Beiträge von bwergen

    Hallo,


    Eike hat durchaus Recht, das ist Echinosphaeria ( = Lasiosphaeria) strigosa. Die unterscheidet sich von canescens durch weniger gekrümmte und zudem größere Sporen (bei canescens um 20 µm lang).


    lg björn

    Hallo,


    dein Fund scheint tatsächlich die Tricharina ascophanoides zu sein, Matthias. Die hatte ich in Österreich einmal.


    Ich nutze die Möglichkeit und weise hier auch noch auf die Ähnlichkeit zu Cupulina montana hin. Siehe dazu den aktuellen Artikel in ascomycetes.org.



    lg björn

    Hallo Ralf,



    kann es sein, dass das Holz Acer ist? Wenn ich zuhause bin, guck ich gleich mal im Rappaz nach, es gibt noch Eutypella-Arten auf Acer.



    lg björn

    Hallo Ralf,


    also ich kannte nahezu alle Gattungen und muss sagen: es lohnt sich durchaus. Da sind einige z.T. weniger bekannte Arten und Gattungen aufgeschlüsselt, u.A. auch ein Coniochaeta-Schlüssel, ein Zopfiella-Schlüssel, Westerdykella etc etc. Also vor allem Arten, die man vielleicht sonst nur in speziellen Zeitschriften finden würde.


    Ich habs mir zugelegt, weil ich das Buch als Grundlage für mein Asco-Werk benötige (vor allem für die Eurotiomyceten).


    lg björn

    Hallo Ralf,


    dafür bräuchte ich noch einen Querschnitt, um zu sehen, wie dieser Pilz innen aussieht. Prinzipiell gibt es solche 8sp Asci mit braunen Sporen nur bei wenigen Gattungen, dazu gehören Eutypella, Eutypa und Enchnoa (letztere immer IKI-).


    lg björn


    Ja, an herbarum hatte ich auch erst gedacht. Aber die soll nach Ellis nur bis 10y breit sein...


    LG Rudi


    Hallo Rudi,


    das glaube ich kaum, denn die Sp von P. herbarum erreichen locker fast 20 µm Breite. Dazu habe ich mehrfach gutes, sehr typisches Material von unterschiedlichen Substraten. Keine einzige Sp war dabei <10 µm.


    Unterschieden von P. herbarum kann eine P. helvetica mit borstigen Fk auf Clematis vitalba. Kannst ja mal nachgucken, ob du diese auch findest.



    lg björn

    Hallo,


    definitiv eine Pachyella, aber obs letztlich P. violaceonigra ist? Also ich weiß nicht recht, da gibt es noch P. clypeata, P. lazzariana, P. peltata, P. punctispora, P. barlana, P. aquatilis. Hat jemand den italienischen Artikel von Medardi 1999 dazu gewälzt? Bei solchen nicht schwarzvioletten Funden (dazu zählt dein Fund auch, Pablo) muss immer mal gegen gecheckt werden, ob es sich wirklich um ausgeblasste bzw. farblich aberrante Formen von P. violaceonigra handelt oder ob es nicht doch was selteneres handelt (was aber möglicherweise wieder nicht so selten ist, wenn es bislang immer nur als "babingtonii" oder "violaceonigra" angesprochen wurde).



    lg björn



    Hallo Kerstin,


    nein, das ist Phellinus igniarius (var. trivialis), der nicht umsonst Falscher Zunderschwamm genannt wird.


    lg björn


    Hallo Daniela,


    die Literatur ist ein Beiheft zur Nova Hedwigia. Heft 94, Sordariaceous Ascomycetes without Ascospore Ejakulation, von Arx 1988.
    Leider habe ich es nicht digital, sonst würde ich es einstellen.


    Dieses Werk ist nicht schlecht für viele ziemlich abgefahrene Arten.


    Hab ich, hab ich, hab ich. Ich kanns gerne gleich mal uploaden.


    lg björn


    Es gab auch noch einen Riesenast mit Hymenochaete cruenta sowie einen mit Mollisia uda (bzw. das was man heute unter M. uda versteht)


    Ich bin stumm vor Ehrfurcht, was für ein Wissen!!! DAnke, dass wir daran teilhaben können!!


