Hallo Martin,
Keine Ahnung warum die 3 Bilder bei Dir nicht angekommen sind,Bei mir sind sie zu sehen
Aber ok, ich hab sie hier nochmals hochgeladen
LG
Ernst
Hallo Martin,
Keine Ahnung warum die 3 Bilder bei Dir nicht angekommen sind,Bei mir sind sie zu sehen
Aber ok, ich hab sie hier nochmals hochgeladen
LG
Ernst
Hallo Martin,
danke für Deine Hinweise.
Bei allen chem.Proben ist parallel zur gesuchten Stereocaulon 1 auch ein Acetonextrakt
einer S. vesuvianum 2 mitgelaufen.Beide waren, wie Du schon bemerktest, in der K Reaktion
sehr schwach ( Jahreszeit bedingt ?).
Die P Reaktion war bei beiden Proben etwa gleich, wobei 1 schon mehr Gelb aus dem Extrakt
mitbrachte.
Unterschiede gab es bei der KC Reaktion welche bei 1 deutlich anschlug aber auch sehr flüchtig
war und schnell von rosa über violett in mehr oder weniger braun endete.
Der UV Test diente nicht als Fluoreszenz Test sondern sollte zeigen,daß durch die Zugabe von C
bei 1 eine Reaktion abgelaufen war.
Bei 2 fand eine derartige KC Reaktion nicht statt, im UV Licht war ebenfalls nichts sichtbar.
Inwieweit diese UV Sache bestimmungsrelevant anwendbar ist bleibt offen.
Für mich war es der Anlass auf der P+ / KC+ gelben Seite zu schlüsseln ,
zumal ich auch aufgrund bestimmungsrelevanter Merkmale. bei P + orange Arten keine
vertretbare Übereinstimmungen fand.
Danke. Bilder weiter unten!
LG
Ernst
1.
#####################
2.
Hallo Ihr, Hallo Martin,
habe am 12/02/26 nochmals eine Probe von der Stereocaulon entnommen.
Die Aufschüttung wasserseitig ( Bild von 1955 ) besteht schon seit über 70 Jahren,
sie ist genau nach Süden geneigt.
In der Mitte wächst die noch offene Stereocaulon Art ( max. 2 cm hohe dichte graue Polster bildend).
Diesmal gezielte Suche nach:
—Apothecien (mit hellen Rand )
— ursprüngliches Lager, welches mit Podetienbildung schwindet ( im Randbereich zu finden).
— In Form abweichende Phyllocladien ( nur 1 x im Oberen Bereich von Podetien gefunden )
Chemie diesmal alles auf Acetonextraktbasis ( = unverändert zu 1. Probe ).
LG
Ernst
Hallo Martin,
danke für Deine Anntwort.
Ich glaube dass hier auch die TLC keine eindeutige Aussage treffen kann.
Ich bin aufgrund des Fundortes ,Pseudopodetien unten schwarz,, mittig rosa Schimmer, der Form der Phyllocladien und der deutlichen doch großen (gestielten) clusterförmigen Cephalodien
eher bei Stereocaulon paschale gegenüber S.evolutum/saxatile.
LG
Ernst
Hallo,
gefunden auf 670 mNN im Thür. Schiefergebirge ,auf bemmosten Bereich eines Granitblocks an einen Staudamm, locker befestigt, Aufschüttung wasserseitig ca 2 m über Wasserspiegel,
Ausrichtung nach Süden und damit Extremstandort ( UV Einstrahlung durch Reflexion verstärkt,ungeschützt gegenüber Wind und Wetter, hohe Luftfeuchtigkeit).
Lager ca 10 x 4 cm, knapp über 1 cm hoch, weißgrau.flachpolstrig,zwischen den Steinen
Podetien an der Basis geschwärzt,unterer Abschnitt leicht rosa,ohne auffälliges Tomentum,
Podetien oben verzweigt mit warzigen Phyllocladien, zu Clustern gehäuft mit vielen Kleinen Cephalodien ( mit Stigonema ),einige große zu Clustern gehäuft,dunkelgrün-schwarz,im Herbar
braun ( letztes Bild).
Teilweise Tomentum im oberen Bereich .
Basales Lager warzig -körnig, mit Pseudopodetienbildung schwindend,
Chemie siehe Bild 7.
Wer bin ich ?
Danke für Eure Antworten.
