Beiträge von Norbert.S

    Hallo Ingo,
    Den hatte ich so eingeordnet , wegen des weißen Sporenstaubs , welcher auf Bild 3 auf den unteren Hüten zu sehen ist.
    ..und bei dem Wirtsbaum Erle bin ich mir nicht sicher , der war ja sowas von tot.....
    Ich habe ja 2 Hütchen mitgenommen , geht da eien Unterscheidung noch (chemisch oder so ?)
    Gruß Norbert

    Hallo zusammen,
    Danke für eure Kommentare. Tatsächlich wohne ich ja mitten im Büdinger Wald , andere gehen mit ihrem Hund kurz Gassi , ich gehe halt nach Pilzen schauen...nicht nur.
    Nebenbei auch etwas Heimatforschung und Altstraßenforschung , und es lassen sich immer interessante Dinge entdecken , an denen man (so wie an den Pilzen) rumrätseln kann.
    Heute z.B. eine gemauerte Treppe in den Bach , aus Natursteinen , scheinbar recht alt , 2 Km oberhalb des Dorfes. 10 Meter bachab eine Steineinfassung , welche es erlaubt , den Bach mit ein paar Brettern anzustauen.
    Habe inzwischen herausgefunden , daß dort mal vor Jahrhunderten eine Glashütte gewesen sein sollte ....ist das daher ?
    Fragen über Fragen - das macht die Welt so interessant.:/
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Wie man aus den Meldungen hier im Forum gut herauslesen kann , ist im Moment die große Pilzflaute (außer im südlichen Bayern). Auch der Büdinger Wald ist praktisch leer. Natürlich nicht ganz leer , jede Menge Bäume , Büsche , an lichten Stellen auch Gras , Brennnesseln und Brombeeren - aber KEINE PILZE !
    Also ging ich heute ins Tal , dort zwischen dem Zusammenfluß zweier Bächlein ein feuchtes Wiesengelände , mit einzelnen Erlen , Birken und Pappeln , mit immerfeuchtem Grund.
    Dummerweise machte ich kein Foto dieses Geländes , aber geht auch so.
    Wie es sich herausstellte , auch dort nix mit Hut und Stiel , aber an den Bäumen ein bisserl was.
    Der Bach ist derzeit kümmerlich , bald müssen die Forellen zu fuß gehen :


    Dann an einem toten Erlenstamm wenigstens ein paar Porlinge , in diesem Fall Muschelförmiger Feuerschwamm (Phellinus conchatus) :
    EDIT : Laut Ingo Erlen-Schillerporling (Inonotus radiatus)


    Und dasselbe von unten :


    An der Unterseite eines umgestürzten Baumes sonnengeschützt ein paar trocknende Seitlinge (Pleurotus spec.) eine genauere Bestimmung traue ich mich nicht :


    Auch die Birkenporlinge (Piptoporus betulinus) sind schon durch die Hitze etwas geschädigt :


    An unbestimmten Holz rötende Trameten (Daedaleopsis confragosa) , welche rücksichtslos die Grashalme umwachsen haben :


    Und dasselbe von unten , hat auf Druck tatsächlich gerötet , also noch jung und vital :


    Nach den ganzen Trockenschäden noch etwas Wasser zur Erfrischung :


    Auf dem Rückweg mußte ich noch ein Stück durch den wald , dabei sah ich auf einem Baumstumpf dieses vertrocknete Etwas :



    Da kann ich weder Poren noch Lamellen erkennen , wenns Lamellen hätte , würde ich ja einen vertrockneten Laubholz - Knäueling (Panus conchatus) vermuten aber so...keine Ahnung.
    War also eher eine winterliche Porlingstour , ausnahmsweise mal schwitzend im T-Shirt.
    Und so hoffen wir , daß das herbstliche Wetter doch irgendwann mal eintritt.
    Schön wars trotzdem.
    Grüße Norbert

    Hallo Wolfgang,
    Tatsächlich fruchten Steinpilze eher in jüngeren Fichtenbeständen als in alten. Das kommt wohl davon , daß die Bäume selbst die Bodenchemie im Laufe der Jahre verändern. Das schließt nicht aus , daß das Myzel noch vorhanden ist , aber die Fruchtkörperbildung läßt nach. Es kommt häufig vor , daß Bäume im Laufe ihrer jahrhunderterlangen Existenz auch die Mykorrhizapartner ändern , wobei allerdings nicht erforscht ist , wie es unter der Erdoberfläche aussieht. Myzel (also die eigentliche "Pilzpflanze") läßt sich im Substrat nicht oder kaum bestimmen.
    Gruß Norbert

    Hallo Sarah,
    Zumindest so ganz falsch liegst du nicht , wahrscheinlich P.candolleana oder irgendwas ganz ähnliches aus der Gruppe.
    Irgendwie scheint da alles derzeit nicht ganz sicher zu sein , aber ich hätte keine Probleme damit , den einfach candolleana zu nennen.
    Gruß Norbert

    Hallo,
    Neugierigerweise habe ich heute an den Kandidaten noch etwas weitergebosselt.
    Nach 20 Stunden in der Dose im Kühlschrank ist der Geruch für mich nicht aussagekräftiger geworden , zumal ich nicht weiß , wie Wanzen riechen (muß man das wissen ?) und welche Art Wanzen überhaupt - gibt hier ja hunderte.
    Das Mikro habe ich auch nochmal bemüht , hier ein besseres Bild der Cheilozystiden :

    Aber nach allem , was ich jetzt recherchiert habe , werde ich den Unterschied zwischen cookei und quietiodor sowieso nicht festmachen können.
    Also speichere ich diese als Inocybe cookei cf. ab , das ist wohl die häufigere Art , und kümmere mich um einfachere Pilze (so es welche gibt)
    Dank und Grüße
    Norbert

