Beiträge von Norbert.S

    Hallo zusammen,
    Tja , gestern aus dem Wald auch 2 Inocybe mitgenommen , zum Aussporen gelegt , und wollte heute ab Mittag zum Bestimmen schreiten.
    Losgeschritten bin ich ja schon , aber irgendwas hält mir den Fuß fest , bin immer noch bei Nummer 1.....verdammte Inocyben.
    Also schauen wir mal , ob jemand helfen kann.....


    Fund : Grasiger Wegrand im Laubmischwald.
    Hut : bis 6cm breit , ziemlich flach ausgebreitet , gelblichbraun , schwach gebuckelt , bei Jungen Exemplaren braun radial befasert , im Alter besonders zur Mitte hin braun geschuppt , Ende der Schuppen teils hochstehend.
    Lamellen : graubraun.
    Stiel : bis 7cm lang , bis 0,7cm dick , weißlich/bräunlich , Basal mit deutlich abgesetztem Knöllchen. Bis zur Basis mit Kaulozystiden.
    Sporen stark unsymmetrisch höckerig , längstes Maß bis 11 µm , schmalste Stelle auch mal nur 5 µm.


    Habe mit dem Mikro zur Hand nach den Großpilzen durchgeschlüsselt , kam prima bei Inocybe margaritispora an , passte scheinbar auch gut.
    Dann schaute ich bei Ditte rein (Inocybe.org) und musste feststellen , dass die Zystiden bei meinen Funden deutlich schlanker waren...
    Also neue Suche.
    Dann käme noch I.fibrosoides in Frage - nach Mikromerkmalen , gefällt mir aber makroskopisch nicht so.
    ....und so weiter.....
    Also : kann mich da jemand anschubsen ?
    Grüße Norbert



    Da hat mein Foto wieder etwas grün zugefügt :


    Und die Knolle :


    Pleurozystide mit Sporen :


    Cheilozystiden :


    Kaulozystidenbündel bis Stielbasis :

    Guten Morgen zusammen...
    Also eigentlich kann man diese Pilze , wenn man mal beide in der Hand hatte , gar nicht verwechseln.
    Der Risspilz hat immer eine radialfaserige Oberfläche und gut doppelt so viele Lamellen als ein Lacktrichterling.
    An der Farbe sollte man es sowieso nicht festmachen , dann wird das Pilzesammeln gefährlich !!
    Gruß Norbert

    Hallo,
    Habe die HDS jetzt unterm Mikro gehabt , ist nicht Clitocybe phaeophthalma (Ranziger Trichterling).
    Clitocybe kann aber durchaus drin sein , der langsam steigende Gammelgeruch in der Dose kann aber auch vom Vergammeln der Pilze kommen....
    Schluß für heute
    Morgen weiter
    Grüße Norbert

    Hallo Pablo,
    Da riecht nicht mehr viel.......
    Der Trick waren die ballonartig aufgeblasenen Huthauthyphen - kenn ich.
    Muß jetzt weg , Mikro heute Abend.
    Danke für den Tip .
    Gruß Norbert

    Hallo zusammen,
    Hier geht es jetzt auch mit Macht los. Neben einigen interessanten Funden hatte ich heute diese interessanten Pilzchen mit hohem Wiedererkennungswert - leider schon etwas angetrocknet. Und ich hab keine blasse Ahnung , nicht einmal einen Gattungsverdacht.
    Fund : Im tiefen Buchenlaub , durchsetzt mit vielen Bucheckernfruchthüllen. Eindeutig darin wachsend , nicht in der Erde darunter , also Saphrophyt.
    Hut : Weißlich , nur bis 2cm breit , trichterförmig , Mitte durchbohrt zum hohlen Stiel .
    Lamellen : Ockerweißlich , herablaufend.
    Stiel : weiß , zäh, hohl.



    Beim herauslösen aus dem Substrat sah ich , daß das Myzel immer ein Bällchen aus modernden Blättern und Bucheckernhüllen zusammenhielt.
    Tja , und ein paar wuchsen auch so :



    Was mag das sein ?
    Aussporen werden die wohl nicht mehr , ich kann die heute Abend auch noch unters Mikro packen , aber wüsste nicht , nach was ich überhaupt suchen sollte.
    Grübelnden Gruß


    Norbert

    Hallo Uwe und Jan-Arne,
    Natürlich habt ihr recht , Mycena zephirus passt genau. Tatsächlich habe ich mich da selbst ins Bockshorn gajagt , weil ich irgendwo die Bezeichnung ' inamyloid' her hatte , weiß auch nicht mehr woher........
    Danke , dass ihr mich Ochsen vom Eis geschoben habt.
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Wie es so geht , heute nicht alleine im Wald , aber über diese schicke Helmlingstruppe gestolpert. Schnell 2 Fotos , ein paar eingesackt , die anderen sind schon weiter , schnell hinterher. Zu Hause habe ich die sicher schnell bestimmt ...... denkste.
    Ich habe jetzt mit dem Schlüssel in den Großpilzen 4 Stunden rumgezackert , komme aber auf kein belastbares Ergebnis.
    Also frage ich euch mal......


    Fundort : Im Moos im Fichten/Douglasienwald , viel Holz im Boden , 200m über NN , Nordhang.
    Hut : Bis 2,5cm breit , Farbe und Struktur siehe Bilder. Beim Trocknen neben meiner Tastatur auf blassocker ausblassend.
    Lamellen : Weiß , Schneide ebenfalls , am Grund feine Anastomosen.
    Stiel : Ziemlich einheitlich 2mm dick , bis 8cm lang , unten graubraun , Spitze heller. Beim Durchschneiden tritt eine Spur klare Flüssigkeit aus , aber nur recht wenig. Basis mit weißem Myzelfilz.
    Fleisch : Hauchdünn , weiß.
    Geruch : Unauffällig , Spur erdig/rettichartig.
    Geschmack : Wie Geruch.




