Beiträge von LilaAuster

    Musst zusehen das die auch im Sommer noch feucht bleiben, während der Durchwachszeit. Ansonsten kannst die ab dem letzten Frost bedübeln! Ich hab auch ein paar Stämme im Garten, die haben dieses Jahr aber noch nicht gefruchtet und bei einem hat sich ein anderer Pilz ausgebreitet....

    Von ersten Ansätzen bis voll erntereifen Fruchtkörpern vergeht in der Regel nicht viel Zeit bei Austern, die sind fix. 7-10 Tage schätze ich. wenn es kalt ist, auch schon mal mehr Zeit, aber wir stellen ja immer nur ein mal kurz kalt um die Fruchtung einzuleiten, danach gibt es wieder höhere Temperaturen.

    Du kannst dir das mit dem Sauerstoffbedarf eigentlich vom natürlichen Lebensraum ableiten. Die Auster besiedelt den Stamm. Unter der Rinde gibt es wenig Sauerstoff, das Mycel wächst trotzdem (etwas Sauerstoff braucht es, also in den Beuteln immer genügend Luft lassen und auch Belüftungsöffnungen vorsehen!). An den Stellen wo die Rinde aufbricht, kommt Sauerstoff ran und vor allem sinkt der CO2 Spiegel. Hier fruchtet dann das Mycel automatisch. Das Gleiche machen wir mit den Schnitten im Beutel. Vorher aber den Bereich des Beutels mit Luft drin Platt drücken und fixieren mit Klebeband, so das wirklich nur an den Schnittstellen Luft an den block kommt. Sonst gibt es nebenfruchtungen im Beutel, auch nicht richtig schlimm, da die am Ende eh verkümmern. Aber verschenkte Energie ist verschenkte Energie. Die Schnitte brauchen nicht groß sein. 5-10 cm, je nach Beutelgröße.


    Hier siehst was ich meine:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Du kannst im Internet unter "oyster mushroom shotgun " Beispiele für die Box finden. Z.B. hier:

    How To Build A Shotgun Fruiting Chamber (SGFC) in 5 Easy Steps - FreshCap Mushrooms
    A SGFC, also known as a shotgun fruiting chamber, is one of the cheapest, easiest and quickest ways to get a suitable mushroom growing environment.
    learn.freshcap.com


    Ich hatte vor ca. 7 Jahren den ersten Anflug von Pilzzucht, aber dann wieder fallen gelassen. Wirklich intensiv geht es jetzt erst seit ca. einem Jahr bei mir zu. Du findest dazu auch enorm viel auf Youtube. Internetseiten sind eher Mau, aber auf Youtube findest im englischsprachigen bereich wirklich enorm viel Infos, gerade zu Austern.


    Ich hab die Boxmethode selber noch nicht funktionierend nutzen können, bis jetzt hatte ich immer zu wenig Löcher. ich hab gerade eine Black Pearl Oyster Kiste in mein ventiliertes Zelt gestellt, weil sie keine Hüte ausbilden wollten bei geschlossener Box. Im Zelt legen die jetzt RICHTIG los, die Fruchtkörper sind jetzt schon über zehn cm lang, und noch voll im Wachstum.


    Generell hab ich sehr viel experimentiert und auch sehr viele Misserfolge gehabt. Davon konnte ich aber auch sehr viel lernen und weiß jetzt was definitiv NICHT geht.

    Und noch ein Nachtrag, es sieht so aus als hättest du deinen gesamten Subtstratblock ausgepackt. Das ist kontraproduktiv bei Austern aus mehreren Gründen. Es bilden sich potentiell viele viele Primordien, die dann auch zum Großteil zu Frucktkörpern werden. Auf Grund der hohen Anzahl werden die Fruchtkörpe aber eher klein. Wenn das Wachstum auf weniger FK begrenzt ist, werden die schön groß. Der Ertrag in Gewicht kann dadurch auch steigen. Außerdem trocknet durch die große freie Oberfläche der Block viel schneller aus. gerade für mehrere Erntewellen denkbar ungünstig. Die beste Lösung ist es den Beutel richtig enganliegend festzukleben und dann an definierter Stelle 1-3 Schnitte mit dem Messer zu setzen. Hier kommt dann Sauerstoff ans Mycel und der Pilz wird hier fruchten. Schön kontrolliert und auch viel einfacher zu ernten.


