Guten Appetit!
In geringen Mengen spricht nichts gegen den gelegentlichen Verzehr von Anis Champignons. Es ist ohnehin nicht ausreichend geklärt, in welcher Menge die aufgenommenen Schwermetalle letztlich im Verdauungstrakt wieder aus dem Pilz ausgelöst werden können.
Trotzdem gilt natürlich "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Also Mengen gering halten und nicht zu oft im Jahr. Zusätzlich Standorte meiden, wo eine hohe Belastung tendenziell wahrscheinlicher ist. Beispielsweise in unmittelbarer Nähe von Straßen und Ortschaften, Industrie oder landwirtschaftlichen Flächen.
Ich sammle Anis-Champignons deshalb ausschließlich im tiefen Wald und niemals auf Wiesen und sonstigen Flächen.
Wenn man Stellen von den rötenden Waldchampignons (Blutchampignons) kennt, lohnt es sich, eher auf diese den Fokus zu setzen. Die Arten nehmen deutlich weniger Schwermetalle auf und gelten in der Hinsicht auch in größeren Mengen als unbedenklich. Leider treten die Arten nicht so häufig in Erscheinung wie die diversen Anis-Champignons.
LG Christopher
