Beiträge von Shroom!

    Hey,

    Dein Eichenmilchling sieht eigentlich nicht so aus als würde er es sein!

    Das müsste man genauer überprüfen - vielleicht ein L. zonarius.

    Möglich. Allerdings hatte keiner der FK Grübchen am Stiel. Vielleicht dann der Blasse Zonenmilchling?

    Egal was es am Ende ist, Erstfund bleibt es. Habe noch nie so viele Milchlinge abseits der Reizker gesehen wie in diesem Jahr. :)

    Der andere Milchling hast du den mal geschmacklich konsultiert ? Scharf bitter oder mild ?

    Und welchen rotbraunen Milchling meist du ? L. badiosanguineus - L.hepaticus - L rubrocinctus....

    Laut 123Pilzsuche L. Rufus / Mollis. Hast du was gegen die Einordnung? Passte makroskopisch und vom Standort (Weißtanne und Fichte) am besten. Ich lasse mich immer gerne korrigieren!

    Geschmacksprobe habe ich nicht gemacht. Da reicht's mir noch vom Langstieligen Pfeffermilchling aus dem Frühsommer, der ja noch relativ harmlos sein soll, was die Schärfe angeht.


    LG Christopher

    Guten Abend zusammen!


    Nach dem Temperatursturz und üppigen Regen in dieser Woche dachte ich mir, ich schaue mal zurück in mein Sommersteinpilz-Habitat, in welchem ich jüngst einige Erstfunde (Bronzeröhrling, Wurzelnder Bitterröhrling, Glattstieliger Hexenröhling, Anhängselröhrling) mit Massenwachstum verbuchen konnte. Da sich die vorkommenden Arten mittlerweile deutlich geändert haben, könnten ja in diesem sensationellen Waldstück nochmal Erstfunde warten. Und ja, das ist auch der Fall gewesen.


    An der Stelle, wo letztes Mal die Bronzeröhrlinge standen, steht jetzt der Riesenrötling. Und wie könnte es anders sein: Auch dieser tritt an der Stelle mit Massenwachstum auf. Geruch erinnert stark an den Maipilz, aber mit einer deutlichen süßen Komponente. Eigentlich gar nicht so unangenehm und doch tödlich giftig. Bisher hat sich die Art gut vor mir versteckt. Schön, dass es jetzt endlich geklappt hat.


    Direkt neben an, einmal über den Forstweg, standen zuletzt unzählige Glattstielige Hexenröhrlinge rum. Die Art hat sich nun verabschiedet, jedoch einen Nachfolger gefunden. Auch dieser ist zahlreich vertreten. Es dürfte sich hier um den Eichenmilchling handeln. Ob er es wirklich ist, hätte der Geruch bestätigen können. Leider war es derart eisig kalt, dass ich nicht wirklich was gerochen habe. Erstfund ist es glaube ich nicht, aber bewusst wahrgenommen habe ich die Art bisher nicht und auch nie danach gesucht. Hier war es das Massenwachstum, das mich aufmerksam gemacht hat. Der ganze Waldboden und sogar Teile vom Weg waren damit zugepflastert.


    Im Anschluss ging es dann noch zu meiner Lachs- und Fichtenreizker Plantage. Leider ist dort überhaupt nichts los. In meiner ersten Saison konnte man dort Körbeweise Reizker holen, doch dann wurde ausgeholzt und seitdem kommen dort keine Reizker mehr. Letztes Jahr habe ich es noch auf die Witterung geschoben. Dieses Jahr geht das nicht mehr. Da muss ich mir wohl neue Habitate erarbeiten. Schade drum.

    Ganz Pilz-frei ist das Waldstück aber nicht. Neben diversen Täublingen, die ich nicht genau identifizieren kann, hat es auch hier mit einem weiteren Milchlings-Erstfund geklappt: Der Rotbraune Milchling. Bei mir nicht so häufig zu finden, an dieser Stelle aber gerade sehr zahlreich vertreten.


    Auf dem Rückweg kam ich an einem Habitat für Judasohren vorbei. Wie zu erwarten war, freut sich die Art gerade über den Wetterumschwung.


    Auf dem Weg nach Hause gab es dann noch einen unerwarteten Fund am Straßenrand. Ein frischer Schwefelporling an einem Baumstumpf. Natürlich in Straßennähe nichts zum Verzehr, aber doch ein schicker Farbtupfer bei dem grauen Wetter.


