Alles anzeigenLicht ins Dunkel bringen kann ich nicht, nur meine Erfahrungen schildern:
ich persönlich
esse seit vielen Jahrzehnten denjenigen Hallimasch, der an Nadelholz, hauptsächlich Fichte, wächst und fleischbräunlich ohne Gelbtöne ist (wie auch immer der aktuell heißt). Ich nehme nur junge, bei denen der Hutrand klar nach unten zeigt und die Lamellen weiß und nicht etwa schon blass rosabräunlich sind. Selbstverständlich auch keine mit Frostschäden, die freilich nicht ganz leicht zu erkennen sind. Ich koche ihn nicht vorher ab (massiver Geschmacksverlust!), sondern tue ihn gleich in die Pfanne. Ich achte auf ausreichend Garzeit (knapp 20 Minuten).
ich persönlich
hatte auf diese Weise noch nie Probleme mit ihm. Meiner Meinung nach schmeckt er so wie ich ihn zubereite superlecker, einer der bestschmeckendsten Pilze überhaupt.
FG
Oehrling
Ich würde noch hinzufügen, dass neben ausreichender Garzeit auch ausreichendes Kauen aufgrund des Chitingehalts die Verträglichkeit von Pilzen stark verbessert. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber mein Bruder arbeitet in der Chirurgie und er hatte während der Pfifferlingszeit schon mehrfach Patienten mit völligem Darmverschluss auf dem Tisch. Bei der Öffnung des Darms offenbarten sich völlig unverdaute und intakte Pfifferlingsfruchtkörper, die offenbar nicht ausreichend gegart und anschließend einfach runtergeschlungen wurden. Der Magen kann diese durch Verdauungssäfte allein dann nicht aufschließen und sie wandern unverdaut in den Darm.
