Beiträge von Norbert.S

    Hallo zusammen,
    Gestern fand ich diese Häublinge. Erst dachte ich an Galerina marginata , aber das absolute Fehlen von Ringresten und das deutliche Velum am Hutrand hat mich doch dazu gebracht , ein paar einzupacken und heute zu untersuchen.
    Meiner vorsichtigen Meinung nach bleibt eigentlich nur Galerina stylifera , sonst fällt mir nichts ein.


    Fund : auf Holzresten im Nadelwald 400m über NN.
    Hut : Bis 3,5cm breit , braun , leicht gebuckelt , Rand durchscheinend gerieft , mit weißen Velumresten am Rand.
    Lamellen : Braun , untermischt , für Galerina relativ dicht.
    Stiel : Bis 5cm lang , 0,3cm dick , Spitze hutfarben und bereift , nach unten zu dunkler werdend und weiß befasert, enghohl.
    Mikro : Cheilozystiden reichlich , schwach kopfig (siehe Bild) , Pleurozystiden fehlen , Basidien 4-sporig , Schnallen vorhanden.
    Kaulozystiden im oberen Stielbereich reichlich , wie Cheilozystiden.
    Sporen glatt , nicht kalyptrat , 6,9-7,6 X 4,2-5,0 µm.
    Geruch : Schwach mehlartig.
    Geschmack : nicht probiert.
    Kann das jemand bestätigen oder was bessres vorschlagen ?
    Grüße Norbert






    Cheilozystiden :


    Kaulozystiden :

    Hallo Heidi,
    Der Hohlfußröhrling ist ja streng an die Lärche gebunden , kommt also nur da vor , wo auch die Lärche eingeführt wurde. Da die Lärche ein Gebirgsbaum ist , ist er im Flachland recht selten.
    Hier im Büdinger Wald gibt es viele Lärchen , also auch den Lärchenröhrling häufig , braun und gelb.
    Nach meiner eigenen Beobachtung wächst er meistens bei jüngeren Lärchen.
    Gruß Norbert

    Hallo,
    Trotz vieler Bilder hast du es grossartig vermieden , ein Schnittbild des Pilzes vom Hut bis zur Stielbasis zu zeigen.
    Auch kein Bild von austretender Milch - Farbe frisch -> nach 10 Minuten !?
    Wie soll man da eine vernünftige Expertise abgeben ?
    Na ja , ganz sicher : ein Pilz.
    Gruß Norbert

    Hallo,
    Der Text ist zwar etwas dusselig zusammengesetzt , aber die Grundaussage ist richtig :
    Pilze sollen bis auf wenige Ausnahmen 15 Min. gut durcherhitzt werden ob gekocht oder geschmort ist egal.
    Hallimasch ist schwer verdaulich , manche Menschen vertragen ihn nicht , die Stiele sind zäher als die Hüte , also noch schwerer verdaulich.
    Das "Abkochen und Kochwasser wegschütten - Prinzip" kann man in vielen Büchern für viele Pilze finden , halte ich eher für sowas wie Trostpflaster nach dem Motto : das macht man mit Kartoffeln oder Bohnen ja auch !
    Gruß Norbert

    Hallo Marc,
    Ich bezweifele nicht , dass KI irgendwann auch Pilze identifizieren kann.
    Das Problem : viele Bilder im Netz sind einfach fehlbestimmt , das kann schnell zum Chaos führen.
    Bei ca. 5000 Grosspilzarten in Mitteleuropa , wobei manche nur über Biotop , Geruch , Geschmack , Erfahrung und sogar Mikrodaten unterschieden werden können , wird es mit einer APP schwierig.
    Trotzdem : viel Erfolg , ich bin mit sowas schon bei Kakteen mal gescheitert - allerdings in der Computersteinzeit ohne Bildvergleich.
    Gruß Norbert

    Hallo Jan-Arne,
    Geniale Bilder hast du wieder produziert.
    Und wenn man genau hinschaut , sieht man auf den Tautropfen im Spinnennetz auch noch die Silhouette des Fotografen - für ein Passbild allerdings zu undeutlich.
    Gruß Norbert

    Hallo Craterelle,
    Ich habe :
    Iris germanica
    Iris hollandia
    Iris sibirica
    Iris pseudoacorus
    ..und alles in unkrautartiger Vermehrung.
    Werde also auf jeden Fall Geruchsproben machen , danke für den Hinweis auf trocknen.
    Gruß Norbert