    Für die nächste Erntwelle die Schnitte zukleben und möglichst weit entfernt an anderer Stelle erneut Schnitte setzen (dazwischen 10-14 Tage Ruhepause).

    Deine Ausführungen sind wirklich sehr lehrreich! Habe den Deckel der großen Box verschoben, damit mehr Luft ran kommt. Die Luftfeuchtigkeit kontrolliere ich täglich. Kann sowohl mit einem Ultraschallvernebler als auch mit Sprühflasche nachsteuern. Wieviel Licht braucht der Austernseitling denn in der Fruchtungsphase? Viel kommt durch das Fenster nicht in den Kellerraum. Könnte alternativ unter das Dach ausweichen. Dort ist durch ein großes Fenster mehr Licht und eine konstante Temperatur von um die 16°C. Die Fruchtungsphase hatte ich übrigens mit einer Nacht bei 5°C auf der Terrasse versucht einzuläuten. Offensichtlich also erfolgreich.

    Mit den Judasohren ist das so eine Sache. Ich habe hier in Nähe Rosenheim vier bis fünf bekannte Stellen, die ich regelmäßig abgehe. Zum Teil finde ich nichts, wo auch schon Wolkenohren waren. Im November gab es fast überall eine starke Fruchtung und die größten Ohren hatten bis 7 cm im Durchmesser. Nach meiner Erfahrung halten sie auch Frost aus. Eingetrocknete Ohren am Baum erholen sich nach zwei Tagen Regen. Wenn sie sehr labrig sind, warte ich einen regenfreien Tag ab und sammle dann. In Buchloe gibt es ein paar Stellen, da wachsen sie zuverlässiger fast das ganze Jahr nach.
    Agar, Ahornirup und Agavendicksaft habe ich da. Müsste bei mir im Kliniklabor fragen, ob die Petrischalen haben. Ansonsten Apotheke? An sterile Pinzetten, Scheren und Skalpelle sowie Desinfektionsmittel komme ich immer. Zu den STA habe ich auch schon mal Videos angeschaut, wie man die bauen kann. Wäre dann was, wenn ich erste Zuchterfolge mit der Pilzernte geschafft habe. Bin jetzt erst einmal unglaublich glücklich, dass überhaupt was kommt.

    Ich befürchte das das nicht reichen wird an Luft. Das zirkuliert da drinnen ja so nicht wirklich, du müsstest unten noch Löcher bohren, aber nicht zu tief, damit du im Bedarfsfall noch deine Perlit/Blähtonschicht in stehendem Wasser realisiern könntest. Vorsicht beim Bohren, das Zueg zerbricht schnell (frag nicht woher ich das weiß....).


    Als Nährstoff im Medium zum Klonen würde ich Malzextrakt nehmen, das mag so ziemlich ejder Pilz. Kriegst bei den Hobbybrauern, 500g kosten nicht die Welt. Und falls es nichts wird kannst dir n bischen Hopfen kaufen und Bier draus brauen ;) .

    Da brauchst nicht lange warten, das sind defintiv die ersten Fruchtkörperansätze. Was allerdigns auch gleich auffällig, ist das längliche Wachstum, was auf CO2 Überschuss hindeutet. Austern sind da extrem anfällig, die brauchen viel Frischluft. Hast du die in einer geschlossenen Box? wenn ja, Löcher rein! Viele! Das Problem ist, wenn die Luft zu trocken wird durch die Frischluft, sterben dir die jungen Fruchtungen schnell ab bei Austern. Deshalb sind die Austern so schwierig zu züchten, obwohl sie "eigentlich" so einfach sind. Du kannst dem entgegen wirken, indem du den Boden der Kiste mit Perlit/Blähton oder ähnlichem bedeckst und selbiges dann schön mit Wasser begießt, so das es halb im Wasser steht. Der Substratblock darf da natürlich keinen direkten Kontakt mit haben, sonst Schimmel oder andere Konti.