    Aktuell regnet es wieder. Mal sehen, wie es weiter geht.


    LG Christopher

    Sommersteinpilze konnte ich in Oberschwaben auch keine mehr finden, die hatten bei uns (soweit ich das beurteilen konnte) nur ein ganz kurzes Zeitfenster im Juli.

    Glaube ich nicht. Vielleicht war es bei dir auch einfach so wie bei mir: Viele kleinere Schübe ab Ende Mai, die zwischen Mai und Juli hauptsächlich für die Schnecken waren. Erst danach blieb dann mal nennenswert was zum Sammeln stehen.


    Zudem meist Schubstart zwischen Montag und Mittwoch, sodass es für die Wochenend-Pilzgänger nichts mehr zu sehen gab. Der finale große Schub wurde hier auch entsprechend nicht besammelt und ich hatte alles für mich alleine. :D


    LG Christopher

    Leider bleibt es hier bis Ende September kalt, danach soll es nur zaghaft wärmer werden. Sommersteinpilze werden also ziemlich sicher nicht mehr kommen. Da es gleichzeitig etwas stürmisch ist, wird die Kälte da stark in den Wald vordringen. Hexen und Fichtensteinpilze kommen vielleicht nochmal, mal sehen.


    Reizker mögen es ja generell etwas kühler fürs Massenwachstum, da könnte es also durchaus mal wieder eine gute Saison geben. In meiner ersten Pilzsaison gab es noch Anfang Dezember Lachsreizker im Schnee zu bestaunen. Sogar noch junge, brauchbare Fruchtkörper. Das sah sehr hübsch aus.


    LG Christopher

    Hey,


    beim Riesenchampignon wäre ich dabei. Hutschuppung sieht typisch aus, Lamellenfarbe dem Alter entsprechend auch. Sollte kräftig nach Bittermandel / Marzipan duften. Ist das der Fall, dann ist es eindeutig.


    Hier ist die Artenvielfalt jetzt leider durch die Kälte zusammengebrochen. Jetzt kommen Stockschwämmchen, Spitzschuppige Stachelschirmlinge und erste Langstielige Knoblauchschwindlinge.


    Da es kalt bleibt und die Temperaturen in der Nacht schon in Richtung 5 Grad absacken, befürchte ich leider, dass es das erstmal mit Steinpilzen und Hexen war. Mal sehen, ob sich die Maronen Röhrlinge noch hervortrauen. Da gab es wie letztes Jahr bisher nichts Nennenswertes zu finden.


    Wenn das Wetter so bleibt, gibt's wahrscheinlich bald größere Ladungen an Reizkern und Mönchsköpfen zu bestaunen. Violette Rötelritterlinge könnten dann auch einen Frühstart hinlegen dieses Jahr.


    LG Christopher

    Hier gab es auch 10 Liter. Wenn ich Zeit habe, werde ich morgen mal schauen, was sich nach der Kälte der letzten Tage (12 bis 14°C) so im Hauswald verändert hat. Herbsttrompeten wären mal ne nette Abwechslung. Die wollten letztes Jahr nicht. Vielleicht klappt es ja heuer wieder.


    Edit: Sommerpilze haben sich bei der Kälte erstmal verabschiedet, wie es scheint. Fichtensteinpilze kamen bisher auch keine mehr nach. Generell keine Röhrlinge zu sehen. Täublinge sind nochmal zahlreich gekommen, das meiste aber schon wieder überständig. Die kamen wohl zeitig nach der ersten Runde Regen von Sonntag auf Montag.

    Stockschwämmchen gibt es gerade sehr viel. Hatte so ne Vorahnung und mir ne Dose mitgenommen. Knapp 500g sind es geworden. Die trockne ich jetzt mal, habe ich noch nie gemacht.

    Die langstieligen Knoblauchschwindlinge tauchen auch langsam auf, allerdings noch nicht sehr zahlreich. Nach denen werde ich dann wohl am Wochenende nochmal schauen.


