Beiträge von bwergen

    Lycoperdon nigrescens (ehemals L. foetidum), erkennbar an den Stacheln, deren Spitzen zueinander gerichtet sind, sodass 2-4 Stacheln eine "gemeinsame Spitze" bilden.


    Der Pilz ist auch im jungen Zustand ungenießbar. Der Igel-Stäubling ist von jung an braun/gelbbraun und hat wesentlich längere Stacheln (siehe Fotos)




    links ein junger Fruchtkörper, rechts ein alter.

    Lactarius deterrimus, Fichtenreizker [essbar, jedoch nicht jedermanns Sache]
    Megacollybia platyphylla, Breitblatt [als Speisepilz ungeeignet]
    Inocybe godeyi, Rötender Risspilz [leicht giftig, enthält Muscarin]


    Bei Risspilzen achte man immer auf den eingerissenen Hutrand sowie auf meist kleine Fruchtkörper mit überwiegend braunen Farbtönen und graubraunen Lamellen.



    lg björn

    Erinnert mich an Tubifera ferruginosa, der müsste aber rötlich sein. Allerdings verändern Schleimpilze bisweilen mehrmals im Laufe ihres Lebens ihre Farbe, insbesondere bei Reife zerfallen sie oft partiell oder gänzlich zu Sporenstaub.


    T. ferruginosa oder eine andere Tubifera (sofern Tubifera nicht monotypisch ist, ich kenne mich mit Schleimpilzen nicht gut aus) kommen aber meines Wissens gerne an Stümpfen von Nadelhölzern vor.


    lg björn

    Die gezeigten Pilze auf dem ersten und dem letzten Foto könnten/sollten Butterrüblinge (Gymnopus butyraceus var. butyraceus) sein, sie kennzeichnen sich durch mittelgroße Fruchtkörper mit im Alter oft wellig verbogenen, oberseits dunkelbraunen Hüten und dazu kontrastierenden, weißen Lamellen. Auch der Stiel ist im Normalfall nicht weiß, sondern bräunlich.


    Auf den anderen Bildern ist nicht viel erkennbar, es könnte gut sein, dass du da noch zusätzlich einen alten Butterrübling erwischt hast, andernfalls dies auch noch der Gelbblättrige Ritterling (Tricholoma fulvum) sein könnte, man kann es aber anhand des Fotos nicht bestimmen (ich jedenfalls mache dazu keine weitere Aussage).


    gruß björn

    Das dürfte Hydnum rufescens sein, kleiner und mehr gelborange bis oft auch orangerötlich, vor allem auf dem Hut, aber auch die Stacheln selber sind im Gegensatz zum "echten" H. repandum mehr orangebraun gefärbt.



    gruß björn

    Der Hautkopf aus dem dichten Nadelwald war übrigens der Zimt-Hautkopf (Cortinarius [Der.] cinnamomeus), der auch nicht so häufig zu sein scheint (für mich ein Erstfund).


    lg björn

    Bevor die größeren Pilzchen folgen, hier kurz ein Zwischenstand:





    Lamprospora retinosa (Velen.) T. Schumach. 1993
    Netzsporiger Moosbecherling
    Erkennungsmerkmale: Fruchtkörper 1-2 mm breit, gelblich mit etwas farblich abgesetztem, fransigen Rand. Sporen auffallend weitmaschig netzig, kugelig.
    Hier liegt eine Vergesellschaftung mit Moosen vor, die auf dem Bild gut erkennbar sind.
    Erstfund für Bergisches Land.