LG
Ernst
Hallo,
Ist eine Ramalina ! aber welche?
heute gefunden auf 370 mNN in Feuchtgebiet an einer alten Salix, lichtoffen abstehend hängend.
Thallus dünn ,reich verzweigt mit Soralen,ohne Apothecien ,ohne isidiomorphe Strukturen.
Basal keine Flächen- bzw. Randsoralen, Chemie alles negativ, UV -,
Peripher am Thallus sehr wenige kleine Soralen.
Die Endzweige zur Spitze hin hakenförmig ,fast immer mit kleinen kugeligen Soralen.
Ich lande bei R. roesleri.
Bin gespannt auf Eure Antworten.
Danke!
LG
Ernst
Hallo Martin,
danke Dir wie immer für Deine Antwort.
Folgendes hat mich bewogen hier auf S. alpinum zu setzen:
KC+ deutlich violett und somit lt. Literatur P+ gelb ! Nostoc in den Cephalodien.
Lt. Wirth kann der Filz bei S.alpinum weißlich ,cremefarbig,rosa bis grau sein
dactylophyllum ist KC- ,hat fast immer Apothecien und enthält lt. Italic in den Cephalodien Stigonema,
paschale//evolutum/ saxatile enthalten Stigonema
Incrustatum enthält zwar Nostoc, die Phyllocladien sollen jedoch kleinwarzig sein.
Somit bleibt eigentlich für D nur noch S alpinum noch übrig.
Ich hoffe ich konnte Dich hiermit überzeugen.
Danke
LG
Ernst
Hallo,
Stereocaulon. gefunden auf 650 m NN auf Quarzit mit Humusauflage,zwischen Moosen,
Podetien ca 3 cm hoch,verzweigt,US deutlich grau filzig, keine Apothecien,
Phyllocladien flach, rundlich ,kurz fingerartig gelappt, OS tw.schuppig,
Cephalodien klein, enthalten Nostoc-Ketten,
Chemie: P + kräftiges Gelb( schon Orange ???). K +gelb,C-, KC( Acetonextrakt) — ,
UV+ blau
Sorry,Bild 1 und 2 gehören eigentlich nach hinten!
Lande bei der Bestimmung bei S tomentosum.
Was meint Ihr, lieg ich richtig?
LG
Ernst
Hallo,
Das Wetter ist momentan bestens geeignet bislang unbestimmte Proben aufzuarbeiten.
Hier:
Stereocaulon gefunden auf 825 m NN auf den Höhen d. Thüringer Waldes.
Flaches graues Polster, max.10 mm hoch, 10 cm Dm, auf Quarzitkies , primäres Lager warzig,
durchsetzt mit vielen schwarzen Cephalodien.
Podetien apical schwach verzweigt, Phyllocladien warzig bis körnig.
Apothecien ohne Eigenrand, zerstreut , sitzend auf Podetien on Top.
Chemie: P+ schwaches Gelb, K+ gelb/grün ,KC-, UV -,
In Cephalodien Stigonema.
Lande bei der Bestimmung bei S. condensatum.
Was meint Ihr, danke für Eure Einschätzung.
LG
Ernst
Hallo,
Letzter dokumentierter Fund für Thüringen war 1912.Seitdem gilt Peltigera collina für Thüringen als verschollen und ausgestorben.
( Rote Liste Th. = 0 ).
Auch in den angrenzenden Mittelgebirgen gilt sie als ausgestorben.
Aber sie gibt es noch ! und wieder für Thüringen.
Gefunden:
In einem kleinen Seitental des südl.Thüringer Waldes, auf 580 m NN.
Feucht,kühl,an Bergahorn-Stamm in 1,5 m Höhe eingebettet zwischen Moos , fest an der Borke angewachsen,lichtoffen.
Alle Thalli sehr klein,braun , Lobenränder aufsteigend ,geziert mit weißgrauen Bortensorale.
US mit deutlicher Aderung und büscheligen schwarzen Rhizinen.
LG und schöne Weihnachtszeit wünscht
Ernst
Hallo,
ein nicht alltäglicher Fund am Fuße eines Bergahorns auf 590 mNN im Thüringer Wald (für LK Sonneberg Erstfund).
P. membranacea auf Moos,absonnig aber lichtoffen,hohe Luftfeuchtigkeit.Lager ca 25 cm Dm.
Keine Phyllocladien/Isidien/ randständige Läppchenbildung, Oberfläche filzig behaart,entsprechend der Aderung auf US stark gewellt ! Neue Apothecien randständig in Bildung.