    LG Christopher

    Erfahrungsgemäß dauert es dann ca. zwei Wochen, bis die Zersetzer fruktizieren

    Kann man bei denen auch nicht so allgemein sagen. Das ist schon von Art zu Art sehr unterschiedlich. Habe da recht gute Erfahrungswerte, da ich versuche alle zwei Tage in die Pilze zu gehen. Beispiele von populären Arten:


    Meine A. Augustus Stellen zünden fast ohne Ausnahme zwei Tage nach ergiebigen Regenfällen (erfahrungsgemäß ab 15 bis 20 Liter), sofern das Myzel in dem Jahr schonmal aktiv gewesen ist. Für den ersten Schub in einem Jahr kann es etwas länger dauern. Andere Champignon Arten brauchen nach meiner Erfahrung länger, aber in der Regel auch nicht mehr als 7 Tage.


    Die Riesen- und Safranschirmlinge sind da etwas unberechenbarer. Die brauchen mal wenige Tage, mal mehrere Wochen. Manchmal kommen sie erst, wenn man denkt, es sei nun schon wieder zu trocken. Für die schönsten Funde muss man bei denen entweder Glück beim Timing haben, oder täglich mal ins Habitat schauen.


    LG Christopher

    Kann man so genau nie sagen. Ich habe schon nach zwei Tagen dicke Steinpilze und andere schöne Dinge gefunden. Wenn die Fruchtkörper schon unter der Erde gelauert haben, kann das rasend schnell gehen. Manche Arten reagieren generell sehr fix auf Regen (z.B. Champignons, Perlpilze, einige Täublinge). Ich schau meistens am zweiten Tag nach Regen mal kurz in meinen Hauswald, spätestens am dritten Tag.


    LG Christopher

    Gut möglich ja. So ein Temperatursturz ist nach meiner Erfahrung aber auch für die wärmeliebenden Arten erstmal nicht weiter schlimm, solange er nicht zu lange anhält. Letztes Jahr gab es hier beispielsweise nach einem recht warmen Oktober im Hauswald in der ersten November Woche den letzten Sommersteinpilz-Schub. Zu dem Zeitpunkt war es auch schon ein paar Tage kalt geworden.


    Wenn das allerdings ein bis zwei Wochen anhält, dürften die Sommerpilze die Saison für beendet erklären. Bei mir wird es wohl darauf hinauslaufen. 11 bis 14 Grad sind für die nächsten 14 Tage angesagt. Immerhin mit regelmäßigem Niederschlag. Vielleicht klappt es ja dann endlich wieder mit den Maronenröhrlingen und Lachsreizkern. Die hatten letztes Jahr einen nahezu kompletten Ausfall.


    LG Christopher

    den Fenchelporling hab ich bisher wirklich ausschließlich an totem Fichtenholz gefunden. An Laubholz wär das schon was sehr außergewöhnliches.

    Schande über mich, du hast natürlich recht. Irgendwie hatte ich den als Laubholz Bewohner im Kopf. 8| Danke!

    Was die Optik betrifft, bleibe ich aber dabei, dass er dem Nadelholz Braunporling sehr ähnlich sehen kann. ;)


    LG Christopher

    Mit dem Strunk habe ich da eine eigene Theorie: Der untere Teil von Glucken hängt häufig im Erdreich oder Moos fest. Dort beginnen die Fruchtkörper gerne mal etwas Gammel anzusetzen, weil sich da die Feuchtigkeit extrem sammelt. Gut möglich, dass die Reaktionen auch davon kommen, wenn da nicht gründlich auf den Zustand geachtet wurde.


    Ich habe schon trocken liegende Glucken ohne Probleme mit einem Teil des Strunks verzehrt. Meist schneide ich aber den unteren Teil auch komplett weg, weil er idR. einfach nicht schön aussieht.

    Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich generell keinerlei Probleme mit der Verträglichkeit bei Pilzen habe.


    LG Christopher

    Es ist aber auch stark abhängig davon, wo man hinläuft. Heute war ich nochmal in eine andere Richtung im Mertinger Forst und habe genau gar nichts gefunden außer vereinzelt Gallenröhrlinge und Perlpilze. Erst am Rückweg, wieder im Gebiet von gestern, gab es dann nochmal eine Glucke, ein paar Fichtenreizker und einen Flocki.


    Ist schon interessant, wie das Wachstum auf ein Gebiet beschränkt sein kann, obwohl es gefühlt überall gleich feucht ist. Der Himmelsrichtung will ich es nicht zuschrieben, da beide Gebiete relativ flach sind.


    LG Christopher

    Guten Abend in die Runde!


    Heute Abend ging es noch zwei Stunden in den Wald. Besucht wurde der Hauswald und in einem anderen Wald das Habitat mit den vielen Sommersteinpilzen aus diesem Beitrag.


