Beiträge von UmUlmHerum

    Hallo,


    die weißen "Eier" auf dem vorvor- und vorletzten Bild sind die Fruktifikation eines Schleimpilzes.

    In welcher Höhe hast Du die ganze Raufüße gefunden? Hier um die 600 mNN gibt es nur Pfefferröhrlinge (Chalciporus piperatus) als einzige Röhrlinge.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Raphael,


    merci für Deine Vergleichsbilder mit Erläuterungen!

    So langsam bekomme ich eine Vorstellung zur Unterscheidung, auch wenn ich L. glareosa noch nie gefunden habe. Auf Deinen Bildern finde ich es auffällig, dass hier diese schwärzlichen langen Fasern (Zotteln) Richtung Hutrand fehlen, die L. lacrymabunda im älteren Zustand recht deutlich hat. Gerade bei älteren Frk. gibt schon Farbunterschiede, finde ich ––> L. glar. hat mehr braun-gelbe Töne, alte L. lacr. so einen Touch ins grau-ockergelbe. Sieht es nur durch die dunklere Hutmitte so aus oder sind Deine L. glar. wirklich leicht gebuckelt? Das kenne ich von L. lacr. nämlich nicht.


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Raphael,


    Zitat

    Den Ludwig kann man für Lacrymaria nur bedingt verwenden, weil er damals alle drei Arten vermischt hat.

    Inzwischen ist genetisch abgesichert, dass es sich um drei verschiedene Arten handelt.


    Gruss Raphael


    dann bedeutet dies wohl, dass Ludwig in etwa L. glareosa unter Abb. 95.1 B (vergl. die Größe zu 95.1 A) und L. pyrotricha unter 95.1 C (wg. der deutlichen + farbigen Stielnatterung) abgebildet haben könnte?!


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Flämmli,


    merci für die Bildtafel!

    Den Ludwig habe ich leider nicht – es bezieht sich 95.1 A bis C alles auf L. lacrymabunda?! Als Hutgrößen sind vermutlich irgendwas von 3 bis 8 (10) cm angegeben, vermute ich mal. Dass es ganze Populationen mit Hut-Ø < 5 cm geben kann, war mir bis zu diesem Fund nicht klar. Steht im Text vielleicht auch was über solch massenhaftes Auftreten?


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Beli,


    vielen Dank für Deine Infos + Bilder!


    Ja, in Deinem Link zum November 2020 ist es auch ein Massenaufkommen  :thumbup: zu sehen, sogar mit richtig büscheligem Wuchs. Ob das wirklich eine der drei Lacrymaria-Arten ist, die wir in Mitteleuropa kennen, bin ich mir nicht sicher. Deine kroatischen Hüte sind "relativ" wenig gestriegelt / weniger Haarfasern als ich von L. lacrymabunda kenne. Auch von der Stielnatterung ist (fast) nichts zu sehen ––> L. pyrotricha glaube ich hier nicht – vergleiche mal mit der orange-roten Natterung von meinen pyrotricha-Beispielbild. Auch nicht gerade typisch ist dieser büschelige Wuchs – dass die Stiele an der Basis miteinander verwachsen sind, kenne ich so nicht, war auch meinen Jetzigen nicht der Fall.


    Was die Farben angeht: Bei meinem aktuellen Fund waren die jungen Frk. ziemlich orange-braun – da hätte ich pyrotricha noch für möglich gehalten. Aber bei den aufgeschirmten Exemplaren waren die orange-rotbraunen Farben praktisch komplett verschwunden. Also genau umgekehrt zu Deiner Beobachtung.


    Fazit: Egal, was für eine genaue Lacrymaria-Art in unser beiden Fällen vorliegt – sie können in ungeheuren Mengen frukifizieren!


    LG – Rika

    Hallo Raphael,


    merci für Deine Sporen-Vergleichsbilder! Und die weiteren Infos – ja, im MOSER steht "subalpin" – das kann ich also getrost streichen, aber immerhin liegt die Fundstelle auf 600 mNN. Im Prinzip hätte mir L. glareosa schon gut gefallen, so von der Größe her. Und der Hoffnung, dass es bei dieser Art vllt. normal wäre, in rauen Menge zu fruktifizieren. Aber:


    Die groben Warzen kannst Du sogar bei der 320x Vergrößerung gut sehen – klicke auf das 2. Mikrobild, dann unten im Bild ganz rechts auf "Originalversion aufrufen", diese kannst Du mit (achje – ich habe eine Mac-Tastatur – gleich rechts neben der Leertaste "Space":) "Apfel" und "+" beliebig vergrößern, in Kombination mit "-" wieder verkleinern.