    Octospora humosa (Fr.) Dennis 1960
    Roter Moosbecherling
    Erkennungsmerkmale: Fruchtkörper 1-4 mm breit, flach scheibenförmig, orangerot bis orangegelblich. Sporen breitelliptisch mit 2 Tropfen. Paraphysen auffallend gebogen und mit orangefarbenem Inhalt, welcher der Grund für die Farbe der Fruchtkörper ist.
    Vergesellschaftet mit unterschiedlichen Moosarten.
    Sofern nicht von Rada bereits vorher gefunden, Erstfund für Bergisches Land. :D





    Scutellinia cejpii (Velen.) SvrÄek 1971
    Kurzhaariger Schildborstling
    Erkennungsmerkmale: Fruchtkörper 2-8 mm breit, flach scheibenförmig, leuchtend rot, mit kurzen, borstigen Randhaaren. Sporen auffallend unregelmäßig grobwarzig (anfärben!), langelliptisch.
    Saprophytisch auf Erdboden (Humus, Pflanzenreste).
    Erstfund für Bergisches Land.
    ---------------------------------------------------------------------


    Die übrigen Sachen folgen die Tage noch. U.a. hat Rada ja schon den Fund an dem Knochen erwähnt, hierbei dürfte es sich dem Aussehen nach um einen kleinen Pustelpilz (Haematonectria s.l.) handeln. Der wird heute Abend mikroskopiert und hier irgendwo vorgestellt ;)


    War ganz lustig gestern, wären wir Schnecken gewesen, wir hätten den halben Wald mit Kriechspuren zugedeckt ^^


    Für Fragen bin ich immer offen.


    lg björn



    PS: nicht vergessen: die Sporen wurden mit "Baumwoll-Lactophenol" angefärbt, dies hat den Sinn, dass man Oberflächenstrukturen, die evtl. ohne weiteres nicht erkennbar sind, sichtbar gemacht werden. In diesen beiden Fällen konnte man die Struktur aber auch schon ohne Anfärben gut sehen. Gefärbt sieht es aber oft besser aus.





    Bevor die größeren Pilzchen folgen, hier kurz ein Zwischenstand:





    Lamprospora retinosa (Velen.) T. Schumach. 1993
    Netzsporiger Moosbecherling
    Erkennungsmerkmale: Fruchtkörper 1-2 mm breit, gelblich mit etwas farblich abgesetztem, fransigen Rand. Sporen auffallend weitmaschig netzig, kugelig.
    Hier liegt eine Vergesellschaftung mit Moosen vor, die auf dem Bild gut erkennbar sind.
    Erstfund für Bergisches Land.




    Octospora humosa (Fr.) Dennis 1960
    Roter Moosbecherling
    Erkennungsmerkmale: Fruchtkörper 1-4 mm breit, flach scheibenförmig, orangerot bis orangegelblich. Sporen breitelliptisch mit 2 Tropfen. Paraphysen auffallend gebogen und mit orangefarbenem Inhalt, welcher der Grund für die Farbe der Fruchtkörper ist.
    Vergesellschaftet mit unterschiedlichen Moosarten.
    Sofern nicht von Rada bereits vorher gefunden, Erstfund für Bergisches Land. :D





    Scutellinia cejpii (Velen.) SvrÄek 1971
    Kurzhaariger Schildborstling
    Erkennungsmerkmale: Fruchtkörper 2-8 mm breit, flach scheibenförmig, leuchtend rot, mit kurzen, borstigen Randhaaren. Sporen auffallend unregelmäßig grobwarzig (anfärben!), langelliptisch.
    Saprophytisch auf Erdboden (Humus, Pflanzenreste).
    Erstfund für Bergisches Land.
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    Die übrigen Sachen folgen die Tage noch. U.a. hat Rada ja schon den Fund an dem Knochen erwähnt, hierbei dürfte es sich dem Aussehen nach um einen kleinen Pustelpilz (Haematonectria s.l.) handeln. Der wird heute Abend mikroskopiert und hier irgendwo vorgestellt ;)


    War ganz lustig gestern, wären wir Schnecken gewesen, wir hätten den halben Wald mit Kriechspuren zugedeckt ^^


    Für Fragen bin ich immer offen.


    lg björn



    PS: nicht vergessen: die Sporen wurden mit "Baumwoll-Lactophenol" angefärbt, dies hat den Sinn, dass man Oberflächenstrukturen, die evtl. ohne weiteres nicht erkennbar sind, sichtbar gemacht werden. In diesen beiden Fällen konnte man die Struktur aber auch schon ohne Anfärben gut sehen. Gefärbt sieht es aber oft besser aus.