Beiträge von erna52

    Hallo

    Unterwegs in den Steinbrüchen auf den Höhen des Thüringer Waldes.

    hier einige Stereocaulon Funde der letzten Tage.


    🔸Stereocaulon pileatum

    gefunden auf Felsvorsprung, Quarzit, volle Sonne. 790 mNN,

    Man muß schon etwas Glück haben eine der bestimmungsrelevanten Podetien mit aufsitzenden schwarzen Soral

    zu finden.






    🔸Stereocaulon vesuvianum

    gefunden auf Quarzit Abraumhalde,auf blanken Stein wachsend, über 20 Lager, nur am unteren Rand im Halbschatten,

    wachsend. !‼️

    kennzeichnend ist die Form der Phyllocladien.





    🔸Stereocaulon. ❓❓


    gefunden mit Glück und Spürhund Milow in Griffelschiefer Halde, auf Stein, etwas eingebettet in Moos / Humus, Lager waren nur entlang der Kante ,also volle Sonne, K+ gelb, P+ gelb,

    770 mNN, alle Lager ohne Apothecien

    Vielleicht hat hier jemand eine zündende Idee.

    Danke für alle Antworten!

    LG und schönes Rest WE wünscht

    Ernst




    Hallo Martin,

    mußt an stillgelegte Gleisanlagen suchen.

    Habe hier im Gebiet (LK Sonneberg ) einen Viadukt, da sind die Doppelgleise mit jeder Menge nanodes Rasen überzogen.Ansonsten ist hier nanodes fast in jeden alten Steinbruch auf Schiefer

    Zu finden.

    LG und schönes WE

    Ernst

    Hallo Patrick,

    Danke,

    Ok, wenn der Nachweis von Soredien das entscheidende Kriterium ist, dann wird es nanodes sein.

    Allerdings finde ich in keiner der 4 Proben die für nanodes typischen Schuppen.

    Hallo Martin,


    P+ langsam gelb

    K+ gelb

    C-

    KC - ( ohne Acetonextr. )

    UV+ blauweiß


    Bestimmungsschlüssel für saxatile

    Wirth. P+/- gelb

    Franz. P- K- ❗️

    Finnen. PD +,K.+. ( 😖

    Italic. ⁉️


    Für evolutum

    Wirth. P+/-

    Franz. K+, P+, C-, KC + violett.

    Italic. K+, P+,C -, KC +. UV blauweiß

    Finnen. ⁉️


    Selbst wenn KC ( Acetonextrakt nach KC Reaktion) violett sein sollte,

    wissen wir nicht ob saxatile KC plus oder minus sein soll!


    LG

    Ernst

    Hier Adresse der Finnen Bestimmung

    Hallo Martin,

    Danke für Deine Antwort.

    Die Stereocaulon wächst auf kalkfreien( getestet mit 10%ige HCL) Dach/Griffelschiefer

    (Phycodenschiefer) auf einen relativ feuchten mit Moosen und Cladonia Arten bewachsenen

    und mit Schiefergeröll durchsetzten Plateau.

    Die Flechte bildet dort dichte Polster ,auffallend im Übergangsbereich zwischen Erde und Gestein.

    Die einzelnen Podetien sind im Polster kaum sichtbar.

    Sie ist am Stein ziemlich fest angewachsen und steht unbeschattet, ungeschützt der Witterung auf 800 mNN ausgesetzt.

    Das gesamte Habitat erinnert mit seiner spärlichen Vegetation ( Zwergwuchs) und den eingestreuten Hochmooranteilen stark an eine nordische Tundra .

    Lg Ernst

    Versuche morgen noch ein besseres Bild !

    Hallo,

    gefunden auf Schiefer auf Boden aufliegend in 800 mNN. Unbeschattet in einen Blockmeer


    Alle untersuchten Lager weisen Podetienrasen auf, grundständiges Lager nur selten sichtbar.

    Es ist körnig warzig und verschwindet bei Podetienentwicklung,

    Pod. bis 1 cm hoch,oberer Bereich stark verzweigt, Stämmchen ohne Filz,auch jüngere Bereiche kaum filzig.

    Apothecien vorhanden,aber sehr spärlich.

    Phyllocladien körnig warzig bis blättrig fingerförmig. nicht sorediös,

    P+ gelb!

    Was meint Ihr?

    Danke für alle Antworten

    LG. Ernst

    Hallo Martin,

    hatte bislang noch keine collina in der Hand.


    Irgendwie passt das alles nicht so richtig,

    Du hast Recht, das sind keine klassischen Bortensoralen sondern mehr koralloide Insidien.

    Andererseits ,die Flechte ( mehrere Lager )ist sehr klein und die US paßt auch nicht so richtig zu P.p.

    Hab nochmals Bilder( leider etwas unscharf) von einen anderen Lager gemacht und dazu Abbildungen von einer P.p angefügt.

    Echt schwierig.

