Beiträge von Wilfried3

    Hallo,

    das könnten auch Exemplare des häufigeren Austern-Seitlings (Pleurotus ostreatus) sein. Beide Arten sind schwierig zu differenzieren; siehe auch diesen Beitrag. Eindeutig scheint die Reaktion mit Sulfovanillin in der Huttrama zu sein, die beim Austern-Seitling weinrot und beim Lungen-Seitling negativ ausfällt.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo und guten Abend,

    ganz herzlichen Dank für den Input! Ich denke, den werde ich in der Tat, entgegen dem ursprünglichen Vorhaben, als C. radicans ablegen müssen. Geschlüsselt hatte ich hier nach FAN7 (Noordeloos et al.), die angeben, dass C. radicans einige Rottöne im unteren Teil des Stiels haben kann, aber nie als ausgeprägten Ring, was hier definitiv der Fall ist. Dies ließ mich B. fechtneri vermuten. Dagegen fehlen völlig die Rottöne im Schnitt des jungen FK und der Geschmack des Fleisches ist doch eher sehr unangenehm.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo zusammen,

    in einer Parkanlage bei Buche wurde ich auf eine größere Ansammlung eines Röhrlings aufmerksam gemacht, bei dem es sich nach m.E. nur um einen der o.a. Arten handeln kann, die sich sich ja sehr ähneln. Zunächst zum Geschmack des Fleisches: da finde ich Angaben für fechtneri von mild, nussig bis unangenehm. Ich würde ihn als unangenehm, aber weder als stark bitter noch mild bezeichnen.


    Für fechtneri spricht für mich die markante rote Ringzone; hier relativ breit bei einem älteren Exemplar im oberen Teil des Stiels ...:


    ... und hier relativ schmal in der Stielmitte eines jüngeren Pilzes:


    Die Verfärbung der jeweiligen Trama im Schnitt wird als Merkmal herangezogen, wobei ich die Angaben dazu nicht einheitlich finde und älteres und jüngeres Exemplar verhalten sich auch recht unterschiedlich:

    Beide zeigen ein vergängliches (10-15 min.) Blauen im Hutfleisch; das ältere Exemplar zeigt zudem eine Rotfärbung im Stiel ...:


    ... und das jüngere +/- keine bis bräunliche Verfärbung im Stielfleisch:


    Über eure Unterstützung bei dieser Fragestellung würde ich mich sehr freuen!


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Maria,

    also Ludwig beschreibt Amanita argentea (= A. mairei) mit silber- bis perlgrauen Hutfarben und Amanita lactea mit bräunlichen Verfärbungen der Volva. Das trifft auf deinen Fund nicht zu. Außerdem sieht mir der Hut etwas gebuckelt aus. Das alles spricht sehr für Amanita vaginata var. alba.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Norbert,

    laut Ludwig kann die Art bis 7 cm (vereinzelt bis 10 cm) groß werden; meist werden aber 3,5 cm kaum überschritten. Also die Größe ist schon etwas ungewöhnlich; aber die Kombination aus Habitus der FK sowie Sporengröße und -form passt nach m.E. nur auf Crepidotus applanatus.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo zusammen,

    mit "Riesentrichterling" wird ja wohl die "buckelfreie" Varietät von Clitocybe geotropa (= var. maxima) gemeint sein, oder? Wenn ja, da passt schon die Hutfarbe nicht; diese sollte creme bis hellocker sein.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo,

    L. occidentalis und L. willkommii sind makroskopisch schwierig bis nicht zu unterscheiden. Entscheidend ist hier die IKI-positive Reaktion der Ascusspitze, die man auf Bild 6 gut erkennen kann und für L. occidentalis spricht.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo,

    wenn denn wirklich kein Milchsaft zu beobachten war, würde ich das für den Riesen-Krempenritterling (Leucopaxillus giganteus) halten.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Angelika,

    aber die Struktur der Hutoberfläche und die sehr engen Poren sind schon sehr typisch. Lentinus substrictus heißt der wohl aktuell.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo,

    nicht das ich ein Experte zu dem Thema wäre; aber trotzdem traue ich mir mal einen Hinweis auf Inocybe dulcamara und warte mit Spannung auf die Reaktionen dazu!


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Romana,

    im Ascomiceti d`Italia gibt es einen Schlüssel zu Vibrissea. Die sitzenden Arten können danach nach der Sporenlänge unterschieden werden: filisporia var. filisporia (120-130µm), filisporia var. fiscella (180-190µm), fiscella var. submersa (210-220µm), decolorans (270-280µm).


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Maria,

    dieses Phänomen wurde letztes Jahr im Tintling thematisiert; "Der Tintling 1 (2018) Seite 17". Es handelt sich um einen Schleim-Flux, der nach mikroskopischer und molekulargenetischer Untersuchung aus neun Pilz- und zwei Bakterienarten bestehen kann.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Felli,

    Danke für Antwort! Die Sporenmaße (12 Messungen) lauten 7,6-9,2 x 1,7-2,1 µm; im Mittel 8,5 x 1,9 µm; das passt doch eher zu L. virgineum, oder? Die von L. subvirgineum können doch bis 12,6µm lang sein?!


    Die Paraphysen sind 60-70µm lang und ohne Inhalt; auch in IKI wird kein Inhalt sichtbar. Hier einige Aufnahmen:


    x400, in Kongorot


    x1000, in Kongorot


    x1000, in IKI


    Das spricht doch wiederum eher für L. subvirgineum, da L. virgineum hier gut sichtbare Tropfen zeigen sollte!?