    Sporen 9,2-11,6 X 4,0-5,1 µm , mäßig amyloid.


    Cheilozystiden keulig , mit unregelmäßigen Auswüchsen an der Spitze :


    Basidien 4-sporig , ich meine aber auch , 2,- und 3-sporige gesehen zu haben.
    Kann jemand von euch damit was anfangen ?
    Dank im Voraus und Grüße
    Norbert

    Hallo,
    Habe jetzt lange genug dran rumgebastelt.
    H.calciphila ist aufgrund sauren Bodens hier unwahrscheinlich.
    In den Großpilzen wird H.substrangulata erwähnt , aber eher als Varietät zu H.miniata gesehen.
    Da die Mikros bei den Italienern :
    http://www.funghiitaliani.it/topic/77706-hygrocybe-miniata/
    genauso aussehen , wie ich das hier sehe , hake ich den Fund mal als H.miniata s.l. ab , wenn mir das makroskopisch auch nicht so gefällt.
    Aber zumindest aus der Gruppe sind sie ja.
    Verdammte Saftlinge.......
    Grüße Norbert

    Hallo Pablo,
    Danke für den Schubs, H.miniata selbst kommt wohl nicht hin , die haben immer so eine Spur herablaufende Lamellen.
    Allerdings Hygrocybe miniata var. mollis sollte so aussehen ( jedenfalls nach Angaben im Netz)
    Werde morgen mal weiter recherchieren , für heute reichts.
    Gruß Norbert
    und guts Nächtle.

    Hallo zusammen,
    Am Wegrand im Gras fand ich heute diese sehr kleinen Saftlinge. Ich dachte , vielleicht würde ich die Bestimmung schaffen , aber irgrndwie verlaufe ich mich immer in den Schlüsseln.
    Vielleicht kann mir ja einer von euch weiterhelfen.....


    Hut : wenige winzige hutfarbene Schüppchen , nicht klebrig , bleicht beim Trocknen nach blassocker aus.
    Stiel : ebenfalls nicht klebrig.
    Sporen : 7,8-10,0 X 5,0-6,5 µm , mit großem Tropfen - oder ist das eine Gelhülle drum ??
    Lamellentrama kurzzellig.
    Basidien 4-sporig , 45-55 µm lang.
    Basidiolen mit Schnallen an Basis.
    Geruch und Geschmack unauffällig.


    Dank im Voraus und Grüße
    Norbert.




    Hallo Grüni,
    Diesen Blog finde ich nicht mal schlecht. Es wird ja auch darauf hingewiesen , nur Pilze zu sammeln welche man sicher kennt und auch auf die Pilzberatungsstelle hingewiesen.
    So ein Artikel kann natürlich nie ein Pilzbuch ersetzen. Ich habe schon bedenklichere Dinge gelesen.
    Ist wie ein Artikel über Motorradfahren im Sommer , ersetzt auch keine Fahrschule und ist statistisch gesehen viel tödlicher.........
    Lieben Gruß
    Norbert

    Hallo,
    Auch ich habe die Panasonic DMC-TZ10 , macht mit Stativ bei entsprechender Einstellung recht gute Bilder.
    Nachteil : Fokussierung geht nur automatisch , bei kleinen Objekten wirds oft schwierig , stacken nicht möglich.
    Und man muss oft heftig rumprobieren , bis die Farbe der Bilder unter verschiedenen Bedingungen gescheit passt.
    Preis / Leistungsverhältnis ist aber gut und passt in Jackentasche.
    Gruß Norbert

    Hallo Stefan,
    Secale cornotum ist die (schlechte - sozusagen aus dem Roggenkorn aussortiert) lateinische Bezeichnung für die getrocknete Masse für medizunische Zwecke.
    Claviceps purpurea ist die korrekte biologische Bezeichnung des Pilzes.
    Zwischen biologischen und medizinischen Begriffen liegen bisweilen Welten , da hat ein Arzt (nicht Biologe) irgendwann im Mittelalter einem Stoff einen Namen gegeben , welcher seitdem medizinisch und in Apotheken Standard bleibt.
    Gruß Norbert

    Hallo Romana,
    Der Pilz mag zwar nicht selten sein , offenbart sich aber nur denen , die genau hinschauen und diese Natur verstehen wollen.
    Ich gebe zu , den auch noch nicht bemerkt zu haben .... werde ich nachholen.
    Also Lob an dich für die Aufmerksamkeit.
    Gruß Norbert

    Hallo Jens,
    Für mich sind das Birken-Rotkappen.
    Die schwarzen Schuppen , die überhängende Huthaut , das Habitat - passt.
    @ Oehrling :
    Das sind Lärchennadeln , wie in der Anfrage erwähnt.
    Grüße Norbert

    Hi,
    Stellt sich die Frage : Wo ist die Frau geblieben .....einem Verschiedenfarbigen Mörderpilz - Homicida multicolore in die Lamellen gefallen ?
    Wo der Führerschein geblieben ist , geht aus dem Artikel hervor.
    Und die Moral von der Geschicht :
    Pilze sind gefährlich - wenn man sie falsch bestimmt.
    Grüße Norbert