Beiträge von Menedemos

    Also ich sammle schon seit Jahr und Tag Safranschirmlinge, Chlorophyllum olivieri, (im Wald) und hatte noch nie ein Problem damit. Wie ein Schnitzel paniert sind sie jedes Mal eine Köstlichkeit. Die Artabgrenzung und Terminologie durchsteige ich nicht ganz, meinem Eindruck nach tut das überhaupt keiner, aber das ist nicht das Entscheidende bei meinem Sammeln dieser Pilze.


    Ich achte vor allem auf folgende Sachen: Sie sollten wirklich aus dem Wald kommen. Und sie sollten "richtig" aussehen. Kommt mir was merkwürdig daran vor, lasse ich ihn stehen (gibt aber selten Anlass dazu). Was "richtig" ist, ist natürlich ein bisschen Erfahrungssache. Die Knolle sollte nicht zu groß sein, der Stiel nicht zu kurz im Vergleich zum Hut, vor allem sollten sich die Schuppen nicht zu deutlich von der Hutoberfläche abzeichnen. Das von dir gezeigte Exemplar erscheint mir ehrlich gesagt etwas zweifelhaft, ich würde es wohl stehen lassen, weil mir der Kontrast zwischen Schuppen und Hutoberfläche ein bisschen zu deutlich ist. Hast du das wirklich mitten im Wald gefunden?

    Danke schon einmal für eure Einschätzungen. Pilz 3 hat jetzt doch noch ein bisschen abgesport, jetzt auf eine durchsichtige Folie. Ich meine, einen Hauch von Rosa erkennen zu können. Von daher könnte Lepista nuda schon passen, aber ich kenne diese Pilze in größer. Er stand auch ganz einzeln herum, der Violette Rötelritterling ist ja meistens ein recht geselliger Genosse. Außerdem fällt es mir nach wie vor schwer, die Lamellen abzulösen, aber ich bin da auch nicht so erfahren.

    Vielleicht liegt es daran, dass sehr häufig geschrieben wird, Pilze abzuschneiden und wenn die Steinis, was ja häufig vorkommt, tief in der Erde stecken werden, bleibt halt fast die Hälfte im Boden.


    VG Jörg

    das ist, wie wenn man nen halben Apfel vom Baum schneidet.

    Viele Grüße

    Ahemi

    Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass das Abschneiden für das Myzel einen Vorteil bringt gegenüber dem Herausdrehen, oder täusche ich mich da?


    Auf jeden Fall würde ich persönlich den Stiel viel weiter unten abschneiden, sonst bleibt ja der gute Steinpilz halb im Wald zurück. Trotzdem Glückwunsch an Vio zum schönen Fund!

    Hallo!


    Heute habe ich im Laubwald (naja, eher ein Hain inmitten eines Parks) folgende mir unbekannte Pilze entdeckt. Vor allem Eichen und Ahorn in der Nähe.

    Zwei davon sehen ähnlich aus wie die, die ich schon letzte Woche hier eingestellt habe, aber irgendwie sind sie doch anders:


    Pilz 1 trat massenhaft auf. Geruch unangenehm, aber für mich nicht näher beschreibbar. Sporenpulver weißlich.


    Ein ähnlicher weißer Pilz von mir wurde letzte Woche mit "Gefleckter Rübling" bestimmt. Aber bei allen jetzt gefundenen Exemplaren (es waren ca. 50) habe ich keine Flecken gesehen, der Stiel bricht auch sehr leicht, also keinerlei Zähigkeit, die man bei einem Rübling erwarten sollte.

    Tricholoma Lascivum?


    Pilz 2 (der braune): Sporenpulver ebenso braun. Oder graubraun. Der Geruch hat mich am ehesten an eine altmodische Schusterwerkstatt erinnert, falls jemand so was noch kennt und mich meine Erinnerung und mein Geruchsvermögen nicht täuschen.


    Cortinarius spec.?


    Pilz 3 (lila): Geruch nicht wahrnehmbar. Sporenpulver nicht vorhanden. Oder weiß? Dummerweise habe ich ein weißes Papier untergelegt.


    Irgendwie sieht er aus wie Lepista nuda, aber er scheint mir dafür zu klein. Auch die Lamelllen kann man m.E. nicht ohne weiteres lösen bzw. zusammenschieben. Was meinen die ECHTEN Experten dazu?


    Pilz 1:



    Pilz 2 und 3:


    Sieht mir nach drei Steinpilzen und vielen Nebelkappen aus. Letztere gelten nicht mehr als essbar.


    Ich verstehe aber immer nicht ganz, warum viele Leute die Pilze so weit oben abschneiden. Der Stiel ist doch auch lecker...

    Also direkt wissenschaftlich ist mein Thema nicht, aber ich wusste nicht, wo ich es sonst hätte einstellen sollen.


    Ich arbeite momentan an einen Bestimmungsschlüssel für den Privatgebrauch. Bei den Weißsporern soll eine Abzweigung sein auf die Frage "Ist der Stiel zäh/elastisch?" Da soll man dann auf Rüblinge, Samtfußrüblinge und Schwindlinge kommen.


    Meine Frage ist jetzt: Gibt es auch andere Pilzarten oder gar Gattungen, auf die das Merkmal zutrifft? Und trifft das Merkmal überhaupt für alle Genannten zu? Ist es also ein brauchbares Alleinstellungsmerkmal? Gibt es eventuell ein besseres Merkmal zumindest für die Rüblinge?


