Man will doch möglichst viel herausfinden, um das Wissen zu erweitern. ![]()
Beiträge von Thorwulf
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Moin,
für mich sieht das dortige Substrat nach Mehrschicht-Leichtbauplatten aus, dies ist eine Kombi aus Holzwolle und Bindemitteln auf mineralischer Grundlage mit Hartschaum od. Mineralfaser als "Zugabe", jedenfalls ist Holz dabei/im Spiel und bei Vorliegen der weiteren wichtigen Parameter ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Pilz auch auf so etwas ansiedelt.
Schönen Sonntag!
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Außerdem können die Flechten sich ja unsichtbar machen!
Habe ich eine interessante Flechte in Augenhöhe entdeckt und schaue kurz woanders hin, schwupps, ist sie weg und ich sie muss erneut suchen, obwohl ich weiß, wo sie sein muss.
Das ist manchmal wie verhext!
[...]Wow, ist dem so? Das wird ja höchstspannend.
Irgendwann muss ich mir diese Lebensform wohl doch mal vorknöpfen...
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Die 3. Runde von INCREASE CSE ist nun abgeschlossen, mehr als 9.000 Teilnehmer aus ganz Europa sind an Bord, einer davon ist meiner einer….
Sechs Bohnensorten werden hier verteilt und bewertet. Bin schon gespannt, welche Sorte ich bekomme und wie sich diese so macht….
Im Gemüse-/Kräutergarten ist schon alles vorbereitet.
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Aber klaro würde ich auch Saprobionten suchen/begutachten - man nimmt aktuell alles, was sich so findet/man so kriegt....


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Erstaunlich finde ich ja auch, dass selbst in solchen felsigen Terrains sich dann doch das eine und andere Gehölz ansiedelt. Da müsste man doch möglicherweise auch den einen od. anderen Pilz finden können, oder?

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N’abend Martin,
so wie Du die Flechten hier zeigst, bekommt man richtig Lust, sich diese Lebensgemeinschaft auch mal ein bissl genauer anzuschauen. Ich kenne mich da ja leider Null aus, aber mich fasziniert dort alleine schon das Spektrum an nahezu allen Farbnuancen, die wo's gibt.
Dann viel Spaß u. Erfolg mit dem fuchsigen Exemplar!

LG
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N'abend Martin,
Deine Felsengärten sind anscheinend ein Lichen-El Dorado.

Wirklich sehr schöne Foto-Doku von Landschaft, Panorama u. den bunten, farbenreichen Flechten! DANKE!!
LG
PS: Titel-Thema gefällt mir auch....eine Reminiszenz an Hermann Hesse....

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Hallo Pilz- u. Botanik-Begeisterte mit künstlerischem Interesse,
heute wird in Rudolstadt eine Ausstellung botanischer Illustrationen eröffnet: Plantae Selectae - Gestern und heute
Mitglieder des neu gegründeten Vereins für botanische Kunst Deutschland e.V. stellen dort in der Historischen Bibliothek Altes Rathaus, Rudolstadt, ihre Werke neben historischen Illustrationen aus der Historischen Bibliothek Rudolstadt und der Gesellschaft für Buchkultur e.V. aus. Die Vernissage geht bis zum 19. Mai 2023.
LG
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Maria Hallo Maria,
solch eine Vorlesung dürfte wohl recht einzigartig sein, was aber auch an der Person von Franz Oberwinkler mit liegt.
Von einer seiner Schülerinnen, Meike Piepenbring, gibt es aber auch interessante digitale Lern- u. Lehrmaterialien zur Mykologie, nämlich unter diesem Link: Mykologie-Lernmaterialien
LG
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lamproderma u. alle anderen: Es gibt anscheinend sogar noch eine Homepage von ihm mit einigen interessanten Veröffentlichungen.
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Hallo Stefan, hallo Michael,
ich hab dort ja bislang nur mal ein bissl kreuz und quer reingeschaut, aaaber
a) wie Franz Oberwinkler die einzelnen Themen und insbesondere die Details dazu erklärt, so hätte ich es mir damals von meinem Bio-Dozenten gewünscht und
b) man möchte hier gleich alle Aufzeichnungen im Marathon od. in Jugend-Sprech Binge watching durchschauen.

Schöne Grüße!
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N'abend in die Sonntagsrunde.
Wohin mich vorhin (Nachmittags) eine Google-Suche bezogen auf Ökologie und Holzzersetzung führte, zu einer spannenden Vorlesungsreihe von Franz Oberwinkler an der Uni Tübingen: Vorlesung "Evolution und Ökologie der Pilze"
Möchte ich Euch nicht vorenthalten, evtl. kennt aber der eine und andere schon diese Aufzeichnungen. Ich hab gerade erstmal in einige Aufzeichnungen reingeschnuppert und bin "verzückt".