    Das Klonen der Judasohren würde ich nicht über Nährlösung probieren, sondern über Agar-basiertes Medium in einer Petrischale. Da hast du dann zwar auch schnell Kontis mit drauf, kannst aber dann aus dem Randbereich des gewachsenen Mycels, von der Unterseite des Mediums, oft ein unbefallenes Stück abschneiden und dann überimpfen auf eine weitere Petrischale. Das muss man dann evtl. ein paar mal wiederholen, bis man alle Kontis raus hat, aber so funktioneirt es. Hierfür brauchst du aber zwingend eine STA (Still Air Box). Sonst fängst dir jedes mal was über die Luft ein.


    Rein vom optischen her wirkt das Glas unten so als wenn es eine bakterielle Kontamination hätte (kann man natürlich nicht 100% sicher über das Foto bestimmen). Hab gerade bestimmt 10 Gläser Körnerbrut deswegen entsorgen dürfen und ein paar warten noch auf ihren Abgang. Anzeichen dafür sind Flüssigkeitsansammlung und zögerliches Besiedeln von Passagen im Medium, während es drumherum viel schneller geht. Auch das Auslassen voin kleinen Stellen zeigt meist Bakterien an. Wenn man sich sehr sicher ist, kann man das Glas auch mal aufmachen (spätestens jetzt fängt man scih aber dann häufig was ein...) und dran riechen. Riecht es irgendwie unangenehm, fruchtig, Aceton-artig, Chemisch und nicht 100% pilzig, dann kann man das weg schmeissen. Nicht versuchen zu retten, das wird nichts. Habe ich auch am eigenen Leib erfahren dürfen. Habe ich schon soooo oft probiert weil "95% ja ganz normal besiedelt waren". Das geht dann am ende schief und man kann den Block, den man mit viel Mühe hergestellt hat, wegschmeissen.


    ich hab übrigens gerade letzten Freitag Judasohren gesucht und kein einziges gefunden. Wird hoffentlich noch!


    Nachtrag: Ich sehe gerade das das Glas erst 2 Tage alt ist, dann kannst mein Geschreibsel bzgl. Bakterien erstmal als Allgemeingültig, aber nicht auf dein spezifisches Glas bezogen abhaken. Denn dafür ist das Glas zu jung, da muss das so aussehen wie bei dir.

    Das grenzt dann ja schonmal ganz gut das Flüssigmyvcel als Quelle aus. Das ist das wichtigste. Wenn die Holzpellets alle kontaminieren, dann liegt das höchstwahrscheinlich an denen. Hast die mit kochendem Wasser rehydriert und dann ein, zwei Stunden eingepackt stehen lassen? Wenn nicht, nächstes mal machen.


    Zusätzliche Nährstoffe gibst keine zu? keine Kleie oder Haferflocken oder sowas?


    Du kannst die kontaminierten Blöcke auch nehmen und im Garten eingraben. So zwei cm Erde drüber, evtl. im Blumentopf, das schützt etwas vor Nematoden. Habe ich mit meinen kontaminierten Austern gemacht, die haben jetzt im Herbst und Winter ALLE gefruchtet!

    Licht wirkt sich eher auf Farbe, als auf die Wuchsform aus. Hier in diesem Fall ist es der Klassiker, zu viel CO2.


    Sorge für mehr und bessere Belüftung und die Wuchsform normalisiert sich.


    Austern sind extrem sensitiv, was CO2 angeht. Black Pearl Oyster und Kräuterseitling z.B. mögen viel CO2, dann bilden sie schön dicke und fleischige Stiele. Shiitake kann auch relativ viel CO2 ab. "Normale" Austern hingegen nicht. Die werden dann zäh und langstielig.

    Du hast da eine Kontamination.


    Sind deine Substrate autoklaviert, heisst im DKT sterilisiert?


    Falls nicht, kann die Konti überall her kommen. Falls dein Substrat steril sein sollte, könnte die Konti bereits im Flüssigmycel stecken. Sowas breitet sich dann zusammen mit dem Pilz aus und kommt erst dann sichtbar zum Vorschein, wenn die Umgebungsbedingungen stimmen, meistens um zu fruktifizieren. Das tut es ja auch scheinbar bei dir, da es ja Sporen zu bilden scheint.


