Alles anzeigenHallo,
was ich etwas auffällig finde: Das Paper bzw. der Fall stammt aus Indien.
Ich hatte vor wenigen Wochen etwas zu Infektionen mit Schizophyllum commune recherchiert, und auch da waren alle beschriebenen Fälle aus Indien (alle die ich gefunden habe jedenfalls).
Ist das einfach Zufall, oder liegt das an den dortigen Umweltbedingungen, dass Pilzinfektionen dort häufiger sind, oder schauen die Inder einfach im Zweifel genauer als bei uns hin? Oder ist die Erklärung eine ganz andere?
Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
auch während der Corona Pandemie war es in Indien zu verhäuften Fällen von Pilzinfektionen gekommen. Die Erklärung der Forscher war seinerzeit ein übermäßiger Konsum von Kortison als vermeintliche Corona-Prävention oder Therapie. Offenbar hat das Kortison menschliches Gewebe anfälliger für bestimmte Pilzarten gemacht. In Indien sind viele Medikamente, darunter Kortison, frei in Apotheken verfügbar und werden daher häufiger zur Selbstmedikation eingesetzt. Vielleicht erhöht das kombiniert mit der von Wolfgang angesprochenen hohen Population auch die Anfälligkeit für klassische Holzparasiten oder Saprobionten.