    Würde mich über Hilfe von den echten (im Vergleich zu mir) Experten freuen!

    Hallo beli,


    vielen Dank für die Einschätzung!!


    Auf "Cortinarius" bei Pilz 1 wäre ich nicht nicht gekommen. Weil überhaupt kein Schleier mehr erkennbar ist. Ich hätte noch eher auf Risspilz getippt. Aber klar, irgendwann ist der Schleier halt weg.


    Und "Rhodocollybia maculata" ist auch interessant. Auch darauf wäre ich alleine nicht gestoßen. Aber so rote Flecken, die bei Rhodocollybia maculata anscheinend typisch sind, waren nirgends zu erkennen, auch bei den benachbarten Fruchtkörpern nicht. Das ist wohl kein Problem?

    Liebe Pilzfreunde, heute habe ich folgende zwei Pilzarten entdeckt, die ich nicht kenne. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben:


    Pilz 1:




    Pilz 2:



    Noch ein Schnittbild von beiden:



    Beide standen recht nah beieinander, hauptsächlich Kiefern, aber auch Buchen, Stieleichen.


    Pilz 1 hat an Hutoberfläche einen kleinen, spitzen Buckel.


    Pilz 2 ist (ich hoffe, man erkennt es) weiß/elfenbeinfarben. Die Lamellen sind ganz leicht dunkler als der Rest. Geruch eher unangenehm.

    Essensfreigaben gibt es im Forum zwar generell nicht, aber ich finde, bei so relativ kleinen Pilzen ist die Gefahr immer besonders groß, dass man nicht alle einzelnen Pilze genau begutachtet oder dass die Anfragenden nicht ihren ganzen Fund auf dem Foto präsentieren, weil sie alles für dieselbe Art halten.

    Melanoleuca sicher erkennen? Äähm ja. ==Gnolm7==Gnolm10 Das sind Erfahrungswerte, die ich nicht verbalisieren kann

    Danke übrigens für diese erfrischend offene Aussage. Sie hilft auf den ersten Blick nicht weiter, aber eigentlich hilft sie trotzdem erheblich weiter. Es ist also eher der Gesamteindruck, nicht das eine, eindeutige, bislang von mir noch nicht gefundene Alleinstellungsmerkmal. Damit kann ich mir die weitere Suche danach auch sparen, vielen Dank!

    Was müsste man beim Sammeln des Waldfreundrüblings denn eigentlich beachten? Gibt es gefährliche Verwechslungsmöglichkeiten? Und lohnt sich das Sammeln überhaupt?

    Ich käme nicht auf die Idee, den essen zu wollen.


    Grüße Harald

    Du hast Recht mit deinen Bedenken (ich hab mich angesichts deiner Skepsis jetzt selbst noch einmal schlau gemacht). Na gut, dann lass ich das wohl auch in Zukunft bleiben. Aber er hat einfach einen so schönen deutschen Namen... "Waldfreundrübling" ... klingt, als wäre er für mich wie gemacht... ^^

    Vielen Dank Werner, genau das waren auch meine Vermutungen, danke für die Bestätigung! :)


    Und dass der Lila Lacktrichterling gesundheitlich bedenklich ist, wusste ich noch gar nicht, eine sehr interessante Information! Ich habe ihn bisher nie gesammelt, weil ich mir nicht GANZ sicher war, aber angesichts dieser für mich neuen Info werde ich das wohl auch in Zukunft nicht tun.

    Liebe Forumsmitglieder,


    ich wäre froh, wenn die folgenden Pilzarten benannt werden könnten. Vermutungen habe ich schon, aber eine Bestätigung von Expertenseite wäre nicht schlecht. Keine Sorge, ich habe nicht vor, diese Pilze zu verspeisen, obwohl die oberen beiden Arten vermutlich essbar sind.


    Ich muss mich gleich für den Zustand und für die Fotos entschuldigen, aber als Erstes musste ich mich um meine Steinpilze kümmern, haha, in der Zwischenzeit moderten die anderen ein wenig vor sich hin.


    Gefunden habe ich sie alle in einem Kiefernwald, es standen aber auch vereinzelt Fichten, Buchen und Birken herum.


    PILZ 1: Die sind eigentlich lila/violett, die Farben täuschen leider ein wenig. Sie kamen massenhaft vor. Bei einigen war ihre Größe erstaunlich (wenn es das ist, was ich vermute): Hutdurchmesser von über 10cm! Die abgebildeten Exemplare waren aber nicht so riesig.


    PILZ 2:




    PILZ 3 (relativ klein, aber auch massenhaft auftretend):


    Wäre toll, wenn ihr mir helfen könntet! :-)

    vielleicht war es gar nicht der Schopftintling, der dir da nicht geschmeckt hat, sondern ein Doppelgänger

    Nein, es war mit Sicherheit ein Schopftintling. Leider.


    Habe ich schon erwähnt, dass ich auch Rotkappen und Sandröhrlinge sehr zu schätzen weiß??


    Besonders der Sandröhrling wird m.E. geschmacklich total unterschätzt. Vielleicht hat man ihn früher einfach nicht sauber von Kuhröhrlingen etc. unterscheiden können. Oder ein einflussreicher Pilzbuchautor hat sich das Urteil "geschmacklich minderwertig" für ihn ausgedacht, damit niemand anderer ihm den Pilz wegschnappt. Anders kann ich es mir fast nicht erklären. Im Übrigen ist der Sandröhrling auch farblich für jedes Mischpilzgericht eine echte Bereicherung.