4 Fotos gesehen? Und meinen Text nicht gelesen? Daraus geht ja wohl etwas mehr hervor als Du hier hinwirfst...


    Björns Idee finde ich interessant und verfolgenswert, wie ich ja geschrieben habe. Für mich ist das keine "Bestimmung", sondern ein Hinweis, in welcher Richtung ich die jungen Porlinge weiter beobachten werde.


    Die rotbraune, gezonte Trama spricht gegen Fomitopsis pinicola, andere Abgrenzungen hat ja Pablo schon beschrieben. So dunkle, rotbraune Schichten kenne ich bisher z.B. von der Fencheltramete, die es aber wg. der weißen Haut ja nicht sein kann. Ganoderma adspersum kann (meinen bescheidenen Recherchen nach) auch auf Nadelholz vorkommen. Vielleicht wird ´s ja auch G. applanatum oder ...


    Was das Einwachsen von anderem Zeug betrifft, so habe ich gelernt, das diese Eigenschaft eben "Baum"-Porlinge von der Gattung Polyporus unterscheidet.


    Da dieser Porling ja ein mehrjähriges "Gewächs" ist, habe ich trotz der derzeitigen Trockenheit gute Hoffnung, dass er sich irgendwann weiterentwickelt. Und dann sehen wir weiter...


    Ich glaube, Björn kennt mich schon gut genug, um zu wissen, dass ich seine Kompetenz nicht in Zweifel ziehen werde, auch wenn sich was völlig anderes aus den Babys entwickeln sollte.


    Friede sei mit Euch, auf dass wir uns wieder wichtigeren Dingen zuwenden können *ggg*


    Liebe Grüße - Rika

    Hallo Björn & Pablo,


    herzlichen Dank für Eure Einschätzung!


    Ich sehe schon: um diesen Jungporlingen im Speziellen und den Baumporlingen am Allgemeinen näher zu kommen, werde ich sie künftig öfter mal durchschneiden und beschnüffeln.


    Den Fortschritt der beiden gezeigten Exemplare werde ich auf alle Fälle weiter beobachten - die Stubbe liegt auf meinen regelmäßigen Wegen. Wenn sie dann mal aussporen, sollte ich sie mit dem dringenden Verdacht auf den Wulstigen Lackporling schon raus bekommen.


    LG - Rika


    P.S.: Björn
    Dir nachträglich auch noch die besten Wünsche zu Deinem Geburtstag!!! Und gute Entscheidungen für Deine berufliche Zukunft! Deiner Signatur nach hast Du ja schon alle Energie der Pilzwelt in Dir... ;)

    Hallo miteinander!


    Die knapp 20 Liter Niederschlag letzthin konnten hier bisher niemand aus dem Boden locken. Bei meinem vorgestrigen 3-Std.-Streifzug durch verschiedene Wälder fand ich eine überständige Flockenhexe, zwei zerfressene braune Dachpilze, zwei stinkende Stinkmorcheln, einen löwengelben Porling (frisch!!!), zwei Kolonien mit saftigen Nördlichen Schwammporlingen und einige optimistische Fuligo-Trupps von der Myxo-Front. Das Schwanztrüffelnest (Hysterangium stoloniferum) war vertrocknet, teils auch verschimmelt... da freut man sich über alles Pilzige!


    Deswegen würde ich auch gerne wissen, was für einen jungen Porling ich da auch noch fand - bei den "Baumpilzen" habe ich immer noch großen Lernbedarf:


    Es waren 2 Frk. auf einer (final) morschen (Fichten-)Stubbe bzw. auf einer Wurzel davon. (An derselben Stubbe und deren Wurzeln wuchsen in den letzten Jahren Harzporling, Starkriechender Leistling und Fenchelporling.)


    Die beiden Porlinge haben einen unregelmäßig runden Wuchs, sind außen leuchtend weiß (erst dachte ich, es sei Schimmel) und sind innen korkartig fest und fuchsig rotbraun. Die Fruchtkörper haben 3-4 cm Ø, ansonsten siehe Fotos. Diese Porlinge hatten einen starken, aromatischen Pilzgeruch. An dem abgeschnittenen Stück habe ich etwa 6 Std. später nochmal gerochen - diesmal war eine fischige Note dabei.