    Hallo Craterelle,
    Habe auch schon das Problem gehabt : wie riecht eigentlich Veilchenwurzel ?
    Jetzt habe ich wegen deines Beitrags mal gegoogelt und festgestellt , dass es sich ja garnicht um die Wurzel von Veilchen geht , sondern um das Rhizom von Irisarten - z.B. Iris germanica (Schwertlilie) oder ähnlichen.
    Kennst du keinen Gartenbesitzer mit Schwertlilien ?
    Ich habe Schwertlilien im Garten und gehe morgen mal Rhizome schnüffeln...jetzt ists dunkel und mein Garten Wildnis.....
    Gruß Norbert

    Hallo Pablo,
    Danke , Volltreffer denk ich...In den Großpilzen dachte ich : 'kann nicht sein , hier steht : Rand gerieft'
    Bei den Italienern war ich jetzt am Durchackern , war aber noch nicht bis P vorgedrungen. Aber was ich da sehe , passt schon ganz gut.
    Nebenbei : Immer die Sache mit den Begleitbäumen....
    Ich fotografierte , sackte ein paar Pilze ein und schaute mich nach den Begleitbäumen um.
    Armdicke Buchen , dicht an dicht , Blick nach oben : Buchenlaub. Blick umher : nix als Buchen. Aber da : ein Eichenblatt am Boden - also suche die Eiche. Oh , gefunden , aber reichlich weit weg. Alles Klar : nur Buche.
    Ein Schritt weiter , was blinkt so gelb ? 2 Goldröhrlinge , keinen Meter von meinen Ritterlingen - also doch Lärche , die stand unauffällig hinterm Buchengestrüpp , ein kapitaler Baum.
    Also haben eigentlich die Goldröhrlinge die Bestimmung gerettet.
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Nach 3 Stunden im Wald kam ich heute naß und mit jeder Menge Fragezeichen in Probedöschen und Speicherkarte zurück.
    Dieser hier scheint mir ein Ritterling zu sein (oder etwas in der Ecke) , aber bisher habe ich ihn in keinem Buch festnageln können.


    Fund : Wegrand Buchenjungwald , auch eine Lärche in Reichweite , Eiche weiter weg.
    Hut : Bis 6,5cm breit , blassocker , wasserfleckig , etwas gebuckelt.
    Lamellen : creme , untermischt , mit Zahn angewachsen , fein braun gefleckt.
    Fleisch : weißlich.
    Stiel : Bis 5cm lang , 1,5cm dick , voll, cremefarben , ganz fein braun geschuppt. Basis im Substrat dunkelbraun.
    Geruch : unauffällig.
    Geschmack : etwas bitter.
    Sporen : Hyalin , fast rund , 5,0-6,3 µm , mit großem Tropfen.


    Kann jemand von euch was damit anfangen ?
    Grüße Norbert




    Hallo,
    Bei Clitocybe ditopa war ich auch schon , Ähnlichkeiten sind vorhanden. Was nicht passt ist der basal sich verdünnende Stiel welcher sich fast fadenförmig im Moos verlor , auch die Sporengröße passt nicht ganz...
    Grüße Norbert

    Hallo zusammen,
    Seit gestern grübele ich über diese Pilzchen...
    Fund : im tiefen Moos im Nadelwald (Fichten , Lärchen, Douglasien)
    Hut : Bis 2cm breit , flach , Rand nach unten gebogen , grau marmoriert.
    Lamellen : grauweiß , dicht , untermischt , angewachsen bis Spur herablaufend.
    Stiel : Bis 4,5cm lang , 3mm dick , grau marmoriert , Basis verjüngend mit auslaufender Spitze , enghohl.
    Fleisch : dünn , graubraun.
    Geruch : Unauffällig , etwas süßlich.
    Geschmack : Unauffällig , etwas ranzig.
    Sporenstaub : weiß.
    Sporen : Hyalin , 4,8-5,9 X 3,2-3,8 µm ,oval bis Apfelkernförmig.
    Keine Zystiden gefunden , Basidien 25X5 µm , 4-sporig , mit basaler Schnalle.


    Irgendwie komme ich bei meiner Suche bei Trichterling raus , obwohl die ja nicht trichterig sind. Aber keine , mit denen ich vergleiche , passen so ganz. Vielleicht bin ich ja komplett auf dem Holzweg.
    Kann jemand weiterhelfen ?
    Grüße Norbert




    Hallo,
    Ausprobiert habe ich die schon , nur in Butter angeschmort.
    Geschmack : sehr gut , die Bissfestigkeit muss man halt mögen.....Versuch macht kluch.
    Bei so festen Pilzen kann es wohl bei großen verspeisten Mengen Probleme geben , es haben sich schon Leute mit großen Pfifferlingsmahlzeiten den Magen verdorben.
    Gruß Norbert
    P.S. dies ist KEINE Essfreigabe für diesen Fund , Die Verantwortung muss man schon selber tragen.