    LG

    Ernst


    Hallo,

    gefunden heute auf bemooster Blockflur (Silikat) am Rand eines in den Felsen geschlagenen Bahneinschnitts auf 700 mNN,

    Streckenbetrieb ist hier schon seit 30 Jahre eingestellt

    Kühl, hohe Luftfeuchtigkeit (von den Felsen rieselt teilweise Wasser) , absonnig,


    Lager klein, Lappen ca 1 cm x 3 cm, Ränder bereift, aufsteigend, teilweise mit Insidien,

    Apothecien rar,sattelförmig, dunkelbraun,

    Aderung flach,filzig, braun, Rhizinen dunkel aufgefasert.


    Für eine Praetextata passt eigentlich weder Größe,Aderung , Rhizinen noch Standort.

    Großaufnahmen von - Insidien ,körnig bis soredienartig - wie für collina beschrieben.

    hab ich im Netz leider nicht gefunden.

    Was meint Ihr zu den Fund.

    LG und schönes Osterfest wünscht Euch

    Ernst


    Hallo Martin

    habe alles nochmals neu gestartet.

    Habe dann doch endlich Sorale gefunden(KC-),


    Anschnitt des Strangs:

    Zentralstrang rosa, Mark weiß, Rinde ca 8%/.Mark ca 25 %. / Z:M. 1,2-1,5

    Äste unregelmäßig, Basis nicht am stärksten, stumpfkantig gegliedert


    P gelb (orange?), K. Gelb zu rot, J - C- KC-


    Ich lande nun nach Wirth mehr bei U. barbata. ( U. dasypoga ??).

    Was meinst Du dazu?

    Danke

    LG

    Ernst


    Hallo Martin,

    danke, werde sie nochmal noch genauer checken und die Basis komplett freilegen,welche in einer Parmelia entspringt.


    neben italic auch sehr aussagekräftige Bestimmungsseiten


    researchgate.net

    key to European Usnea species


    LG und schönes Rest WE.

    Ernst

    Hallo Martin,

    danke für Deine Antwort.

    Eigentlich komme ich über den Schlüssel von Wirth zu keinen vernünftigen Ergebnis.

    Die abplatzende Rinde und freilegen des runzeligen Marks zeigen in Richtung junger longissima.

    Doch dazu passt der Zentralstrang und die J- Reaktion nicht . Außerdem ist sie extrem selten.


    Bei den noch in Frage kommenden Arten passt aber die Kombination von den Spottests

    auch nicht. Die K Reaktion vom Mark hab ich bestimmt schon 10 x an verschiedenen Strängen getestet, immer minus. KC ist auch minus am Mark.

    Also insgesamt Ergebnis = 0

    Vielleicht hab ich auch nur einen Denkfehler!

    LG.

    Ernst

    Hallo,

    Usnea, gefunden auf 700 mNN,in einen großen alten Steibruch an alter Salix , Ast in ca.3 m Höhe ,Usnea hängend,

    Länge ca 20 cm,

    Ohne ,Insidien,Soralen, Fibrillen +/- vorhanden ( linker Strang im 1. Bild ), Warzen -,Papillen ++,

    Mark weiß, Zentralstrang im dm unter 50% des Hauptastes


    pilzforum.eu/attachment/548532/8


    Spottest

    Mark: K+ gelb zu rotbraun, P +gelb, C-, J -, KC-

    Zentralstrang. K-, P +gelb, J-

    Rinde abbröckelnd, sichtbares Mark weiß und runzelig,

    Anschnitt Zentralstrang rosa, schon länger

    freiliegender Zentralstrang dunkelbraun bis schwarz. Ca 50% vom Strangdm.


    Strang teilsegmentiert, Basis dunkler, Verzweigung anisotom- dichotom,


    Die Bestimmung von Usneen , besonders jungen,ist echt schwierig, besonders wenn es noch

    verschiedene Chemotypen davon gibt.

    Bin gespannt auf Eure Meinung zu diesen Fund.

    Danke

    LG

    Ernst

    Hallo Martin,

    Solange Du bei Deiner Peltigera keine Insidien in größerer Anzahl findest,würde ich erstmal bei

    P. membranea bleiben.Es bleibt halt eine offene Frage.

    Wie schon gesagt, es gibt Nichts das es nicht gibt, man muß es nur finden!

    Sogar P. scabrosa! oder ? doch nicht?

    LG aus Thüringen

    Ernst


    Hallo Martin,

    Habe mal meine oben genannte Peltigera rausgekramt,

    sieht Deiner membranacea schon verdammt sehr ähnlich oder ?

    (auch die relativ kurzen Rhizinen.), hier trocken, feucht dunkelbraun.

    Unterschied- meine Peltigera weist Insidien auf, welche allerdings nicht auf allen Proben zu finden

    sind.

    LG

    Ernst

    Hallo Martin,

    Wenn sich die Artenvielfalt bestätigt, toller Fund.


    hatte gestern ähnliches Erlebnis,

    An die 100 Lager von Peltigera auf Stein/ Moos,

    Viele Lager hatten je nach Standort unterschiedliches Aussehen..


    Verschiedene Farben,Lappenform und Größe aber die Rhizinen und die Aderung.

    sowie die Insidien am Rand und an Rissen/ alter Beschädigungen an mehreren Exemplaren

    brachten Klarheit.