Loben breit,rund , dünn- papierartig, Rand nach unten gewellt.
US weiße,samtartig behaarte,kräftige Aderung, Rhizinen hell, samtartig abstehend behaart.
Vergleich zu Rhizinen und US von P.praetextata habe ich beigefügt.
LG und Euch allen eine schöne Weihnachtszeit wünscht
Ernst
Vergleich US von P. praetextata
Hallo Martin,
danke wie immer für Deine Meinung.
Ja, sieht schon irgendwie nicht so richtig typisch nach Icmadophila aus.
Bild 1u.2 sind vom Fundort. Hier ist schon ein Thallus sichtbar,allerdings nicht so prägnant
im Vergleich zum Wachstum auf Totholz.
Die restlichen Bilder sind Herbarmaterial ,mit dem ich bei der Trocknung so meine Probleme hatte.
Ist durch den hohen Sandanteil alles auseinandergefallen.Habe dann versucht alles irgendwie wieder zu stabilisieren. Der Thallus ging dabei irgendwiann und irgendwo wohl unter.
Da ich die Koordinaten der Fundstelle habe,werde ich zur gegebenen Zeit hier nochmals nachschauen und berichten.
Bis dahin!
LG
Ernst
Ps. Das letzte Bild zeigt wirklich die leicht konisch zulaufende Unterseite mit rhizinähnl.
Auswüchse.
Hallo,
gefunden im März 25 auf 370 mNN auf Sand,welcher stark mit Mulchgut angereichert war.
Aufgrund eines angrenzenden Wassergrabens immer kühl und feucht (Kaltluftloch).
Apothecien unreif, nur ein Gewirr von Flechten,schwacher Eigenrand,teilweise weiß bereift. Unterseite konisch mit weißen rhizinenähnl. Auswüchse,ungestielt dem Thallu direkt aufliegend.
Prim. Thallus dem Substrat dünn aufliegend ,graugrün.
Apothecien P+ rot,K - keine Farbveränderung,
Thallus bei Trocknung schwindend, die Apothecien fallen im Herbar dann leicht ab.
Haben wir hier etwa die Heideflechte? oder hat Jemand eine andere Idee?
Für Antworten Dank wie immer.
LG
Ernst
Hallo Martin,
Gratulation zu Deinen Funden.
Meine S.vesuvianum Funde reagieren alle P + schwach orange und zeigen irgendwo die typischen
Phyllocladien.
Alle S.v. gefunden im Halbschatten,kühl und feucht auf bemoosten Quarzit.
Interessant wird es natürlich wenn die Schlüssel bezüglich P Reaktion nicht stimmen sollten und unterm Strich alle Stereocaulon Arten abhängig vom Standort und Jahreszeit +/- gelb reagieren.
Wenn dann je Art noch etliche Unterarten existieren wird die Sache so richtig lustig.
Kannst Du mir mal Nahaufnahmen der Phyllocladien von S. vesuvianum f.nodulosum zusenden?
Danke.
LG
Ernst
Hallo Martin,
danke für Deine Antwort.
Ja, die Stereocaulon sind nicht immer einfach,zumal auch hier eine
Standortabhängige Variationsbreite gegeben ist.
Ich glaube aber schon,dass hier saxatile vorliegt.
Ich finde die Schlüssel von Afl und Wirth für Stereocaulon nur grob
zutreffend.
Deshalb hier ein top Schlüssel aus Polen.
Viel Spaß damit bei der Bestimmung Deiner Stereocaulon aus Thüringen.
LG
Ernst
Hallo,
diese Stereocaulon beobachte ich bereits ca 12 Monate an ihren natürl. Standort.
Abraumhalde ( Griffelschiefer ) eines ehemaligen Bruches auf 770 mNN.
Dort wächst sie an der Kante eines Plateaus unbeschattet (Südostrichtung) fest auf Stein.
Die wenigen vollentwickelten Lager haben eine Größe von 6x4 cm und 4 cm hoch.
Apothecien sind und waren nicht vorhanden.
Thallus: Podetien im oberen Bereich filzig, sonst kahl, zur Basis geschwärzt,
K+ gelb, P + gelb,
junge Podetien Ober/Unterseite deutlich unterscheidbar, filzig kaum Cephalodien ( 3 ).