    Die L. pyrotricha waren übrigens an einer vergrasten Rückegasse im Fichtenforst. L. lacrymabunda finde ich normalerweise an sehr feuchten Wegrändern, gern schon im Matsch. Es hat einiges geregnet in den letzten 2 Wochen – die Wiese stand aber nicht unter Wasser. Vielleicht so eine Art von "Legenot", falls sie in den letzten Jahren es wettertechnisch nicht geschafft haben zu fruktifizieren...


    Aber nochmal meine penetrante Nachfrage: Hat schon mal jemand so ein Massenaufkommen gesehen?


    Gute Nacht – Rika

    Hallo Raphael,


    La. glareosa (flachwarzig) hatte ich wegen des grobwarzigen Sporenornaments eigentlich ausgeschlossen. Allerdings würde da die Größe der Frk. mit Ø 4 cm passen. Laut Bon würden sie i.d.R. auf Nadelholzstümpfen wachsen, was hier in keinem Fall zutrifft. Aber die Masse der Frk. ließe sich auch mit La. gla. nicht erklären...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Beli,


    auch L. pyrotricha sollte größer sein, und ich kenne diese auch nur in losen Gruppen, nicht in dieser ungeheueren Anzahl. Wie unterscheidest Du die beiden Arten – nach der Farbe? Mikroskopisch gleichen sie sich ja sehr... Hier ein Vergleichsfoto von einem letztjährigen Lacrymaria pyrotricha Fund.


    Viele Grüße – Rika


    Hallo miteinander!


    Vor einer Woche war ich auf einer eher mageren Wiese rund um einen Sportplatz auf dem Ulmer Hochsträß unterwegs:

    Dort gab es in irren Massen diese kleinen Saumpilze, Gruppen mit 50 – 100 Stück, alle paar Meter solche Cluster – siehe Fotos, immer eher am Rande der Wiesenfläche Richtung Waldrand, aber schon im Gras, auf mehreren Arealen rund um das Sportplatzgelände. Es sind also insgesamt etliche Tausende von Fruchtkörpern.


    Makroskopisch klar der Tränende Saumpilz, auch 4 Tage später mit etlichen reifen Frk. – Hut-Ø max. 4,5 cm, Gesamthöhe max. 7 cm! Weil ich Lacrymaria lacrymabunda eigentlich als deutlich größeren Pilz kenne, zwar gesellig in Gruppen, aber nicht in solcher dichtwachsender Menge, habe ich mal eine Lamelle unters Mikro gelegt: Die Sporenform (zitronenförmig), -ornament (grobwarzig) sowie die Cheilo- und Pleurocystiden (lang + leicht kopfig, büschelig) passt alles zu Lacrymaria lacrymabunda.


    In dieser Form habe ich den Tränenden Saumpilz noch nie gesehen: Gibt es da vielleicht eine Variante/Form, die so klein und massenhaft auftritt? Habt Ihr La. la. schon mal in dieser "Ausführung" gesehen? Oder muss ich nur mein Artkonzept anpassen?


    Viele Grüße – Rika






    4 Tage später:


    Cheilos (Zoom aus 320x):


    Pleuros (Zoom aus 320x):

    Hallo Nobi,


    ja, in der Tat! Ich habe das Buch der Beiden nicht, aber hier im Kreise der Leserschaft sollte sich ja jemand finden, der mal nachschauen kann – falls dasjenige (= gendergerechte bayrische Mundart :D ) hier mitliest. Vor einigen Jahren hatte ich in dieser Angelegenheit mal heftig recherchiert, und glaube mich dunkel zu erinnern, dass das Zuordnungsproblem schon seit den Erstbeschreibungen existiert.


    Gute Nacht – Rika

    Jetzt haben sich weitere Antworten dazwischen geschoben... ich ändere meine Text jetzt aber nicht extra.


    Hallo Brynn,


    da gehe ich mit! ABER: es wird leidenschaftlich um die Unterscheidung zwischen (oder die Zusammenlegung von) Lentinellus ursinus (der Bär) und L. castoreus (der Biber) gestritten.

    Ich persönlich nenne die extrem scharf(!) schmeckende Art auf Nadelholz Lentinellus castoreus und die milde Art auf Laubholz L. ursinus. Aber andere Leute sehe es genau umgekehrt. Ich weiß nicht, ob da inzwischen sequenziert wurde...

    Z.B.: https://forum.dgfm-ev.de/threa…ng/?highlight=Lentinellus

    FIlziger Zähling - Lentinallus ursinus


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Brynn,


    Dein Pilz hätte schon noch dunkle Lamellen durch die schwarzen Sporen bekommen, wenn er nicht vorher vertrocknet wäre.

    Anbei ein Fund von mir am 3.11.23, ebenfalls auf einer recht mageren Wiese – da könnte man auf den ersten Blick sogar an einen Rötling denken. Dunkle Sporen ––> siehe den Sporen-"Niederschlag" am Ringrest.


