Beiträge von Pedro

    Hast du hier auch einmal Bilder von oben von den Gifthäublingen? Für mich ist auch immer das Gesamtbild des Pilzes wichtig und die Hüte von oben finde ich bei Stockschwämmchen auch sehr charakteristisch.

    oh, sorry, lese deine frage erst jetzt. was Wutzi sagt: stockschwämmchen sind von oben nie ganz sicher zu bestimmen. daher auch kein bild von oben.

    Hallo Karl,


    ja, Mehlgeruch war deutlich vorhanden. Habe nach dem Schlüssel in Großpilze BaWü bestimmt, da war die Sporengröße auch ein wichtiges Kriterium. Hab jetzt nicht zwanzig Sporen gemessen, aber so drei, vier, um halt mit dem Schlüssel abzugleichen, dürfte also stimmen. Nach Schnallen und Pigment kann ich aber noch mal gucken, wenn du denkst, dass das notwendig ist.


    Lieben Gruß

    Es waren auch definitv falsche an der Stelle. Die sahen ganz anders aus. Also entweder waren dort falsche und echte Pfifferlinge oder zwei sehr unterschiedliche Formen des falschen. Viel dunkler, oranger, mit eindeutigen Lamellen.

    Dass an der gleichen Stelle falsche Pfifferlinge wachsen, ist natürlich kein Beweis, denn Zufälle gibts immer, aber es erhärtet doch den Verdacht, dass es sich hier wohl auch um welche handeln dürfte.

    Super, vielen lieben Dank Norbert! Dann wird jetzt die Pfanne angeheizt! :)

    Ist das nicht Goldschimmel an den Röhren? Der weiße Überzug?

    Das halte ich auch für gut möglich. Unabhängig davon scheint mir (aber vom Bild kann man das ohnehin nie so genau einschätzen) der Hut ohnehin schon etwas weich und also zu alt zu sein. Sofern er sich mit dem Finger eindrücken lässt oder falls auf den Röhren weißer Goldschimmel-Belag ist, UNBEDINGT vom Verzehr absehen (falls nicht, ist das trotzdem keine Verzehrfreigabe; den Zustand beurteilen musst du schon selbst). Die meisten Vergiftungen entstehen nicht durch falsch bestimmte, sondern durch zu alte Pilzen.

    Alles gut, das passiert mir auch ständig, dass man im Eifer des Gefechts einen Bestimmungsvorschlag abgibt, ohne das "Kleingedruckte" genau zu studieren. 😉 Ich danke dir auf jeden Fall für die Mühe eines Bestimmungsvorschlags, auch wenn ich den ausschließen kann.

    Dein Fund hat den charakteristischen Hut vom Karbol- Champignon. Die gilbende Stielbasis spricht sich dafür. Reiben und riechen sind ein Bestimmungsmerkmal.

    Wie du dem Beschreibungstext entnehmen kannst, gilbt der Champignon nicht, sondern er rötet, und er riecht auch nicht nach Phenol, sondern pilzig-angenehm. Das ist kein Karbolchampignon. Dieser hätte übrigens auch keine geschuppte Hutoberfläche. Kurzum, generell ganz andere Merkmale.

    LG

    Liebe Pilzfreunde,


    dieser Spätherbst scheint besonders gut für Champignons zu sein. Diese Kollektion hier unten konnte ich allerdings nicht bestimmen.


    Wuchsort: Magerwiese am Waldrand
    Geruch und Geschmack: angenehm pilzig
    Schnittbild: Stiel rötet dezent in der Stielbasis, nach längerer Zeit leichte Rötung im ganzen Stiel
    weitere Merkmale: Huthaut hell und fein geschuppt, Stiel vor allem bei jungen Exemplaren auffallend robust und an der Basis flockig, weiter oben glatt, keine Hyphenschnur

    bei Bedarf kann auch mikroskopiert werden.