    Hier kann man erkennen, dass die weiße Oberfläche aus einer Arte Rinde besteht:


    Was könnte das werden?


    Schon mal Danke und viele Grüße
    Rika

    Hallo!


    Klar ist das eine Marone! Solche Formen gibt es bei Maronen öfter, ich habe auch ab und zu welche, die sich nicht verfärben. Ein Anhängsel-Röhrling hat in dieser Größe viel (!!!) kleinere Poren, die da auch dunkler gelb sind! Der längsriefige Stiel vs. Netz wurde ja schon geschrieben...


    Viele Grüße - Rika

    Vielleicht kann mich ja jemand auf die richtige Spur schubsen. :)


    Hallo Matthias,


    von meinen nur rudimentären Myxo-Kenntnisse ausgehend, würde ich Dich in Richtung Dunkelsporer - Physarales schubsen...


    Siehe Schlüssel in "Die Myxomyceten" Bd. 2, S.25:
    Schlüssel zu B --> Myxogastromycetidae
    Schlüssel zu C --> Physarales


    Diese aufplatzende Peridie sieht mir sehr nach Kalkeinlagerungen aus... schau Dir die Peridie mal genauer an. Ich vermute, es geht zu Didymiaceae, was die Sache auch nicht einfacher macht.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo zusammen!


    Den Samtfuß-Krempling habe ich Anfang der 80er Jahre mal ins Mischgericht geschnitten. Damals hatte ich mir gerade mein erstes "richtiges" Pilzbuch gekauft: Bruno Cetto "Der große Pilzführer" Band 1 - dort steht er als essbar drin. Gut gefallen hat mir seine Ausgiebigkeit und feste Konsistenz, ansonsten hat er nicht viel Eigengeschmackt, nur leicht säuerlich.


    Bitter war er mit Sicherheit nicht - da bin ich nämlich recht empfindlich, z.B. Habichtspilze kommen mir nur im wirklich sehr jungen Zustand (wenn man die Stacheln fast noch nicht erkennen kann) in den Kochtopf.


    Bitterkeit hat auch was mit dem Alter zu tun! Was schätzt Ihr, wie alt z.B. ein Roter Gallerttrichter (Tremiscus helvelloides) sein kann und dabei immer noch appetitlich aussieht? Das waren letzten Sommer sage und schreibe 6 Wochen! Aber bereits nach 1-2 Wochen schmeckt dieser Pilz grausig scharf und bitterlich. Auch bei den orangemilchenden Reizgern nehme ich nur wirklich junge Exemplare vom Lachsreizger.


    Der Samtfuß-Krempling war längere Zeit auch unter Giftverdacht, nachdem man beim Kahlen Krempling das Paxillus-Syndrom festgestellt hat, siehe http://www.gifte.de/Giftpilze/paxillus-syndrom.htm. Inzwischen weiß man, dass der Samtfüßige aber gar kein Krempling ist. Wenn ich mich recht erinnere, gehört er mittlerweile zu den Seitlingen.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Matthias & Ulla!


    Habt Dank für Eure Bestätigung!


    Eigentlich hatte ich ja mal die Stielchen mit den Sporen sehen wollen, aber anscheinend ist das Zeitfenster zwischen plasmoid und ausgesport wohl recht klein. Aber ich werde es beim nächsten Frukt.-schub noch mal probieren.


    Viele Grüße (35 °C derzeit auf der Ostseite...)
    Rika

    Hallo Miteinander!


    Vom Myxo-Expertentum bin ich noch weit entfernt... deswegen hier eine (Anfänger?-)Frage:


    So kenne ich den Geweihförmigen Schleimpilz - Ceratiomyxa fruticulosa - in diesem Zustand ist er noch plasmoid, und das "Geweih" steht nach oben.


    Was ist nun das? Ist das der Endzustand einer Ceratiomyxa frut.? Diese "Felle" hingen Anfang Juli in großer Anzahl an allen möglichen morschen Hölzern. Hängende Geweihe?? Im fotografierten Zustand waren sie noch nicht ausgereift, sondern auch noch klebrig. Erst eine trockene Woche später schaute ich sie mit dem Mikro an - und konnte nur diese langen Haare sehen, keine Sporen, keine weiteren Strukturen.