Schönen Abend!
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Ein mittägliches fröhliches Hallo in die Runde der Interessierten!
Der dort vorhandene Erlen- u. Eschenbestand (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) sowie die Eichen-Ulmen-Eschen-Gesellschaften, wie diese für manch andere Auengebiete auch typisch sind, geben - wie Schupfi hier zuvor anführte - schon entsprechenden Aufschluss mit welchen Pilzgattungen man rechnen kann. Man wird hier weniger Mykorrhizapilze finden, kann dafür aber mit dem Vorkommen vieler stickstoffliebender Arten rechnen, und man wird auch eine große Anzahl an holzbewohnenden Pilzen finden können.
Interessant finde ich dann wiederum, welche Kenn- und Trennarten es zwischen dem Erlen- u. Eschenbestand und Querco-Ulmetum möglicherweise gibt; bei Winterhoff (Die Großpilzflora von Erlenbruchwäldern, 1993) fand ich dazu Folgendes (Kenn- u. Trennarten des Querco-Ulmetum, die dem Erlen-Eschenbestand fehlen, deutsche Namen hab ich jetzt mal für den einen und anderen dazugeschrieben):
Agaricus gennadii - Scheidenegerling
Agaricus subfloccosus - Flockiger Champignon
Amanita solitaria - Stachelschuppige Wulstling
Amanita strobiliformis - Fransiger Wulstling
Disciotis venosa Aderige - Morchelbecherling
Entoloma moserianum
Entoloma saundersii - Silbergrauer Rötling
Funalia trogii - Blasse Borstentramete
Marasmiellus albus-corticis - Schneeweißer Zwergschwindling
Morchella esculenta - Speisemorchel
Psathyrella melanthina - Laubholz-Mürbling
Russula delica - Gemeiner Weißtäubling
Schönen Sonntag allen!
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N'abend Schupfi,
die alljährliche Flutung wird hier schon auch einen gewissen Einfluss auf die Pilzflora haben. Interessant ist da dieser Beitrag gerade weil er noch das Terrain zu einer Zeit beschreibt, wo es dieses Flutungsgeschehen noch nicht gegeben hat. So eine Betrachtung über einen gewissen längeren Zeitraum kann schon höchstspannend und erkenntnisreich sein.
Auch Vergleiche zu ähnlichen anderweitigen Gebieten/Terrains finde ich interesant. So stand H. Kreisel z.B. mit W. Winterhoff in engem, regen Austausch und W. Winterhoff hat in der nordbadischen Oberrheinebene die dortige Pilzflora beobachtet. Der Hinweis im Buch-Kreisel-Beitrag auf die Lorcheln (S. 3 im pdf) geht darauf kurz ein.
LG
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Bin bei ein bissl Recherche auf folgenden interessanten Beitrag von R. Buch u. H. Kreisel gestoßen: Höhere Pilze der Leipziger Auenwälder
Schönen Samstagnachmittag!
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Der Leipziger Auwald wird aber marketingmäßig recht gut verkauft: ...einer der bekanntesten und eindrucksvollsten Auwälder in Deutschland
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[...]
Das Waldbad Lauer, war da noch Kuhweide und das Gebiet des Kulkwitzer See noch ein Angelparadies mit 25 Lehmgruben und etwas Wald.
Wenn es da schon ein wenig auwaldmäßig gewesen war, müsstes Du dort doch auch schon mal Microstoma protractum begegnet sein, oder?!
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Dankeschön Schupfi für die ortskundigen Einblicke!
Ich sehe diese Umsetzung dort auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber letztlich ist diese künstliche Flutung schon eher zu begrüßen als zu kritisieren. Diese Aktion wäre natürlich unnötig, hätten nicht unsre Ur-Ur-Großeltern hier in die Natur eingegriffen, aber es ist/war auch verständlich, warum diese es damals für nötig erachtet hatten.
Sei's drum: Es ist nun so wie es ist, wir können nur draus lernen…. Ich finde es immer "bemerkenswert", dass dann bei solchen Projekten/besonderen Terrains alle stets Flora u. Fauna im Fokus haben, aber anscheinend fällt das Reich der Pilze mal wieder hinten runter, zumindest auf der Seite der Öffentlichkeit. Ich finde es daher gut, dass es zumindest solche "Hobby-Pilzler" wie Dich, mich und andere hier gibt, die dann dort schon mal die Pilzflora ein wenig untersuchen und es dokumentieren.
Ich mach da jetzt in einen anderweitigen "besonderen Terrain" (Wismuthalden) ähnliche Erfahrungen und finde, da sollte man allgemein mehr unternehmen, um solches zusammenzutragen und vielleicht auch etwas mehr in die Öffentlichkeit zu bringen.
Danke sehr nochmals + LG
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Nun ja, die künstliche Flutung des Leipziger Auwalds beginnt heute: Auwald-Flutung
Ulmus minor erobert sich das Terrain allmählich, interessant wäre, wie sich dieses Gelände mykologisch entwickelt/darstellt.
Schupfnudel Warst Du dort nicht schon mal im Feld?
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Hallo Schrunz,
du könntest auch noch schauen, welche Pilze in dem Gebiet bisher kartiert worden sind. Mit ein bisschen Glück lassen sich so Rückschlüsse auf dein Gebiet ziehen.
VG, Lütte
Wer schon ein bissl bewandert bzw. so "unkundig" wie viele von uns hier ist, kann aus Kartierungsdaten mit entsprechender vegetationsökolog. Ein- u. Zuordnung recht gut Rückschlüsse ziehen bzw. hätte damit zumindest eine grobe Orientierung.

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Auf nein Wald!
Uh widdr naus.

