Beiträge von Thorwulf

    Hallo Rika,


    vielen Dank für die Aufklärung! :daumen:


    Da hab ich jetzt bislang die ganze Zeit über immer gemeint, dies seien die ersten Stechmücken….. Wieder was dazu gelernt. :)


    Ich hab dafür heute aber noch andere Vorboten des Erstfrühlings entdeckt, im Auengebiet an einer Uranerz-Tagebauanlage: Anemonoides nemorosa, Syn. Anemone nemorosa


    Hier die Buschwindröschen:



    Hier die Uranerz-Tagebauanlage:



    Und im Vogtland (700 m ü. NHN) fand ich heute mit anderen Pilzfreunden noch Gyromitra esculenta, syn. Helvella esculenta:



    Schönen Samstagabend!

    Heute zu tausenden gesichtet: Petasites hybridus (L.) G. Gaertn., B.Mey. & Scherb., Syn. Petasites officinalis Moench im bergbaubedingten, trockengelegten Feuchtgebiet mit Fließgewässer und Auencharakter.


    Die Bach-Pestwurz gehört mit zu den ersten Frühjahrsblühern und die Bienen dürften sich da sehr freuen. :)




    Timm seine Fotos erkennt man m.E. recht gut u. schnell und dass er in diesem Wettbewerb immer sehr weit vorne liegt bzw. meistens/sehr oft die Siegertrophäe holt ist m.M.n. verdient.


    Aber für mich ist es immer eine Freude hier so viele unterschiedlichste Fotos zu betrachten.... dies hat schon fast etwas von einem Gratis-Bildband mit einer seeehr breiten Palette an Pilzartenaufnahmen.


    Dafür DANKE an alle, die sich hier beteiligen! :daumen:

    Hallo Steffen,


    bei Wismut-Abraummaterial wär ich jetzt auch etwas vorsichtig, wenn nicht ganz klar ist, welche evtl. Belastungsstufe es dort geben könnte. Wobei eigtl. nur zu Zeiten der DDR das richtig belastete radioaktive Material verwendet wurde, vorwiegend zum Bau von Straßen, Wegen und Plätzen, und auch als Zuschlagstoff für verschiedene Baumaterialien und für Fundamente von Wohnhäusern.


    LG

    N’abend Simon,


    eine sehr schöne Gegenüberstellung! :daumen: Vielen Dank!


    Tilia-Exemplare begegnen mir jetzt eigtl. mehr mit Maserknollen als mit Zwieseln, also mit Wucherungen durch den massenhaften Austrieb von schlafenden Knospen, wo die ganzen Triebe jedoch meist schnell wieder zugrunde gehen, aber solche Dinge würde ich jetzt für eine Bestimmung auch niemals überbewerten.


    Möglicherweise bekommen wir hier noch in einer zweiten Runde eine finale Klarheit, wenn dann die Vogtland-Kerlchen hier in die Blüte eintreten. Dann scheinen die Hasel-Kleiebecherlinge dort auch möglicherweise nicht nur Corylus u. Alnus zu besiedeln, sondern noch dazu eine Tilia-Art. Wär ja was Sensationelles. :)


    Für heute Ade!

    N'abend Simon,


    ich bin hier im Grunde ganz sehr nah bei Dir. Von dem Borkenbild sehe ich in den Aufnahmen vom Eingangspost mittlerweile mehr Tilia × europaea als Corylus colurna, wobei jetzt Dein Exemplar von Parkplatz-Corylus colurna wirklich ein armes Kerlchen ist und vom Borkenbild her auch nicht der Baum-Hasel-Archetyp ist.


    Allerdings ist die Unterscheidung anhand der Knospen u. Zweiglein ein bissl schwierig, insbesondere weil die Natur bei Corne im noch mehr od. weniger winterlichen Vogtland ein bissl hinterher hinkt. Will sagen: die im Vergleich zur Tilia deutlich bewimperten Jungtriebe bei der Baum-Hasel können wir hier möglicherweise nicht zur Unterscheidung heranziehen.


    Dummerweise blühen aber sowohl die Lindenbäume und auch die Baum-Hasel nahezu zeitgleich, wahrscheinlich auch im kälteren Corne-Gebiet, wenn's dann mal soweit ist. Aber erst mit den Blüten hätte man hier ein brauchbares Unterscheidungsmerkmal.


    Corylus colurna, die über 3 - 4 m hinauswachsen, weisen auch oftmals eine Art von Zwieselbildung auf, so wie ich sie zumindest auf der einen Aufnahme vom Eingangspost an einem Baum dort auszumachen meine. Bei Tilia ist dies eher unwahrscheinlich.


    Hinzu kommt ja nun auch noch, dass wir es nun wohl doch mit Hasel-Kleiebecherlinge zu tun haben, so dass dies ja was ausgesprochen Neues wäre, solche an Tilia vorzufinden.


    Ich bin halt noch nicht so restlos überzeugt, lasse mich aber auf die Theorie, dass wir diesen Fund auf Tilia × europaea haben, gerne ein.


    Frühlingsabend-Grüße aus dem Thüringer Vogtland :)

    Hallo zusammen,


    die Knospen von den gängigen Tilia-Arten u. Corylus colurna sehen sich dummerweise recht ähnlich, wobei die jungen Triebe von Corylus deutlich bewimpert sind, was ich hier nicht sehe. Finale Klarheit würden hier die Blüten bringen, aber ich bin von einer Linde hier noch nicht überzeugt.