    Was mich dabei irritiert:
    Meine bisherigen Cera.-frut.-Funde (wie die auf den ersten beiden Bildern, noch klebrig) befanden sich immer in eher geschützten Ecken, feuchten Winkeln, aber nie an so exponierten Stellen wie das Fell vom letzten Bild.


    Wie interpretiert Ihr das "weiße Fell"?


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel,


    wieso legst Du einen Deckel auf Deine feuchte Box? In der Natur fruktifizieren die Myxos auch ohne Treibhaus?! Ehm - wir haben doch gerade Sommer ... :-))


    Hallo Matthias,


    danke für Dein herzliches Willkommen!


    Auf die Schleimis bin ich auch nur deswegen gekommen, weil
    (a) ich so ein feines Mikro geschenkt bekommen habe, und
    (b) im Wald dauernd verschiedene Myxos (und fast keine Großpilze) fand,
    (c) Lothar gerade eine Myxo-Kurs hatte, und
    (d) mir die drei Myxo-Bände geliehen wurden.


    Wie Du siehst, eine unglückliche Verkettung glücklicher Umstände - oder war es umgekehrt? ;-))


    Noch vor 6 Wochen hatte ich gemeint, dass mich so kleiner Fuzzelkram nicht interessieren würde. Letzthin war ich völlig entzückt vom Aufsitzenden Pustelpilz - Dialonectria episphaeria auf dem Flächigen Eckenscheibchen - Diatrype stigma. Diese leuchtend roten Kugeln auf tiefem Schwarz ... in die ausgesporten, nun oben offenen Kugeln kann man reinschauen ... nur habe ich bisher keinen Schnitt durch die nur 0,2 mm großen Kugeln hinbekommen.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel,


    wieso legst Du einen Deckel auf Deine feuchte Box? In der Natur fruktifizieren die Myxos auch ohne Treibhaus?! Ehm - wir haben doch gerade Sommer ... :-))


    Hallo Matthias,


    danke für Dein herzliches Willkommen!


    Auf die Schleimis bin ich auch nur deswegen gekommen, weil
    (a) ich so ein feines Mikro geschenkt bekommen habe, und
    (b) im Wald dauernd verschiedene Myxos (und fast keine Großpilze) fand,
    (c) Lothar gerade eine Myxo-Kurs hatte, und
    (d) mir die drei Myxo-Bände geliehen wurden.


    Wie Du siehst, eine unglückliche Verkettung glücklicher Umstände - oder war es umgekehrt? ;-))


    Noch vor 6 Wochen hatte ich gemeint, dass mich so kleiner Fuzzelkram nicht interessieren würde. Letzthin war ich völlig entzückt vom Aufsitzenden Pustelpilz - Dialonectria episphaeria auf dem Flächigen Eckenscheibchen - Diatrype stigma. Diese leuchtend roten Kugeln auf tiefem Schwarz ... in die ausgesporten, nun oben offenen Kugeln kann man reinschauen ... nur habe ich bisher keinen Schnitt durch die nur 0,2 mm großen Kugeln hinbekommen.


    Viele Grüße - Rika

    Hallo Toffel, Ulla, Markus (und alle anderen Mitleser)!


    Herzlichen Dank für Euer Feedback!


    Was das Mit-Nach-Hause-Nehmen betrifft: Wichtig ist, dass man weiß, wo das Ding anfängt und aufhört! Wenn man es dann komplett mit genug Substrat mitnimmt, geht das schon - berührungsfreien Transport vorausgesetzt. Zuhause bemühe ich mich um eine möglichst naturnahe Unterbringung, z.B. ein schattiges Plätzchen auf dem Westbalkon. Bei der Tubifera war die morsche Holzpyramide in reichlich Moos gebettet, befeuchtet habe ich nur das Moos - nicht den Myxo.


    Dadurch entfällt die tägliche und manchmal aufwändige Anreise - falls man die Stelle überhaupt wiederfindet, wenn sich das buntleuchtende Plasmodium bereits in einen unscheinbaren braunen Haufen verwandelt hat. Und man kann die Entwicklung zuhause gut beobachten + fotografieren.


