Das ist ja alles schön und gut, aber: wer tut sich diesen Gestank nach frischem Hundekot freiwillig an? ![]()
Beiträge von Suillus
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Hi Suillus,
mir käme mit der Form, Farbe und Größe als erstes der graue Leistling in den Sinn (Craterellus cinereus).Hallo zusammen,
Da dachte ich auch erst dran. Aber als ich dann gelesen habe, dass er so klein ist, da kommt mir dann die Krause Craterelle in den Sinn. Sie ist echt sehr klein und supergut getarnt.
Ja sie sind wirklich winzig, das kommt auf den Fotos leider nicht so rüber. Muss vielleicht morgen nochmal hingehen und ein Foto mit einer 1-Euro-Münze als Maßstab machen
Das hat mich am ehesten stutzig gemacht, da die Herbsttrompeten auf Fotos von der Größe her immer recht stattlich aussehen.Ich werde auf jeden Fall mal beobachten, ob sie größer werden. Da tut sich gerade einiges, es kamen an einer Stelle in der Nähe auch einige FK die man für winzige Trompetenpfifferlinge halten könnte, aber sie sind noch so klein dass keine sinnvolle Beurteilung möglich ist. Da zeigen sich gerade erst winzige orangene Punkte im Moos.
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Hallo,
habe heute vor der Arbeit eine kleine Waldrunde gedreht und unter Rotbuchen folgende Pilze im Moos gefunden. Mein erster Gedanke war, dass es sich möglicherweise um Herbsttrompeten handeln könnte? Ich hatte als Maßstab leider keine Münzen dabei, aber die Fruchtkörper waren sehr klein, die Hüte hatten einen Durchmesser von ca. 1 - 3 cm.
Liebe Grüße
Suillus
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Hallo Daniel, danke für die eindrucksvollen Schilderungen! Ich habe Verwandtschaft nahe der Lüneburger Heide und habe dort schon ausgiebige Spaziergänge durch die endlosen sandigen Kiefernwälder unternommen. Für Pfifferlinge war es immer zu früh, aber ich dachte mir schon dass es theoretisch dort gut gehen müsste bei den sauren und mageren Böden.
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Hallo Max, in Aachen habe ich Informatik studiert und dort auch ca. 10 Jahre gelebt, bevor ich wieder in die Heimat nach Süddeutschland gezogen bin. Ich kenne die Gegend also recht gut. Leider habe ich mit dem Sammeln von Pilzen erst nach meinem Wegzug so wirklich begonnen, aber ich kenne zumindest ein paar Spots für Röhrlinge und Leistlinge, die ich dir bei Interesse gerne verrate

Da ich noch beruflich mit der Gegend verbandelt bin, bin ich im Jahr ca. 1 - 2 mal in Aachen. Falls Interesse besteht und die Saison gerade passt, können wir auch gerne mal zusammen losziehen.
Gruß Suillus!
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Würde auch zum Blassen tendieren, cibarius ist deutlich einheitlicher von der Färbung.
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Ich denke das ist eine Frage für LilaAuster

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Ich hoffe, die Myzele verausgaben sich jetzt nicht frühzeitig und im Herbst kommt dann nichts mehr