    War aber leider alles P.praetextata.

    LG

    Ernst

    Hallo,

    Hab hier mal keine klare Entscheidung.

    gefunden auf 580 mNN,volle Sonne ,Südausrichtung, Schiefer mit Rohhumusauflage

    eher trocken, stand mitten in Cladonia unicalis Polster, ist mir nur durch die Beschuppung aufgefallen,

    Ca 2 ,5 cm hoch, kein grundst. Lager erkennbar

    Spottest K-/P-/C-/KC eher bräunlichrot,/UV blauweiß,

    / Podetien gehen in Richtung Stereocaulon , S. alpinum mit beginnender

    Apothecienbildung ?

    Bin gespannt auf Eure Einschätzung.

    Danke

    LG

    Ernst


    Hallo Patrick,

    danke wie immer für Deine Tipps.

    Habe bei der vorliegenden Baeomyces ein Stück Thallus vom Substrat gelöst,US gereinigt

    Und dann einen kleinen Tropfen KOH 20%ig mit einer Präpariernadel auf die US ( Mark)

    aufgetragen und etwas verteilt. Die sofortige blutrote Reaktion war eindrucksvoll.

    Bei Test mit KC ebenfalls positiv.

    Also sind wir unter Einbeziehung aller Kriterien doch bei B.carneus , oder ?


    LG und schönes Rest WE

    Ernst

    Hallo Ingo,

    Die Schlumpfis sind echt! Aber leider nicht in meinen Herbar.

    Aufnahme hab ich selbst gemacht , stammt vom Herbst/24.

    Soll sich um eine Vireninfektion handeln, so sagt ein befreundeter erfahrener

    Mycologe.

    Ich schau mal ob ich die nochmal finde.

    Ich weiß noch wo die Schlumpfis wohnten.

    LG und schönes WE

    Ernst

    Hallo Martin,

    wie immer danke für Deine Einschätzung.

    Habe alle Spottests nochmals durchgeführt.Das Ergebnis ist unverändert.

    Auch aufgrund der Fundstelle der Baeomyces, sehr kühl,feucht(Sickerstelle am Felsen)

    Im Schatten,glaube ich nun auch, dass B. callianthus hier passender ist.


    Aber warten wir nochmal,vielleicht meldet sich noch ein Flechtenprofi

    Du weißt, es gibt nichts was es nicht gibt!

    Sogar Dibaeis baeomyces mit BLAUEN Apothecien

    Danke und Grüße

    Ernst


    Hallo,

    gefunden auf 580 mNN in Schieferbruch, vertikal wachsend,auf Schiefer,beschattet,feucht,

    Kaltlochtal- hier bleibt der Schnee länger liegen wie auf den Gipfeln d. Thüringer Waldes.

    Auch im Sommer durch die Fallwinde immer kühl,schattiges,steil eingeschnittenes Tal.


    Lager ca 10 cm,helles Grün, Apothecien hellbraun gestielt,Stiel stark beschuppt,

    Mark. K gelb ( widersprüchliche Angaben in d. Literatur Wirth= rot. ,Italic= gelb)

    KC rötlich , C-,P orange. das Mark ist schwer freizulegen da es von dicker Algenschicht

    überlagert ist,welche chemisch kaum reagiert.

    Apoth. C+ rot , K rot insbesondere der Rand


    Schizidien+, Insidien +


    B. carneus ist für diesen Quadranten bereits nachgewiesen,( Meinunger 1981)

    Vergleichende Bilder zu B. rufus sind beigefügt


    Was meint Ihr ?

    LG

    Ernst











    B. rufus Vergleich



    Hallo,

    gefunden auf 770 mNN, Nachbarschaft im weiteren Umkreis u.a. C. deformis, C.macilenta, C. pyxidata,C.coccifera….

    Pycnidien rot, sprossende Podetien u. Becher feinmehlig sorediös,


    sorediös, untererTeilstark schuppig, nach oben gebogene Schuppen,gesamt ca 15 mm hoch,

    Lagerschuppen zahlreich ,ca 3 mm, , US weis ,nicht sorediös,

    auf Rohhumus zwischen Moosen, im Blockmeer aus Schiefer,ehemaliger Schieferbergbau

    P-,K-, KC+ gelb, UV-

    Schlüssel gehen in Richtung Cladonia deformis.

    Oder hat Jemand einen anderen Tip?

    Danke.

    LG

    Ernst

    Hallo Martin,

    danke für Deinen Tip.

    Chemikalien sind in O.,habe sie an C. pyxidata getestet,

    Nochmaliger Test an Probe blieb wiederum farblos= P-


    L.Meinunger hat in seinen 2 bändigen Werk von 2019 - Florenatlas der Flechten des

    Thüringer Waldes,der Rhön und angrenzender Gebiete- auf Seite 87

    bereits für 1981. -übereinstimmend mit meinen gestrigen Fund-

    die gleiche Fundstelle für B.placophyllus angegeben.


    LG

    Ernst