Phyllocladien tw. verflacht und fingerartig geteilt ( Bild 3 u. 5 ).
Bin mehr bei saxatile wobei beide Arten kaum unterscheidbar sind .
Eure Meinung wie immer spannend erwartend
LG
Ernst
Danke Martin
passt !
hätte sie an Birke nicht erwartet.
LG
Ernst
Hallo,
Der letzte Fund dieser seltenen Flechte wurde ( lt. L. Meinunger ) 1992 für Thüringen registriert.
Nun, 33 Jahre später Fund von P.leucophlebia in einem kühlen und feuchten Seitental des südlichen
Thüringer Waldes auf 650 m NN.
Eingebettet in Moos auf einer Quarzit Halde und in Gesellschaft von Peltigera praetextata leuchtete sie in
knalligen Laubfroschgrün, ich glaube grüner geht’s nicht. Also schon extrem auffällige Flechte und heute eine große Seltenheit für die Mittelgebirge in Deutschland.
Größe: 2x4cm, nach oben gedrehte wellige Ränder,
LG
Ernst
Hallo Urs-Peter
Ja, Martin hat Recht, P.praetextata ist hier schon weit dran.
Findest Du irgendwo auf der Oberfläche Phyllidien ,dann ist es praetextata.
Wenn nicht, muß die Unterseite ran.
Rhizinen samtig behaart/rechtwinklig abstehende Behaarung:
Ja = membranaceae
Nein= praetextata.
Es gibt auch die P.praetextata OHNE Phyllidien!
Sollte wider Erwarten die Rhizinen zum Zentrum hin sich sehr dicht
und verfilzt zeigen ,dann geht es in Richtung P. canina.
Weitere Arten passen entsprechend Deinen Bildern ( Deutscher
Bestimmungsschlüssel) eigentlich nicht.
Wenn ich das Herbstlaub auf dem Bild als Maßstab heranziehe fällt auf,
dass die Peltigera doch recht kleinwüchsig ist.
LG
Ernst
Hallo Martin,
danke wie immer für deine Antwort.
Die befallenen Thalli wachsen an den Lobenrändern munter weiter,
Apothecien bzw. Ansätze dazu sind nicht zu finden.
C.fuckelii führt nicht zum Absterben der gesamten Flechte und
beide Fundstellen hatten bereits im Frühjahr 2025 diesen Befall.
Die in unmittelbaren Nähe ( 10 m Umkreis )wachsende Peltigera Arten (membranacea,neckeri,rufescens,ponojensis )sind nicht infiziert.
Aufgrund der Größe der mit C.fuckelii infizierten Peltigera
( Loben um 0,5 cm Dm. muschelförmig ) und der
Rhizinendichte/form. tippe ich auf didactyla.
Eine Probe davon wächst z.Zt. bei mir im Garten auf Moos gebettet
munter weiter. Mal sehen ob sie uns noch überraschen wird.
LG
Sorry,
Beitrag falsch eingestellt,
ist zu finden unter Porlinge und Rindenpilze
Lg
Erna 52
Hallo,
mittlerweile ist das für mich der 2. Fund von C.fuckelii, einen flechtenbewohnenden Ascomyceten welcher vorwiegend
die kleineren Peltigeraarten befällt und durch sein Erscheinungsbild schon an Peltigera lepidiphora denken läßt.
Es wäre einfach ,würde man auf der Wirtsflechte Flächensorale finden. Bei meinen Exemplaren weit und breit nichts davon.
Also als nächster Schritt: Suche nach Sporen und Ascoschläuche.
Erst das 5. Präparat brachte verwertbare Ergebnisse - Sporen typisch für C.fuckelii und eine Menge an Ascoschläuche.
C.fuckelii entwickelt sich unter der Oberfläche der Wirts-Peltigera, wobei sich Knubbel bilden welche bei Reife
aufbrechen und erhabene Krater hinterlassen. Diese Gebilde sind fest mit der Oberfläche der Peltigera verwachsen
und lassen sich NICHT mit einer Präpariernadel ablösen.
Peltigera lepidiphora hingegen bildet auf ihrer Oberfläche Schuppen( niederliegende schildförmige Insidien),
welche ,da nur locker verwachsen,sich leicht ablösen lassen.
Spannend wird die Sache aber, sollte eine P.lepidophora mit C. fuckelii infiziert sein !
Es gibt Nichts was es nicht gibt.
LG
Ernst