    Hallo Helmut und Stefan,
    Danke für eure Einschätzung. Inocybe ist halt immer so ein Problem - sogar für Kenner , zu denen ich mich nicht zähle.
    Zum Geruch : Jung und unverletzt konnte ich da gar keinen Geruch feststellen. Dachte im Wald : riecht gar nicht (allerdings bin ich Raucher)
    Stefan,
    Die Bilder sind ein wenig hell , ich habe die schärfsten rausgesucht , aber bei den Pixelkameras klappt das mit der Farbe ja nicht immer so super.
    Da setze ich noch ein anderes hinterher.
    Nach den Cheilos schau ich morgen nochmal.
    Dank und Grüße
    Norbert


    Hallo zusammen,
    Trotz der allgemeinen Flaute fand ich heute wieder diese mir unbekannten Pilzchen - natürlich wieder Risspilze , welche ja oft nur schwer bestimmbar sind.
    Also habe ich mich wieder durch Bücher , Netz und Mikro gewühlt , und habe wenigstens eine Vermutung.
    Fundort : grasiger Wegrand im Buchen/Eichenwald.
    Hut : Ockergelblich , bis 4cm breit , jung kegelig , alt flacher mit deutlichem Buckel.
    Lamellen : jung blassocker , später brauner. Auf den Bildern scheint die Schneide weiß zu sein , sehe ich in Natur aber nicht - da erfindet der Foto was dazu.
    Stiel : Bis 5cm lang , 0,6cm dick (meist dünner) , weißlich mit Hauch ocker , voll. Basis mit kleiner , beim Ernten abbrechender Knolle.
    Fleisch : dünn , weiß.
    Geruch : Unverletzt unbedeutend , beim Reiben des Stieles süßlich , honigartig.
    Sporenstaub : braun.
    Sporen : 8,0-9,6 X 4,8-5,8 µm.
    Cheilozystiden : 9,2-11,4 µm breit , Pleurozystiden keine gefunden.
    Langer Rede kurzer Sinn : kann das Inocybe cookei sein und wenn ja , warum nicht ?
    Dank im Voraus und Grüße
    Norbert





    Sporen :


    Cheilozystiden:

    Hallo,
    Auch hier in Hessen im Büdinger Wald ziemlich trocken.
    Heute nur 3 zerfressene Täublinge , einige kleine Risspilze und an feuchter Stelle Rötliche Lacktrichterlinge gefunden.
    Zum frustrieren noch ein Bild aus besseren Zeiten.
    Grüße Norbert

    Hallo Stefan und Helmut,
    Dann danke ich euch mal für die Bestätigung , und freue mich wie wild , daß ich endlich mal eine Bestimmung bei Inocybe unfallfrei geschafft habe.
    Wird wohl noch einige Zeit dauern , bis mir das öfters gelingt.
    Grüße Norbert

    Hallo Stefan,
    Tja , auf Helmut oder Ditte hoffe ich auch.
    In der Knolle riecht der Kandidat auch etwas süßlich , das läßt auch an I.melliolens denken.
    Dagegen spricht wieder das reichliche weiße Velum.
    Nix ist halt wirklich einfach......
    Gruß Norbert

    Hallo zusammen,
    Heute am grasigen Wegrand im Buchen/Eichenwald diese Pilze entdeckt.
    Nach langem Suchen , Verlaufen im Schlüssel , quälen des Mikroskops temdiere ich zu Inocybe maculata.
    Aber wie immer : so richtig Ahnung habe ich nicht....
    Hut : Bis 4,5cm breit (meist kleiner) mit radialen kastanienbraunen Fasern auf hellerem Grund , mit reichlich weißen Velumresten besonders bei jüngeren Pilzen.
    Lamellen : Jung blassocker , später dunkler.
    Stiel : in tiefem Laub bis 9cm lang , meist nur 5cm , bis 0,5cm dick , voll. An der Basis eine angedeutete nicht gerandete Knolle.
    Geruch : Unbedeutend , leicht muffig , beim frischen Durchbrechen schwach spermatisch.
    Sporen : Glatt , bohnenförmig ,8,4-10,0 X 4,6-5,2 µm.
    Chelozystiden : 8,3 bis 8,8 µm breit , 46 bis 50 µm lang , dünnwandig , ohne Kristalle.
    Keine Reaktion mit KOH auf HDS.
    Nun die Frage , ist I. maculata möglich oder bin ich mal wieder auf dem Holzweg ?
    Grüße Norbert


    Ganz Jung :


    Größer:


    Sporen :


    Cheilozystiden :

    Hallo Uwe,
    Nach meinem Wissensstand trennt man die nach Substrat (Wenn man trennen will)
    Marasmius rotula auf Buchenästchen in der Laubschicht
    Marasmius wettsteinii auf Nadelstreu (Fichte)
    Marasmius bulliardii auf Blättern in der Laubschicht.


    Gilt nur für die mit Kollar.
    Manchmal muß man die halt richtig "rauspräparieren", hier M.rotula auf Buchenästchen :



    Aber vielleicht gibt es auch andere Meinungen...
    Gruß Norbert

    Hurra, es regnet - auch im Taunus.
    Grüße Norbert
    Edit : allzuviel wars nicht , aber so ab 13. des Monats soll es ja eher herbstlich und feucht werden , so ab 24.Sptember hätten wir Chancen.

    Hallo Renate,
    ..und nicht verzweifeln , wenn er nicht gleich schwärzt. Ich hatte schon Exemplare , welche erst nach einer Stunde deutlich angelaufen sind.
    Gruß Norbert