    Liebe Pilzfreunde,

    Rötlinge sind für mich ein sehr seltener Anblick. Deshalb war ich froh, zufällig über diesen Gesellen hier gestolpert zu sein, der gerade auf einer waldnahen Magerwiese en masse aus dem Boden schießt. Und natürlich musste ich einen Blick auf die exzentrischen Sporen werfen. Ohne Mikroskop entgeht einem ja eigentlich die besondere Schönheit dieser Gattung.

    Hier für dich noch mal zwei Bilder von Gifthäublingen zum Vergleichen.



    Wie du siehst, ist das Farbspektrum und die dadurch bedingte Deutlichkeit der silbernen Natterung am Stiel sehr variabel. Der Ring ist leicht vergänglich und daher kein gutes Kriterium.

    Ich denke, du solltest noch mal die Kriterien durchgehen. Die Schuppen am Stiel sind deutlich sichtbar. Die fehlen nicht. Und natürlich ist der Hut noch nicht geöffnet. Sonst hätte ich sie sehr wohl stehen lassen, weil sie mir dann zu alt werden. Und ja, ich verzehre Stockschwämmchen seit vielen Jahren.

    Hmmm.... ja wie gesagt sorry. Habe von der "Szene" nur das eine Foto.


    Aber du sagtest bei den Gifthäublingen wachsen auch Stockschwämmchen? Ich kann auf den Fotos von dir, aber gar keine Stockschwämmchen sehen. Wo sind die denn, bitte???


    Nicht das ich deine Aussage anzweifeln würde.

    Die Pilze im Hintergrund sind Stockschwämmchen. Und zwar diese hier. Auf dem Bild erkennst du die aber, oder?

    Die kleinen Links könnten sehr gut auch Stockschwämmchen sein. Mit einem Bild nur von oben lässt sich das leider nicht feststellen. Da ist ein Blick auf die Stiele unabdingbar.


    LG

    Hallo Pedro,
    ich finde es auf den Fotos sehr schwer zu erkennen, was du beschreibst. Die Stockschwämmchen sehen für mich auf den ersten Blick auch untypisch aus (was daran liegen kann, dass die Fotos alle etwas verschwommen sind).


    VG

    Mag sein, dass meine Fotos nicht besonders gut ist, war ja auch keine Bestimmungsanfrage, aber ich kann versichern, im Hintergrund sind Stockschwämmchen zu sehen, samt geschuppten Stielen. Und die kleinen Pilzchen im Vordergrund sind noch sehr junge Gifthäublinge, deren Natterung mE gut sichtbar sind.


    LG

    Nein, das sind keine. Das sieht mir eher nach Gymnopilus junonius, dem beringten Flämmling aus. Aber lustigerweise habe ich letzte Woche tatsächlich Samtfußrüblinge gefunden.

    Liebe Pilzfreunde,


    heute ist es mir gelungen, die ersten Galerina marginata agg. von diesem Jahr direkt neben Kuehneromyces mutabilis zu finden. Wer den gemeinsamen Wuchs dieser Arten an einem Baumstumpf also bisher für ein Gerücht hielt, sei hiermit eines Besseren belehrt.


    bei dem Lamellenansatz vermute ich einen Löwengelben Dachpilz Pluteus leoninus.

    Sicher? Für mich sieht der Lamellenansatz oben nicht sehr freistehend aus, sondern eher angeheftet bzw ausgebuchtet angewachsen.
    Anbei zum Vergleich zwei Bilder von Pluteus cf leoninus (habe nicht mikroskopiert, könnte daher auch Pl. romellii od. chrysophaeus sein) von letztem Jahr.


    Durch die Hitze und die Trockenheit bin ich in letzter Zeit fast gar nicht in die Natur gegangen, aber manchmal kommt die Natur auch zu einem selbst, bzw in diesem Fall an die Hauswand direkt vor meiner Innenstadtwohnung. Dort dösen gerade ein paar Exemplare von Sitaris muralis, des Schmalflügeligen Pelzbienenölkäfers. Die Art, die die Nester von Pelz- und Mauerbienen parasitiert (diese müssten also auch dort zu finden sein), gilt in Deutschland als gefährdet.