    Hier noch ein Beispiel vom Rotköpfigen Schleimpilz - Trichia decipiens. Die leuchtend orangerote Gruppe vom ersten Bild hatte ich auch ausgeschnitten und zuhause fertig reifen lassen (2. Bild). Die nahm ich dann mit zum Myxo-Kurs von Lothar Krieglsteiner Ende Juni. Leider hatte ich nur für einen Kurstag von dreien Zeit, aber enorm viel gelernt und auch anschließend noch so manchen guten Tipp von Lothar erhalten (Danke!!!).


    Viele Grüße - Rika


    Hallo Ihr Myxo-Freunde!


    Nachdem ich seit einigen Wochen ein gute, altes Zeiss-Mikroskop habe und mir ein Pilzvereinskollege seine 3 Bände "Die Myxomyceten" geliehen hat, versuche ich mich in der Schleimi-Bestimmung. Hier die Story von meinem Myxo-Nr. 16:


    (14.07.13) Was leuchtet da so herrlich orange aus dem grünen Moos einer final morschen Fichtenstubbe?

    Näher betrachtet waren es drei Häufchen, die daran waren, Sporenkörper auszubilden - hier das "Schönste":

    ... und das "Reifeste":

    Erinnert mich ja an Queller, habe aber noch keine wirkliche Idee, was das war bzw. werden wird. Beim ersten Bild hatte ich noch eine Idee, aber diese einzelnen, z.T. gegabelten Würste lassen mich bei näherer Betrachtung völlig im Dunkeln tappen.


    Das Reifeste schnitt ich großräumig aus dem faulenden Holz und nahm es zur weiteren Beobachtung mit nach Hause.


    (16.07.13) Wieder am Fundort, um die Entwicklung in freier Wildbahn zu dokumentieren - so sieht inzwischen das oberste Häufchen vom ersten Foto aus:

    Manchmal dauert die Entwicklung vom Plasmodium bis zu reifen Sporenkörpern ja nur 24 Stunden, mein Myxo-Nr. 16 hat sich dazu aber Zeit gelassen.


    (21.07.13) Gehegt und gepflegt auf feuchtem Moos hat sich der Zuhause-Haufen fertig umgebildet. Die vorher einzelnen "Wurst"-Körper waren fast auf die Hälfte ihrer vorherigen (plasmioden) Größe geschrumpft und hatten sich an ihren Wänden so verbunden, dass im Schnitt ein Wabenmuster entstand (Pseudoaethalium). Die einzelne Sporocarpie ist nun ca. 2,5 mm lang und hat 0,3 - 0,4 mm im Ø.


    Das ist leider das letzte Bild, weil ich das Fotografieren am Mikro erst noch lernen/ausprobiern/üben muss. Auch mit dem Messen hapert es noch: ich verwende einen Messobjektträger mit einer 0,01 mm Teilung...


    Da ich kein Bino habe, gestaltet sich das Präparieren von so kleinen Teilen etwas komplizierter: mit einer LED-Leiste erzeuge ich mir am Mikro Auflicht. So kann ich mit 30x und 125x zumindest sehen, was ich tu. Jetzt kommt das Gehirnjogging, weil hier ja rechts = links und oben = unten ist. Alles klar?


    Unter Auflicht schillert die Röhrenwand (Peridie) irisierend, oben drauf sind eine Art dunkle Deckelchen. Die Sporen sind ca. 6 µm und rund, sie haben ein feines Netz aus kleinen Erhebungen.


    Hätte ich das unreife Plasmodium gesehen, so wäre mir der Namen sofort klar gewesen. So aber irrte ich eine Weile durch die Schlüssel, bis ich auf den Lachsroten Schleimpilz - Tubifera ferruginosa kam... oder sollte ich mich doch verlaufen haben?


    Mein (derzeitiger) Ehrgeiz bei den Myxos ist (neben der Bestimmung), möglichst durchgängig die ganzen Entwicklungsstadien einer Art zu dokumentieren. Vielleicht schaffe ich es auch noch, mit wenig Aufwand einigermaßen informative Mikro-Bilder hinzubekommen...


    Habt/macht Ihr solche Entwicklungsdokus?


    Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß bei meinem ersten Beitrag in diesem Forum!


    Viele Grüße - Rika