Guten Abend!
Noch ein letzter Anhänger in diesem Thema. Die jüngste Steinpilz- und Netzhexenwelle ist jetzt anscheinend vorbei. Die Wälder, in denen bei den Fichtensteinpilzen noch nichts los war, haben auch noch nicht gezündet. Letztes Jahr ging es dort am 7. September los. Vielleicht auch dieses Jahr wieder. Werde ich dann am Samstag wieder kontrollieren.
Nachdem jedenfalls der Check dort nichts Nennenswertes hervorgebracht hat, ging es in den verlässlichen Hauswald. Die Gelbporigen Raufüße starten gerade wieder einen neuen Schub.


Meine beste Stelle für Rotkappen ist jetzt auch aktiv. Diese bringt zuverlässig sehr große Fruchtkörper hervor, die auch voll ausgewachsen noch richtig fest bleiben. Dieses Exemplar war unter einem Holzhaufen gefangen. Die habe ich befreit, die restlichen drei Fruchtkörper blieben zum Aussporen im Habitat.
Mit der genauen Bestimmung der Rotkappen tue ich mich noch etwas schwer, außer wenn es sich um Fichtenrotkappen handelt. Bei diesem Exemplar: Dunkle Schuppen mit rotbraunem Farbton, ins Rötliche gehende Verfärbung vom Hutfleisch, keine verkürzte Huthaut, Stielbasis zeigt dunkelbläuliche Verfärbung. Habitat: Buche, Eiche, Birke, Kiefer. Diese üppige Auswahl an potenziellen Partnern macht es nicht gerade leichter...

Die Flockenhexen denken anscheinend gar nicht daran, das Wachstum wieder einzustellen. Hier dürfte es sich wieder mal um den Eichenflocki handeln. Habitat passt, Stielbasis im Anschnitt mit deutlich verzögertem Blauen, reichlich Gelbtöne vorhanden.

Bei den Champignons tut sich auch mal wieder was. Da dieses Exemplar so schön die Kurve macht, verbuchen wir diesen einfach mal als Schiefknolligen Anis-Champignon.

Beim Riesen-Champignon ist die Bestimmung dann easy. Die legen gerade nochmal ein richtiges Massenwachstum hin.

Zum Abschluss gab es dann noch einen etwas älteren, aber dennoch einwandfreien Falschen Rotfußröhrling. Fest, keine Maden, kein Schimmel. Wenn's nur immer so wäre...

LG Christopher