Das kann durchaus passieren. Letztes Jahr war es so, dass Anfang bis Mitte August ein großer Schwung kam, der aber vielfach von den Pilzsammlern unbeachtet blieb. Zur eigentlichen Hauptsaison im September und Oktober gab es dann buchstäblich nichts. Es mussten ganz viele Pilzausstellungen und Seminare abgesagt werden, weil im Wald wirklich gar nichts los war. Dann, als kaum noch jemand damit rechnete, ab der letzten Oktoberwoche, bis in die Adventszeit hinein, war dann im Wald ein fettes Halligalli mit typischen Spätsommer- und Herbstarten gleichzeitig.
Was ich damit sagen will: jetzt ist eigentlich (zumindest in Baden-Württemberg) eine sehr gute Zeit, um Speisepilze abzuräumen. Das Wetter ist ja mittlerweile auch wieder auf kühl-regnerisch umgesprungen. Es sind auch schon ganz viele typische Herbstarten da. Später im Jahr könnte dann wieder das Gejammere und Geheule über die pilzleeren Wälder losgehen.
Nach meinen persönlichen langjährigen Beobachtungen wird aus eher verregneten Sommern ein gutes Pfifferlingsjahr, aber ein schlechtes Steinpilzjahr, oder generell ein schlechtes Boletus-Jahr. Gute Boletus-Jahre sind dagegen solche, bei denen es im Sommer lange heiß und trocken, also so richtig sommerlich ist, und das Wetter dann im August oder im September ganz plötzlich dauerhaft auf kühl und regnerisch umschlägt. Nimmt man mal die bisherigen Besucherzahlen in Freibädern 2024 zum Maßstab, ist das ein Sommer der ersteren Art. Auch die hier im Forum gemeldeten reichlichen Pfifferlingsfunde sprechen für einen Sommer der ersteren Art.
FG
Oehrling
Danke für deine sehr sachkundigen und ausführlichen Erklärungen! Ich beschäftige mich ja noch nicht so lange mit Pilzen und habe daher auch noch nicht viele Pilzjahre aktiv miterlebt, daher freue ich mich immer, wenn wertvolle Erfahrungen geteilt werden.
Letztes Jahr war bei uns trotz langer Hitze Röhrlingstechnisch auf weiten Strecken ein Totalausfall - es war einfach insgesamt zu trocken, und im Herbst kam der erste Frost sehr früh, danach war komplett Feierabend.
Dieses Jahr konnte ich schon im Zeitraum Mai bis heute mehr Steinpilze (edulis und aestivalis) finden als im gesamten Jahr 2023, obwohl wir jetzt hier auch keine Schwemme haben. Es stehen halt immer wieder mal vereinzelt welche rum und ringsrum ist nichts. Ich frage mich, wie ein gutes Röhrlingsjahr dann aussieht

Pfifferlinge fehlen hier leider komplett, egal welche Waldart. Ich vermute die Bodenbedingungen passen einfach nicht (zuviel Kalk).
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Ich hab mal eine anschauliche Karte der Niederschlagssumme der letzten 90 Tage angehängt.
Da fragt man sich eigentlich nur: kann es zuviel regnen?

Klar kann es zu viel regnen.
Auf deiner Karte hat es aber viele großflächige Areale, da sind die letzten 90 Tage nur ca 250 Liter, teils nur 170 Liter gefallen. Ersteres ist gut, das Letztere ist ja schon an der Grenze für "zu trocken".
Ich freue mich immer, wenn der Garten auch ohne mein Zutun gegossen und die Zisterne randvoll ist.
Das war auch eher eine rhetorische Frage

Ich wohne in einem der tief violett eingefärbten Gebiete und hatte schon mehrfach Wasser im Keller. Wir haben auch eine ziemliche Mückenplage, aber immerhin die Amphibien sollten sich dieses Jahr freuen. Im Wald und auf den Feuchtwiesen begegnen mir sehr viele kleine Frösche. Hat alles seine guten Seiten!
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Sodele,
das erste Halbjahr ist vorüber und wir hier im Wilden Süden haben das die Niederschlagsmenge betreffend mit sage und schreibe 3,61% über dem langjährigen Jahresmittel abgeschlossen
.So möge es bitte für den Rest des Jahres und auch ohne längere Trockenperioden weitergehen.
Ich hab mal eine anschauliche Karte der Niederschlagssumme der letzten 90 Tage angehängt.
Da fragt man sich eigentlich nur: kann es zuviel regnen?

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Wie ihr über die Nachrichtenkanäle vermutlich mitbekommen habt, hatten wir hier in Oberschwaben ein klitzekleines Regenproblem in den letzten Monaten. Es war so nass und kühl dass mir die Tomaten in der Erde verfault sind, das hab ich noch nie erlebt. Der Keller ist auch mehrfach vollgelaufen, aber schlimmeres konnte abgewendet werden.
Immerhin die Pilze scheinen sich zu freuen, ich konnte dieses Jahr schon einige madenfreie (!) Fichtensteinpilze in den Monokulturen finden. Das finde ich überaus bemerkenswert, erscheinen die dort doch nach meiner Erfahrung gehäuft erst ab September. Auch Fliegenpilze und Co. sind schon am Start, der Wald fühlt sich sehr herbstlich an. Ich hoffe, die Myzele verausgaben sich jetzt nicht frühzeitig und im Herbst kommt dann nichts mehr

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Eieiei, da schaut man ein paar Tage nicht ins Forum und muss feststellen, dass man eine sehr lebhafte und teils auch emotional geführte Debatte losgetreten hat. Das war definitiv nicht meine Absicht und ich bitte um Entschuldigung!
Ich möchte mich aber ausdrücklich für die vielen fachkundigen Antworten bedanken. Ich denke, der altbewährte Spruch "Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird." fasst die passende Haltung zu diesem Thema ganz gut zusammen