    Viele Grüße – Rika



    Hallo Benjamin & alle anderen,

    die Ebay-Kleinanzeigen haben ihren Namen in kleinanzeigen.de umgewandelt – also nix Neues, sondern altbekannt.

    Gute Nacht – Rika

    Hallo miteinander!


    Der Stiel hat oben ein bräunliches Netz, ganz deutlich beim zweiten Bild, aber auch mit Vergrößerung auf dem ersten zu sehen. Außerdem scheinen die Röhren stark zu blauen. Wieviele Std. ist es her, dass der Stiel abgeschnitten wurde? Ein frisches Schnittbild und eine Kostprobe (bitter?) würde die Sache erleichtern... Anscheinend handelt es sich um zwei Leichen, wenn ich das richtig sehe...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Oskar,


    wie es aussieht, ist das Substrat Kiefer – auf Nadelholz fällt mir kein anderer Pilz ein, der rein resupinat (flächig ohne Hut) wächst und eine dermaßen rosa Farbe hat. Auf Laubholz würde es anders aussehen! Kleiner Tipp: Angabe zum Substart und eine Nahaufnahme vereinfachen die Bestimmung...


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Racoon,


    das ist ein Saftporling – die sind nicht so langlebig wie viele andere Porlinge – wie Bernd schon geschrieben hat. Von einem Tintling erwartet man ja auch nicht, dass er nach ein paar Wochen noch zu sehen ist ;).


    Ich hatte Anfang September auch einen Rhodonia-placenta-Fund: man konnte den Frk. ungefähr 3 Wochen lang erkennen, dann war er genauso "weg" wie Deiner. Übrigens ist die Rosa-Färbung am Anfang am stärksten (da fand ich kaum reife Sporen), dann verblasst er weißlich, sport aus und verabschiedet sich, alles ganz normal. Anscheinend hat Rh. pl. das heiße, trockene Wetter gefallen – ich höre und lese diesen Herbst von erstaunlich vielen (Erst-)Funden.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Bei der Trichoderma sollte man einen "Kopfteil" sehen. Mich erinnert die Farbe + Oberfläche(nstruktur) + Form schon sehr an eine der Clavariadelphus-Keulen. Die Sibirische kenne ich zwar nicht persönlich, aber auf Web-Bildern ist sie relativ klein und kann sich offenbar verzweigen. Und was natürlich auch immer sein kann, ist ein Befall, meist sind es Viren, die einen Frk. komplett verändern können – das Hymenophor verschwindet da oft als erstes. Aber mein Favorit bleibt eine der Herkuleskeulen... LG – Rika


    Gute Nacht – Rika

    Hallo miteinander!

    Da bin ich bei Jürgen – mich stören auch die unregelmäßigen, oft eckigen Poren, die weitaus besser zu Cyanoboletus pulverulentus als zu Suillellus queletii passen.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo Martin,


    m.E. kannst Du das "cf." weglassen, schon allein vom Makroskopischen her. Der Perli ist zwar mordsvariabel, aber einen soo langen + dünnen + grau genatterten Stiel hat der nicht. Und der Isabelfarbene ist ein deutlich stattlicherer Pilz. Erst gestern fand ich eine ganze Menge Prophyrgraue in einem saueren Fichtenjungforst – die sahen aus wie Deiner, nur noch ein bisschen jünger, manche mit Velumresten (grauen Flocken) auf dem Hut, manche auch oben kahl.


    Viele Grüße – Rika

    Hallo miteinander!


    Der Rosablättrige Helmling hat mich auch schon wegen seiner Größe genarrt – die Hüte hatte Ø 6-7 cm! Aber das ist für diese Art ganz normal, wie ich mittlerweile weiß, siehe z.B. hier:

    Zitat

    Die für die Gattung großen und kräftigen Fruchtkörper wachsen meist büschelig auf Holz und haben einen 2–6 (–8) cm breiten Hut. Dieser ist jung kegelig-glockig, später gewölbt, aber nie ganz aufgeschirmt. Am Hutscheitel hat er einen breiten Buckel. Die kahle und matte Oberfläche ist bis zum Buckel radial gerieft oder gefurcht. Der Hut ist hellbräunlich, blass graubräunlich bis weißlich, der Rand ist heller, der Buckel etwas dunkler gefärbt.

    Gute Nacht – Rika

    Hallo Karl,


    ah-so, da hatte ich Dich falsch verstanden und Deine Anmerkung auf das oberste Treppchen bezogen.

    Mit Deiner Erklärung verstehe ich nun auch Dein Wettbewerbsbild. Auf mich hat der leuchtende Pilz + Vordergrund (beides scharf) wie reinmontiert in den dunkel-unscharfen Hintergrund ausgesehen.


    Gute Nacht – Rika