    Gibt es dieses Jahr noch einen Kurs, den Du anbietest?


    Aber ja, eljota, und zwar folgende:


    10. Pilzseminar für Fortgeschrittene F2 (optional: PSV-Prüfung im Anschluss)
    14. Intensivseminar - Einführung in die Pilzkunde
    18. Pilzseminar für Fortgeschrittene F2 (optional: PSV-Prüfung im Anschluss)



    lg björn

    Hallo Leute,


    die Woche in Hornberg ist vorüber und es war überaus erfolgreich. Mit 14 Teilnehmern (10 aus D, 4 aus CH) habe ich insgesamt 4 verschiedene Gebiete abgesucht und es gab eine ganze Menge schöner Arten zu sehen, von denen einige noch in den Kisten liegen und auf ihre Untersuchung warten (davon werde ich, sofern ich die Zeit habe, sicherlich noch etwas präsentieren).


    Nach den Exkursionen gab es ausführliche BEstimmungsübungen am Mikroskop sowie einen Vortrag über Systematik / Taxonomie, Morphologie und Ökologie der Ascomyzeten. Am letzten Tag außerdem noch einige Details zu "cyphelloiden Ständerpilzen", die den Ascomyzeten zuweilen täuschend ähnlich sehen können.


    Hier sind einige der während des Seminars untersuchten Arten, von denen ich nebenbei am hausinternen Mikroskop Fotos angefertigt habe.



    Lasiobolus ciliatus




    Lophodermium pinastri






    Sarea difformis




    Ditopella ditopa





    Urceolella crispula




    Myriosclerotinia sulcatula




    Henningsomyces candidus





    Lamproderma sp.




    Hyaloscypha aureliella




    Aleurodiscus amorphus




    Caloscypha fulgens






    Lasiobolus macrotrichus




    Lasiosphaeria stuppea



    Und schließlich noch eine der 121 Folien meiner Präsentation über die Schlauchpilze (Erklärung "dictyospor"):



    Es war eine wahnsinnig tolle Woche (Do-So), ich hoffe sehr, dass diese Konstellation in der einen oder anderen Weise nochmal zusammenkommt. Es hat mir große Freude bereitet, vor allem die gemeinsamen Abende im Krokodil / Tannhäuser, wo auch wirklich ALLE dabei waren. Die im Tannhäuser haben sich im Anschluss gewundert, was für ein toller Kurs das war.



    Ab dem 1. Juli wohne ich offiziell in Hornberg, im Zentrum etwa 200m von der Pilzlehrschau entfernt. Am 19.Juni gibt es eine Gemeinderatssitzung zusammen mit dem Bürgermeister Scheffold, um den Vertrag für die Leitung der Pilzlehrschau einzusehen und zu unterschreiben. Damit ist nun auch zu 99,99% klar, dass die Schwarzwälder Pilzlehrschau und ich eine gemeinsame Zukunft haben werden ;)



    lg björn

    P.S.: Wie ist das eigentlich mit den inkrustierten Pigmenten? Wie muss das unterm Mikro aussehen?


    Hallo Stefan,


    ich kann dir da nicht direkt weiterhelfen, weil ich diese Frage vor 2-3 Jahren auch hatte. Mittlerweile hat sie sich etwas geklärt, ich habe aber leider noch kein Fotomaterial, um jetzt hier den Unterschied zwischen den Pigmentierungstypen zu zeigen. Also entweder hilft dir jemand anders, oder ich bemühe mich die nächsten Rötlinge gezielt abzufotografieren, um darauf nochmal zurückzukommen. ODER du kommst nach Hornberg zu einem späteren Mikroskopierkurs für Lamellenpilze (ab 2016).


    lg björn

    Hallo Florian,


    was anderes als H. fragiforme kann bei diesen Merkmalen eigentlich nicht rauskommen, denn die ähnlichen H. rutilum, H. julianii und H. howeianum wachsen an anderen Substraten oder haben deutlich kleinere oder größere Sporen. Was man auch immer machen kann bei Hypoxylon: Test mit KOH20%. Dann reagiert das Stroma grün, violett oder orange, je nach Art.


    lg björn

    P.S. Glückwunsch zur neuen Kamera
    Auf den Glimmertintling kam ich weil eben noch "Glimmer" am Stiel vorhanden war, die seltsame Form führe ich auf einen Sonnenbrand zurück, die Standen in der prallen Mittagssonne. ;)


    Laut BLV-Gerhardt kann P.Cervinus selten auch Nadelholz, aber vlt. wird dort der Einfachheit halber das ganze Aggregat zusammengefasst.