    Sonnige Grüße in die Runde!

    Das "Problem" der Fundortangabe ist meiner Meinung nach aber auch eher überschaubar. Typischerweise macht man beim Pilzekartieren ja keine großen Strecken, sprich man bleibt im Normalfall in einem MTB-Viertelquadranten. Und dank dem bequemen Tool der Orchideenleute ist der entsprechende Viertelquadrant dann auch in zwei Mausklicks ermittelt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    es gibt auch noch dieses praktische Online-Tool zur Koordinatenumrechnung: Koordinaten-Umrechner


    Wurde mir von den Botaniker-Kollegen mal empfohlen.


    Viele Grüße!

    Hmm, durchaus wär da noch Tilia × europaea denkbar, wenn ich mich wie Ingo davon trenne, dass wir Encoelia furfuracea i.d.R. nur auf Corylus u. Alnus vorfinden bzw. möglicherweise noch eine anderweitige Pilzart im Spiel ist.


    Tilia × europaea, auch als Holländische Linde bekannt, ist auch ein weit verbreiteter Straßen- u. Parkbaum hierzulande mit ähnlichem Wuchsbild wie die Baum-Hasel. Und das Borkenbild würde zu dieser Sorte auch mit passen.


    Corne muss jetzt lösen. :kaffee:;)

    My dear, I'm just afraid that the audio book will be in English as well. :D


    Ein Tropenhaus bei Steffen würde auch sofort meine Unterstützung finden. Ich hätte gleich ein Hygrometer zur Hand, zur Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit. ^^

    N'abend Sandra,


    Dicksonia antarctica ist eher was für Tropenhäuser als Gewächshäuser. Die Sorte kann milde Frostperioden schon überstehen, aber im Vogtland gibt es solche Klimaverhältnisse m.W. bisher noch nicht.


    Das Buch "Around the World in 80 Trees" kann ich nur empfehlen. :) Gibt's auch schon für günstiger als Tb-Ausgabe beim "großen Versandhändler".


    LG


    PS: Ach so, der Stamm übrigens ist kein Stamm sondern vielmehr handelt es sich hierbei um verlängerte Rhizome; der Baumfarn stützt sich somit mit sprossbürtigen Wurzeln bzw. einem Wurzelstock.

    Hallo Corne,


    ich tippe auf die Purpur-Erle (Alnus x spaethii), eine gärtnerische Hybride aus Alnus japonica und Alnus subcordata. Rindenbild und Habitus passen recht gut dazu. Es handelt sich um eine schnellwüchsige Kulturform, die als Park- oder Straßenbaum eine gewisse Verbreitung gefunden hat. Encoelia furfuracea wird zwar überwiegend auf Corylus avellana gefunden, kommt aber offensichtlich auch mit vielen Alnus-Arten und möglicherweise auch mit Alnus-Hybriden, wie der Purpur-Erle, zurecht.


    LG Ingo

    Hallo Ingo,


    Dein Vorschlag gefällt mir sehr!


    An Alnus x spaethii hab ich hier auch mal kurz gedacht, aber neben anderen Merkmalen sieht die Wuchsform für mich mehr nach Corylus colurna aus.


    Zudem blüht die A. x spaethii schon im Jan., die C. colurna hat ihre Blütezeit erst jetzt.


    Und im Allgemeinen ist C. colurna im städtischen Terrain letztlich noch weiter u. über längere Zeit verbreitet als A. x spaethii; diese Erlenart ist erst seit Ende der 90er Jahre bei der Stadt- u. Parkbegrünung mit dabei.


    Ich bin schon gespannt, was Corne hier noch herausfindet.


    Einen schönen Sonntagabend Euch!

    Hallo Martin,


    Dein Bild Nr. 2 ist für mich verräterisch bzw. aufschlussreich, sowohl was ich dort am Querschnitt erkennen kann, als auch am borkenlosen Holz und den Borkenstücken.


    Neben dem Sammeln eigener Erfahrungen über Feldstudien, Beobachtungen usw. kann ich auch nur empfehlen, manch öffentliche Forschung etwas zu begleiten bzw. dort immer mal mit reinzuschauen. Interessant ist da bei Totholz z.B. BELongDead, u.a. auch weil dort die Mykologie als Disziplin mit am Start ist und somit die Pilze mit betrachtet werden. :)


    Ansonsten kann man aber manches Totholz letztlich nur mit dem Mikro "dingfest" machen, leider aber auch nicht jede Art.


    LG

    Hallo Martin,


    ich wär mir nicht sicher, dass dies ein Laubbaum war. Bei den Aufnahmen bzw. anhand der Ausschnitte hätte ich jetzt eher an Picea (Fichte) gedacht…. Und da wär dann Antrodia serialis wieder denkbar/im Spiel....


    LG

    Hallo Corne,


    dürfte die Baum-Hasel (Corylus colurna) sein. Diese Haselart findet sich in zahlreichen Städten bei uns. Sie wurde früher gerne als "Straßenbaum" gepflanzt und gerade ältere Exemplare sieht man in unsren Städten recht oft. Die Baum-Hasel ist eine sehr robuste Baumart und für das Stadtklima bestens geeignet; sie hat relativ geringe Ansprüche an den Boden und die Umwelt und verträgt auch Trockenheit und Dürreperioden.


    Viele Grüße