    Was ich damit sagen will, nur weil du es erst jetzt siehst, heisst es nicht, das es nicht schon von Anfang an mit in deinem Substrat gewesen sein kann.


    Ich selber habe sowas noch nicht gehabt. Ich habe massenhaft Blöcke an unseren Freund den Grünschimmel verloren, den roten hatte ich zum Glück noch nicht. Bakterien und Hefen habe ich mitlerweile auch genügend durch gehabt... aber rot bzw. orange, das wäre was neues. Möchte ich aber ehrlich gesagt nicht haben.

    Immer mit der Ruhe. Ich werde das, inzwischen von den Kindern getaufte Kellermonster, heute noch näher untersuchen und dabei auch aufschneiden, falls es bis dahin nach dem ganzen Trubel der inzwischen um es gemacht wird nicht weggelaufen ist. ;-))
    Ich vermute mal das Tuppie's Theorie mit den nach oben gerollten Hut gut passen könnte.

    Die Kinder haben inzwischen auch noch Fotos (die haben einfach die besseren Handys) davon gemacht.


    Das Pilzding aus dem Gewölbe



    Es könnte ein 80er Horrorfilm sein!


    Obacht bei der Obduktion, nicht das du da was aus seinem Schlaf erweckst!

    Ich finde es sehr traurig das man immer wieder dazu genötigt wird sich für das Interesse an naturheilkundlichen Mitteln zu rechtfertigen und das man sofort in die Vollidiotenecke gestellt wird.

    Die wachsen auch noch nach komplettem durchfrieren munter weiter, ich hatte gerade so einen Fall mit meinen Austern auf dem Balkon. Die Fruchtkörper waren steinhart gefroren. Für ne Woche. Danach Tauwetter und noch ne Woche später doppelt so groß und Erntezeit. Waren lecker. Deine sind auf jeden Fall noch Jungspunde, ruhig noch 5-10 Tage geben (muss man beobachten...).

    Welche Arten sind, neben dem Parasol, denn generell gern genutzte Speisepilze unter den Riesenschirmlingen?

    Lasst euch das auf der Zunge zergehen. Lärchenschneckling. Fulminant.

    Geht sehr fluffig über die Lippen. Aber sprachlich unerreicht ist natürlich das Hakentragende Eschenblattstielstengelbecherchen. Man braucht etwas, bis man das flüssig rausbekommt. Aber wenn dann im Bekanntenkreis mal über das Eschensterben geplaudert wird, ist Dein großer Moment gekommen: "Ja, das liegt am Hakentragenden....". Bämm! ^^

    HAMMER!! :D

    Optisch sehr ansprechender Pilz, laut Recherche wohl auch gern als Heilpilz verwendet.


    Wenn man sich die Rinde oberhalb des Pilzes anguckst und auch die Struktur um den Pilz herum, sieht man, das es hier eine Verletzung des Baumes gegeben haben muss. Das kann dann natürlich ein Einfallstor für Parasitäre Organismen sein. Die Leitplanke spricht für die Nähe einer Straße, was für ungünstige Lebenssituationen steht. Abgase, Streusalz, Leichtflüssigkeiten (Öl, Benzin) ggf. Hundeurin etc. Das kann alles einen Baum zusätzlich schwächen und würde die Folgen der beschriebenen Verletzung sicherlich verschlimmern.


    Sherlock Ende.

    Ich hab vom pilzmännchen auch schon fragwürdige Brut bekommen die entweder alt, oder kontaminiert, oder beides war. Kann ich auch nur von abraten. In meinen Augen lohnt es sich in einen Dampfdruckkochtopf zu investieren. Dann kann man sich easy peasy Flüssigmycel selber machen (gekauftes vermehren), Körner sterilisieren und beimpfen und hat damit eine nahezu perfekte Quelle für Brut.


    Mit dem Rostenseitling habe ich selber keine Erfahrungen, las aber schon oft das der seitlingstypisch, mega agressiv kolonisieren soll. Nur zu kalt darf es ihm nicht werden. Der braucht Temperatur.