    Das mit dem Sonnenbrand scheint derzeit ganz furchtbar umzugehen, auf einmal haben Morcheln, Tintlinge, Schirmlinge, Becherlinge usw akute UV-Verstrahlung. Hmmm :D


    Genauso ist es, Björn :)

    Hallo,


    der Porling könnte in die Gattung Ceriporia gehören, weiter komme ich damit so aber auch nicht.


    Ob das P. cervinus ist, an Nadelholz? Es gibt ähnliche Pluteus-Arten, die man eigentlich mit Sicherheit nur mikroskopisch ansprechen kann.


    lg björn


    Weit weg, so ein Quatsch, nicht bedeutend viel weiter als bis zu Markus :freebsd:

    Hallo,


    mir kommen die Sporengrößen auch arg klein vor, insbesondere bei sovielen verschiedenen Aufsammlungen. Da ist immer mindestens einer dabei, der "normal" zwischen 40 und 50 liegt.


    lg björn

    Hallo Maren,


    sowas würde ich am ehesten als S. dubia bezeichnen. Diese hat in aller Regel größere Sporen, aber wir hatten hier auch schon Grenzfälle mit größeren oder kleineren Sp als bei Ahmed&Cain angegeben (bzw. als die vielen Eigenmessungen, die meistens über 40 µm liegen).


    Ansonsten gibt es in dem Sp-Größenbereich auch noch S. minima und S. cymatomera. Der Ascus, den du gemessen hast, ist auffallend klein (meistens >120 µm). Von daher für mich so schwer zu beurteilen.


    lg björn


    Die nächste Lieferung geht ja vielleicht direkt nach Hornberg, in einem Auto, wo ihr beide drinsitzen werdet (und vllt noch nobi, als blinder Passagier, im Kofferraum oder so) :D :D
    [hr]

    Ist E. lata var. aceris typisch mit der welligen Oberfläche? E. lata s. str. kenne ich ebener, ähnlich wie E. maura, aber vor allem etwas dicker. Vielleicht bin ich mit E. lata aber auch völlig auf dem falschen Dampfer.


    Viele Grüße
    Steffen


    Hallo Steffen,


    ich hatte Eutypa lata var. aceris bisher noch nicht, kenne E. lata aber auch flächiger und flacher, aber nicht ganz wie Eutypa maura, sondern mehr an der Oberfläche oder in einer Rinde eingebettet. Der Ascusporus von Eutypa-Arten reagiert längst nicht bei allen Arten blau, bei E. lata aber schon, und wohl auch bei der Variation, die übrigens nach IndexFungorum mit E. lata gleichgesetzt wird.


    lg björn

    Hallo,


    die Morchel ist definitiv eine Spitzmorchel (Morchella conica). Sie ist halt nur nicht so spitz wie sonst immer, aber die Alveolen sind durch nach oben parallel zueinander verlaufende Kämme getrennt. Das gibt es in dieser Regelmäßigkeit bei M. esculenta nicht, da sind die Alveolen wabenartig angeordnet. Das kannst du unabhängig von der Einstellung deines Screens sehen, Stefan :freebsd:


    Zur Ökologie von G. esculenta: Wir haben hier in der Eifel vorwiegend saure Böden und weniger Kalk, allerdings sind die Schotterwege und deren direkte Umgebung "verkalkt", und ich kenne 2 Standorte von G. esculenta genau an diesen Stellen. Daraus schließe ich, dass die Art Kalkböden nicht meidet, aber saure Böden wohl bevorzugt.


    lg björn