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Moin,
dann dürftest du nicht mal eines kaufen, was länger als 6 cm ist, um dieses dann durch den öffentlichen Raum nach Hause zu bringen. Auch der Weg aus dem Laden zum Auto und vom Parkplatz nach Hause zählt mit so gesehen. Teppichmesser im Baumarkt, vergiss es. Großes Kochmesser? Brötchenmesser? Axt oder Beil zum Holz machen? Große Spachtel? Bohrer? Schraubendreher? Sägeblätter? Scharfkantige Metallprofile/Leisten? Und wer weiß was alles noch. Rein theoretisch alles geeignet, um jemand zu verletzen.
Mit einer 6cm Klinge nicht möglich? Messer zum Schärfen bringen in ein Fachgeschäft? Letztendlich müßten alle Läden den Verkauf einstellen, weil niemand das aus dem Laden tragen darf.
LG
Daniel
Naja, rein theoretisch macht man sich schon heute strafbar, wenn man im Supermarkt ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge >12 cm kauft und im Einkaufswagen zum Auto transportiert. Streng genommen müsste man das Messer in einem geschlossenen Behälter (z.Bsp. verschließbarer Waffenkoffer) transportieren, da es im öffentlichen Raum nach geltendem Recht als Waffe gilt und nicht anders betrachtet wird, als hätte man eine Pistole im Einkaufswagen
(natürlich setzt das niemand so um, aber rein rechtlich...)Ich denke nicht, dass wir künftig alle unsere Pilze mit der Nagelschere putzen müssen, weil selbst wenn das Gesetz so kommt, müsste es auch jemand verfolgen - bemerkenswert ist dennoch, dass nach dieser Änderung in der Theorie beispielsweise ein Sportschütze seine "Zuverlässigkeit" und damit seine Waffen verlieren könnte, wenn ihn die Polizei auf einem Waldparkplatz mit einem Schweizer Taschenmesser (Klingenlänge ca. 7cm) beim Schneiden eines Apfels antrifft.
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Hallo Jörg,
das kommt daher, weil Goldröhrlinge die ersten Speisepilze waren, die ich je gesammelt habe. Die wachsen im Garten unter einer Lärche und sind daher jedes Jahr zuverlässig und einfach zu finden

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Hallo,
heute morgen bin ich erschrocken, als ich über dieses Thema gestolpert bin, und glaube darüber wurde im Forum noch nicht diskutiert:
Mehrheit im Bundesrat für verschärftes Waffenrechtwww.sueddeutsche.deDas (sowieso schon äußerst strenge) Waffenrecht in Deutschland soll, nach Willen des Bundesrats, nochmal eine empfindliche Verschärfung erfahren. Bisher war es erlaubt, Messer mit einer Klingenlänge von unter 12 cm in der Öffentlichkeit zu führen.
Sollte diese Verschärfung kommen, würde dies bedeuten, dass nur noch Messer mit einer Klingenlänge von maximal 6 cm erlaubt wären. Das würde ja auch einen Großteil der Pilzsammler betreffen, da der Wald (meines Wissens) als öffentlicher Raum gilt und so gut wie jedes brauchbare Messer länger als 6 cm ist. Ich verwende ein Pilzmesser von einem bekannten französischen Hersteller mit einer Klingenlänge von 8 cm - rein rechtlich wäre es ein Verstoß gegen das Waffengesetz, ein derartiges Messer im Wald zu führen, und man könnte theoretisch von jedem Passanten angezeigt werden. Ich finde das völlig übertrieben und halte diese geplante Verschärfung für reinen Aktionismus - wie sehr ihr das?
Liebe Grüße Suillus
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Grüß Gott aus Oberschwaben,
ich sammle seit ca. 2 Jahren Pilze und bin schon öfter per Suchmaschinen auf dieses schöne Forum gestoßen. Heute möchte ich mich gerne vorstellen

Ich bin 36, verheiratet mit Kindern, und verbringe recht viel Zeit im Wald. Ich komme aus dem Großraum Oberschwaben in der Nähe der schwäbischen Alb und bin sehr interessiert daran, mehr über diese faszinierenden Lebewesen zu erfahren.
Liebe Grüße Suillus!