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo zusammen,

    bei unserer Exkursion am letzten Wochenende des MAB (Mykologischer Arbeitskreis Bergisches Land) fanden wir, wie so häufig, kleine weiße Becherchen auf Buchenfruchtschalen:


    Scheint alles klar zu sein: Lachnum virgineum. Nun, während der Exkursion kam schon der Hinweis auf die sehr ähnliche L. subvirgineum, worauf ich mir das genauer angesehen habe. Im Schlüssel von SUKOVA wird als Unterschied neben der Länge der Haare die Form der Haarspitzen geschlüsselt. Die Haare von L. subvirgineum sind deutlich kopfig, die von L. virgineum zylindrisch bis annähernd keulig ("subclavate"): Hier die Aufnahmen der Stielhaare:


    x400, in Wasser


    x1000, in Wasser


    Für mich sind die deutlich kopfig. Ingo beschreibt die Sporen von L. subvirgineum auf seiner Website in IKI als "diffus-guttulat" sind. Hier die Aufnahmen:


    x1000, in Lugol


    x1000, in Baral


    Ich denke doch, dass da eindeutig Tröpfchen zu erkennen sind. Hat L. virgineum die nicht und kann ich Lachnum subvirgineum in die Fundliste schreiben lassen?


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Pablo,

    bei der Angabe des bevorzugten Substrates für Crepidotus autochthonus habe ich mich an die Literaturangaben gehalten: Ludwig ("meist auf dem Erdboden") und GPBW ("Saprobiont auf Erdboden, seltener auch an morschem Holz").


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Guten Morgen,

    wenn man sich die z.B. bei Ludwig beschriebenen Arten von Crepidotus ansieht und diejenigen Arten vernachlässigt, die makroskopisch eindeutig auszuschließen sind, verbleiben calolepis (braune Hutschuppen), autochthonus (überwiegend auf Erde) und cesatii sowie subverrucisporus (beide mit warzigen Sporen). Crepidotus lundellii (= caspari) sieht gut aus: die Sporen passen sowie die utriformen Cystiden, die auf dem letzten Foto gut zu erkennen sind.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo,

    die Sporen von Heterobasidion (annosum) sind negativ in Melzer und haben eine feinwarzige Oberfläche, die aber wohl nur sehr schwer zu erkennen ist. Charakteristisch ist eine dunkel rotbraune Reaktion der Trama und der Porenschicht mit Melzer; vielleicht hilft das weiter.

    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Matthias,

    ich würde mal mit Phellinus igniarius vergleichen; die Form der Sporen passt ganz gut, obwohl diese in den Maßen etwas größer angegeben werden. Der von Mario vorgeschlagene Test mit Melzer müsste dann negativ ausfallen.

    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo und guten Abend Pablo,

    nochmals vielen Dank auch für diese fachliche Ergänzung; Begleitpilze habe ich keine gefunden, allerdings war das Substrat auch stark vermoost. Ich denke, dass ich in der Tat die Art so abspeichern kann.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Pablo, hallo Christoph,

    vielen Dank für euren Input und auch ein Dankeschön an Mario (Trino) für das lehrreiche Telefonat!:)

    Das Substrat hatte ich eingangs erwähnt: Erle; zumindest sehr wahrscheinlich. Hier ein Bild des Habitats (Eifgenbachtal, Wermelskirchen, NRW); Fundort ist der von Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) umgebende, liegende Stamm im Mittelgrund:


    Zur weiteren Klärung war es also nun notwendig, eindeutige generative Hyphen und deren Septen zu finden; also habe ich mich mal auf die Suche gemacht. Die folgenden Aufnahmen wurden in KOH (3%) / Kongorot (NH3) aufgenommen (1000x):


    Hier kann man nach m.E. besonders schön ein dünnwandiges und schnallenloses Fragment einer generativen Hyphe neben entsprechenden Fragmenten dickwandiger Skeletthyphen erkennen:


    Ich hoffe, das ich mit meiner Interpretation richtig liege und das dies für eine eindeutige Zuordnung zu Antrodiella onychoides ausreicht; aber natürlich freue ich mich auch über eine weitere Diskussion.


    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo zusammen,

    den folgenden effuso-reflexen bis pileaten Porling fand ich an einem liegenden Stamm von Erle:


    Hier die Sporen:


    Für die Interpretation des Hyphensystems fehlt es mir an Erfahrung; aber die Septen haben nach m.E. keine Schnallen und Cystiden habe ich keine gefunden:


    Mit Hilfe der Schlüssel von Ryvarden/Melo und Dörfelt/Ruske komme ich auf Antrodiella onychoides; eine für mich neue Art. Kann ich das so dokumentieren oder habe ich etwas übersehen? Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!

    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo Pablo,

    vielen Dank für die Hinweise!:) Denen werde ich nachgehen und auch versuchen, ein paar brauchbare Fotos von den Sporen anzufertigen.

    Viele Grüße,

    Wilfried

    Hallo zusammen,

    einen Rindenpilz, den ich an Weide (Salix caprea) am Rande eines Gewässers gefunden hatte, wollte ich mir mal genauer ansehen. Er wuchs resupinat an einem Weidenast. Das Hymenium ist mit vielen Stacheln besetzt; eine vergrößerte Aufnahme ist beigefügt. Ich habe versucht, nach JÜLICH zu schlüsseln; bin aber schnell gescheitert, da ich mikroskopische Merkmale wie Anzahl der Sterigmen nicht erkennen konnte. Hier bin ich noch ziemlich unerfahren; weitere Literatur zu den Corticiaceae habe ich nicht. Die gefundenen Sporen waren sehr unterschiedlich in der Größe (deshalb keine Angaben); breit elliptisch und nicht amyloid. Ist es möglich, anhand dieser Angaben eine Aussage zumindest zu der Gattung zu machen? Vielen Dank schon einmal im Voraus!

    Viele Grüße,

    Wilfried