    Die 50 Liter Regen vor einer knappen Woche zeigen nun ihre Wirkung. Die Gelbporigen Raufüße sind wieder im Massenwachstum mit unzähligen Fruchtkörpern. Da konnte ich mir wieder eine schöne Handvoll gönnen.


    Mittendrin dann plötzlich eine große, aber noch feste und makellose Flockenhexe. In den Habitat, welches ich sehr gut kenne, ein Neuankömmling. Es könnte sich wieder mal um den Eichenflocki handeln.


    Dann der Wechsel in den zweiten Wald - das Sommersteinpilz-Habitat. Dort hatte ich ja letzte Woche den Erstfund vom Bronzeröhrling und dem Glattstieligen Hexenröhrling, jeweils mit Massenwachstum.

    Die Bronzeröhrlinge sind nochmal aktiv, allerdings nicht mehr mit Massenwachstum.


    Die Glattstieligen Hexenröhrlinge hingegen wachsen weiterhin sehr zahlreich mit wunderschönen Fruchtkörpern. Besonders jung ist die Art mit dem roten Hut eine echte Augenweide.


    Das beste kommt aber zum Schluss: Erstfund! Der Laubwald Anhängselröhrling. Und nicht etwa ein Exemplar, sondern HUNDERTE (nein, ich übertreibe nicht) in riesengroß und in jung. Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus etwa 10x10 Metern Fläche. Das Wachstum hat sich über etwa 100 Meter ohne Unterbrechung erstreckt. Sowas habe ich noch nicht gesehen.


    Damit ist 2024 ohne Frage mein bisher spannendstes uns bestes Pilzjahr. Bin echt gespannt, wie das noch weiter geht.


    LG Christopher

    Nette Sammlung. Der Schwefelporling räumt halt auf und macht Platz für neue Bäume. Befallene Bäume sind in der Regel vorgeschädigt. Je nachdem wie groß der Baum ist, kann der aber mit dem Schwefelporling noch viele Jahre weiterleben.


    Kleiner gut gemeinter Ratschlag: Übertreibe es nicht mit dem Verzehr vom Schwefelporling. Vor allem, was die Menge je Mahlzeit betrifft. Wenn man zu viel erwischt, wirkt er abführend. Bei den Exemplaren von Eiche und Buche etwas stärker ausgeprägt als bei Weide und Obsthölzern.


    Da es sich beim Schwefelporling auch um einen Heil- und Vitalpilz handelt (laut TCM förderlich bei entzündlichen Erkrankungen, Husten, Magenkrebs, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Rheuma), kann ich mir gut vorstellen, dass die Überdosierung dann auch irgendwie ungesund sein kann. Analogie zum Birkenporling: Super bei Magenleiden und Magen-Darm-Infekten, kann einem bei Überdosierung jedoch die Darmflora zerschießen wegen der antibiotischen Wirkung.


    Zur Zucht: Du weißt schon, dass man sich auch fertige Impfdübel für den Schwefelporling kaufen kann?


    LG Christopher

    Dass der Schwefelporling wie Hühnchen schmeckt, unterschreibe ich auch nicht. Der hat schon einen ganz eigenen Geschmack. Nach Schwefelporling halt. Der Geschmack ist durchaus eigenwillig, mich stört er aber nicht. Das Trocknen ändert an dem Geschmack nichts, man kann ihn nur abmildern, indem man ihn in Brühe einweicht statt in Wasser und ggf. danach etwas ausquetscht.


    Der Riesenporling hat da im Vergleich deutlich weniger Eigengeschmack, aber halt auch wieder ne ganz andere Konsistenz. Ganz jung erinnert er mich an einen fetten Fisch, ältere Exemplare gehen dann mehr in Richtung Rindfleisch. Habe daraus schon veganes Gyros und auch mal ein Gulasch gekocht. Das kommt ziemlich gut, besser als mit Schwefelporling.


    LG Christopher

    Ich hätte nie gedacht, dass Pilze so riechen können.

    Echt? Blumige Düfte sind bei Pilzen eigentlich gar nicht so ungewöhnlich. Bei den Speisepilzen fällt mir da z.B. der Mönchskopf ein. Mich erinnert der Geruch von der Art sehr stark an Flieder.

    Der Semmelstoppelpilz wiederum erinnert zumindest entfernt an Orangenblütenwasser.


    LG Christopher